Gesundheitsnewsletter vom 6.9.2015

von | 6. September 2015

Gesundheitsnewsletter vom 06.09.2015

Die Colitis ulcerosa-Studie läuft weiter, Interessenten sind herzlich willkommen.


Gestern habe ich ein Intensivseminar zur Herzratenvarianzanalyse besucht und mein Wissen dazu erweitert und vertieft. Als wesentliche Indikationen des Screenings der Modulationsfähigkeit des vegetativen Nervensystems, das als wesentliche Steuerungsgröße der Herzratenvarianz in Ruhe verstanden wird, haben sich die Prävention, das Burnout Syndrom, die Schwangerschaft oder auch ungewollte Kinderlosigkeit, Schlafstörungen, Schmerzsyndrome, Stressbelastung, chronisches Fatigue Syndrom, Bluthochdruck, die Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie, die Optimierung der Trainingsintensität im Breiten- und Leistungssport, aber auch die Ermittlung des biologischen Alters oder der Prognose im Hinblick auf die Lebenskraft bei schwerwiegenden Erkrankungen herausgebildet. Ein besonderes Einsatzgebiet ist das Mutter-Kind-Screening. So hat man festgestellt, dass in den ersten 1000 Lebenstagen des Kindes eine wesentliche Prägung auf das spätere Vermögen zur Parasympathikusaktivität angelegt wird. Somit geht es um die spätere Stressresistenz. Da das Kind in dieser Zeit vornehmlich durch die Mutter geprägt wird, müssten beide getestet werden. Die dann vermutlich nicht so stressresistente Mutter sollte sich dann Hilfe von Fachleuten zur Bewältigungsstrategie oder auch zur Bearbeitung der nur subjektiv als stressend wahrgenommenen Situationen holen. Oft verbergen sich dahinter begrenzende Glaubenssätze und auf der emotionalen Ebene verankerte Muster, die in der eigenen Kindheit geprägt wurden. Diese Messung biete ich in meinen Praxen an.


Nächsten Samstag halte ich mit Stefan Marzinowski ein Zertifizierungsseminar zur intravenösen Sauerstofftherapie in Neuss. Es sind noch Plätze frei.


Am 23.09.2015 halte ich von 17:00 bis 18:30 eine Kurzwiederholung zum Thema des wasserlöslichen Tomatenspezialextraktes und dessen Wirkung auf die Blutplättchen, gefolgt von dem angekündigten Haupthema der a-Liponsäure als besonderem Antioxidans. Die Fortbildung ist mit Fortbildungspunkten der Bremer Ärztekammer belohnt. Hier geht es zur Anmeldung


Die Themen der Woche:

  • Neue Erkenntnisse zur Leberregeneration

  • Neue Erkenntnisse bei M. Parkinson

  • Neue Erkenntnisse zu M. Alzheimer

  • Die Kinderlähmung ist in Europa, konkret in der Ukraine, zurückgekommen

  • Schizophrenie-Therapiewirkung durch funktionelles MRT vorhersagbar

  • Infekthäufigkeit, warum?

  • Eiweißreiche Ernährung schützt das Herzkreislaufsystem

  • Zink geht dahin, wo Eisen fehlt

  • Schwangerschaft und Autoimmunerkrankungen

  • Tolle Schilddrüsenwerte oder sogar erhöhte fT4-Werte und trotzdem Symptome der Unterfunktion

  • Biophysik in der Tumorforschung

  • Das Rezidiv eines Prostata-Ca lässt sich mit dem PET-MRT lokalisieren

  • Neues zu Lebermetastasen und Kaffee

  • Blutstillung bei Tieren mit injizierbarem Algengel

  • Zahnpflege ist wichtig, giftige Zusatzstoffe gilt es zu vermeiden

  • Was hat Magnesium mit Schwindel, Erschöpfung, Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckregulation, Blutzuckerregulation, ATP-Stabilität etc. zu tun?


