Gesundheitsnewsletter vom 24.2.2017

von | 24. Februar 2017

Newsletter vom 24.02.2017

Noch drei Tage, dann ist wieder alles vorbei, also genießen Sie den Karneval (Fleisch lebe wohl) und nutzen Sie dann die vierzig Tage für Ihre guten Vorsätze mit der Bewegung, dem Süßen, dem Alkohol, dem gesunden Essen, dem Fasten, dem Nachdenken über.. etc. Sie erhalten den Newsletter auch diese Woche schon vor dem Wochenende!


Haarausfall  – Vitalstoffmangelausgleich  -  intravenöse Sauerstofftherapie und Sanakin!
Betroffene Frauen sollten sich trauen!
Rufen Sie für weitere Informationen in der Praxis an.


Die Themen:

  • Das Ergebnis der Zeckenstudie

  • Omega-3-Fettsäuren bei zu hohem LDL-Cholesterin

  • Zinkbedarfsrechner

  • Fruchtzucker, das BfR spricht Warnungen aus

  • Rezidivierende Blasenentzündung, Mannose versus Antibiose

  • Schmerzreduktion durch Alpha-Wellen-Stimulation mittels cranialer Elektrostimulation

  • Schweißen – Mangandämpfe – neurodegnerative Erkrankungen – M. Parkinson

  • Wie sieht es eigentlich aus, wenn der Sauerstoff in die Vene fließt?

  • Importmaschinen an der äusseren und inneren Membran der Mitchondrien sind unterschiedlicher als gedacht

  • Für Malaria gibt es nun eine erfolgreiche Impfung

  • Fischöl in der Schwangerschaft schützt Kleinkinder vor Asthma – Ergebnisse einer Interventionsstudie


Das Ergebnis der Zeckenstudie

Die Wirkung der topischen Anwendung des Azithromycins auf einen frischen Zeckenstich war die Fragestellung. Die Studie, an der ich mit meiner Praxis auch beteiligt war, ist abgeschlossen und ausgewertet und wurde nun in The Lancet publiziert. Vermutlich wird es nun bald ein Präparat geben.


Omega-3-Fettsäuren bei zu hohem LDL-Cholesterin

Ein Review von 18 randomisierten, kontrollierten und 16 prospektiven Kohortenstudien mit 93.000 und 732.000 Teilnehmern bezüglich der Zusammenhänge der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA hinsichtlich gesundheitlicher Ereignisse aus dem Bereich der koronaren Herzerkrankung wie Angina pectoris, Herzinfarkt, plötzlicher Herztod, ergab eine Senkung der Ereignisse um 6%. Diese Werte erreichten aber nicht das Signifikanzniveau. Es ist allerdings einschränkend zu sagen, dass die  Tagesmengen an EPA und DHA in den Studien meistens sehr gering waren. Man stellte nämlich einen Zusammenhang zwischen Dosis und Wirkung fest. So traten signifikante Ergebnisse für die Senkung des LDL-Cholesterin und der Triglyceride erst bei täglichen Einnahmen von mindestens 1 g EPA ein. Das ist die Menge, die die American Heart Association mittlerweile empfiehlt. Ich empfehle die doppelte Menge, kontrolliere diese Wirkung aber anhand des Fettsäurestatus der Erythrozytenmembran. Wichtig ist auch, dass natürliche Fischöle und nicht teilsynthetische verwendet werden, da die teilsynthetischen zwar sehr gut auf den Rezeptor passen, aber nicht die gewünschte Wirkung vermitteln und statt dessen die restlichen natürlichen Fettsäuren möglicherweise vom Rezeptor verdrängen. Diese Feinheit wurde bei dem Review nicht beschrieben.
http://www.pnas.org/content/110/12/4816 und http://www.pnas.org/content/110/12/4822
Omega 3 auf meiner HP


Zinkbedarfsrechner

Mit dem Zinkbedarfsrechner können Sie den theoretischen Bedarf an Zink berechnen. Gemeint ist die resorbierbare Menge, also lesen Sie das Kleingedruckte! Bei dieser theoretische Ermittlung ist so wie mit dem Vitamin-D-Rechner, bei dem es bei vielen stimmt, aber bei ganz vielen eben auch nicht. Daher entbindet Sie die Berechnung nicht von den Laborkontrollen, insbesondere nicht von der Ermittlung des Gegenspielers Kupfer. Was ich schon zu Zink geschrieben habe, können Sie hier lesen.


