Gesundheitsnewsletter vom 1.1.2012

von | 1. Januar 2012

 

Das Team der Praxis am Biopunkt wünscht Ihnen für das neue Jahr alles Gute.

Wir freuen uns darauf, Sie bei unseren Vorträgen begrüßen zu dürfen. Wir hoffen, dass die Themen Sie ansprechen. Bringen Sie gerne noch jemanden mit. Das Wissen um die eigene Gesundheit sollte sich vielmehr verbreiten als bisher. 
Vortragübersicht

Übergewicht – Wie kann ich es los werden ?

Unser erster Vortrag in diesem Jahr beschäftigt sich mit den Folgen der leckeren Mahlzeiten in der Advents- und Weihnachtszeit. Runter mit den Pfunden, wie geht das. Sicherlich haben Sie schon viele Diätvorschläge in den verschiedensten Zeitschriften gelesen. Wir wollen Ihnen vermitteln, worauf es ankommt. Es ist nicht nur die Bewegung und die Ernährungszusammenstellung oder die Kalorienzahl.

Lungen NO-Gasmessung bei Asthma

Ich möchte noch einmal an unsere exhalative NO-Gasmessung erinnern. Diese wird im Allgemeinen nur von Lungenfachärzten oder in Kliniken durchgeführt. Eine Untersuchung einer Heidelberger Arbeitsgruppe in 10 Praxen an 160 Patienten hat ergeben, dass ein Messwert über 46 ppb die Diagnose Asthma bestätigt. Asthma ist dem Laien als beklemmende Luftnot bekannt. Durch ein gutes Medikationsregime soll das nicht passieren. Bisher wurde dem Patienten für die Selbstkontrolle ein Peak-Flow-Meter rezeptiert, das den Atemspitzenstosswert erfasst. Wenn der fällt, darf der Patient die antientzündliche Medikation erhöhen, wenn es nach drei Tagen nicht besser wird, soll er zum Arzt gehen, damit der Atemnotfall nicht eintritt.

Die NO-Gas-Messung erweitert die Empfindlichkeit der Messung dahingehend, dass sie die Entzündung erfasst. Auch eine unterschwellige Entzündung über einen langen Zeitraum führt zu Reparaturvorgängen. Dabei wird für den Gasaustausch (Sauerstoff:Kohlendioxid) wichtiges Funktionsgewebe durch funktionsloses Narbengewebe ersetzt. An diesem Gewebe wirken die Medikamente nicht mehr und die Atemkapazität nimmt ab, damit auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Man spürt es am ehesten beim Gehen am Hang oder beim Treppensteigen.

Ich betone diese Erkenntnis deswegen so, weil wir durchaus auffällige NO-Gas-Messwerte ermitteln, die Lungenfunktionswerte aber noch normal sind. Wir haben hier somit ein viel sensibleres Instrument an der Hand, um die Therapie und damit die Gesundheitsspanne zu verbessern.

Hormontherapie nach Dr. Rimkus 

Die Hormontherapie nach Dr. Rimkus kann sich jeder in dessen Büchern anlesen. Ich habe dazu ein Seminar besucht, diese Bücher gelesen und  es auch bereits in die Therapie mit einbezogen.

Es handelt sich dabei um den Einsatz natürlicher Hormone (Östrogen und Progesteron) aus der Yamswurzel. Diese sind anders als bei den synthetischen Hormonen in den Seitengruppen nicht verändert und werden mikronisiert in Kapseln, die auch Öl enthalten, von der Receptura-Apotheke in Frankfurt angeboten. Wegen der Natürlichkeit, also jahrtausendelanger Evolution, geht Dr. Rimkus davon aus, dass keine negativen  Folgen zu erwarten sind. Er überblickt hier eine zehnjährige Erfahrung aus seiner Praxiszeit. Dennoch schließt er tumorerkrankte Patienten aus der Therapie aus.

Um eine Indikation für den Einsatz dieser Hormone zu ermitteln, hat er für Frauen und Männer jeweils einen Fragebogen entwickelt, der Beschwerdesymptome abfragt und diese in ihrer Ausprägung mit einem Punktwert belegt. Je nachdem, wie viele Punkte sich ergeben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man von der Einnahme profitieren würde. In einem solchen Fall bieten wir dann eine Laboruntersuchung der Hormonspiegel an und abhängig von dem Ergebnis prüfen wir dann die Indiktion zum Hormoneinsatz. Interessant ist, dass die Hormonbestimmung unter der Einnahme synthetischer Hormone und bei Einnahme ohne gleichzeitige Fettzufuhr oft zu keinem messbaren Hormonanstieg im Blut führt. Bei den natürlichen Hormonen soll das aber so sein. Dieses werden wir demnächst in den Verlaufskontrollen selbst überprüfen.

Auf Anfrage per Email senden wir Ihnen gerne so einen Fragebogen als PDF-Datei zu.

Neue Alternative zu Marcumar

Viele Patienten mit Vorhofflimmern nehmen Marcumar ein. Das behindert sie in der Auswahl des Essens, da die Therapie durch den Vitamin-K-Spiegel beeeinflusst wird. Aber auch viele andere Medikamete haben eine Wechselwirkung mit dem Medikament und beeinflussen das Blutungs- oder Gerinnungsrisko. In den letzten Monaten sind mehrere Faktor-Xa-Medikamente zugelassen worden, die gut wirken, keine Wechselwirkung mit dem Essen haben und auch mit vielen anderen Medikamenten, die bisher von Bedeutung waren, nicht mehr reagieren. Einige müssen zweimal am Tag genommen werden, andere nur einmal. Im Falle einer Blutung normalisiert sich die erhöhte Blutungsneigung innerhalb von ein bis zwei Tagen, bei Marcumar dauert das sieben bis elf Tage. Im Notfall muss man eine Infusion mit menschlichen Gerinnungsfaktoren geben. Eine Laborkontrolle, wie bei der Marcumartherapie anhand des Quick-/INR-Wertes, entfällt.

Viele Grüße

Dr. med. Dirk Wichert

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