Gesundheitsnewsletter vom 9.10.2016

von | 9. Oktober 2016

Gesundheitsnewsletter vom 09.10.2016

Diese Woche habe ich unheimlich viele neue Informationen gefunden, so dass dieser Newsletter leider auch besonders lang geworden ist. Ich möchte Sie aber dennoch bitten, die Themen hinsichtlich des Interesses zu lesen und die Aritkel wenigstens quer zu lesen, um zu erfassen, welches Potential an Therapieoptionen vorhanden ist. Besonders möchte ich Sie auf den Fachvortrag zur Oxyvenierung aufmerksam machen.

Die Colitis ulcerosa-Studie läuft weiter.


Anwendungsbeobachtung für Frauen mit männlichem Haarausfall


Die Frauen mit männlichem Haarausfall, die an der Sanakinanwendungsbeobachtung teilnehmen wollen, benötigen jetzt voraussichtlich nur 3 Termine im Abstand von zwei Wochen, da sich gezeigt hat, dass das schon zu guten Ergebnissen führt.

Ich suche noch eine Frau mit männlichem Haarausfall für eine dokumentierte Sanakinanwendung der haararmen Kopfhaut. Mängel sollten vorher ausgeschlossen werden, das ist kostenpflichtig, da hier ein Labor die Rechnung stellt. Die eigentliche Sanakinanwendung ist im Rahmen der Anwendungsbeobachtung kostenlos, dafür wird aber die Erlaubnis zur anonymisierten Verwendung der Kopfhautbilder erwartet. Das sagt die bisherige Medizin zum Haarausfall.


Der nächste Vortrag für Ärzte und Heilpraktiker findet online statt.

Mein nächster Vortrag für Ärzte und Heilpraktiker findet am 26.10.2016 um 19:00 online statt.
Das Thema lautet "Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen".
Inhalt:
Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, sind in erster Linie Gefäßveränderungen und ein daraus resultierender gestörter Blutfluss verantwortlich. Ein Wirkstoff aus der Tomate fördert eine normale Aggregation der Thrombozyten und kann ein potentielles Risiko arterieller Thrombose verhindern, indem er nachweislich einen gesunden Blutfluss unterstützt, ohne den normalen Prozess der Blutgerinnung zu stören.
Vitamin D und Magnesium haben einen hohen Stellenwert bei Diabetes-Patienten. So ist der Interleukin-6-Spiegel wesentlich erhöht, welcher wiederum ein Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose und Gefäßschäden ist.
Im Rahmen dieses Online-Vortrags wird vermittelt, wie mit ausgewählten Biofaktoren die Herz- und Gefäßgesundheit von Herz-Kreislauf-Patienten durch die gezielte Substitution von Magnesium + Vitamin D und einem Tomatenextrakt verbessert werden kann.
Somit ähnelt der Vortrag stark dem vorangegangenen, wird das Thema aber noch einmal vertiefen und neue Aspekte beleuchten.
Hier geht es zur Anmeldung.
In Kooperation mit: Wörwag Pharma GmbH & Co KG


Zertifizierungskurs für die Oxyvenierungstherapie

Das nächste Zertifizierungsseminar für die Oxyvenierungstherapie findet am 29.10.2016 auf der Medizinischen Woche Baden-Baden 2016 statt. Die Anmeldung und Bezahlung erfolgt über die Kongressleitung, der Kurs wurde bei der zuständigen Ärztekammer für die Erteilung von Fortbildungspunkten nach CME angemeldet.


Aufzeichnungen der letzten Vorträge.

Hier können Sie sich meinen Vortrag auf den 5. Humanmedizinischen Tagen in Bingen zum Thema der Oxyvenierung anhören und ansehen. Weitere Vorträge…


Die Themen:

  • MS bei Schwangeren

  • Hepatitis A, B, C, D, E

  • Herzinfarkt – Fischöl verbessert die Ausheilung, vermindert die Vernarbung und die Entzündung

  • Unerwartet viele Interaktionen nur einer Mahlzeit mit Medikamenten

  • Nach der Aufbau-Infusion müde?

  • Bei Hirnmetastasen besser auf die Ganzhirnbestrahlung zu verzichten, habe ich schon vor 10 Jahren vertreten

  • Antwort auf den multiresistenten Staphylococcus aureus

  • Völlig entkoppelter Schlafrhythmus, vielleicht eine Lösung

  • Ein Melanom, was nun?

  • Autophagie – Selbstverstümmelung als Überlebensstrategie, Hoffnung bei neurodegenerativen Erkrankungen

  • Geburt eines Kindes und wie mache ich was?

