von Dr. Dirk Wiechert | 19. Januar 2014 | Publikationen
Die Studie wurde in Malwa, einer Region in Punjab in Indien durchgeführt. Die erkrankten Probanden wohnten in dem gleichen Haushalt, wie die gesunden Studienteilnehmer. Es nahmen 50 gesunde und 49 erkrankte Probanden an der Studie teil. Untersucht wurde das Haar, als ein Langzeit-Messparameter für eine Belastung über die Zeit, quasi wie eine Sedimentschichtenanalyse oder wie bei den meterlangen Bohrungen aus dem ewigen Eis. Beide Gruppen wurden auf Alúminium, Blei, Barium Mangan, Strontium und Uran untersucht. Die höchsten Konzentrationen wurden für Blei und Barium gefunden, bei den Brustkrebspatientinnen fanden sich im Haar die höchsten Konzentrationen für Ba, Mn, Pb und U. In der Interpretation wird das radioaktive Uran als der Hauptverursacher benannt. Dieser Wert war nur doppelt so hoch wie in der gesunden Kontrollgruppe und 6-fach über dem dafür vereinbarten Referenzwert.
von Dr. Dirk Wiechert | 18. Januar 2014 | Publikationen
In traditionellen Kulturen wurde Fieber schon immer respektiert und verstanden. Die meisten Menschen wussten, dass das Fieber steigen und anschließend wieder sinken würde, ähnlich einer Welle, die auf das Festland trifft. Unsere heutige Gesellschaft hingegen versucht, das Fieber umgehend mit fiebersenkenden Mitteln zu unterdrücken.Fieber stimuliert das Immunsystem.Das Immunsystem reagiert damit, eine Infektion abzuwehren und den Körper zu stärken. Mikroorganismen können nur unter bestimmten Temperaturbedingungen überleben.Fieber beginnt definitionsgemäß bei einer oral gemessenen Temperatur von mehr als 38 Grad. Bei 38,3 Grad können die meisten Bakterien nicht überleben, bei 38,9 Grad können sich Viren nicht mehr vermehren und im Körper verbreiten. Fieber sind normalerweise selbstbegrenzend und von kurzer Dauer. Gefährlich werden sie erst, wenn die Temperatur über 40 Grad steigt.
von Dr. Dirk Wiechert | 17. Januar 2014 | Publikationen
Erste Erfolge mit Fäkaltransplantationen bei Clostridium difficile-Infektionen wurden bereits vermeldet, jetzt wurde diese doch eher ungewöhnliche Therapie auch bei Patienten mit Adipositas bzw. Diabetes in den Niederlanden untersucht und es zeigten sich positive Ergebnisse. Ist Insulinresistenz ansteckend?Es wird angenommen, dass diese Darmmikrobiota bei Fettleber und Fettleberentzündung, Adipositas, Reizdarm, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, dem Kolonkarzinom und sogar bei kardiovaskulären und neurologischen Erkrankungen eine Rolle spielen. In Studien mit zunächst keimfreien Mäusen zeigte sich ein Einfluss der Keimbesiedlung auf die Insulinsensitivität. Die Insulinresistenz konnte sogar von Maus zu Maus oder von Mensch zu Maus übertragen werden.In einer klinischen Studie verlief wie folgt: Jeweils 10 adipöse bzw. schlanke Testpersonen ohne Diabetes wurden 4 Wochen lang mit dem Probiotikum Lactobacillus reuteri oder mit Placebo behandelt. Zum Studienende waren die postprandialen Insulin-, Inkretin- und C-Peptid-Spiegel unter L. reuteri günstiger. Gesunde Darmflora weitergebenEinen anderen Ansatz, nämlich die therapeutische Stuhltransplantation, bevorzugen niederländische Forscher um Dr. Anne Vrieze: Dr. Peter P. de Groot aus Vriezes Arbeitsgruppe erklärte die Prozedur: „Der Patient wird durch eine Darmspülung vorbereitet. 50 – 200 g frische, gründlich untersuchte Spenderfaeces werden in Kochsalzlösung eingebracht, filtriert und die Suspension dann mittels Nasopharyngeal- oder auch Duodenalsonde verabreicht.“ 9 Männer mit Adipositas und metabolischem Syndrom mit Stuhl von schlanken männlichen Spendern, 9 weitere erhielten stattdessen ihren eigenen Stuhl. Ergebnis: Sechs Wochen nach der allogenen (von einem Fremdspender) Stuhltransplantation war die periphere Insulinsensitivität im Durchschnitt signifikant verbessert – bei großer Streubreite, wohl abhängig vom Spender. Nach autologer (der eigene Stuhl wurde verabreicht) Stuhltransplantation sah man dagegen keine Besserung. Der ganze Text im Link weiter unten.
von Dr. Dirk Wiechert | 28. Dezember 2013 | Publikationen
Wer will schon gerne lange Texte lesen ? Das kann man immer noch, wenn man es wirklich ganz genau wissen will.Nun sind die ersten Filme fertig und auch für Sie veröffentlicht. Schauen Sie selbst und vielen Dank für jede Weiterempfehlung.
von Dr. Dirk Wiechert | 21. Dezember 2013 | Publikationen
Umweltgifte werden innerhalb bestimmter Grenzwerte als risikolos oder auch als risikobehaftet eingestuft. Dabei ist das Messkriterium die Akutgefährdung mit akuter oder innerhalb weniger Jahre reproduzierbarer Erkrankung, die dieser Substanz zugeordnet werden kann. Wechselwirkungen verschiedener Substanzen, die sich in der Lebenszeit im Körper ansammeln und die Entgiftungsfähigkeit betreffen, sehr wohl aber chronische Erkrankungen hervorrufen, stehen da nicht im Vordergrund. Es ist z. B. überhaupt nicht üblich, dass man Tumorgewebe auf eine Giftbelastung hin untersucht. Nach diesem Prinzip arbeiten auch Studien, die ein Medikament testen und dabei möglichst wenig Störfaktoren haben möchten. Das Ergebnis, die sogenannte „evidance based medicine“, bezieht sich dann leider auch nur auf Patienten, die nur diese eine Erkrankung haben. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Krankheiten sind nicht Bestandteil der Studie. Dadurch ist die Kombination von zwei Medikamenten bei einem Patienten schon ein eigenständiger Feldversuch um einen Patienten zu therapieren. Dieser Sachverhalt wird aber bei der Erstattung von Therapiekosten bei der sogenannten Evidance based medicine ausgeblendet und bei Methoden, die ursächliche Therapiehindernisse erkennen und ausschalten wollen, (Chelattherapie, Mineralausgleich, Aminosäureausgleich, Biomonitoring für Schwermetalle – Weichmacher – Phtalate – Bisphenol A – PAK etc.) als Argument für die Nichterstattung herangezogen. Die Bedeutung dieses Monitorings soll Inhalt dieses Artikels sein.