Gesundheitsnewsletter vom 4.4.2013

von | 4. April 2013

Gesundheitsnewsletter vom 04.04.2013

Ich hoffe, dass Sie die Feiertage und die Osterferien gut überstanden haben.

In der Praxis in der Juiststraße wurde kräftig renoviert. Ich plane für den 04.05.2013 einen Tag der offenen Tür, an dem Sie das Ergebnis unverbindlich begutachten können.

Es wird wieder ein kleiner Snack gereicht werden, weshalb Voranmeldungen willkommen sind. Mit interessanten Einblicken in das erweiterte Therapiespektrum, wie die Sanakintherapie, die intravenöse Lasertherapie, die intravenöse Sauerstofftherapie und auch in Diagnostiken, wie die exhalative NO-Gas-Messung, die Messung des Knöchelarm-Index mit der Auswert
ung der Pulswellengeschwindigkeit und Pulswellenform
will ich Ihnen die Zeit kurzweilig gestalten. Merken Sie sich den Termin doch schon einmal vor!

 

Die heutige Themenauswahl:

  • Kombinationsbehandlung aus Chelat-Therapie und Multivitaminen reduziert bei Patienten mit Herzinfarkt signifikant das Risiko für weitere kardiale Komplikationen.

  • Antidepressiva verdoppeln das Risiko sich die Knochen zu brechen.

  • Was ist Fluorid ?

  • Warum durch das Garen in der Mikrowelle krebsverhindernde Nährstoffe zerstört werden und Nährstoffdefizite entstehen.

  • Misslungene Krebsvorsorge, jeder zehnte Darmpolyp wird unvollständig abgetragen.

  • Wieviel Uran ist eigentlich in unseren Trink und Mineralwässern ?

  • Viele Patienten durchlaufen eine Arzt-Odyssee

 

 

Kombinationsbehandlung aus Chelat-Therapie und Multivitaminen reduziert bei Patienten mit Herzinfarkt signifikant das Risiko für weitere kardiale Komplikationen.

Eine alternativmedizinische Kombinationsbehandlung aus Chelat-Therapie und Multivitaminen reduziert bei Patienten mit Herzinfarkt signifikant das Risiko für weitere kardiale Komplikationen. Im „Trial to Assess Chelation Therapy“ (TACT) war bei 1708 KHK-Patienten die Wirksamkeit einer Chelat-Therapie und einer Multivitamin-Therapie in einem 2×2-Design untersucht worden, d.h. je ein Viertel der Patienten erhielt Chelat-Therapie, Multivitamine, beides oder keines. Dieses Studiendesign erlaubt, die Wirksamkeit jeder Therapiekomponente separat zu beurteilen.

Chelat-Therapie alleine bereits signifikant wirksam

Die Ergebnisse der Chelat-Therapie allein waren bereits vor vier Monaten beim Jahreskongress der American Heart Association (AHA) vorgestellt. Sie waren zur Überraschung der Studienautoren und der AHA positiv: Die Behandlung reduzierte das relative Risiko für den primären Endpunkt (Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall, Revaskularisierung, Hospitalisation wegen KHK) um 18% von 38 auf 33%, das war signifikant (p=0,035). Subgruppenanalysen zeigten: Es profitierten v.a. Diabetiker mit einer Risikosenkung von 39% (p=0,002). Die Chelat-Therapie wurde in 40 Sitzungen à 3 Stunden im Laufe von 1,5 Jahren durchgeführt.

Nun wurden bei der Jahrestagung des American College of Cardiology die Ergebnisse des Multivitamin-Armes vorgestellt. Diese waren zur Erleichterung der wissenschaftlichen Welt negativ: Wer vier Jahre lang dreimal täglich zwei Vitaminpillen einnahm, verringerte sein relatives Risiko für weitere KHK-Komplikationen nicht-signifikant um 11% von 37 auf 34% – allerdings vor dem Hintergrund einer gerade mal 50%igen Compliance.

In Kombination mit Multivitaminen besonders wirksam

Anhänger der Chelat-Therapie schwören jedoch auf die Kombination aus EDTA und Multivitaminen, und genau diese Kombination erwies sich in der TACT-Studie als besonders wirksam: Patienten mit Chelat-Therapie, die Multivitamine einnahmen, konnten ihr Ergebnis noch weiter verbessern, ihr Komplikationsrisiko statt um 18% jetzt um 26% (p=0,016) gegenüber Patienten, die weder Chelate noch Vitamine erhielten.

http://www.springermedizin.de/acc-2013_alternativmedizinische-sensation-erstaunlich-wirksam-chelate-und-multivitamine-bei-khk/4133212.html?sendID=11158&linktyp=teaser3&cm_mmc=ecircleNL-_-LM_Update+Kardiologie-_-S_BNP-gesteuerte+Pr%C3%A4vention+reduziert+Herzinsuffizienz-Risiko-_-L_24&newsletterID=13

 

Antidepressiva verdoppeln das Risiko sich die Knochen zu brechen.

