Langzeitblutdruckmessung, ein wesentliches Instrument zur Diagnostik, Therapieplanung und Therapieüberwachung einer Bluthochdruckerkrankung, Hypertonie

von | 18. Juni 2011 | Publikationen

Der Weißkitteleffekt bezeichnet einen hohen Blutdruck in der Messsituation in der Praxis. Wichtig ist zu wissen, wie sich der Blutdruck über den Tag, aber auch im Schlaf verhält. Neben der Indikation zur Therapie lassen sich auch Schlüsse zum besten Zeitpunkt der Medikation als auch zur Auswahl der Wirkstoffgruppe ableiten, somit also auch zur Therapieüberwachung.Bei Patienten mit intravenöser Sauerstofftherapie können wir hierdurch oft nachweisen, dass ein Blutdruckmedikament wieder abgesetzt oder in der Dosis reduziert werden kann.
Bei der Langzeitblutdruckmessung gilt es den Verlauf des Blutdrucks über ein Zeitfenster von mindestens 18 Stunden zu dokumentieren. Dabei ist es gewünscht, dass Sie einen Alltag durchleben, sich also auch anstrengen dürfen. Die Messung erfolgt mit einer Manschette am Oberarm. Sie können dabei ein kurz- oder auch langärmeliges Hemd tragen, die Messung erfolgt auch durch den Stoff hindurch; das ist insgesamt hygienischer. Die Messung wird von einem kleinen Gerät gesteuert, dass Sie am Hosengürtel in einer Schlaufe mit sich tragen und auch im Bett deponieren können. Zum Umziehen oder Duschen legen Sie das Gerät ab. Wenn es länger als 15 Minuten dauert, schalten sie es einfach aus und nach dem Anlegen wieder an. Für das Wiederanlegen gibt es an der Manschette einen Pfeil für die Arterie; den Pfeil platzieren Sie einfach in der Mitte der Armbeuge, so wie wir es Ihnen zeigen. Mit einer Starttaste aktivieren sie die Fortsetzung des Messzyklus. Sie können durch weiteres Drücken auch in gewünschten Situationen eine Extramessung auslösen, so dass wir dieses Situation auf der Zeitachse nach der Auswertung am Comuter zuordnen können.
Wir haben drei Geräte in Gebrauch, so dass eine kurzfristige Terminierung möglich sein sollte. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ 654, 15,39€ – 21,38 €, je nach Besonderheit.

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