Gesundheitsnewsletter vom 25.11.2018

von | 25. November 2018

Gesundheitsnewsletter vom 25.11.2018


Gestern habe ich nun die Weihnachtsbäckerei mit einer Riesenkleckerei über die Bühne gebracht. Jetzt können Sie diese in der Praxis in der Juiststr. 12 in Bremen probieren. Es gibt in glutenfreier Grundmischung plus Reis- und Maismehl mit Pfeilwurz sowie 20 Eiern, 2 Kg braunem und weißem Zucker und 2,25 kg Butter nun Vanille-Mandel-, Haselnuss, Sandtaler-, Mamor-, Schachbrett-, Schoko-Rumaroma, Mandelsplitter-Honig-, Sand-Aprikosenmarmeladen-, Buchweizen-Erdmandel-, Buchweizen-Braunhirse-Anis-, Buchweizen-Schokolinsen-Kekse. Der Test mit Berberitze ist auch eine halbwegs gesunde Idee, davon habe ich aber nur 12 Kekse und die bleiben zu Hause. Die Berberitze hat einen leicht säuerlichen Geschmack in dem Süß des Kekses. Mit Cranberry müsste das auch gut schmecken.

Manche Kekse haben einen Puderzuckerüberzug, also aufgepasst, dass Sie nicht kleckern und den Krümel-Zuckerkram auf den Klamotten haben.

Ich wünsche einen Guten Appetit bei vorweihnachtlicher individualmedizinischer, ursachenorientierter Diagnostik und Therapie in meinen Bremer Praxisräumen.

Der neue Massagesitz mit zusätzlicher Nackenmassage wird in den Therapiepausen oder bei der Blutentnahme dankend und mit einem Wohligkeitsgefühl angenommen.


Die Themen:

  • Ein Morbus Sudeck wird auch als komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) bezeichnet.

  • Unspezifischer Schmerz – die ganze Hand wird benötigt um es zu zeigen – nichts wirkt nachhaltig.

  • Nun wird offiziell bestätigt, dass Fischöl in der richtigen EPA- und DHA-Dosierung das Herz beachtlich schützt.

  • Die Lyme-Borreliose breitet sich in Europa aus – Mitglieder des Europaparlaments fordern Gegenmaßnahmen!

  • Tonsillektomie – das Entfernen der Rachenmandeln – ist oftmals unnötig.

  • Tattoos – eine medizinische Sichtweise


Ein Morbus Sudeck wird auch als komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) bezeichnet.

Wenn eine Woche nach Bruch eines Knochens noch eine Schmerzstärke von 5 und mehr auf einer Schmerzskala von 0-10 angegeben wird, dann sollte man hellhörig werden, es könnte ein CRPS drohen. Es handelt sich um Störungen der Sensorik und der vegetativen Nervenfasern, so dass der Schmerz nicht den klassischen Gebieten, die man sensiblen Schmerzfaser zuordnet, entsprechen. Es handelt sich in erster Linie um eine Druck- und Berührungsschmerzhaftigkeit. Das Heilungszeitfenster mit Schmerzhaftigkeit beträgt oft ein ganzes Jahr. Liegen ein Ödem und eine Überwärmung vor, die zu einer Entkalkung führen können, haben sich wohl osteoklastenhemmende Bisphosphonate, insbesondere Neridronat, als therapeutische Gegenmaßnahme bewährt. Cortison wirkt auch entzündungs- und schmerzhemmend, fördert aber die Entkalkung. Selbstverständlich kommen auch Schmerzmedikamente zum Einsatz.
Ich setzte hier gerne die sogenannte Mikrostromtherapie ein, mit der unter dem Prinzip des Messens der Hautwiderstände so therapiert wird, dass das Gewebe zunächst in die  gegenteilige Situation gebracht wird. Dabei durchläuft das Gewebe den Normalzustand auf dem Hin- und auf dem Rückweg. Es wird erwartet, dass das die Regenerationfähigkeit verbessert.
Der Einsatz der niederenergetischen pulsierenden Magnetfeldtherapie erzielt eine Resonanz in den Knochenbälcken und fördert darüber die Aktivität der Osteoblasten, also der knochernaufbauenen und kalkeinlagernden Zellen.
Die Optimierung der Vitamin D-, C-, Lysin-, Prolin- und essentiellen Fettsäurespiegel, der Einsatz von Polyphenolen,die die Kollagenasen eher hemmen, sind weitere Überlegungen. Betrachtet man das vegetative Nervensystem mit der Herzratenvarianzanalyse und beeinflusst es durch angeleitete Atemübungen, kann man hier einen vegetativen Asugleich unterstützen.