Fruchtzucker, das BfR spricht Warnungen aus

Das BfR beschreibt, dass man Fruchtzucker füher als Diabetikersüße empfahl, weil für die ersten Schritte kein Insulin notwendig war. Heute warnt es davor, weil es kein Sättigungsgefühl vermittelt, somit eine hormonelle Störung der Gewichtskontrolle bewirkt  und Übergewicht mit seinen negativen Nebenwirkungen wie Fettstoffwechselstörung mit Erhöhung des LDL und der Triglyceride,  Leberverfettung, Insulinresistenz und Bluthochdruck, also ein metabolisches Syndrom erzeugt. Take five a day ist also nur richtig, wenn man Obst nicht mit Gemüse verwechselt.
Dr. rer. nat. Marcus Rau beschreibt in "der Privatarzt" folgenden Stoffwechselprozess. Leider habe ich das gedruckte Schaubild nicht im Internet gefunden.
Das Perfide am Fruchtzucker ist, dass er die Aktivität des Glukose-5-Transporters, der ihm die Türen öffnet, aktivieren und induzieren kann, also ein postiver Feedbackmechanismus. Gleichzeitig wird auch die Aktivität der Fuctokinase in der Leber gestärkt und neue Enzyme gebildet. Somit wird die Ausbeute an Fruchtzucker im Dünndarm optimiert und dieser wird auch gleich der weiteren Verarbeitung zugeführt. So wird Fruktose im ersten Schritt mit Hilfe der Fructokinase zu Fruktose-5-Phosphat aktiviert, wofür ATP verbraucht wird. Da dieser Weg kein negatives Feedback hat, kann sich der ATP-Vorrat erschöpfen, man spricht dann von Depletion des ATP und Anreicherung des ADP. Ist dann auch die Regenerationsfähigkeit der Leber für das ATP erschöpft, wird das ADP zu AMP und dann zu IMP, also Inositolmonophosphat, abgebaut. IMP kann mit der Xanthinoxidase über Hypoxanthin und Xanthin zu Harnsäure abgebaut werden. Es kommt zur Hyperurikämie und ggf. zur Gicht. Harnsäure erhöht aber auch den Blutdruck und sie bremst die ATP-Produktion der Mitochondrien, wodurch die Fetteinlagerung ansteigt. Uratkristalle schädigen sämtliche Membranen, also auch die Blutgefäße und die davon versorgten Organe, Nerven und Mitochondrien. Höhere Fettanteile der Muskulatur sind Folge einer Insulinresistenz mit vermindertem Zuckereinstrom in den Skelettmuskel. Parallel wird die insulinabhängige NO-Produktion reduziert, es mangelt also ein Botenstoff.
Seit wann wissen wir das ? Ich schreibe darüber seit 2012
Es fällt den Patienten schwer, diesen Zusammenhang zu glauben, denn die Werbung suggeriert doch die gesunden Fruchtsäfte und Obstsorten.


Rezidivierende Blasenentzündung, Mannose versus Antibiose

Unter Nitrofurantoin gab es 20 % Rezidive einer Zystitis, unter Mannose nur 15%.
 So wirkt die Mannose!


Ungewollte Kinderlosigkeit weil das Microbiom des Endometriums eine Dysbiose hat?

Moreno I et al. haben festgestellt, dass es dem endometrialen Microbiom bei ungewollt kinderlosen Frauen in 90% der Fälle an Lactobacillen mangelt. Diese Dysbiose verhindert die Einnistung des Embryos oder ich würde mal sagen, der Morula, in das Endometrium. So sinkt die Wahrscheinlichkeit bei einer Dysbiose von 61 auf 12%, im folgenden Zyklus von 71 auf 33% und die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt sinkt von 59 auf 7%.


Schmerzreduktion durch Alpha-Wellen-Stimulation mittels cranialer Elektrostimulation

In einer kleinen Studie mit allerdings sehr guter Bildgebung, konnte gezeigt werden, in welchen Regionen des Hirns durch Stimulation mit Frequenzen zwischen 0,5 und 100 Hz eine Reaktion im Frontal-, Parietal- und Mittelhirn im Sinne der Beruhigung erzeugt wird. Dabei kommt es mehr auf die Frequenz, als auf die Intensität an. Es wurden auch Veränderungen der Neurotransmitter und der Endorphinfreisetzung gemessen. In meiner Praxis setze ich zu diesem Zweck der cranialen Elektrostimulation die Geräte CES von Vitalife als Gerät für die Therapie zuhause und in der Praxis Clinicmaster, Luxxamed und Me2Vie ein.