Neue Erkenntnisse zur Leberregeneration

Die Differenzierung vorhandener mesenchymaler Stammzellen zu Leberzellen läßt sich durch die Einnahme von Ursodesoxycholsäure erreichen, wie eine aktuelle Studie  (Scientific Reports 2015, online 25.August) bewiesen hat. Es waren dazu keine zusätzlich zu applizierenden Wachstumsfaktoren notwendig.
Ich setze dieses Medikament bei auffälligen Leberwerten schon seit Jahren zusammen mit einem Vitamin-B-Komplex ein. Die Patienten erfahren ein wahres Lebertuning, wie sie scherzhaft sagen.


Neue Erkenntnisse bei M. Parkinson

Die Synucleopathien, die man als Verklumpung im PET-MRT oder nach dem Tod bei der Autopsie findet, gelten als Verlaufsparameter für den M. Parkinson und zum Teil auch für den M. Alzheimer, doch die Ansicht zu diesem Thema ist gerade im Umbruch, mehr dazu weiter unten. Gegen diese Verklumpungen versucht man in Studien mit Impfungen und RNA-Interferenztechnik vorzugehen. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Bei der genetischen Variante des M. Parkinson wird vermehrt das neurotoxische Enzym LRRK2, die Leucine-Rich Repeat Kinase, gebildet, gegen die man eine Krebsmittel, den Multikinase-Hemmer Sorafenib einsetzen will. Man erwartet sich eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs. Eine eingeschränkte Wirkung der COMT bremst den Abbau von Dopamin, ähnlich wie es MAO-B-Hemmer vermögen. Bevor man zu so ener Therapie greift, sollte man sich aber seine Leberentgiftungsgenetik anschauen, die COMT gehört zu Leberentgiftung der Phase 2 und 3. Wenn Sie nicht angelegt ist, kann man auf so ein Medikament verzichten.
Adenosinagonisten, wie z.B. das Koffein bei Kaffee, greifen am Adenosin -2A-Rezeptor an und besetzen, also blockieren, ihn damit. Dadurch wird das Dopamin langsamer abgebaut und auch das glutamaterge System wird gebremst.
Ein wesentliches Kriterium der Progression der Parkinsonerkrankung ist die Eiseneinlagerung in die Neuronen der Substanttia nigra, die hier den chronischen Entzündungsreiz unterhalten. Dem kann man mit Chelattherapie begegnen, die ich neben gutem Kaffee in meiner Praxis anbiete, aber auch ein Versuch mit der Oxyvenierung sollte nicht unterbleiben.


Neue Erkenntnisse zu M. Alzheimer

Ein Viertel der M. Alzheimerpatienten hat gar keine Amyloidklumpen, sogenannte Synukleopathien, im Gehirn und daher verpufft auch die darauf ausgerichtete Therapie. Es wurden aktuell 200 Patienten mit zu Lebzeiten dokumentierter Hirnfunktionsstörung nach dem Muster des M. Alzheimer post morten per Autopsie untersucht und mehr als ein Viertel zeigte keine typischen Alzheimermorphologien. Hatten Sie keinen M. Alzheimer oder müssen wir das Krankheitsbild neu überdenken? Das PET-MRT könnte uns schon Lebzeiten die Verklumpungen zeigen und damit die Therapie optimieren. Bestätigt sich die Diagnose, so zeigt eine Phase1b-Studie beim Einsatz des Antikörpers Aducanumab alle 4 Wochen über ein Jahr eine ca. 80-prozentige Verlangsamung des Verlaufs des M. Alzheimer. Nun gibt es weitere Erkenntnisse dahingehend, dass Arginin und das daraus gebaute NO-Gas, unter anderem ein Neurotransmitter, bei dem M. Alzheimer verarmt sind.
Im Rahmen meiner ganzheitlichen Vorsorgeuntersuchungen schaue ich auch immer auf den Aminosäurestatus, zu dem auch Arginin und Ornithin und Citrullin gehören. Ein Argininmangel mit Ornithinerhöhung spricht für eine erhöhte Beanspruchung der Leber im Sinne der Entgiftung, spricht aber auch für eine vermehrte Bereitschaft für Gefäßsteifigkeit und degenerative Erkrankungen. Ein Anstieg von Citrullin spricht eher für vermehrte NO-Bildung, wie sie im Rahmen der Abwehr von Pilzen, Viren, intrazellulären Erregern und Tumorzellen notwendig ist oder auch für nitrosativen Stress durch Instabilitäten der WS, Nahrungsmittelallergien, übersteigerte TH1-Antwort und oder aktive Autoimmunerkrankungen. Bildlich gesprochen ist Arginin das Öl im Feuer und Cystein der Feuerlöscher. Cystin ist die Speicherform von Cystein. Cystein ist der limitierende Faktor der Glutathionbildung neben Selen, Glycin und Glutamin. Cystein ist auch ein Chelator, so dass dessen Mangel den Verdacht auf eine erhöhte Schwermetallbelastung lenkt. Nach Ausgleich der Mängel wäre also auch bei Hirnleistungsstörungen an eine Chelattherapie zu denken. Neben Quecksilber und Blei wird hier vornehmlich das Aluminium diskutiert, wie auch das Ärzteblatt bestätigt, wonach Ferritin der Trojaner für den Transfer ins Gehirn ist. Durchblutungsfördernd und entzündungshemmend kann bereits vorher mit der Oxyvenierungstherapie begonnen werden. Eine Optimierung der Verhältnisse der Omega-3- und 6-Fettsäuren sowie des Vitamin-D-Spiegels halte ich für selbstverständlich. Bringt man mit Therapien ein Gleichgewicht in eine Dysbalance, so kann das Ergebnis schlimmer sein, als wenn man nichts machte. Verklumptes Beta-Amyloid und die Aktivität korrigierendes Aeta-Amyloid müssen sich die Waage halten. Genauer gesagt, geht es um die Aktivität der Beta-Sekretase. Neue Medikamente müssen hinsichtlich ihres Einflusses auf dieses Enzym genau betrachtet werden.


