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Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 11.10.2026
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Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie
In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen
Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn
Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets
benannt werden!
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Kann unsere Stimme verraten, wie schnell unser Gehirn altert?
Eine neue Studie zeigt: Die Art, wie wir sprechen, könnte wichtige Hinweise auf unsere Gehirngesundheit liefern.
Wissenschaftler untersuchten mithilfe Künstlicher Intelligenz die Sprache von 2.928 Menschen aus fünf südamerikanischen Ländern. Darunter waren gesunde Personen sowie Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen.
Die Forscher analysierten unter anderem die Sprechgeschwindigkeit, Sprechpausen, Stimmlage, Wortwahl und den sprachlichen Ausdruck. Daraus berechneten sie ein sogenanntes „Sprachalter“, das vom tatsächlichen Lebensalter abweichen kann.
Das überraschende Ergebnis: Menschen mit Demenzerkrankungen zeigten im Durchschnitt ein höheres Sprachalter als gleichaltrige gesunde Personen. Je ausgeprägter diese Abweichung war, desto häufiger fanden sich auch Einschränkungen des Gedächtnisses und anderer geistiger Fähigkeiten.
Besonders interessant: Das errechnete Sprachalter stand außerdem mit Veränderungen des Gehirns, bestimmten biologischen Alterungsmerkmalen und einem Blutmarker in Zusammenhang, der bei Alzheimer eine Rolle spielt.
Was bedeutet das für die Zukunft? Möglicherweise könnten einfache Sprachaufnahmen eines Tages helfen, Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit frühzeitig zu erkennen – ohne Blutentnahme und aufwendige apparative Untersuchungen.
Noch ist das Verfahren allerdings nicht ausreichend geprüft, um bei einzelnen Menschen eine Demenz festzustellen oder deren zukünftige Entwicklung vorherzusagen. Dafür sind weitere Untersuchungen notwendig.
Fazit: Unsere Sprache könnte zukünftig zu einem wichtigen zusätzlichen Gesundheitsmarker werden. Die Forschung eröffnet damit neue Perspektiven für eine schonende und unkomplizierte Beurteilung der Gehirngesundheit. Quelle: Hernandez et al., Science Advances, 30. September 2026. DOI: 10.1126/sciadv.aef9864
Was geht heute?
tellapp zeigt, wie es funktioniert und bietet auch ein deutschsprachiges Tool an. Ob man darauf eine persönlichen Zugriff bekommen kann, müsste man dort erfragen.
Auch in Deutschland gibt es KI-gesteuerte Untersuchungsmodelle zum Alter, z.B. ki-elements.de/ in Saarbrücken. Das MiliPhone wertet einen 9-minütigen Anruf aus.
Beide Bereiche sind Forschungsprojekte, also sehr frisch, aber ggf. für Sie interessant. |
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Erdnüsse – kleine Kraftpakete für Stoffwechsel und Diabetesprävention?
Können Erdnüsse das Diabetesrisiko senken, die Blutfette verbessern und länger satt machen? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) liefert interessante Hinweise. In einer sechsmonatigen Untersuchung veränderte der tägliche Verzehr von 25 g Erdnüssen oder 32 g Erdnussbutter zahlreiche Fettverbindungen im Blut. Besonders betroffen waren bestimmte sehr langkettige Fettsäuren, die eine Rolle im Zellstoffwechsel spielen.
Anhand einer weiteren Bevölkerungsstudie stellten die Forschenden fest, dass ein charakteristisches Muster dieser Blutfette mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden war. Interessanterweise schien das Körpergewicht einen wesentlichen Teil dieses Zusammenhangs zu erklären.
Was bedeutet das für unsere Ernährung? Erdnüsse liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Magnesium und überwiegend ungesättigte Fettsäuren. Dadurch können sie zur Sättigung beitragen und sich günstig auf den Fettstoffwechsel auswirken. Frühere Untersuchungen zeigen insbesondere leichte Verbesserungen bei den Triglyceriden und teilweise beim Cholesterin. www.dife.de/details-startseite/erdnussverzehr-beeinflusst-lipidprofil-im-blut-583/
Allerdings: Ein direkter Schutz vor Diabetes ist bislang nicht bewiesen. Auch eine Gewichtsabnahme durch Erdnüsse lässt sich aus den Studien nicht ableiten. Zudem liefern bereits 25 g rund 150 Kilokalorien.
Empfehlung: Eine kleine Handvoll (20–30 g) naturbelassene, ungesalzene Erdnüsse kann täglich eine sinnvolle Ergänzung der Ernährung sein – idealerweise anstelle von Süßigkeiten oder anderen kalorienreichen Snacks, nicht zusätzlich. Bei Erdnussallergie müssen sie selbstverständlich gemieden werden.
