Gesundheitsnewsletter vom 18.04.2020

von | 18. April 2020

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 18.04.2020
n dem heutigen Kurzvideo erkläre ich Ihnen, wie ich in der Praxis dafür sorge, dass weder Sie, noch mein Team und ich uns anstecken.

Es heißt heutzutage: Bleiben Sie gesund!

Es heißt aber auch:
Wenn Sie krank sind, sollten Sie den Arzt aufsuchen und die Krankheit nicht aus Angst vor einer Ansteckung verschleppen.

Neben möglichen COVID-Abstrichen, dafür müssen Sie nicht in die Corona-Ambulanz, wenn Sie die Privatabrechnung des Labores akzeptieren, bieten wir auch die Möglichkeit binnen einer Stunde zu wissen, ob Sie Antikörper gegen das SARS-COV-2-Virus haben oder nicht.
Wenn nicht, dann haben Sie keinen Immuinschutz, wenn ja, dann kontrollieren wir das Ergebnis noch einmal in einem anderen Labor gegen, um Kreuzreaktionen mit anderen Coronaviren auszuschließen.

Wer positiv ist, hat eine Immunität und darf sich frei bewegen.

Das sind erhebliche Vorteile im Aussendienst, in der Senioren- und Krankenbetreuung und für die Reisefreiheit international arbeitender Firmen.

Abweichend von der chirurgischen Maske im Film, setzen wir bei einer unklaren Situation die FFP3-Masken zum Mitarbeiterschutz ein, die wollte ich aber nicht für den Film verbrauchen.

Wie sicher die Spuckschutzmasken sind, schrieb ich schon letzte Woche mit einer Verlinkung auf Studiendaten.

 
Die Themen:
 
 
Vorhofflimmern wird schon fast zur Volkskrankheit – elektrische Defibrillation ist nicht jedermanns Sache – kanadische Studie zeigt Wirkung der Procaininfusion nach 30 Minuten.

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die aus dem Vorhof des Herzens hervorgeht und wo überzählige Schrittmacherzentren mit dem Sinusknoten als Chef im Ring, um die Vorherrschaft ringen.
Wegen der unregelmäßigen Kontraktionen kann es dazu kommen, dass sich im Herzen Bereiche kreisenden Blutes entwickeln, wo sich kleine Blutklümpchen, sogenannte Thromben bilden, die mit dem Blutstrom auch ins Hirn getragen werden können und dort einen Hirninfarkt auslösen. Das passiert bei 100 von Vorhofflimmern betroffenen Patienten bei vier Patienten innerhalb eines Jahres.
Die unregelmäßigen Füllungen des Herzens und unregelmäßigen Blutauswürfe der Herzkammer führen aber auch zu Blutdruckschwankungen, die man als Schwindel, Schwitzen, Schwäche, Herzrasen oder-poltern etc. empfindet und die auch eine beschleunigte Hirnalterung nach sich ziehen können.
Eine elektrische Cardioversion erfolgt in Vollnarkose. In Kanada hat man nun diesem Procedere eine Procain-Infusion in der Dosis von 15 mg/kgKG innerhalb von 30 Minuten vorausgestellt und in der Hälfte der Fälle war die elektrische Cardioversion dann nicht mehr notwendig. „..with intravenous procainamide (15 mg/kg over 30 min)..“ DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(19)32994-0

 
 
Feinstaub – 20 % sind Bremsstaub,
nur 7% kommen aus dem Auspuffrohr!

Feinstäube reduzieren die Fähigkeit der Makrophagen die Bakterien auf der Lungenschleimhaut zu neutralisieren, andererseits produzieren die Immunzellen proinflammatorische Botenstoffe. In dem Bremsstaub wird haupsächlich Vanadium für diesen Effekt angeschuldigt. Vanadium messe ich gelegentlich in den Vollblutmineralanalysen erhöht, ohne eine eindeutige Quelle benennen zu können.
Die Chelattherapie wird angeführt, um dieses Metallionen zu binden und diese ungünstigen Nebeneffekte der Feinstaubpartikel zu reduzieren.
DOI: 10.1039/c9mt00253g
Chelattherapie gehört in meiner Praxis zu den regelmäßig angewendeten Therapien.

 
 
Mitesser – was hilft auf natürliche Art und Weise?
Komedonen sind Mitesser und werden im Allgemeinen durch Propionibakterien, Cutibacterium acnes und Staphylococcus aureus sowie durch natürliche Hautflora ausgelöst.
Sie benötigen seltenst eine Antibiotikatherapie, aber es lohnt sich nach möglichen Auslösern für die vermehrte Pickelbildung zu suchen,
Von dieser nach der Pubertät verbleibenden Akne sind in Frankreich 41% aller über 25-jährigen und in England sogar 50 % betroffen und evt. leiden sie auch darunter.