In der kanadischen Studie heißt es: »Funktionelle Serotonin-Rezeptoren und der Serotonintransporter sind in Osteoblasten und Osteozyten lokalisiert worden. Das Serotonin scheint die Wirkung von Parathormon und einer mechanischen Stimulation auf den Knochenbau zu dämpfen. Auch sollen sie das Risiko von Autoimmunerkrankungen erhöhen. Ein Wirkmechanismus soll auch der Fluorgehalt der SSRI (Serotonin-Wieder-Aufnahme-Hemmer) sein.

 

Was ist Fluorid ?

Spucken Sie den Schaum beim Zähneputzen in einen Regentonne voller Mückenlarven und keine Mücke wird daraus schlüpfen. Dennoch härtet Fluor den Zahnschmelz, nimmt Schmerz von empfindlichen Zähnen und jede Prothese ist ein fauler Kompromiss.  Was ist Fluorid?

 

Warum durch das Garen in der Mikrowelle krebsverhindernde Nährstoffe zerstört werden und Nährstoffdefizite entstehen.

In den 30er Jahren wurde die Mikrowelle in Deutschland entwickelt und patentiert aber für den Einsatz im häuslichen Umfeld oder für die Nahrungszubereitung für untauglich erklärt. In den 70er Jahren haben die Japaner die Technik dann in Großküchen eingesetzt, später wurde dann der Einzelhandel damit überflutet. Mikrowellen mindern den Nährstoffgehalt Ihres Essens, denn sie zerstören genau die Vitamine und Phytonährstoffe (sekundären Pflanzenstoffe), die vor Krankheiten schützen und uns gesund erhalten. Mehrere Studien haben ergeben, dass beispielsweise bei Brokkoli bis zu 98 Prozent der krebshemmenden Nährstoffe durch das Garen in der Mikrowelle vernichtet werden.

 

Misslungene Krebsvorsorge, jeder zehnte Darmpolyp wird unvollständig abgetragen.

„Wie erfolgreich die Polypektomie war, hing auch vom behandelnden Endoskopiker ab. Die individuellen Raten der inkompletten Resektionen variierten von 7 bis 23%.Insbesondere den Polypenrändern müsste mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden – unter Zuhilfenahme spezieller bildgebender Verfahren wie Narrow-Band-Imaging oder Chromoendoskopie.

„Die Durchführung einer qualitativ hochstehenden und wirksamen Endoskopie erfordert nicht nur Expertise beim Aufspüren neoplastischer Polypen, sondern auch bei deren Entfernung“, so Pohl et al.“ Teilzitiert aus: publiziert am: 21.2.2013 13:00  Autor: Dr. Beate Schumacher  Quelle: springermedizin.de basierend auf: Pohl H et al. Incomplete Polyp Resection During Colonoscopy—Results of the Complete Adenoma Resection (CARE) Study. Gastroenterol 2013;144:74–80

Sie sollten sich also immer den Originalhistologiebefund zeigen lassen und dabei darauf achten, dass darin steht „ die Ränder sind sicher im Gesunden entfernt.“

 

Wieviel Uran ist eigentlich in unseren Trink und Mineralwässern ?

Urangehalt im Wasser

Bewegte Bilder von und mit Foodwatch.

 

Viele Patienten durchlaufen eine Arzt-Odyssee

Das liegt oft daran, dass die Leitlinie und das Vergütungssystem nicht darauf ausgelegt sind, dass so lange zugehört wird, bis dass eigentliche Problem des Patienten erfasst ist. Nun hat man sich auf die Bedeutung dieser Erfolge in Einzelfalldarstellungen wieder besonnen und unterscheidet universitäres Wissen um die Medizin von einer praxisbezogenen Einzelfalllösung, die aufgrund der Vernetzung dieses Wissens mit einer Individualtherapie zum Erfolg führt.

„Die Kultur der Kasuistik erfährt derzeit besonders im angloamerikanischen Sprachraum eine beachtliche Renaissance. Deren Protagonisten betonen, dass sich ärztliches Können vor allem am konkreten Einzelfall herausbilde.

„Fallberichte waren schon immer ein zentrales Instrument medizinischen Fortschritts“ betont Dr. Gunver Kienle, Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie, Freiburg. Bereits im zweiten Jahrtausend v. Chr. wurden Kasuistiken von ägyptischen Ärzten schriftlich festgehalten. Als Bahn brechendes Beispiel aus etwas jüngerer Zeit nennt Kienle die zufällige Entdeckung der Wirkung von Propanolol in der Behandlung schwerer Hämangiome im Kindesalter. Die Kasuistik wurde im Juni 2008 publiziert (Léauté-Labrèze C et al. New Engl J Med 358:2649-2651); ein Jahr später wurde Propanolol bereits in der einschlägigen AWMF-Leitlinie empfohlen, „ausschließlich auf der Grundlage von Fallberichten“, betont Kienle. Randomisiert kontrollierte Studien (RCT) seien, so Kienle, zwar wichtig, aber sie bilden
immer nur einen kleinen Ausschnitt der Realität ab, und oft seien sie nicht realisierbar, unter anderem wegen des großen damit verbundenen Aufwands.“ Quelle: springermedizin.de Quellendetails. Die Kasuistik gewinnt wieder an Bedeutung. Auch immer mehr Zeitschriften spezialisieren sich darauf.

 

Zu guter letzt: Frauen haben auch PSA

PSA gibt es auch bei Frauen.  Aber die kriegen keinen Prostatakrebs.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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