Unspezifischer Schmerz – die ganze Hand wird benötigt um es zu zeigen – nichts wirkt nachhaltig.

Diese Beschreibung dürfte von vielen Menschen schon voller Verzweiflung gedacht oder geäussert worden sein. Im Rahmen einer Hospitanz bei einem Kollegen habe ich eine Stromanwendung für solche Fälle gesehen, die bei den Patienten nahezu sofort und für etwas drei Tage eine nachhaltige Linderung brachte. Mir fiel in diesem Momeent ein, dass die Mikrostromtherapie auch über Handelektroden verfügt, mit der man punktuell solche Störfelder bearbeiten kann. dabei geht man mit der einen Elektrode auf die schmerzende Stelle und mit der anderen streicht auf davon weg und darauf zu. Dabei geschieht dieses symptomfrei, wenn das Zellpotential für die Stromweiterleitung in Ordnung ist und wenn das nicht funktioniert, dann springt der Strom und entlädt sich mit höherer Spannung. Dieses spürt der Patient sehr genau und kann den Fortschritt der Therapie somit ganz sensitiv mitverfolgen. Diese Stromentladung führt dann wohl zu Korrekturen der Zusammensetzung des intra- und interzellullären Raumes und mit einer großen Trinkmenge und ggf. entsäuernden und entspannenden Infusionen läßt sich die Wirkung noch verstärken. Ich lasse diese 30-minütige Therapie nun seit gut einer Woche bei diesen Patienten durchführen und die Patienten buchen sofort Folgetermine.


Nun wird offiziell bestätigt, dass Fischöl in der richtigen EPA- und DHA-Dosierung das Herz beachtlich schützt.

Die Reduce-IT-Studie erbringt den Nachweis, dass nur mit hoch aufgereinigten Fischölen mit EPA-lastiger Zusammensetzung ein positives Ergebnis zu erzielen ist.  Dazu wurde ein patentierbares Produkt verwendet, das von der FDA als Diätzusatz zugelassen ist, um erhöhte Fettwerte, also Triglyceridwerte, zu senken. Der Hersteller weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesem Produkt zwar um eine Substanz aus Fischöl, aber eben nicht um Fischöl handelt, da es nur EPA und das in reiner Form als Icosapent-Ethyl enthält. DHA kann vom Körper bei über 99% der Patienten aus dem EPA sehr leicht gebaut werden (ich kenne nur zwei Ausnahmen in meinem Patientenstamm), allerdings klappt es mit der Rückumwandlung fast gar nicht. DHA senkt zwar den Blutdruck und ist antientzündlich im Gehirn wirksam, aber es erhöht den LDL-Spiegel. Damit dieses LDL nicht oxidiert und besonders schädlich wird, sollte man sich großzügig mit Antioxidantien versorgen. EPA ist der Gegenspieler zu AA und AA, die Arachidonsäure, fördert die Thrombozytenaggregation, bremst also den Blutfluß. Die Reduce IT-Studie zeigt auch, dass mindestens 2 g EPA/Tag eingenommen werden müssen, um diese positiven Effekte zu erzielen. Damit wird auch erklärt, warum so viele Studien, die unterdosiert durchgeführt wurden, keine entsprechenden Ergebnisse lieferten. Ich setze noch ein Argument drauf. Fischöl, das nach Fisch riecht oder schmeckt, ist bereits oxidiert und kann zwar die Laborwerte kosmetisch aufhübschen, erzielt aber keine positive Wirkung. Es ist auch ein Irrglaube, dass man mit ALA, also pflanzlicher a-Linolensäure diese positiven Effekte erzielen könne. Nur unter einer Optimalversorgung mit allen Kofaktoren sind maximal  10%  als Umbaurate von ALA zu EPA zu erwarten. Im Ergebnis sank nach 4,9 Jahren der täglichen Einnahme von mindestens 2 g EPA die Rate der Studienendpunkte, nämlich Tod durch kardiovaskuläre Ursache, Hirn- oder Herzinfarkt, Krankenhauseinweisung wegen instabiler Angina pectoris oder notwendige Intervention an den Herzkranzgefäßen, von 22% in der Placebogruppe auf 17,2% in der Fischölgruppe. Relativ betrachtet, senkt EPA als Einzelmaßnahme das Risiko eines Herzkreislaufereignisses also um 25 %.
Somit ist nun offiziell bestätigt, was ich seit einigen Jahren schreibe und vortrage.
Ob die Dosis individuell die richtige ist, kann man mit dem AA/EPA-Quotienten sowie der LC-Omega-3 bzw. von Schaky-Index erfassen. Dazu bestimme ich die Fettsäuren aus der Membran der roten Blutkörperchen. Verändert sich der AA/EPA auf <1, dann besteht eine erhöhte Blutungsgefahr! Da einige wenige  Menschen sich sehr arachidonsäurearm ernähren, kann so eine vermehrte Blutungsneigung bereits unter 2 g EPA/d eintreten, weshalb ich ein Freund des Messens dieser Werte bin.