  • Immer wieder krank oder schon Krebs?


MS bei Schwangeren

Das Risiko für Schübe der MS nimmt in der Schwangershaft ab, dieses insbesondere im dritten Trimenon. Innerhalb der sechs Monate nach der Entbindung tritt die vorherige Aktivität wieder ein. Schulmedizinisch wird in der Schwangerschaft Glatirameracetat verordnet. Die Fehlbildungsrate der Kinder liegt bei 2,2% gegenüber 6,7 % in der MS-Gruppe ohne MS-Medikation. Das Stillen der Säuglinge wird empfohlen. (von Abdol A. Ameri, Ärztezeitung 05.10.2016, Nr. 104-192D) Die immunologische Toleranz einer Schwangerschaft scheint also gut zu sein.
Was weiß man ansonsten so über die therapeutischen Möglichkeiten der MS?
Was sollen Schwangere generell beachten?
Omega-3-FS sind für Schwangere und die Hirnentwicklung der Kinder sehr wichtig und bei MS-Patienten konnte man über ein Zeitfenster von 6 Monaten den Abfall von Il-1b, IL2, Interferon y und TNFa feststellen.
Vitamin D ist für die Schwangere und das Kind sehr wichtig. Ein Mangel erzeugt Probleme im Immunsystem und fördert die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Diabetes mellitus Typ1 und MS etc. Bei dem Kind kommt es zu einer Verminderung der Ausprägung der Muskelmasse. Gemäß des Deutschen Ärzteblattes mit der Auswertung des Jahres 2013 haben 98% aller Schwangeren im Winter einen Vitamin-D-Mangel. Vitamin D hochdosiert bei  MS-Patienten führt innerhalb von drei Monaten zu einer deutlichen Verbesserung der mentalen Fitness und körperlichen Gesundheit. Im Anfangsstadium einer MS sind die Effekte am stärksten, in der Prophylaxe sind sie im günstigsten Fall so, dass die MS nicht symptomatisch wird.
Die Ärztezeitung zu Vitamin D. Hier lesen Sie auch, dass es vor Brust-, Dickdarm- und Prostatakrebs schützt.
Auch das Risiko für einen Asthmaanfall lässt sich mit Vitamin D halbieren.


Hepatitis A, B, C, D, E

Gegen A und B kann man impfen. An A erkrankt man und man wird auch wieder gesund. Eine abgeschlossene Impfserie soll mindestens 25 Jahre Schutz gewähren. An Hepatitis B kann man chronisch erkranken und dann Leberzirrhose undnLeberkrebs bekommen. Eine abgeschlossenen Impfserie müsste nach 10 Jahren aufgefrischt werden. Gegen C, D, E kann man nicht impfen. Neue Medikamente gegen C sollen angeblich innerhalb von 12 Wochen zu 99% die Ausheilung bringen, wie ich heute in den Fachbeilagen der Ärzteblätter gelesen habe, allein mir fehlt da noch der Glaube. Ich lege die Artikel ab und Betroffene können nachfragen und Ihren Infektologen darauf ansprechen. Hepatitis D gibt es nur zusammen mit Hepatitis B, so dass die Impfung gegen B auch vor D schützt. Hepatitis E kann man über Trinkwasser, Wild- und Hausschweinefleisch bekommen. Bei immunsupprimierten Patienten, also alle die schulmedizinisch eine Behandlung einer Autoimmunerkrankung bekommen, bei Leberkranken und bei Schwangeren sind tödliche Verläufe beschrieben worden.  Schweinefleisch müsste 20 Minuten durcherhitzt werden. Dauerwurst, luftgetrockneter oder geräucherter Schinken sind echte Infektionsquellen. Normalerweise heilt die Hepatitis E aber spontan aus.


Herzinfarkt – Fischöl verbessert die Ausheilung, vermindert die Vernarbung und die Entzündung

358 Herzinfarktpatienten wurden doppelblind und randomisiert in 3 Krankenhäusern in Boston neben der akuten Standardbehandlung mit Fischöl oder Placebo behandelt. In dieser Studie kamen endlich einmal korrekte Dosierungen zum Einsatz, nämlich 4g Omega-3-FS/Tag. In den ersten sechs Monate nach dem Infarkt zeigte die Fischölgruppe eine signifikante Verkleinerung des Volumenindex der linken Herzkammer und einen deutlich geringeren bindegewebigen Umbau des verletzten Herzmuskels, also weniger funktionsloses, die elektrische Erregungsleitung behinderndes, Narbengewebe. Die Bestimmung der Omega-FS in der Erythrozytenmembran, also genauso, wie es in meinen Praxen der Fall ist, zeigte eine direkte Dosisabhängigkeit zur Wirkung. Die Patienten mit dem besten LC-Omega-3-Index hatten die beste Verbesserung des Volumenindex der linken Herzkammer, nämlich 13 %. Da ein Placebotest möglich war, wird das Öl frisch gewesen sein und nicht nach Fisch gerochen oder geschmeckt haben, denn oxidierte bzw. ranzige Fette haben diese Wirkung nicht.


