Eigenbluttherapie, alles was Sie wissen müssen

von | 5. Dezember 2012 | Publikationen

Die Eigenbluttherapie dient im Wesentlichen dazu, dem Körper zu zeigen, was in ihm nicht in Ordnung ist. Durch die Zugabe verschiedener Substanzen kann diese Aufmerksamkeit in bestimmte Richtungen gelenkt werden. Es ist eine Reiz- und Regulationstherapie. Eine besondere Form ist die Eigenserumtherapie, die ebensfalls unbehandelt, aber auch nach spezifischen Behandlungsschritten eingesetzt werden kann. Die Sanakin-Therapie als eine gut erprobte, aber bisher sehr seltene Therapieform, haben wir heute in unser Therapiekonzept mit aufgenommen. Klassisches Einsatzgebiet dieser Therapie sind feuchte Gelenkentzündungen wie Arthtitis und reaktivierte Arthrosen bis hin zur Knorpelglatze sowie Sehnen-Bänder-Entzündungen/-Reizungen/-Pathien, aber auch Muskelverletzungen, die besonders im Leistungssport einer schnellen Genesung bedürfen. Diese Therapie beruht auf der Anzüchtung von entzündungshemmenden Botenstoffen, die an die Stelle der Entzündung gespritzt werden und den Gebrauch von Cortisonen erübrigen.
Die Klassische Eigenbluttherapie hat Dr Küstermann in einer sehr guten Powerpointpräsentation zusammengefasst,der ich zunächst nicht hinzufügen möchte, außer dass ich auf meinen Artikel verweise. 
Bei der Sanakin-Therapie handelt sich um eine Eigenserumtherapie, bei der der Patient zum Zeitpunkt der Blutgewinnung nüchtern sein muss, er sollte keine fieberhaften Infekte haben, er muss die letzten drei Tage 2-3 Liter Flüssigkeit/Tag getrunken haben und das sollte weder Kaffee, noch Tee, noch Alkohol gewesen sein.
Das Blut wir unter sterilen Bedingungen abgenommen, dann in ein Spezialrährchen umgefüllte, in dem spezielle Kügelchen sind, die die Produktion von Interleukin-1-Rezeptorantagonisten fördern, wenn man das Blut für eine eng definierte Zeit bei eng definertem Temperaturbereich bebrütet. Hier sind erfahrungsgemäß drei Stunden notwendig. Die Antagonisten vermehren sich gegenüber den Agonisten der Entzündungen um den Faktor 3 bis 6, das ist individuell verschieden. Durch die Erhöhung von entzündungshemmenden Botenstoffen aus körpereigenener Herkunft direkt am Ort der Entzündung kann das Entzündungsgeschehen, welches, wenn es chronisch wird, die Heilung verhindert, ohne den Einsatz von Cortison behandelt werden.
Die Behandlung erfolgt unmittelbar am Ende der Bebrütungszeit; hier ist eine enge Terminabsprache notwendig. Studienergebnisse zeigen eine Erfolgsrate von 70 Prozent. Die Erfolge treten nach 1 bis 5 Behandlungen ein. Der Verbesserungsszustand nimmt noch bis zu drei Monate nach der Behandlung zu und hält für 1,5 bis 2 Jahre an, wie die Studienergebnsse als Mittelwert aufzeigen.
Die Hauptindikationen sind steril entzündete arthrotische Gelenke, die mit Ergussbildung reagieren (Knie, Schulter, Wirbelgelenke, Rhizarthrose, Fußzehengelenke) sowie Tendopathien (Erkrankungen von Sehnen- und Bänderansätzen) wie man sie in vielen Sportarten erleidet. Golferellenbogen, Tennisarm, Supinationstraumata der Sprunggelenke, Reizungen der Plantaraponeurose, Fersensporn aber auch frische Muskelverletzungen, die speziell im Leistungssport und bei Selbstständigen schnell heilen müssen.
Wenn wir mit der Nadel im Zielgebiet sind, kann die Softlasertherapie an den Ort des Geschehens gebracht werden, in dem wir den Laserkatheter über diesen Zugang durch die Kanüle in die Tiefe schieben. Die Vorträge auf dem ISLA-Kongress im November 2012 in der Schweiz von Dr. Warmke aus Koln und Dr. Weber aus Lauenförde präsentierten eine deutliche Wirkungsverbesserung, wenn die beiden Therapien bei entzündlichen lokalen Prozessen kombiniert werden.
Ansonsten setzen wir auch gerne parallel die BCRT (Biologische Cellregulationstherapie) ein.

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