Gesundheitsnewsletter vom 11.8.2019

von | 11. August 2019

Heute beginne ich einen neue Videoreihe zum Thema der Ernährung und der Verdauung. Diese soll interaktiv gestaltet werden, Sie können also bei der Kommentarfunktion Fragen stellen. Diese werde ich sammeln und in einem Zwischenvideo beantworten. In dem heutigen Video spreche ich eher im Sinne eines Brainstormings über die Fragen und Aufgaben, die mir zum Thema Ernährung und Verdauung in meiner Praxis gestellt werden, so dass Sie erfassen können, ob Ihr Problem oder das Ihrer Bekannten und Freunde erwähnt wurde.


Die Themen:

  • Glucagon-like peptide-1 (GLP-1), Oxyntomodulin und Peptid YY senken das Gewicht.

  • Die Versicherung bezeichnet die Vollblutmineralanalyse als unwissenschaftlich – was sagt das Umweltbundesamt?

  • E620 und E625 sind die Synonyme von Glutamat als Geschmacksverstärker – Hefeextrakt oder Tomatenpulver aber auch.

  • Biologische Voralterung -  wer will das schon?

  • Die Schuppenflechte und ihre Koinzidenzen


Glucagon-like peptide-1 (GLP-1), Oxyntomodulin und Peptid YY senken das Gewicht.

Vergleicht man bariatrische Operatioen, also Magenverkleinerung, Diät und die Dauerinfusion der drei Hormone Glucagon-like peptide-1 (GLP-1), Oxyntomodulin und Peptid YY, so sind die Erfolgsraten der Gewichtsreduktion auch in dieser Reihenfolge zu messen. Es liegt also immer an dem was wir essen und trinken, aber auch der Veränderung der regulierenden Hormone, die über die Verzögerung der Magenentleerung, das stärkere Sättigungsgefühl und der verbesserten Zuckerverwertung Einfluß auf unser Essverhalten und unseren Zuckerstoffwechsel nehmen. 
Bei dem Zuckerstoffwechsel, gemessen an dem in Deutschland nicht mehr gängigen Fructosamin, lag die Erfolgsrate der Hormoninfusion ganz vorne. Vergleicht man die Operationsrisiken einer bariatrischen Op mit den Risiken der Dauerinfusion mittels Arzneimittelpumpe, dann punktet eindeutig die Pumpenvariante.
Das therapeutische Ziel ist die Erholung der Nieren- und Leberfunktion und im besten Fall das Verschwinden des Diabetes mellitus.
DOI: 10.2337/dc19-0449

Ich kann Sie bei der Ernährungsaumstellung und dem Ausgleich der laborchemisch gefunden Mängel unterstützen, denn vermehrtes Essen und Trinken sind oft auch ein Zeichen des hidden hunger, also der Suche nach Mikronährstoffen um den Preis einer zu hohen Kalorienzufuhr. Eine individuelle körperliche Fitnessverbesserung, vielleicht in einer Kleingruppe, wäre sicherlich auch sinnvoll.


Die Versicherung bezeichnet die Vollblutmineralanalyse als unwissenschaftlich – was sagt das Umweltbundesamt?

Das Umweltbundesamt äussert sich zu den Selenwerten für verschiedene Altersgruppen und orientiert sich auch an der Glutathionperoxidase, die ich zumindest in der Eingangsuntersuchung gerne messe. Ein Mangel an Glutathion oder der Glutathionperoxidaseaktivität steht im Zusammenhang zur Stabililität der roten Blutkörperchen, der Arteriosklerose und neurodegenerativer Erkrankungen. Es ist schon erstaunlich, dass das Umweltbundesamt sowohl die Serum- als auch die Vollblutmineralanalyse als validen Parameter aufführt, während die Versicherungen hier von Unwissenschaftlichkeit und willkürlichen Normbereichen sprechen.

E620 und E625 sind die Synonyme von Glutamat als Geschmacksverstärker – Hefeextrakt oder Tomatenpulver aber auch.