Was konnte festgestellt werden?
Hyperglykämische, also zu zuckerhaltige Nahrung, fördert die Bildung des IGF-1-Spiegels und dmit die vermehrte Expression von mTOR und FOXO1.
IGF-1 findet sich auch in jeglichen Milchprodukten und die pickelfördernde Wirkung ist hier wohl nicht dosisabhängig, will heißen, dass auch klene Mengen fettarmer Milch ausreichen.

Dr. Jansen, Dermatologe aus Köln, beschreibt dazu in der Medical Tribune, dass der Verzicht auf Kartoffeln, Getreide- und Getreideprodukte, Zucker und Milchprodukte notwendig ist, um der Pickel auf natürliche Art und Weise Herr zu werden.

Wenn Medikamente zum Tragen kommen sollten, dann rät er zu Benzoylperoxid gegen das Cutibacterium acnes oder den Staphylococcus aureus.
Das lokale Retinoid (Vitamin A) wird ebenfalls gut vertragen und wirkt antientzündlich, antikomedogen und Komedolytisch, also gegen die Pickelbildung ud für deren Auflösung.

Eine akneähnliche Erscheinung ist die Rosazea. Hier wird mit einer oralen Einmaldosis oder topisch auf der HAut auch das, im Moment für den Einsatz bei Corona heiß diskutierte Ivermectin, eingesetzt.

 
 
Zu wenig Lymphozyten erhöhen das Sterberisiko

Zu wenig Lymphozyten findet man auch bei Patienten, die ansonsten gesund sind und verfolgt es im Allgemeinen nicht weiter. Bei Rauchern und mit zunehmendem Alter findet man bei Werten <1100/nl jedoch ein um 63% erhöhtes Risiko für einen verfrühten Tod. Vermutlich liegt es an dem größeren Risiko für Herzkreislauferkrankungen oder Lungeninfekten aufgrund der verminderten Immunabwehr. DOI: 10.1503/cmaj.191024
Daher sollte man doch nach möglichen Ursachen schauen.
Eine Lymphopenie findet man auch bei schweren COVID19-Verläufen.
DOI: doi.org/10.1016/j.jinf.2020.02.029

 
 
Helicobacter gibt es nicht nur als pylori,
sondern z.B auch als heilmanii

Neben den gastrischen Arten Helicobacter pylori und heilmanii, gibt es auch enterophepatische Varianten, nämlich Helicobacter hepaticus und bilis.

Früher nannte man sie Campylobacter. Heute unterscheidet man auch noch Non-Helicobacter-Species.

Hier finden Sie Dr. Tiefenthallers Fallbeschreibung eines Magengeschwürs durch Helicobacter heilmanii.

 
 
Interleukin-Hemmer erhöhen das Risiko opportunistischer Erkrankungen.

Interleukin-Hemmer gegen IL-1, IL-6, IL12/23 oder IL-17 führen im Vergleich zu einer Placebomedikation zu einem Anstieg der opportunistischen Infektionen zwischen 97 und 135%. Eine langfristige Einnahme erhöht auch das Krebsrisiko, insbesondere dann, wenn auch noch andere Hemmstoffe des Immunsystems und Cortison verabreicht werden. doi:10.1001/jamanetworkopen.2019.13102

Regulative Therapiekonzepte, wie die intravenöse Sauerstofftherapie, setzen nur für die Zeit der intravenösen Sauerstoffapplikation plus die Abdampfzeit von ca. 20 Minuten einen Reiz, auf den der Körper dann gegenreguliert, während die Therapie mit Immunsuppressoren und Interleukin-Inhibitoren eine dauerhafte Unterdrückung des Immunsystems anstrebt.

 
 
Stress – Burnout – Boreout – graue Haare, morsche Knochen…

Wenn der Stress vermehrt Noradrenalin freisetzt, dann ergrauen die Haare und bleiben auch grau. Die Ursache liegt in einer Überaktivierung der Stammzellen der Haarfollikel, die dann zu Melanozyten werden. Leider ist der Pool dieser pigmentregenerierenden Stammzellen schon nach wenigen Tagen aufgebraucht und es gibt dann keinen Nachschub an pigmentbildenden Zellen mehr. Die Wirkung der Neurotransmitter auf die Neuronen anderer Gewebe wurde ebenfalls erkannt und ist nun Gegenstand weiterer Forschung.
DOI: 10.1038/s41586-020-1935-3

Die morschen Knochen können durchaus infolge einer längeren psychischen Belastung, ja sogar frühkindlicher Traumata beeinflußt werden. Sich im Laufe des Lebens wiederholende physiologische als auch psychologische Belastungen können zu reduzierten oder überschießenden anabolen Reaktionen führen. In beiden von der Norm abweichenden Reaktionen steigt das Risiko der verminderten Knochenmineraldichte.
doi.org/10.1159/000503640