Schweißen – Mangandämpfe – neurodegnerative Erkrankungen – M. Parkinson

Mangan ist für unseren Körper essentiell. Die Superoxiddismutase hat z. B. Mangan als Kofaktor. Mangandämpfe werden aber auch beim Schweißen freigesetzt und eine regelmäßige Belastung, auch unter den zulässigen Grenzwerten, erhöht das Risiko für M. Parkinson bzw. ein Parkinsonsymtom. In einer Studie waren 15,2 % der Schweißer von dieser Symptomatik mit Bewegungsstörungen in Armen und Beinen sowie dem Hals, also Dystonie der Extremitäten und des Halses, betroffen. Perfide dabei ist, dass einmal aufgenommene und im Gehirn platzierte Manganmengen den neurodegenerativen Prozess kontinuierlich anfeuern. Mangan lagert sich hauptsächlich im Globus pallidus an.
Was kann man tun?
Eine Chelattherapie kann Metalle reduzieren. Essentielle Metalle müssen natürlich ergänzt werden. Am besten kümmert man sich um solche Reduktionen, bevor man Symptome hat, denn aus dem Newsletter der letzten Woche wissen wir ja, dass beim Auftreten der ersten Symptomatik bereits 80% der dopaminergen Synapsen abgestorben sind.
Eine chronische Entzündung bedarf aber auch der Begrenzung. Daher sollte geprüft werden, wie es um die antioxidative Kapazität und die Zellwand- und Zellkernschäden steht, wie die essentiellen Fettsäuren und Aminosäuren, Coenzym Q10, die Elektrolyte, die Vitamine, das Homocystein, der Zuckerstoffwechsel, die Entzündungswerte, die Neurotransmitter etc. aufgestellt sind. Einflussgrößen sind dann ergänzend die a-Liponsäure, Carnosin, Glutathion, die Bausteine des Glutathions, die gefundenen Mängel etc.


Wie sieht es eigentlich aus, wenn der Sauerstoff in die Vene fließt?

In diesem Video wird unter Laserlicht gezeigt, wie sich das Sauerstoffbläschen als dunkler Schatten von der Venenspitze erst nach einer langstreckigen Verformung ablöst und dann seine Reise durch die Vene aufnimmt.
In diesem Video sehen Sie, wie sich die Wege des Sauerstoffbläschens verzweigen.


Importmaschinen an der äusseren und inneren Membran der Mitchondrien sind unterschiedlicher als gedacht

Bisher war man der Ansicht, dass die Mitochochondrien sich aus Bakterien entwickelt und dann weiter verbreitet haben. So kann man anhand der mitochondrialen DNA die Ur-Eva ermitteln. Man ging auch davon aus, dass die Pumpensysteme der Mitochondrienmembran überall gleich wären, so dass man Erkenntnisse der Bakterienforschung auf den Menschen 1:1 übertragen könne. Kürzliche Forschungen der Typanosomen, also der Überträger der Schlafkrankheit, zeigten, dass von den notwendigen 15 verschiedenen Proteinen dieses Membrantransporters nur drei mit denen der menschlichen Mitochondrien übereinstimmen. Da Zellen ohne Mitochondrien nur begrenzt leben und sich auf jeden Fall nicht vermehren können, siehe z.B. die roten Blutkörperchen, kann dieses Wissen für die Entwicklung von Medikamenten wichtig sein. Für uns aber zeigt es, dass dass die Evolution nicht einzigartig ist, die Autoren des verlinkten Artikels vergleichen das mit der Erfindung des Verbrennungs- und des Elektromotors.


Für Malaria gibt es nun eine erfolgreiche Impfung

Abgeschwächte Malariaerreger, also Plasmodium-Parasiten, konnten nun erstmals erfolgreich bei einem Menschen eingesezt werden.


Fischöl in der Schwangerschaft schützt Kleinkinder vor Asthma – Ergebnisse einer Interventionsstudie

Weiter oben im Newsletter schrieb und belegte ich mit einem Review über Fischölstudien, dass mindestens 1 g EPA/Tag eingenommen werden muss, wenn man positive Effekte sehen will. Ich verlinkte auch auf die Studien, die beweisen, dass es natürliches Fischöl sein muss, Fischölkapseln mit teilsynthetischen Ölen sind eher kontraproduktiv. Sie dürfen auch nicht nach Fisch schmecken oder riechen, da sie dann bereits einen Peroxidationsgrad über 26 % haben und nur nach Laborkosmetik sind, aber nicht mehr die schützende Wirkung ausüben.
Mit diesem Hintergrundwissen lesen Sie nun bitte das Ergebnis der Interventionsstudie, die gezeigt hat, dass Fischölkonsum in der Schwangerschaft das Asthmarisiko des Kindes senkt. Erinnern Sie sich bitte auch an weitere Studien, die sich mit der Intelligenz und Psychomotorik beschäftigen. Hier wurde die EPA-Versorgung als Säugling ermittelt und bei der Einschulung das psychomotorische Verhalten und die Intelligenz erfasst. Je besser die EPA-Versorgung, um so besser die Einschulungsergebnisse. Hier finden Sie eine gute Aufstellung mit Quellenangaben im Anhang.

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