Unerwartet viele Interaktionen nur einer Mahlzeit mit Medikamenten

Grapefruit, die Pampelmuse und deren Interaktion mit Cyp 3A4 im Sinne der Hemmung des Enzyms in der Darmschleimhaut, ist nun schon fast jedem bekannt. Dadurch werden Medikamente, die ansonsten abgebaut würden, vermehrt in die Blutbahn aufgenommenn und erzeugen unerwartet hohe Medikamentenspiegel. Dabei reichen schon 0,2 l Grapefruitsaft, um diesen Effekt für drei Tage aufrecht zu erhalten. Betroffene Medikamene sind Benzodiazepine, also Schlaftabletten oder angstlösende Substanzen, aber auch der Blutdrucksenker aus der Gruppe der Calciumkanalblocker, auch als Calciumantagonist bekannt.
Milchprodukte und dazu gehören auch Joghurt, Quark und  Käse, enthalten vermehrt Calciumionen. Die wiederum können Komplexe mit Antibiotika wie Ciprofloxacin oder Tetracyklin eingehen und dadurch deren Resorption um 30 bis 50% reduzieren. Das kann zu einem Therapieversagen führen. Antibiotika sollten also 2 Stunden vor oder vier Stunden nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Bei Bisphosphonaten müssen zwei Stunden Abstand gehalten werden, wenn die Osteoporosetherapie etwas bringen soll und dabei soll man sich nicht hinlegen! Wer einen MAO-Hemmer einnimmt, also Psychopharmaka, kann auch das Tyramin aus Käse, Salami, Schokolade, Rotwein etc. nicht abbauen und kann eine Bluthochdruckkrise entwickeln.
Wer Goji-Beeren verzehrt, also gemeiner Bockshorn, sollte auf keinen Fall auch eine blutgerinnungshemmende Therapie haben, da diese durch die Gojibeere überdosiert werden könnte, so dass es zu Einblutungen kommt.
Kaffee und Tee enthalten Gerbsäuren. Das die Eisenresorption dadurch stark beeinträchtigt wird, haben sicherlich schon viele gehört, es kann aber auch bei Medikamenten zu Komplexbildungen führen, die eine Resorptionseinschränkung von 80% bewirken können. Davon sollen insbesondere Neuroleptika und Antidepressiva betroffen sein. ( Quelle: Dr. Steffen Jakobs, Medical Tribune, 51. Jahrgang, Nr. 40, 7.10.2016, S. 34 unter Bezug auf Smollich M., Internistische Praxis 2016; 56: 539-550.)
Bei Schilddrüsenhormonen soll man 30 Minuten nüchtern bleiben, wer solche Hormone benötigt, sollte sich aber auch mit dem Thema Jod beschäftigen!


Nach der Aufbau-Infusion müde?

Die isotone Kochsalzlösung ist die gängigste aller Infusionslösungen und gilt als Trägerlösung für fast alle verdünnbaren Medikamente. Nun liegt deren pH-Wert zwischen 4,5  und 7%. Der Blut-pH-Wert liegt bei 7,34-36. Wenn man also diese Lösung verwendet, könnte man dem Körper nicht unerhebliche Mengen an Säure zuführen. Daher testen wir die Lösungen ab jetzt und fordern beim Apotheker gezielt Lösungen mit pH 7 an. Ein Natriumhydrogencarbonatinfusion oder die orale Gabe basischer Komponenten, die erst im Dünndarm aufgehen, können das Problem abmildern. Die Salzmenge ist bei Hypertonikern auch nicht ohne. Ein Liter enthält immerhin 9g. Die Ringerlösung liegt im leicht hypotonen Bereich, was dazu führt, dass Elektrolyte aus den Zellen in die Blutbahn gezogen werden sollen. Da die Membran das verhindern will, muss das Wasser in die Zellen, wodurch diese aufquellen. Die Nutzung von einer 5-prozentigen Zuckerlösung ist auch keine Alternative, da nach der schnellen Verbrennung des Zuckers nur noch freies Wasser übrig bleibt, wodurch die Elektrolytkonzentration im Blut im Sinne der Hyponatriämie stark verändert wird. Das kann dann Kopfschmerzen, Übelkeit, und neurologische Symptome wie Schwindel, Denkstörungen und Schlimmeres auslösen. Am besten trinkt man also bei der Salzbelastung ein bisschen mehr, damit der Körper die überschüssigen Salze auch wieder los wird. Eine Mobilisation von Giften durch die Versorgung mit vormals fehlenden Kofaktoren kann ebenfalls die Müdigkeit erzeugen.


