von Dr. Dirk Wiechert | 15. September 2013 | Publikationen
In meiner Praxis untersuche ich den Urin der Patienten gerne auf den Gehalt an Metallen, um herauszufinden ob Enzymprozesse dadurch behindert sein können, ob also ein Therapiehindernis vorliegt. Keiner meiner Patienten ist bisher akut vergiftet gewesen, aber die Aufnahme und Einlagerung von sogenannten Schwermetallen über die Lebenszeit scheinen deutlichen Einfluss auf das Entstehen von Mitochondriendysfunktionen und chronischen Erkrankungen zu haben. Ergebnisse zu Durchblutungsstörungen wie Herz- oder Hirninfarkt insbesondere bei Diabetikern, aber auch der Nachweis von Metallakummulation in Tumorgewebe sowie Studien, die den Zusammenhang zu chronischen Erkrankungen darstellen, zeigen deutlich die Bedeutung an und sind für jeden lesbar; die Verlinkungen zu den Veröfffentlichungen folgen weiter unten. Für die Untersuchung auf die Metallbelastung nutze ich zunächst den Morgenurin aus der durchgeschlafenen Nacht, um Fremdeinträge durch Nahrung oder nur situativen Kontakt zu Metallquellen zu vermeiden und zum anderen einen in der Praxis mit Chelatoren provozierten Urin, sofern die vorausgegangenen Laboruntersuchungen die Chelierung zulassen. Hier in Bremen finden sich regelmäßig erhöhte Werte für Aluminium, Mangan und Nickel, im Verlauf auch für Blei, Arsen, Cadmium und Quecksilber. Andere Metalle sind eher die Ausnahme, aber ich finde auch Zinn, Thallium, Wismut. Nach Uran habe ich noch nicht geschaut. Mit einer Serie von Chelat-Therapien kann man die Metalle wieder ausleiten. Eine Kontrolle im Urin nach jeder zehnten Anwendung zeigt anfangs noch deutliche Anstiege der Metallmengen im Urin, um dann nach 20 bis 40 Anwendungen unauffällig zu werden. Ich verfolge den Grundsatz „go slow, but go“ und cheliere nur einmal/Woche. Eine sogenannte Kur zur Aufrechterhaltung des Erfolges von 10 Anwendungen pro Jahr oder einmal/Monat erscheint mir sinnvoll.
von Dr. Dirk Wiechert | 14. September 2013 | Publikationen
Bei diesem Begriff der Mikroembolie zucken viele zusammen und denken sofort an Todesgefahr und Luft in den Venen, was auf gar keinen Fall sein darf. Bei dem Begriff „Luft“ stimmt das auch, denn der hohe Stickstoffgehalt in der Luft ist die Gefahr, da dieser nur sehr langsam gewebegängig ist. Das ist die Gefahr des zu schnellen Auftauchens beim Tauchsport. Kohlendioxid und Sauerstoff sind aber so gut gewebegängig, dass man diese Gase therapeutisch und diagnostisch nutzen kann. Kohlendioxid wird in der Mesotherapie an Schmerzpunkte gespritzt und in der hochmodernen Gefäßdarstellung, der Angiographie, sogar in Arterien eingesetzt. Hier kann es tatsächlich gefährliche Embolien im Endstromgebiet geben und weil das im Gehirn oder Auge oder Herzkranzgefäß auf gar keinen Fall passieren darf, wird der Patient dabei in einer Kopftieflage gebettet. Der Vorteil dieser Diagnostik liegt darin, dass keine nierenschädigenden oder allergieauslösenden Kontrastmittel gegeben werden müssen.
von Dr. Dirk Wiechert | 29. August 2013 | Publikationen
Dr. Franz J. Kreutzer, langjähriges Vorstandsmitglied und wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. hat sein Buch mit dem Titel „Intravenöse Sauerstofftherapie (IOT) Oxyvenierungstherapie nach Dr. Regelberger in Theorie und Praxis, von den Anfängen bis in die Gegenwart“ unter der ISBN 978-3-933998-53-8 heraus gebracht. Dem, der diese Therapie anwendet oder deren wissenschaftlichen Funktions- und Wirkhintergrund verstehen möchte, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Ein ganzheitlicher und naturheilkundlicher Therapieansatz kann durchaus laborchemisch belgt werden.
von Dr. Dirk Wiechert | 30. Juli 2013 | Publikationen
Die Zulassungsinhaber von Diclofenac informieren im Rote-Hand-Brief über die neuen Kontraindikationen und Risikoabwägungen von Diclofenac. Da es für die NSAR auch Gruppeneffekte gibt, ist davon auszugehen dass weitere Veröffentlichungen zu den anderen NSAR folgen werden. Somit bestätigt sich meine Zurückhaltung in der Verordnung dieser Medikamente, wie meine Patienten hier bestätigt sehen. Für die intravenöse Sauerstofftherapie ist die Einnahme von NSAR sowieso eine Kontraindikation, weil die positiven Effekte der Prostaglandinfreisetzung, die zu einer Gefäßerweiterung und verbesserten Nierenfiltrationsleistung führen, dadurch verhindert würden. Demnach verbietet sich diese Medikation bei allen Erkrankungen, die mit einer Durchblutungseinschränkung einhergehen, zumindest ist eine sehr strenge Risiko-Nutzen-Abwägung zu treffen. Es möge bitte jeder mit eingeschränkter Nierenfunktion, Maculadegeneration, Angina pectoris, Wundheilungsstörungen mit Amputationsgefahr, Neigung zu kalten Fingern und Füßen etc. schauen, ob er eine NSAR-Medikation in seinem Medikamentenplan hat und dann das Gespräch mit seinem verordnenden Arzt führen. Bite beachten Sie auch, dass NSAR in niedriger Dosierung frei verkäuflich sind. Das mindert aber nicht deren Risiko.
von Dr. Dirk Wiechert | 13. Juni 2013 | Publikationen
Neue Erkenntnisse belegen wiederholt, dass die Höhe des gesunden HDL-Cholesterins bei bereits an Gefäßverkalkung erkrankten Menschen nicht erstrebenswert ist, weil die Todesrate in der Gruppe mit den höheren HDL-Werten auch höher ist als in der Gruppe mit den niedrigeren Werten. Eine mögliche Erklärung dafür ist ein Funktionsverlust des gesunden HDLs, wofür eine eingeschränkte Paraoxonasefunktion verantwortlich gemacht wird. Genau diese Funktion lässt sich durch die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger, auch Oxyvenierung genannt, bis zu 38 Prozent im Mittel steigern. Da die Paraoxonase-Aktivität auch durch Mutationen eingeschränkt sein kann, ist dadurch unter Umständen auch die interindividuelle Ansprechrate der Probanden auf die Oxyvenierung zu erklären. Die Paraoxonaseaktivität steht auch in engem Zusammenhang zum Verlauf einer Retinopathie. Patienten mit Mutationen haben also geringere Ansprechraten, müssten aber dennoch von dieser regenerativen Therapie profitieren.