Fazit: Erdnüsse sind kein Wundermittel gegen Diabetes, können aber als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung einen wertvollen Beitrag zur Stoffwechselgesundheit leisten.
Domínguez-López, I., Eichelmann, F., Parilli-Moser, I., Hurtado-Barroso; S., Lamuela-Raventós, R. M., Schulze, M. B.: Peanuts-derived plasma lipids and lower risk of type-2 diabetes: Association mediated by body mass index. An intervention and case-cohort study. Am. J. Clin. Nutr. 124 (5), 101527 (2026). [Open Access]
Weiterführende Publikation Domínguez-López, I., Eichelmann, F., Prada, M., Schulze, M. B.: Very long-chain saturated fatty acids in plasma lipids: association with cardiometabolic risk influenced by lipid interactions. Cardiovasc. Diabetol. 25(1), 24 (2025). [Open Access] |
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Wenn Mineralstoffstörungen unser Nervensystem aus dem Gleichgewicht bringen
Warum Magnesium, Kalzium, Natrium, Kalium und Chlorid für die Funktion unseres Gehirns wichtig sind – und welche Rolle unsere Atmung dabei spielt.
Bei plötzlich auftretenden Sprachstörungen, Muskelschwäche oder Lähmungen denken Ärzte zunächst an einen Schlaganfall. Das ist richtig und lebenswichtig, denn bei einem tatsächlichen Schlaganfall entscheidet häufig jede Minute über den weiteren Verlauf.
Allerdings können auch andere Erkrankungen vergleichbare neurologische Symptome hervorrufen. In der Medizin werden solche Krankheitsbilder als Stroke Mimics, also Schlaganfall-Nachahmer, bezeichnet.
Eine im September 2026 im Journal of Neurology veröffentlichte wissenschaftliche Fallbeschreibung verdeutlicht einen solchen Zusammenhang: Bei einem 65-jährigen Patienten mit akuten Sprachstörungen und einseitiger Muskelschwäche wurde ein extrem ausgeprägter Magnesiummangel von nur 0,09 mmol/l festgestellt. Die behandelnden Neurologen sahen darin eine mögliche Erklärung für die neurologischen Ausfälle. Nach gezielter Behandlung und Normalisierung des Magnesiumhaushalts bildeten sich die Beschwerden zurück. Der Fall macht auf eine häufig unterschätzte Verbindung aufmerksam: Die elektrische Funktion unserer Nerven und Muskeln hängt wesentlich von einem sorgfältig regulierten Elektrolythaushalt ab. Besonders interessant ist, dass hierbei nicht nur die Konzentrationen einzelner Mineralstoffe von Bedeutung sind. Auch der Säure-Basen-Haushalt, unsere Atmung und das Zusammenspiel verschiedener Elektrolyte können die Funktion des Nervensystems beeinflussen. Deshalb möchte ich Ihnen heute erklären, welche Aufgaben Magnesium, Kalzium, Natrium, Kalium und Chlorid erfüllen und warum eine kapilläre Blutgasanalyse bei bestimmten Beschwerden zusätzliche diagnostische Informationen liefern kann.
Wissenschaftliche Quelle: Vidal Bankier D, Renard F, Manto M (2026): Stroke mimic caused by severe hypomagnesemia: a case report and literature review. Journal of Neurology, 273, Artikel 632. doi.org/10.1007/s00415-026-14155-8
Weiterführender Bericht: Oberhofer E (01.10.2026): Extremer Mineralstoffmangel imitiert Symptome eines Schlaganfalls. SpringerMedizin. |
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| Quellen zu den zitierten Auswirkugnen der Mineralien der Liste:
Die Evidenz für einseitige Lähmungen beruht überwiegend auf Fallberichten, nicht auf großen klinischen Studien. Die Daten belegen, dass solche Konstellationen möglich sind, erlauben aber keine Aussage darüber, wie häufig sie in der Allgemeinbevölkerung auftreten. |
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Der Zusammenhang zwischen Magnesium, Kalium und Kalzium Besonders relevant für die praktische Diagnostik ist die Arbeit von Huang und Kuo, Mechanism of hypokalemia in magnesium deficiency, Journal of the American Society of Nephrology, 2007. Die Autoren beschreiben, wie intrazellulärer Magnesiummangel die renale Kaliumausscheidung über ROMK-Kanäle begünstigen kann. Dies erklärt, weshalb eine Hypokaliämie unter ausschließlicher Kaliumzufuhr bestehen bleiben kann. DOI: 10.1681/ASN.2007070792
