Nachtrag zum heutigen Sondernewsletter

von | 5. Dezember 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 19.06.2021
 
Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

 
Statement – um möglichen Gerüchten eine Korrektur zu geben.

Mir wurde von mir wohl gesonnenen Lesern mitgeteilt, dass Prof. Dr. med. Paul Cullen im Schulterschluss zur AFD stehen soll und dass er den Frauen in Abweichung zur Selbstbestimmung in der Impffrage das Recht auf „Mein Bauch gehört mir“ absprechen soll.

Ich kenne Herr Prof. Cullen nicht und habe dieses Interview versendet, weil die Inhalte dem entsprechen, was auch meine Recherchen über das Jahr ergeben haben. Unter der Suchfunktion auf meiner Homepage kann man nach den Studien und deren Verlinkung auf die Quelle suchen.

Mich sprachen auch die in dem Video vertretenen ethischen Gesichtspunkte der ärztlichen Tätigkeit an. Komisch, dass es dann in der Vita des Interviewten so eine Abweichung dazu gibt. Die erwähnten 10 Thesen kenne ich übrigens nicht.

Mir wurde von anderer Seite zugetragen, dass eine Ärztin der FPÖ ähnliche wissenschaftliche Quellen nutzt wie ich und dass man mich daher auch in diese politische Richtung einsortiere.
Ausserdem werde der Begriff des Querdenkers in der damit verknüpften negativen Interpretation mit meiner Person in Verbindung gebracht.

Daher möchte ich klar stellen, dass ich fest in der Demokratie der Mitte stehe.
Meine ethischen Vorstellungen beruhen auf christlich humanistischer Erziehung und mein Engagement für die wissenschaftliche Herangehensweise in der Coronathematik fußen darauf, dass ich für das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes auch nach meiner Bundeswehrzeit als in dieser Form verwurzelter Bundesbürger in der Sache und auch durchaus gegen den Mainstream eintrete.

Daher sind meine Newsletter und Interviews weitestgehend emotionslos und nüchtern in der Aufklärung und stets mit der Quelle meines Wissens versehen.

Ich kann nicht verstehen, warum diese für die Entscheidungsfindung so wichtigen Informationen in den öffentlichrechtlichen Medien nicht in der entsprechenden Deutlichkeit nachgefragt und von den Wissenschaftlern erläutert werden.

Ich kann auch nicht verstehen, warum wissenschaftliche Daten in eine politische Richtung sortiert werden.
Aktuell wird der Vertrauensverlust diskutiert, denn entgegen klarer Aussagen, dass es mit verschiedenen Parteien keine Impfflicht gäbe, wird diese ja nun vehement gefordert.
Eine geimpfte Person kann sich wieder anstecken und andere anstecken. Eine ungeimpfte Person kann sich und andere anstecken. Personen, die die Erkrankung durchlebt haben, werden 27mal seltener erneut krank und verbreiten dann Viren, als Geimpfte.
doi: doi.org/10.1101/2021.08.24.21262415.
Menschen unter 60 und Menschen ohne Risikofaktoren sind nicht die Personen, die das Krankenhaussystem zum Erliegen bringen. Hier sehe ich in Abweichung zu den momentanen politischen Äusserungen ein gehöriges Maß an Unverhältnismäßigkeit in der Frage der Impfflicht. Auch in medizinischen Kreisen kann ohne FFP2-Maske eine Virusübertragung erfolgen. Daran ändert die Impfung nichts. Hier wird nicht wissenschaftlich argumentiert.

Ich bin übrigens kein Impfgegner. Ich verimpfe alle per Rezept in der Apotheke erhältlichen Impfstoffe nach individueller Indikationsprüfung. Das entspricht dem gängigen Bild einer privatärztlichen Praxis.

Das ich einen Impfstoff, der sich als Ganzvirustotimpfstoff mit all seinen Antigenstrukturen dem Immunsystem stellt, präferiere, ist kein Geheimnis. Siehe dazu das Interview mit Prof. Dr. König vom 20.03.2021. Die reine Beschränkung auf das Spikeprotein hat zu diesem schnellen Nachlassen der Wirkung geführt – das konnte man voraussehen und das zieht sich auch durch meine Newsletter der Coronakrise.

Das ich kein Freund davon bin, Menschen zu impfen, die ohne Impfung eine blanden Verlauf nehmen und dann eine sehr breite Immunität haben, ist ebenfalls kein Geheimnis.
Das Impfen von Risikogruppen, die in der Mehrzahl der Fälle für dieses Risiko selbst verantwortlich sind, halte für angemessen, um deren schlimmen Verlauf abzumildern.
Das sind die Patienten, von denen Dr. Keil im NDR-Interview spricht, die nun die Normalstationen und zunehmend auch die Intensivstationen belegen und dieses zeitlich deutich länger als noch zu ungeimpften Zeiten, zu denen die Infektion für diese Risikopatienten überwiegend den Tod bedeutet hat. Hat sich der dortige Patient um sein Riskoprofil bemüht? Trägt er auf diesem Wege zur Entlastung der Kliniken bei? Diese Frage höre ich im Gegensatz zu dem Vorwurf, dass die Ungeimpften die Intensivstation blockieren noch nicht. Ich möchte aber weder den einen noch den anderen Vorwurf hören, denn bei sind gefährlich demagogisch.

Eine Boosterung einer durchlebten Erkrankung halte ich wissenschaftlich ebenfalls für nicht sinnvoll, zumal ich schon Patienten habe, die in Unkenntnis einer durchlebten Erkrankung dann auf die erste Impfung mit erheblicher Leistungseinschränkung reagierten.

Das der PCR-Test mit einem rT-Wert größer 25 vermutlich zu keiner durchlebten Infektion geführt hat, ist wissenschaftlich unumstritten. Hier dennoch ein Genesenzertifikat ohne Erhebung des Immunstatus zu vergeben, kann ich wissenschaftlich nicht nachvollziehen.

Viele gegen Covid-19 geimpfte Patienten, die mich aufsuchen und sich Ihren Coronaimmunstatus bestimmen lassen, haben unbemerkt eine Infektion durchlebt. Hier wäre eine weitere Boosterung absolut unnötig und könnte die Nebenwirkungsrate erhöhen.

Es gibt aber auch zweimal mit einem Vektorimpfstoff geimpfte Risikopatienten, die dann ausgerechtet auf die aktuell vorherschende Deltavariante keinen neutralisierenden AK-Impfschutz und auch keine T-Zellantwort entwickelt haben und die dringend mit einem Impfstoff geboostert werden sollten, der einen solche neutralisierende AK-Antwort erzeugen kann, also ein mRNA-Impfstoff. Für solche Patienten schreibe ich auch Dringlichkeitsatteste für die Terminvergabe.

Mein Credo ist also eine auf wissenschaftlich nachvollziehbarer Grundlage individuell angepasste Diagnostik und Therapie und nicht eine Fließbandmedizin, die alle über einen Kamm schert.

Danke an alle, die genauso denken und mich auch so kennen und schätzen.

Dr. med. Dirk Wiechert

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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