Die Kinderlähmung ist in Europa, konkret in der Ukraine, zurückgekommen

Die Kinderlähmung galt, ähnlich wie die Pocken, als besiegt, dennoch tauchen sie immer mal wieder auf. Betrachtet man den geschichtlichen Verlauf dieser Erkrankungen, sind wir zum einen besser genährt und besseren hygienischen Verhältnissen ausgesetzt, andererseits diskutieren wir die negativen Einflüsse von Nahrungsmittelzusatzstoffen, Pestizidrückständen, Weichmachern, Elektrosmog, Dauerstress ohne Bewegungsausgleich etc. als negative Einflussgrößen auf die Gesundheit, als zu Hochzeiten dieser Erkrankungen. Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam, eine Lebendimpfung, habe ich noch erhalten, später dann die Todimpfstoffimpfung als IPV, weil im Verlauf des Rückgangs der Erkrankungshäufigkeit unter der Impfrate, die Nebenwirkungen der Lebendimpfung die Wahrscheinlichkeit der persistierenden Behinderung durch den Kontakt zum Wildvirus überstieg. Das nun neue Wildvirusfälle auftreten, sollte uns bei aller Zurückhaltung zu den Begleitstoffen einer Impfung oder der Einschätzung zu dem richtigen Zeitpunkt in unserem Lebenslauf nicht davon abhalten, eine Grundimmunisierung mit regelmäßiger Auffrischung in Anspruch zu nehmen, damit die sogenannte Riegelimpfung auch greifen kann. Die bei der Impfung verabreichten Zusatzstoffe wie Aluminium oder Quecksilber, ohne die es bei Todimpfstoffen vermutlich keine Impfantwort gäbe, demnächst aber vermutlich doch, wie man so hinter vorgehaltener Hand hört, kann man mit einer begleitenden Chelattherapie auch wieder ausleiten.


Schizophrenie-Therapiewirkung durch funktionelles MRT vorhersagbar

Bei psychischen Erkrankungen liegt die Erfolgsrate im ersten Anlauf bei 20 Prozent. Daher ist es ein Segen, dass man nicht den Menschen zum Versuchskaninchen degradieren muss, sondern mit extrakorporalen Methoden diese Therapieerfolge vorhersagen kann. Das geht zum einen über die genetische Untersuchung und zum anderen über ein funktionelles PET-MRT. Bevor man zu unnatürlichen Mitteln greift, sollte man, aus meiner Sicht, zunächst die behebbaren Therapieerfolgshindernisse beheben, also AA/EPA <1,5, Schwermetallausleitung, Mineralstoffausgleich, Vitamin-D-Optimierung, Ausgleich von Mängeln im Aminosäurestatus, des Coenzym Q10, der Vitamine C und B, Behebung und der Insulinresistenz, Meiden von als intolerant getesteten Nahrungsmitteln, Heilung eines Leaky Gut Syndroms und vermutlich auch einer begleitend offenen Blut-Hirn-Schranke etc..