Glutamat ist ein wictiger Neurotransmitter, der in üblicher körpereigener Produktion die Fähigkeit, sich zu konzentrieren, verbessert. Es fördert die Freisetzung von Serotonin, Noradrenalin und bedingt auch Dopamin. Als Gegenspieler gelten GABA (Gamma-Amino-Butter-Säure) und die schwefelhaltige Aminosäure Taurin, die Sie aus jedem Energydrink kennen. Im Gehirn gibt es die NMDA- oder mit anderen Worten, ionotropen Glutamatrezeptoren. Diese sind die Angriffspunkte bei der Ritalinmedikation bei der ADHS-Erkrankung oder bei Ecstasy und bei der Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis. Bei der Encephalitis, die man mit einer Blutuntersuchung erfassen kann, deren Aussagekraft in unmittelbarem Anschluß an ein encephalitisches Ereignis aber am stärksten ist und daher unbedingt zu einem solchen Zeitpunkt erfolgen soll. Das Blut kann einige Tage gelagert werden, wichtig ist, dass jemand im Anschluss an so eine Attacke ein Serumröhrchen Blut abnimmt. Hiermit könnte man vermutlich viele Diagnosen anderer psychischer Art revidieren und therapeutisch sinnvoll angehen.

Frei von Glutamat kann eine Täuschung sein.

NMDA – scolen Sie bis zu den Wirkungen!

Im Rahmen der Diagnostik der "saft- und kraftlos"-Patienten gehören der Neurotransmitterstatus aus dem zweiten Morgenurin, zusammen mit dem Aminosäurestatus und dem ADMA-Wert, fest zu meinem diagnostischen Vorgehen.

Für diese Patienten sind auch die mitochondrialen Testsysteme ein wahrer Segen, denn damit können wir beweisen, dass Sie zwar wollen, momentan aber defnitiv nicht können. Schön, dass es therapeutische Optionen gibt. ich empfehle Ihnen die vielen Kurzfilme zu diesem Thema.


Biologische Voralterung -  wer will das schon?

Anhand der antioxidativen Kapazität und des Ausmaßes der Lipidperoxidation sowie der Zellkernschäden habe ich bisher einen Anhalt für die biologische Voralterung.
Die Messung der Telomerenlänge gibt ebenfalls auskunft über das Guthaben an Reparaturutscheinen,
Das Fraunhofer-Institut hat nun einen Test entwickelt, der den Grad der Methylierungen der Erbinformation erfassen kann. In jungen Jahren liegen das chonologische und biologische Lebensalter eng bei einander. Mit zunehmendem Alter zeigt sich jedoch eien deutlicher Einfluß des Lebensstils und der Entgiftungsgenetik, wodurch die Deckung dieser beiden Messgrößen immer weiter von einander abweicht. Das for ever young-Programm von Herrn Dr. Strunz geht zum Teil auf diese Bereiche ein, aus meiner Sicht könnte man andere ber auch weitere Parameter auswählen, um seine biologische Voralterung zu erfassen und vor allem zu bremsen.


Die Schuppenflechte und ihre Koinzidenzen

Bei der Schuppenflechte handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die TH1-getriggert aktiv wird. Als Trigger gelten Stress, Salz, IL-17, Il-1ß etc.

Die gängige Therapie arbeitet mit lokalen Cremes auf Vitamin-D- und Cortisonbasis, Fumaraten, Retinolen und dem systemischen Einsatz von Biologicals, also Antikörpern.

Ich arbeite mit der Suche nach therapiebaren Einflußgrößen auf der emotional-psychischen Ebene und biochemisch nach proentzündlichen Ernährungsgewohnheiten unter Erfassung möglicher Nahrungsmittelunverträglichkeiten, der Darmflora, der essentiellen Fetttsäuren, der Antioxidantien, der Mineralien, der Aminosäuren, der antioxidativen Enzymsysteme und deren Blutspiegeloptimierung.
Mit der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger erreicht man über die pseudoparasitären Sauerstoffbläschen einen TH2-Reiz,man fährt damit ein immunologisches Ablenkungsmanöver, wodurch die Entzündungsherde der Schuppenflechte eine Auszeit bekommen. Nahezu alle Psoriasis-Patienten zeigen mir nach einer Woche der Oxyvenierungs-Therapie, dass die schuppigen Herde blander aussehen.  Darin sehe ich eine Bestätigung der Wirkung des TH-2-Einflusses. Der Effekt hält natürlich nur an, wenn man die Therapie in kurzen Intervallen wiederholt. Die Reduktion von z.B. Il-1ß und der Anstieg der Il-1ß-Rezeptorantagonisten konnte in einer Praxisstudie belegt werden und kann auch individuell im Rahmen der Verlaufskontrolle gemessen werden. Besonders schlimme Stellen kann man mit dem NO-Scavanger Vitamin B12 und oder der ACRS-Therapie, dem autologen cytokinreichem Serum, angehen.
Die Risiken der Psoriasis liegen in erhöhter arterienverkalkender Wahrscheinlichkeit, in psychischen Störungen wie Ängsten, Schizophrenie und Depressionen.

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