von Dr. Dirk Wiechert | 10. Juli 2011 | Publikationen
Das Leaky gut-SyndromHierbei handelt es sich um eine vermehrte Durchlässigkeit der Darmwand für den Darminhalt, der dann die Blutbahn erreicht und hier zu einer immunologischen Abwehrreaktion (Antikörperbildung) führt. Hiermit hängen nicht nur Darmerkrankungen, sondern auch Autoimmunerkrankungen wie die Glutenunverträglichkeit bis hin zur Zöliakie oder einheimischen Sprue, Diabetes mellitus Typ 1, Multiple Sklerose und rheumatoide Arthritis, aber auch Allergien zusammen.Ein Leaky gut Syndrom tritt auf, wenn die intestinale Mikroflora zu schwach oder zerstört ist, bei körperlicher Belastung im oberen Grenzbereich, bei mangelnder Bildung des sIGA, des sekretorischen Immunglobulins A, welches in der Schleimhaut immunologisch aufpasst, und wenn die Epithelschicht des Darms beschädigt ist.
von Dr. Dirk Wiechert | 4. Juli 2011 | Publikationen
Neben der Histadelie, einem „Zuviel an Histamin“, siehe dazu den Artikel Histaminunverträglichkeit unter Patienteninformationen, gibt es auch ein „Zuwenig an Histamin“, die Histapenie. Bei diesem Befund findet man meistens auch zuviel Kupfer evt. auch Eisen, Blei und Quecksilber sowie zu wenig an Zink und Mangan im Blut.Sich daraus entwickelnde Krankheitsbilder können psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, Halluzinationen, Paranoia, gestörte Gedankenabläufe und erhöhte EEG-Erregbarkeit des Gehirns (Hirnstrommessung), aber auch Zahnkaries sein.
von Dr. Dirk Wiechert | 18. Juni 2011 | Publikationen
1% der deutschen Bevölkerung leiden unter einer Histaminintoleranz. Vornehmlich sollen Frauen davon betroffen sein; ich denke aber, dass diese mit dem Problem eher zum Arzt kommen und nur deshalb häufiger diese Diagnose erhalten. Solche Beschwerden können auch durch eine erhöhte bakterielle Spaltungsaktivität für Fructose und Sorbit oder Mangel an dem milchzuckerspaltendem Enzym Lactase erzeugt werden. Diese Empfindlichkeit gilt als Ursache für Symptome wie: Kopfschmerz/Migräne, gastrointestinale Symptome wie Flatulenz (Blähungen), breiige bis flüssige Stuhlgänge, Bauchkrämpfe, Sodbrennen, Magenentleerungsstörung, Hypotonie, also zu niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen bei ansonsten unauffälliger kardiologischer Befunderhebung, Dysmenorrhoen (Regelbeschwerden), Urticaria (Nesselsucht), chronische Schnupfenbeschwerden mit Räuspern, Nasenlaufen, verstopften Nasennebenhöhlen und späterer Superinfektion, asthmatischen Beschwerden, Schlafstörungen, situative Ängste, wenn die Symptome auftreten.
von Dr. Dirk Wiechert | 18. Juni 2011 | Publikationen
Der Weißkitteleffekt bezeichnet einen hohen Blutdruck in der Messsituation in der Praxis. Wichtig ist zu wissen, wie sich der Blutdruck über den Tag, aber auch im Schlaf verhält. Neben der Indikation zur Therapie lassen sich auch Schlüsse zum besten Zeitpunkt der Medikation als auch zur Auswahl der Wirkstoffgruppe ableiten, somit also auch zur Therapieüberwachung.Bei Patienten mit intravenöser Sauerstofftherapie können wir hierdurch oft nachweisen, dass ein Blutdruckmedikament wieder abgesetzt oder in der Dosis reduziert werden kann.
von Dr. Dirk Wiechert | 22. Mai 2011 | Publikationen
NO ist ein körpereigenes Gas, das für die Blutdruckregulation, die Erektionsstärke, als Botenstoff im Gehirn und mitochondrial für die Steuerung der Immunantwort benötigt wird. Das exhalative NO-Gas (in der Ausatemluft gemessen) ist ein Maß für die Entzündung der Lungen. Eine optimale Therapieplanung und -überwachung von Lungenerkrankungen sollte diesen Wert beinhalten, „da anhand der Schwankungen der individuellen Messwerte die therapeutischen Maßnahmen genauer angepasst werden können. Wie ein prospektive Studie einer Heidelberger Arbeitsgruppe an 160 Patienten aus zehn Praxen zeigen konnte, hat diese Messmethode beim Allgemeinarzt den Stellenwert der bronchialen Provokation in der Aussagekraft. Die Autoren schlossen aus ihren Ergebnissen, dass ein Wert > 46 ppb für das fraktionierte exhalative NO /FENO) die Diagnose Asthma bestätigt.“ sinngemäß zitiert aus der Spezialausgabe 2011 der Medical Tribune, 46. Jahrgang, Nr 51/52, 23.12.11, Seite 2.In unserer Praxis sehen wir solche Werte zum Teil auch bei normalen Lungenfunktionswerten, wodurch dei Sensibiltität der Methode aus unserer Sicht noch einmal unterstrichen wird.