Gesundheitsnewsletter vom 18.09.2020

von | 18. September 2020

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 18.09.2020
 
Diese Woche ging es im Wartezmmer weiter und ich bin guter Hoffnung, dass es nächste Woche dort fertig werden wird.
Diese Woche hatte ich ein Online-Seminar als Gast bei Biovis.
Ohne den Diskussionspart können Sie den Vortrag zu den Grundlagen der Mitochondrienmedizin nun auch auf meinem Youtube-Kanal anschauen. Es werden dort auch noch zwei Vorträge bzgl. der Mitochondrien folgen.

Sontag bin ich Online-Gast bei AIM-Hannover im Rahmen des Intensivseminar Mitochondriale Medizin & Detox am 19.-20.09.2020

und referiere 90 Minuten zu dem Thema:

„Moderne Labordiagnostik im Bereich der Mitochondrialen Medizin“

Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

Die Themen:
 

 
 
Diese Woche hatte ich ein Online-Seminar als Gast bei Biovis.
Ohne den Diskussionspart können Sie den Vortrag zu den Grundlagen der Mitochondrienmedizin nun auch auf meinem Youtube-Kanal anschauen.
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Damit die Zellen sich nicht zumüllen, müssen Sie aufräumen – aber wann und wie machen Sie das?

Die Reinigungskräfte der Zelle sind die Autophagosomen. Der Botenstoff, der diese Entmüllung initiiert, ist das ATG-9-Vesikel, das die Müllbeutel zum Eintüten aus der Zellmembran ordern. Wie das geht, zeigt der Film.

 
 
Erhöhte Gerinnungsaktivität bei COVID-19-Infektion ist mit dem MBL verbunden.

Immer wieder findet man erhöhte D-Dimere, wenn man danach sucht. Diese zeigen eine erhöhte Gerinnungsaktivität an und sind mitunter Frühwarnzeichen einer Krebserkrankung. Sie stehen aber auch in Beziehung zu Mannose-bindendem-Lektin (MBL) und das auch im Zusammenhang mit schlimmen Verläufen der COVID-19-Infektion.
MBL kann man im Blut bestimmen, es führt zur Aktivierung des Komplementsystems.
DOI: 10.1055/s-0040-1715835
Lektine tauchen ansonsten auch in Lebensmitteln auf und im Falle einer unklaren Erhöhung der D-Dimere wäre eine lektinarme Ernährung mit einer darunter stattfindenden Kontrolle der D-Dimere eine einfache Überprüfung, ob dieser Zusammenhang zutrifft.

Lektine sind Fraßschutzmittel, die natürlicher Weise in Pflanzen vorkommen, um sich vor Fraßfeinden zu schüzen. Sie kommen aber auch in Tieren und Mikroorganismen vor.

Lektine sind in hohen Mengen in Brot, Kartoffeln, Reis, Pasta, Bohnen und Hülsenfrüchten, Soja, Tomaten, Gurken, Kürbis, Getreide (vor allem in Vollkornprodukten), Pflanzenölen und Zucker enthalten.
Man bezeichnet Lektine auch als Hämagglutinine, da sie an die Erythrozyten binden und diese verklumpen können. Sie können jedoch auch an andere Zellen binden. Viren nutzen Lektine, um sich an Darmzellen zu binden, was zu einem Darmdurchlässigkeitssyndrom führen kann. Dadurch können die Lektine als auch andere Substanzen ungewollt in den Körper eindringen.
Es gibt Theorien, die besagen, dass die erhöhte Zufuhr von Lektinen zu einer gestörten Proteinsynthese, allergischen Reaktionen, Störungen der Darmschleimhaut, Karies, entzündlichen Darmerkrankungen oder Zöliakie führen können und durch die erhöhte Darmdurchlässigkeit auch zu Asthma, rheomatoider Arthritis oder MS.

