Stickmonoxid-NO-Messung
NO ist ein körpereigenes Gas, das für die Blutdruckregulation, die Erektionsstärke, als Botenstoff im Gehirn und mitochondrial für die Steuerung der Immunantwort benötigt wird. Das exhalative NO-Gas (in der Ausatemluft gemessen) ist ein Maß für die Entzündung der Lungen. Eine optimale Therapieplanung und -überwachung von Lungenerkrankungen sollte diesen Wert beinhalten, „da anhand der Schwankungen der individuellen Messwerte die therapeutischen Maßnahmen genauer angepasst werden können. Wie ein prospektive Studie einer Heidelberger Arbeitsgruppe an 160 Patienten aus zehn Praxen zeigen konnte, hat diese Messmethode beim Allgemeinarzt den Stellenwert der bronchialen Provokation in der Aussagekraft. Die Autoren schlossen aus ihren Ergebnissen, dass ein Wert > 46 ppb für das fraktionierte exhalative NO /FENO) die Diagnose Asthma bestätigt.“ sinngemäß zitiert aus der Spezialausgabe 2011 der Medical Tribune, 46. Jahrgang, Nr 51/52, 23.12.11, Seite 2.In unserer Praxis sehen wir solche Werte zum Teil auch bei normalen Lungenfunktionswerten, wodurch dei Sensibiltität der Methode aus unserer Sicht noch einmal unterstrichen wird.
Lungenfunktionsuntersuchung bei Lungenerkrankungen und als Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung
Die Lungenfunktionsuntersuchung dient dazu herauszufinden, ob die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die mit Luftnot einhergehen, von der Lunge herrühren. Als Ursache kommen das intrinsische oder extrinsische Asthma, mit der Obstruktion, also dem Gefühl, die Luft nicht wieder loszuwerden, das Emphysem mit dem Platzen der Lungenbläschen und damit mit dem Verlust von Gasaustauschfläche und der Gefahr des Pneumothorax, also dem Zusammenschnurren der Lunge, der Restriktion, also der verminderten Entfaltungsfähigkeit der Lunge in Frage. Durch die Flußvolumenkurve kann man hier sehr schnell zur Diagnose kommen. Ergänzend sei auf die exhalative (in der Ausatemluft) NO-Gas-Analyse als Messparameter für das Ausmaß der Entzündung in den Bronchien verwiesen.