Die Burnout-Situation nimmt bundesweit zu. Manche, wie z.B. Prof. Dr. Hegerl, sind der Meinung, dass es sich dabei schlichtweg um eine Depression handelt.
Unabhängig davon stellt sich die Frage nach dem Warum!
In einem früheren Newsletter habe ich hier bereits auf eine Studie aus dem Jahr 2014 in den USA im Hinblick auf den mitochondrialen BHI und die Ausprägung depressiver Symptomatik verwiesen.
Unter Bezug auf diese Zusammenhänge
möchte ich der Aussage Pr. Hegerls widersprechen, dass bei Erschöpfung durch chronische Überlastung ein Urlaub in der Regel ausreicht, um das Problem zu heilen. Das langer Schlaf bei einer Depression depressionsfördernd ist und dass eine gewisse körperliche Aktivität die Stmmung hebt, ist korrekt. Dennoch kann man sehr schön an den mitochondrialen Messprofilen erkennen, inwieweit die angegebenen Einschränkungen und die tatsächliche Energiebereitstellung übereinstimmen.

Boreout gibt es auch. Wenn Sie ständig unterfordert sind, sich langweilen, Desinteresse an Ihrem Aufgabengebiet haben und während der Arbeit nach privaten Themen surfen, Anrufe tätigen… dann stimmt da etwas nicht. Ein Gespräch mit dem Chef könnte Ihnen wieder Aufgaben zukommen lassen, für die Sie brennen.

Alle diese Themen haben auch eine biochemische Komponente, die sich in der ausreichenden bis optimalen Versorgung mit mitochondrialen Mikronährstoffen widerspiegelt. Dieses ist die Grundlage meiner täglichen Vorgehensweise, um die therapierbaren Therapieerfolgshindernisse zu finden.

Weitere Informationen zu den Mitochondrien finden Sie in diieser Videoverlinkung und in verschiedenen Veröffentlichungen auf meiner Hompage.
 
Druckertoner ist Feinstaub und verändert die Genaktivität

In einem Tierversuch wurden die Ratten einer Druckertonerstaubmenge ausgesetzt, mit der auch ein Büroangestellter in vier bis acht Arbeitsjahren zu acht Stunden/d konfrontiert wird, wenn der Laserdrucker keinen Filter oder gezielten Ablüfter enthält.
Es kam allerdings bereits nach nur einem Tag der Exposition in den Blut- und Lungenzellproben der Ratten zu signifikanten Veränderungen der Genexpression für die Immunität, den Stoffwechsel und weitere Prozesse, die im Verlauf mit Herzkreislaufveränderungen, neurologischen und Stoffwechselerkrankungen einhergingen.
doi.org/10.3390/ijms20246348

 
 
Grippeimpfstoff kann Krebszellen für Checkpointinhibitoren sensibel machen.

Es gibt sogenannte kalte Tumore, in deren Umgebung sich keine Immunzellen blicken lassen; die können quasi machen, was sie wollen. Wenn man es schafft, diese Krebzellen mit anderen Antigenen, also Viren oder dem Grippeimpfstoff, zu infiltrieren, dann lockt man auch wieder CD-8-Immunzellen an, die für die Krebsabwehr so wichtig sind. Dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit der Wirkung der Checkpointinhibitoren. Die Aktivität der CD-8-Zellen ist auch von deren Mitochondrien ab und das kann man bekanntlich im BHI und Brennstoffprofil ermitteln. Das die Injektion der Tumore mit Impfstoffen oder Viren oder wie früher schon beschrieben, mit Mistelextrakten, zum Einschmelzen der Tumorzellen oder zumindest verzögertem Wachstum führen, ist nicht ganz neu. doi: 10.1073/pnas.1904022116

Viren machen aber nicht nur glücklich:
in modernsten Datenanalysen zwischen EBV und CFS, MS sowie SLE erkennen wir, dass dadurch wichtige mitochondrale Schlüsselenzyme, doi.org/10.1371/journal.pone.0179124 wie z.B. die Phophofructokinase beeinträchtigt werden, was sich für Immunzellen negativ auswirkt; siehe dazu auch den Zusammenhang der EBV-Infektion mit der Leukämie, aber auch die Zusammenhänge bei MS, LSE, Sjögren-Syndrom, rheumatoider Arthritis. doi: 10.1371/journal.pone.0179124

 
 
Pancreaskrebs könnte mit dem Hefepilz Malassezia besiedelt sein – die Pilzbehandlung bremste das Tumorwachstum.

Im Adenokarzinom des Pancreas, also der Bauchspeicheldrüse, wurden gegenüber gesunden Menschen nd Mäusen die 3000-fach erhöhte Menge an Malassezia gefunden. Die Therapie mit einem Antimykotikum, also Antipilzmittel, verzögerte das Tumorwachstum nachhaltig. doi: 10.1038/s41586-019-1608-2
Daher sollte sich jeder Patient diesbezüglich testen lassen!

Es ist wieder einmal ein Beweis dafür, wichtig es ist, dass man sich auch das Microenvirenment des Tumors anschaut, sowohl infektiös als auch toxisch.

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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