Lektine reduzieren sich auf natürliche Weise, wenn zum Beispiel das Obst reif geerntet wird. Heutzutage wird Obst jedoch meistens unreif geernet und dann begast, sodass noch große Mengen an Lektinen enthalten sind. Ein Erhitzen über 75 °C reduziert manche Lekine ebenfalls deutlich. Weizenlektine wie das Weizenkeimagglutinin sind jedoch hitzestabil.

Lektine kann man nicht vollständig meiden, kann sie jedoch in der täglichen Ernährung reduzieren. Hierzu kann ich Ihnen folgendes Kochbuch empfehlen: „Gemüse ohne Gifte – Lektinfrei kochen“ von Dr. Steven R. Gundry erschienen im Südwest-Verlag unter der ISBN 978-3-517-09857-9

 
 
Krebsneuerkrankung durch den Lebensstil – 40% sollen davon betroffen sein.

Neben Rauchen und Alkohol tragen die Zubereitungsart roter Fleischsorten und deren wöchentliche Menge sowie Kalorien über Fruchtsäfte zum Übergewicht und der Steigerung der Krebsrate bei. Am häufigsten betrifft es den Brustkrebs mit 69.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland und den Dickdarmmkrebs mit 58.000 Neuerkrankungenpro Jahr in Deutschland.
Lebensmittelrezepte mit einem geringen Krebsrisiko sind hier verlinkt.

 
 
Überraschendes Ergebnis – Glioblastomzellen wachsen unter besonders guter Sauerstoffversorgung besonders aktiv.

Durch das Verschmelzen der Zellkraftwerke ergibt sich eine Steigerung der Energiezufuhr durch Sauerstoff, wie wir durch erhöhte Werte von NAD+ und NADH messen konnten– zwei Schlüsselmoleküle, die an der Bioenergetik beteiligt. Indem die WissenschaftlerInnen die Sauerstoffzufuhr drosselten, konnte das Tumorwachstum gebremst werden.“ (Journal Onkologie) Gioblastomzellen unterliegen also nicht dem Warburg-Effekt.
doi.org/10.1016/j.cell.2020.07.039
Hier muss man also therapeutisch ganz neu denken!

 
 
Wer APO-E-4 positiv ist, hat ein erhöhtes Risiko für M. Alzheimer, Schwermetalleinlagerung und Fettstoffwechselstörung – Anticholinergica erhöhen das Demenzrisiko.

APO-E  kann man genetisch erfassen.

Belastungen mit toxischen Metallen sind alle Menschen ausgesetzt, aber manche sind dafür besonders empfindlich. Dazu gehören diejenigen, die das APO-E4-Gen tragen.
Diese erkranken dann an neurodegenerativen und Herzkreislauf-Erkrankungen oder Krebs.
Mit der Chelattherapie kann man diese Belastung relativieren.

Die TACT-Studie wurde mit NaEDTA durchgeführt und zeigte besonders gute Effekte bei Diabetikern, die einen Herzinfarkt hatten und denen zusätzlich ein Multivitamipräparat verabreicht wurde. doi: 10.1016/j.ahj.2011.10.002

Werden Demenzpatienten, insbesondere Patienten mit M. Alzheimer, Anticholinergica gegeben, verschlimmert sich deren Verlauf.
DOI: doi.org/10.1212/WNL.0000000000010643

Cholin und Acetylcholin sind wichtige Neurotransmitter. Die Verarmung der Nahrung an Lecithinen und Cholinen ist hier ebenfalls bedenklich und sollte ausgeglichen werden.

Natürliche Phospholipide wirken antientzündlich
doi.org/10.1016/j.ejps.2020.105451
– aber nicht jedes bei jedem und das könnte man vorher laborchemisch erfassen.

 
Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
Praxis Ritterhude

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt

 

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Parkallee 301, 4. OG • 28213 Bremen • Tel. 0421 – 395015 • Anfahrt

 

 

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