Bei Hirnmetastasen besser auf die Ganzhirnbestrahlung zu verzichten, habe ich schon vor 10 Jahren vertreten

Eine Ganzhirnbestrahlung erhöht massiv die Gedächtnisstörungen, verhindert jegliche Regeneration des Gehirn und ist bei Metastasierung mit keinem Überlebensvorteil durch eine bessere Tumorkontrolle verbunden. Was ist die Alternative? Eine stereotaktische Bestrahlung führt in 64 % der Fälle zu Gedächtnisstörungen, eine Ganzhirnbestrahlung in 92 % der Fälle. Ich empfehle daher die Anwendung der Radiochirurgie, wie es das Gamma-Knife oder auch das Cyber-Knife bieten. Die erstere Methode kann man nur bei gleichförmigen Tumoren anwenden, das Cyber-Knife kommt aus 1200 verschiedenen Richtungen und kann auf 0,4 mm genau zwischen Einzel- und Doppelstrangschäden der DNA unterscheiden. Die Grenze der Tumorgröße liegt bei 5 cm. Bei mehr als drei Metastasen auf einmal wollen die Radiochirurgen nicht, sie könnten aber. Da müssen Sie sich eben durchsetzen.


Antwort auf den multiresistenten Staphylococcus aureus

Schon länger ist bekannt, dass man dem methicillinresistentem Staphylococcus aureus mit so etwas Einfachem, wie dem Vitamin B3 zu Leibe rücken kann, aber keiner macht es. Die 300-fache Dosis ist nötig, die 1000fache Menge hatte man schon als Medikament zur Erhöhung des HDL-Cholesterins eingesetzt. Es machte einen Flush, aber bei MRSA steht ja ein großer Nutzen im Raum, ich verstehe die Bedenken in dem verlinkten Artikel nicht.
Letzte Woche habe ich die Wirkung des Manukahonigs bzw. des auch synthetisch erzeugbarem Methylglyoxals berichtet.
Jetzt hat man aus der natürlichen Besiedlung der Nasenschleimhaut, den Staphylococcus lugdunensis isoliert. Der produziert ein thiazolidinhaltiges zyklisches Polypeptidantibiotikum, das gegen multiresistente Stämme wirkt, es wurde Lugdunin genannt.


Völlig entkoppelter Schlafrhythmus, vielleicht eine Lösung

Es gibt Menschen, die haben ein ganz eingeschränktes Sozialleben, weil sie einen völlig verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus, auch als Circadianrhythmik bezeichnet, haben. Die innere Uhr ist völlig aus dem Takt. Ohne Lichteinfluss haben wir alle eine innere Uhr, die einen Zyklus zwischen 23,8 und 24, 8 Stunden fährt. Somit verschiebt sich der Rhythmus täglich um ca. 30 Minuten. In Deutschland sind etwa 15.000 Menschen so stark sehbehindert, das der Lichteinfluss als Impulsgeber versagt. Man kann nun den Melatoninpeak im Urin oder wie ich es in meiner Praxis mache, mit dem Speicheltest z.B. um 22:00 – 24:00 – 02:00 Uhr, erfassen und so prüfen, ob so eine Störung vorliegt. Ich habe bisher Melatonin verordnet oder auch die Ausgangswerte und Kofaktoren der Melatoninproduktion bestimmt und ausgeglichen, gerne biete ich auch einen Versuch mit dem  biofeedbackgesteuerten PEMF mit dem Ciradianprogramm an. Bei einem positiven Ergebnis kann man sich dann auf dem Gebrauchtmarkt ein günstiges Gerät kaufen, denn davon gibt es ähnlich viele ungenutzte Geräte, wie hochwertige Trimmräder in den Haushalten herumstehen. Neu ist nun aber der Melatonin-Rezeptor-Agonist Tasimelton, der selektiv am Melatonin (MT)-1- und-2-Rezeptor andockt. Die Affinität zu MT-2 ist dabei höher. Das Medikament muss nun immer abends eine Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Der Erfolg liegt bei einer Stunde mehr Schlaf. Befindet sich der Blinde gerade in der synchronen Phase, also würde er auch ohne die Tablette gegen 22:00 einschlafen, ist dieWirkung natürlich am besten. Die Wiederherstellung des Circadianrhythmus innerhalb des ersten Monats beträgt 20 % gegenüber 2,6 % in der Placebogruppe. Erfolg hängt hier also von der Ausdauer der Einnahme ab. (Quelle: Medical Tribune, 51. Jahrgang, Nr. 40, 7.10.2016, S. 45)
Siehe auch den Artikel zu den Mitochondrien unter dem Titel"Die innere Uhr entkoppelt"!