Infekthäufigkeit, warum?

Die Frage wir des Öfteren an mich herangetragen. Neben dem Ausgleich von Mängeln und der Schwermetallausleitung und dem Einsatz der Oxyvenierungstherapie steht hier möglicher weise auch ein chronisches Schlafdefizit als Ursache zur Debatte.


Eiweißreiche Ernährung schützt das Herzkreislaufsystem

Nun lebe ich ja schon ein gutes halbes Jahrhundert und in dieser Zeit habe ich so manche Ernährungsempfehlung als das non plus ultra angepriesen bekommen. Mitunter kam es zu 180 Grad-Wandlungen. Nun hat man nachgewiesen, dass eine proteinreiche Ernährung die Steifigkeit der Arterien verringert und den Blutdruck senkt. Nun muss man da wieder einschränkend nach dem Gehalt an Arachidonsäure fragen. Dies beantwortet die Studie nicht, wohl aber, dass die pflanzlichen Eiweiße, die also allenfalls mit Linolsäure vergesellschaftet hätten sein können, vor allem den Blutdruck senken und das die tierischen Aminosäuren (Glutaminsäure, Leucin, Tyrosin) besonders die Gefäßsteifigkeit beeinflussten. Man sollte auch einen ausreichend großen Anteil von basischen Komponenten in der Nahrung haben, also z.B. komplizierte Kohlenhydrate aus Gemüse mit niedriger kalorischer Last, so dass die sauer zu verstoffwechselnden Eiweiße auch einen ausgleichenden basisch zu verstoffwechselnden Partner haben.


Zink geht dahin, wo Eisen fehlt

Dieser Leitsatz soll helfen die Ursachen für einen Zinkmangel zu ergründen. Daher schaut man sich natürlich auch den Eisenstoffwechsel an. Dieser ist nicht immer ganz schlüssig, (Schwangerschaft, Malignomerkrankung, Alkohoabusus) nämlich wenn das Ferritin als der Speicherwert des Eisens hoch ist, der funktionelle Eisenspeicher (TEBK) eigentlich ganz gut ausschaut, die Entzündungswerte womöglich in der Norm liegen, die Leberwerte nicht auffällig sind, der lösliche Transferrinrezeptor ebenfalls nicht weiterhilft, dann könnte man mal nach dem Zinkprotoporphyrin schauen, das nämlich dann an Stelle des Eisens im Hämoglobin dessen Platz einnimmt und mit dem Ausmaß des nicht verfügbaren Eisens zunehmend mehr gebildet wird. Ein weiterer Korrekturparameter wäre das Hämoglobin der Retikulozyten.