Die Lyme-Borreliose breitet sich in Europa aus – Mitglieder des Europaparlaments fordern Gegenmaßnahmen!

Mit einer Resolution vom 15.11.2018 haben Mitglieder des Europäischen Parlamentes darauf hingewiesen, dass in Europa schätzungsweise 1 Million Menschen von der Lyme-Borreliose betroffen sind und gleichzeitig Maßnahmen gefordert.
Es wird von einer stillen Epidemie gesprochen, die zu erforschen ist und dazu wird eine allgemeine Meldepflicht aller europäischen Staaten und ein einheitliches standardisertes Diagnoseverfahren gefordert. Es wird ausdrücklich gefordert diese klinischen Untersuchungen auch dann durchzuführen, wenn die Serologie auf Borrelien negativ ist. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass wir bereits wissen, dass die Serologie bei früher Diagnose und Antibiose negativ bleibt, wir aber aufgrund der Erkenntnisse von Tierstudien nicht ausschließen können, dass die Borrelien nicht doch überlebt haben.
Außerdem sollen Maßnahmen ergriffen werden, die dem ungebremsten Wachstum der Zeckenpopulation entgegenwirken.

Weitere Informationen aus den USA mit Filmen und Interviews. Hier wurde die Lyme-Borreliose in 60.000 Fällen in 2017 diagnostiziert, die Dunkelziffer gilt als zehnmal so hoch.


Tonsillektomie – das Entfernen der Rachenmandeln – ist oftmals unnötig.

Im Fachblatt British Journal of General Practice stellt Dr. Dana Sumilo die britische Datenlage vor und demnach erfüllen nur 12% der zwischen 2005 und 2016 durchgeführten Tonsillektomien die Kriterien der sogenannten Evidance based Medicine. Untersucht wurden 1,6 Millionen Kinder, also eine starke statistische Größe.
Eine Veröffentlichung der Bertelsmannstiftung aus dem Jahr 2015 zu diesemThema zeigt, dass es in Deutsachland landkreisbezogene Unterschiede der Anzahl der Tonsillektomien gibt, die der achtfachen Anzahl entsprechen, was ebenfalls nicht medizinisch erklärbar sein kann.
Es gibt Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln. Es geht bei den oben angeführten Daten im Wesentlichen um die Gaumenmandeln. Die Funktion der Gaumenmandel im Erwachsenenalter ist selbt heute noch nicht ganz geklärt. Sie haben aber zumindest immuninformative Funktionen im Rahmen der oberen Mikrobeneintrittspforte.
Einer meiner Patienten litt im Erwachsenenalter unter chronoisch wiederkehrenden Belägen der Mandeln mit antibiotikaresistenten Keimen der Haut, nämlich Staphylokokken. Nach 10 Chelattherapiesitzungen traten diese nicht mehr auf. Da die Tonsillen ja nun nicht entfernt wurden, konten wir diese nicht auf deren Gehalt an toxischen Metallen untersuchen. Sollte bei Ihnen aber so eine Maßnahme anstehen, könnten Sie ja z.B. in einer Vollblutmineralanalyse schauen, ob Sie mit in diesem Moment kursierenden toxischen Metallen belastet sind. Deren Ausleitung wäre dann eine ursächliche Therapie. Diejenigen, die sich die Tonsillen kappen lassen, könnten dafür sorgen, dass diese nicht in Formaldehyd und Paraffin landen, sondern eingefroren werden und somit für eine Nativuntersuchung auf Gifte und toxische Metalle genutzt werden können. In einem auffälligem Fall wären dann weitere Maßnahmen zum Schutz des Körpers sinnvoll, nämlich die Vermeidung einer weiteren Exposition und ggf. die Entgiftung.