Ein Melanom, was nun?

Als Erstes sollte man das Melanom mit einem sicheren Abstand zu gesundem Gewebe in der Breite und in der Tiefe heraus schneiden und in Eis konservieren. Soweit schrieb ich schon in der letzten Woche unter dem Titel "Glioblastom, was nun?" Nun arbeitet man ja zunehmend mehr mit der Immuntherapie und da auch mit Viren. Talimogen laherparepvec ist ein zugelassenes Medikament, das eine direkte Lyse des Tumors bewirkt, wenn man ihn damit anspritzt und das eine indirekte Wirkung durch die Induktion einer systemischen Immunantwort gegen den Krebs auslöst.


Autophagie – Selbstverstümmelung als Überlebensstrategie, Hoffnung bei neurodegenerativen Erkrankungen

Wenn wir einen Mangel an etwas haben, dann kümmert der Körper sich ums Überleben und fährt viele Prozesse auf Sparflamme. Wenn wir fasten, werden die Reparaturenzyme, die Sirtuine aktiv. Substanzen, wie z.B. Reveratrol, können diese Enzyme auch aktivieren, wenn wir essen. Sirtuine räumen in den Zellen auf, sie fördern die Autophagie des Zellmülls. Fasten wir also bei Zeiten immer mal wieder und wenn es nur so ist, dass wir nur zweimal/Tag auch Kalorien zu uns nehmen, damit der Körper auch einmal auf die Reserven zurückgreifen muss und wenn wir uns gering hypokalorisch ernähren, dann scheint das einen gesunden Effekt zu haben. So sollen neurodegenerative Erkrankungen (Parkinson), die durch Proteinverklumpung entstehen, siehe dazu den Artikel über die Fältelung der Proteine, vermindert auftreten und die Denkleistung soll sich verbessern. Bei den Versuchstieren kann das durch die Gabe von Spermidin erzeugt werden.  Hier der deutsche Text.
Spermidin ist aber auch mit einigen Erkrankungen verbunden.
Wo gibt es Spermidin?
Ursache der Erkrankung sind aber immer wieder schwache Mitochondrien, S. 1742, mittlere Spalte
.
Der Tyrosinkinasehemmer Nilotinib, der eigentlich gegen Leukämie eingesetzt wird, verbessert Denkvermögen, Motorik und nicht-motorische Funktion und Verstopfung bei Parkinsonpatienten und in der Hirnflüssigkeit steigen die Abbauprodukte der Lewykörperchen, nämlich a-Synuclein, Amyloid-ß10/42 sowie t-t und p-t-Proteine an. Somit werden wohl toxische Eiweiße aus dem Gehirn beseitigt. Die Dosierung bei Leukämie sind 800 mg/Tag und bei diesen Indikationen in der Phase-1-Studie 150-300 mg/d. (auch mittlere Spalte auf S. A1742.)
Sind wir bereits an Krebs erkrankt, dann kann die Autophagie der Krebszellen gegen uns verwendet werden, da die Zelle sich dadurch einen Vorteil bei der Zellteilung verschafft. Somit wäre die Autophagiehemmung ein therapeutischer Ansatz. Diese Autophagie ist vermutlich die Ursache der Chemoresistenz auf Trastazumab beim Brustkrebs, Imatinib bei der chronisch myeloischen Leukämie und des Cisplatin beim Eierstockkrebs ( S. A1741).


Geburt eines Kindes und wie mache ich was?

Eine App für Väter, die sicherlich auch gut für Mütter ist, bietet Anworten auf viele Fragen rund um die Schwangerschaft, die Geburt und den Umgang mit dem Neugeborenen. "Super Dad"


Immer wieder krank oder schon Krebs?

Hier berichtet der SWR über die Wirkung von Heilpilzen. Ob diese für den einzelnen nun auch die richtige Wirkung haben, wird mit dem Blut des Patienten und dem Wirkstoff hinsichtlich der natürlichen Killerzellaktivität überprüft, wie auch ich es in meinen Praxen handhabe. Siehe ab 21:20 Minute!

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