Schwangerschaft und Autoimmunerkrankungen

Normalerweise werden alle Autoimmunerkrankungen in der Schwangerschaft besser, weil der Körper zum Schutz des entstehenden neuen Lebens auf Toleranz programmiert wird. Bei der Schilddrüse sieht das aber offensichtlich anders aus. Das die Schilddrüse des Kindes ab der 12 Schwangerschaftswoche selbst Jod benötigt ist allgemein bekannt und wird in den Schwangerschaftsergänzungsmitteln auch berücksichtigt. Dass auch Vitamin D und Omega-3-FS wichtig sind, scheint bekannt zu sein, lediglich die Empfehlung oder Verabreichung der optimalen Dosis hat sich noch nicht etabliert. Selen fristet ein Schattendasein. 10 bis 20 Prozent der Schwangeren mit anfangs normalen Schilddrüsenwerten entwickeln in der Schwangerschaft Antikörper gegen die thyreoidale Peroxidase (TPO-AK), entwickeln also ein Hashimoto-Thyreoiditis, also eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. 33 bis 50 Prozent der Betroffenen behalten diese Erkrankung über die Schwangerschaft hinaus. Bei so einer Entzündung gehen Zellen kaputt, aus denen zunächst vermehrt Schilddrüsenhormon freigesetzt wird. Es entwickeln sich also Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion, die dann bei ebenfalls 10-20 % der betroffenen Frauen nach der Schwangerschaft in eine dauerhafte Schilddrüsenunterfunktion wechselt.
Warum entzündet sich die Schilddrüse in der Schwangerschaft, warum entwickelt der Körper Antikörper gegen sich selbst? Diese Frage bleibt letztendlich unbeantwortet, aber man weiß, dass ein optimaler Selenspiegel zu einer Entzündungshemmung und nachhaltigen Verringerung der Fallzahl der Schilddrüsenunterfunktion und -entzündung führt. Man könnte diskutieren, dass eine latente Unterversorgung mit Selen bei einem deutlichen Bedarf des Kindes für Jod und Selen für die Eigenproduktion als ein Auslöser für den Autoimmunprozess ist. Bei dieser Produktion entsteht nämlich laufend Wasserstoffperoxid, das neutralisiert werden muss. Die Glutathionperoxidasen, die das unter anderem machen, sind selenabhängig. Das Glutathion ist abhängig von Cystein, das sehr oft im Mangel liegt sowie Glycin und Glutamin. Weitere Einflussgrößen könnten Umweltgifte sein, die mit den Halogeniden konkurrieren wie Brom oder Fluor. Daher empfehle ich allen potentiell schwangeren Frauen bereits eine Versorgung und einen Lebensstil, der dem einer schwangeren Frau entspricht. In Vorbereitung darauf kann man nach Defiziten und Belastungen mit Weichmachern und Schwermetallen schauen sowie symbiotische Maßnahmen für die Darmflora ergreifen.
Das Selen für die Schilddrüse von Bedeutung ist, wissen schon recht viele Menschen, dass aber auch Niere, Leber, Lunge und Vollblut wesentliche Selenspeicher und Bedarfsträger sind, ist weitaus weniger bekannt.
Jod ist neben der Schilddrüsenfunktion wichtig für die Hirnfunktion, es schützt vor Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs. Es beeinflusst das Immunsystem und hilft bei der Abwehr des Magenkeims Helicobacter pylori oder bei der Harmonisierung von Autoimmunerkrankungen. Es reduziert den Cholesterinspiegel und die Lipidperoxidation, es optimiert die Insulinwirkung beim Diabetes mellitus Typ 1.
Besonders reich an Jodid sind die Speicheldrüsen, die Magenschleimhaut, die Brustdrüsen, der Thymus, die Nieren, die Gelenke, die Arterien, die
Knochen und der Plexus chorioideus im Gehirn, der für die Produktion der Hirnflüssigkeit, den Aufbau der Bluthirnschranke und die Entgiftung der Hirnflüssigkeit verantwortlich ist.


Tolle Schilddrüsenwerte oder sogar erhöhte fT4-Werte und trotzdem Symptome der Unterfunktion

Die Schilddrüsenfunktion wird mit TSH, fT3 und fT4 erfasst. Gegen Mitternacht steigen die fT3-Werte, also die aktiven Schilddrüsenhormonwerte an und erreichen zum Morgen die Höchstwerte, damit wir am Morgen auch frisch aus dem Bett kommen. Bei gut 16 Prozent der Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich eine genetisch veränderte Dejodinase Typ 1, die verhindert, dass ausreichend hohe Spiegel auch im Hirngewebe gebildet werden, um diese Wirkung zu erzielen. Hier muss dann fT3 ergänzt werden.