Tattoos – eine medizinische Sichtweise

Menschen, die sich tätowieren lassen, verbinden damit ein Persönlichkeitsgefühl und es liegt mir fern hierzu auch nur ansatzweise Kritik zu üben. Dennoch habe ich neulich einen interessanten Satz einer TV-Moderatorin aufgeschnappt, als man Sie befragte, ob sie denn ein Tattoo hätte und sie sagte nein, denn an einen Ferrari würde man ja auch kein Abziehbild kleben. Das Statement fand ich stark.
Nun der medizinische Part:
Die Farben der Tattos bestehen aus Nanopartikeln, die in den Lympbahnen wandern und sich in den Lymphknoten anreichern, wo sie deren Hauptaufgabe, nämlich die Regulation der Immunfunktion, beeinträchtigen oder sogar lahmlegen, denn Farbpartikel sind und bleiben toxische Metalle.
Manch einer will seine Tattos auch wieder loswerden. Das geschieht dann für viel mehr Geld als das Erstellen der Tattos gekostet hat, mit der Lasertherapie. Dabei werden die Farbpartikel zersprengt und es kommt zu einer Überflutung des Körpers mit diesen toxischen Metallen. Daher rate ich immer zu einer begleitenden Chelattherapie, wenn so etwas ansteht. Was wir über Amalgam wissen, wird hier bei den Tattos mit Füßen getreten.


Epigenetische Phänomene löschen – wie geil ist das denn?

Wenn Genabschnitte durch Methylierungen quasi verklebt werden, dann nennt man das Epigenetik und die führt in einem solchen Fall zum Funktionsverlust der daran geknüpften Zellfunktion. Solche Prozesse verlaufen schleichend und können sich in diesem Beispiel an Symptomen wie Atemnot, Müdigkeit und Wassereinlagerungen als typisches Anzeichen für eine chronische Herz- oder Nierenschwäche bemerkbar machen. An der Uni Göttingen hat man nun am Beispiel der Herzfibrose gezeigt, dass der ENPP3-vermittelter Phosphat-Metabolismus mit einer modifizierten Genschere, der CRISPR/Cas9-Technologie, die nun nicht mehr schneidet, sondern radiert, an spezifischen Genabschnitten eine präzise Demethylierung bewirken können. So konnte im Tierversuch gezeigt werden, dass der Verlauf von Nierenversagen, durch die gezielte Demethylierung eines einzigen Gens, z.B.des Rasal-1, in Nieren-Fibroblasten, abzumildern ist.
Ob man mit der Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger  unspezifisch ähnliches bewirkt, ist reine Spekulation, aber dennoch gibt es erstaunliche Einzelberichte bei der Lungenfibrose und auch die COPD ist bereits publiziert, selbst Nierenfunktionen lassen sich stabilisieren und oftmals auch verbessern. Bisher gilt die Interpretation der Ergebnisse den Veränderungen der Zytokinmuster und der verbesserten Durchblutung sowie den veränderten Lipidmediatoren.

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