USA: trans-Fettsäuren werden verboten

von | 12. November 2013 | Publikationen

Transfettsäuren gibt natürlich und unnatürlich. Das sind dann die industriell veränderten Fettsäuren, die sich miteinander verhaken können. Dadurch behalten damit versetzte Lebensmittel ihre Form. Ein geschmolzenes Eis bleibt in Form, Käse oder Brot kriegen keine welligen Ränder, wenn sie bei Raumtemperatur herumstehen und so weiter. Leider werden diese Transfettsäuren aus der Nahrung auch in unsere Zellmembranen eingebaut und führen auch dort zum Verlust der Elastizität, aber auch zur Reduktion der Signalübertragung z. B. von Nervenzellen. Die Elastiziät versucht der Körper durch Bildung von Cholesterin auszugleichen. Dieses Verbot in USA besteht hier in Europa noch nicht und ist aus Amerika als eine Notreaktion auf die Arterioskleose, Zelldegeneration und Silent Inflammation zu verstehen.
PZ-online schreibt dazu, dass Popcorn, Tiefkühlpizza und Cookies die wesentlichen quellen für Transfettsäuren sind. Die Welt ist etwas ausführlicher und erwähnt auch, dass der Gehalt der Transfettsäuren seit 2006 auf den Verpackungen aufgeführt sein muss. Auf deutschen Verpackungen werden sie oft als gehärtete Fette deklariert. Was Cis- und Trans-Fettsäuren so sind, beschreibt Wikipedia ganz gut. Der ORF hat zu den Transfettsäuren eine Videobotschaft.

Ich teste mit einem Fettsäurestatustest 26 Fettsäuren aus der Wand der roten Blutkörperchen. Hier geht es nicht nur um den Anteil natürlicher und industriell gefertigter Trans-Fettsäuren, sondern auch um die Zusammensetzung der Omega-3-Fettsäuren, der Omega-6-Fettsäuren, der Omega-7-Fettsäuren, der Omega-9-Fettsäuren und der gesättigten Fettsäuren.
Neben der entzündungsfördernden Funktion der trans-Fettsäuren kann so auch das Missverhältnis von Aarachidonsäure zur Eicosapentaensäure erfasst und korrigiert werden. Der dort hinterlegte Referenzwert wurde aus einer vom Konzept und der Dauer belastbaren Studie entnommen und ist notwendig, um die positive Wirkung derEicosapentaenwirkung zu erreichen.
Aus dem Fettsäureprofil ist auch erkennbar, wie gut der Patient aus der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure die marine Fettsäure EPA bilden kann. Somit wird klar, wo der Gesundheitseffekt der Versorgung mit alpha-Linolensäure aus z. B. Leinöl endet.
Auch kann man erkennen, wieviel Omega-6-Fettsäure konsumiert wird und anhand der Di-homo-y-Linolensäure, die der Körper selber bilden kann, kann man abschätzen, ob die Arachidonsäure aus der Nahrung kommt oder ob sie selbst produziert wurde. Wichtig ist auch, dass man das diätetisch verbessern kann und dass nicht die Absolutmenge an EPA die gute Wirkung bestimmt, sondern deren Verhältnis zur Arachidonsäure.
So ein Test kostet im Moment 69,- €. Ich habe den Test in den Praxen vorrätig.
Für das Gehirn benötigt der Körper Omega-3-FS, also vor allem EPA und DHA, aber auch Arachidonsäure. Das Gehirn besteht in der Trockensubstanz zu 60 % aus DHA. Eine falsche Zusammenstzung der Hirnmasse führt also zu Hirnleistungsstörungen, die sowohl ADHS, wie auch Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Depression, Seh- oder Hörstörung etc. nach sich ziehen könnten. Bevor man also zu Antidepressiva, Ritalin, Schlafmitteln etc. greift, macht es Sinn ursachenorientiert zu diagnostizieren und hier zunächst korrigierend einzugreifen.
 

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