Biophysik in der Tumorforschung

Gesunde Zellen folgen klaren Regeln, so findet man keine Brustzelle im Knochen oder im Gehirn. Die Gefahr eines Tumors beginnt eigentlich erst dann, wenn er sich auf den Weg in Fremdgewebe begibt. Zwei verschiedene Gewebetypen sind wie zwei verschiedene Flüssigkeitstypen mit unterschiedlicher Oberflächenspannung, die sich nicht mischen lassen. Also wie Wasser und Öl. Geben wir Speisestärke dazu und lassen diese Aufkochen, können wir eine Verbindung herstellen.
Bei metastatischen Zellen ändert sich die Zusammensetzung der Adhäsionsmoleküle der Zelloberfläche, es verändert sich also auch die Oberflächenspannung und damit das Sortierverhalten dieser Zellen
. Hierdurch werden Schwächen der bisherigen Tumortherapie erkennba
r und neue Forschungswege tun sich auf. Andererseits weist es erneut auf die Bedeutung des Microenvironments mit all den Möglichkeiten der individuellen Verbesserung (Mineralstoffe, Aminosäuren, Omega-3-FS, Giftausleitung, Immunstimulation, Mitochondrienfunktion) hin und zeigt auf, dass von einem im gesunden Gewebe entfernten und nicht streuendem Tumor auch keine weitere Gefahr auszugehen scheint. Die streuenden Zellen sind aber vermutlich von den des Ursprungstumors verschieden, so dass man für zielgerichtete Therapien diese Metastasen oder zirkulierenden Tumorzellen ebenfalls auf ihren Charakter hin analysieren müsste. Nicht ganz billig, aber sicherlich für die individuelle Therapie hilfreich und außerhalb des Patienten getestet, so dass die therapeutischen Nebenwirkungen der Krebstherapie nicht unnötig in Kauf genommen werden müssen.
Wichtig erscheint mir in diesem Artikel auch der Hinweis, dass die zirkuliernden Zellen oft einen Zelltypswitch zu mesenchymalem Charakter zeigen, bei den eine Chemotherape nicht wirken kann, weil sie in der Lage sind ein Tunnelprotein auszubilden, dass das Chemotherapeutikum durch sie hindurch leitet und somit nur die eigentlich gesunden epithelialen Zellen des Microenvironmentes schädigt und somit den Weg für die Metastasierung frei macht.


Das Rezidiv eines Prostata-Ca lässt sich mit dem PET-MRT lokalisieren

Anders als der bisher eingesetzte Tracer, das 18F-Cholin kann der neue Tracer Ga-68-PSMA schon bei einem leichten Anstieg der PSA-Werte eine Lokalisation der Quelle ermöglichen, so dass hier mit einer lokalen Antwort dem Frührezidiv begegnet werden kann. Noch ist das nicht in der neuen Leitlinie, also kein Anspruch auf die bessere Therapie. Aber der besser informierte Patient wird auch besser behandelt.


Neues zu Lebermetastasen und Kaffee

Lebermetastasen können heute sehr gut operiert werden. Ich habe dazu auch zwei Patientenfälle, die dann ohne weitere Chemo- oder Strahlentherapien bisher über Jahre rezidivfrei blieben. Lokale Chemotherapien reduzieren die Nebenwirkungen auf den restlichen Körper, Kaffee hilft der Leber, doch lesen Sie selbst!


Blutstillung bei Tieren mit injizierbarem Algengel

Was für das Tier gut ist, muss für den Menschen nicht schlecht sein, aber es ist ab dieser Woche bisher nur für Tiere verfügbar. Die Lösung wird in die Wundränder gespritzt, es kommt zur Blutstillung innerhalb von 12 Sekunden und das sich entwickelnde Fibringerüst leitet die Wundheilung ein.


Zahnpflege ist wichtig, giftige Zusatzstoffe gilt es zu vermeiden

Fluor wird immer wieder verteufelt, ich selbst nehme ein fluorfreies Zahnpflegemittel, greife aber jetzt bei einer Kälteempfindlichkeit doch zu einem fluoridhaltigen Gel, dass ich 1 x/Woche zur Anwendung bringe und Linderung erfahre. Auf Substanzen wie Triclosan, Natriumlaurylsulfat, 1,2-Propandiol, Glycin, Diethanolamin kann man aber getrost verzichten.


Was hat Magnesium mit Schwindel, Erschöpfung, Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckregulation, Blutzuckerregulation, ATP-Stabilität etc. zu tun?

Magnesium ist an über 200 Stoffwechselprozessen beteiligt und oftmals besteht ein höherer Bedarf, als er durch die Nahrung gedeckt wird. Dennoch sollte man Magnesium nicht einfach einnehmen, sondern einen Vergleich der Serum- und Vollblutwerte voranstellen. Keine Therapie ohne Diagnose. Wirkungen, die man dem Magnesium zuschreibt könnten auch von anderen Mineralien wie Kalium, Kalzium, Natrium beeinflusst sein und daher ist eine Laboruntersuchung gerechtfertigt.



Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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