Colitis ulcerosa, Erweiterung therapeutischer Maßnahmen mit Phosphatidylcholin

Bei der Colitis ulcerosa scheint ein Paradigmenwechsel eingeleitet zu werden. Man weiss um die eingeschränkte Darm-Blut-Barriere an den entzündeten Stellen. Dort liegt neben dem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom, welches das Auftreten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten fördert, auch eine Fehlbesiedlung vor. Die Erweiterung des therapeutischen Maßnahmenkatalogs soll jetzt mit Phosphatidylcholin erreicht werden. Eine als Pilotstudie konzepierte Dosisfindungsstudie hat Krankheitsverbesserungen um ein Drittel gefunden, wenn man bis zu 3,2 g Phosphatidylcholin/Tag eingenommen hatte. Colitis ulcerosa ist aber eine Erkrankung des Dickdarms und Phosphatidylcholin wird im Dünndarm nahezu komplett resorbiert. Daher greifen solche Maßnahmen, wie Sojalecithin zu essen, nur bei Beschwerden des M. Crohn und dass auch nur in den oberen Verdauungsabschnitten. Interessant wäre also eine Studie, die die Substanz so anbietet, dass die Wirkung im Dickdarm greift. Ich werde beobachten, ob so eine Studie angeboten wird und dann darauf hinweisen. Wer das nicht verpassen möchte, kann sich in den Newsletter eintragen oder mir eine Email schicken, so dass ich die Emailadresse für diese Information speichere.

Berufsasthma durch Argan

Die Medical Tribune titelt damit einen Artikel und verweist auf Arganöl und Arganpuder als Inhaltsstoff von Kosmetika. Arbeitsmedizinisch wurden bei Mitarbeitern solcher arganverarbeitenden Kosmetikfirmen Asthma- und Rhinitisbeschwerden festgestellt. Daher sollte dieses als gesund betrachtete Öl nicht unkritisch genutzt werden.

Borrelien sind aktiv, Pilzsucher aufgepasst, Borrelienimpfung in Sichtweite

Die Temperaturen waren am Wochenende nahe 20 °C und da sind auch die Borrelien aktiv. Wer dann durch das Unterholz streift und nach Pilzen sucht, sollte sich danach gründlich nach Zecken absuchen. Noch ist die Zeckenimpfung für den Menschen ncht auf dem Markt, aber im nächsten Jahr soll es dazu wohl eine Phase-III-Studie geben. Interessenten, die über den Start der Studie informiert werden wollen, können sich auf meiner Homepage in eine Warteliste eintragen. Wer nun eine Zecke gefunden hat, könnte diese aufbewahren und im Labor mit einer Polymerasekettenreaktion auf Borrelienbefall untersuchen lassen. Ist das Ergebnis negativ, kann man sich entspannt zurücklegen, ansonsten besteht potentiell eine Infektionsgefahr, die sich aber nur in der Hälfte der Fälle mit einer Wanderröte bemerkbar macht. Da die Krankheit in drei Stadien verläuft, macht es Sinn, sich mit der Thematik auseinander zu setzen. 26 % der Stiche führen zu einer Ü bertragung der Borrelien, also zu einer Infektion, wie „Der Allgemeinarzt 12/2013, S. 37“ veröffentlicht. In der Hälfte der Infektionsfälle entwickelt sich auch eine Erkrankung, diese aber zum Teil erst Jahre später.