Bei gleichzeitig erniedrigtem Kalzium kann ein ausgeprägter Magnesiummangel zudem eine funktionelle Störung der Nebenschilddrüsenhormonwirkung auslösen. Hierbei handelt es sich gerade nicht um eine notwendige Nebennierengrunderkrankung. DOI: 10.1016/j.xkme.2025.101046
Atemtechnik, CO₂ und ionisiertes Kalzium Der Zusammenhang zwischen Atemtechnik, der Veränderung des pCO2 und dem ionisierten Calcium ist wissenschaftlich gut begründbar. Die Arbeit von Immink et al., Hyperventilation, cerebral perfusion, and syncope, Journal of Applied Physiology, 2014, beschreibt den Einfluss eines erniedrigten CO₂-Partialdrucks auf den zerebralen Blutfluss. Daneben ist der pH-abhängige Rückgang des ionisierten Kalziums bei Alkalose etabliert. DOI: 10.1152/japplphysiol.00637.2013
Eine wichtige Differenzierung betrifft das Kalium: Die häufig anzutreffende Aussage, Hyperventilation senke stets den Serumkaliumspiegel, wäre zu pauschal. In einer kontrollierten Studie kam es während einer akuten respiratorischen Alkalose zunächst sogar zu einem leichten Anstieg des Plasmakaliums und erst in der Erholungsphase zu einem vorübergehenden Abfall. Diese komplexe Regulation unterscheidet sich von der Situation einer metabolischen Alkalose. DOI: 10.1038/ki.1995.26
Was die kapilläre BGA tatsächlich leisten kann Die S3-Leitlinie zur Sauerstofftherapie und die Empfehlungen der British Thoracic Society bestätigen den Stellenwert der arterialisierten Ohrläppchen-BGA insbesondere zur Beurteilung von pH und pCO₂ bei stabilen Patienten. Der kapilläre pO₂ ist weniger zuverlässig und sollte nicht unkritisch einem arteriellen Sauerstoffpartialdruck gleichgesetzt werden. Neben der Vermischung mit venösem Blut als Ursache, ergibt sich hier aber auch der Hinweis hinsichtlich der Atemtechnik ggfd. tiefer ein- und langsam auszuatmen. register.awmf.org/assets/guidelines/020-021l_S3_Sauerstoff-in-der-Akuttherapie-beim-Erwachsenen_2021-06-abgelaufen.pdf
In meiner Praxis setze ich die kapilläre BGA diagnostisch ein und achte besonders auf die Kombination von pH, pCO₂, HCO₃⁻, Base Excess, Natrium, Kalium, Chlorid und ionisiertem Kalzium. Bei Verdacht auf einen Mangel gehören Magnesium, Gesamt-Kalzium, Albumin, Kreatinin beziehungsweise Nierenfunktion und gegebenenfalls Phosphat in die ergänzende Labordiagnostik.
Die BGA eignet sich zur Beurteilung des momentanen Säure-Basen-Zustands. Eine unauffällige Ruhe-BGA schließt episodische Hyperventilation oder intermittierende Elektrolytstörungen nicht aus.
Wenn aus einer Gefäßverkrampfung ein Gefäßverschluss entstehen kann
Elektrolytverschiebungen, insbesondere ein ausgeprägter Magnesiummangel, können die Regulation der Blutgefäße beeinträchtigen und Gefäßverkrampfungen, sogenannte Vasospasmen, begünstigen. Auch ein zu niedriger CO₂-Gehalt infolge übermäßiger Atmung kann zu einer Verengung kleiner Hirnarterien und einer verminderten Hirndurchblutung führen. Wird der Blutfluss durch eine ausgeprägte Gefäßverengung stark verlangsamt oder kommt er örtlich nahezu zum Stillstand, kann daraus ein weiteres Problem entstehen: Nach der sogenannten Virchow-Trias begünstigen eine verlangsamte Blutströmung, Veränderungen der Gefäßinnenwand und eine erhöhte Gerinnungsbereitschaft die Bildung von Blutgerinnseln. Aus einer zunächst funktionellen Durchblutungsstörung könnte sich somit unter ungünstigen Bedingungen eine tatsächliche Thrombose entwickeln.
Somit wäre ein Übergang von einer zunächst möglicherweise reversiblen Gefäßverkrampfung zu einem echten Gefäßverschluss mit Schlaganfall denkbar. In einer solchen Situation kann eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels (Thrombolyse) medizinisch erforderlich werden, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
Dieser mögliche Zusammenhang verdeutlicht, weshalb Elektrolytstörungen und Veränderungen des Säure-Basen-Haushalts ernst genommen werden sollten. Eine kapilläre Blutgasanalyse kann dabei wichtige Hinweise auf Veränderungen des CO₂-Gehalts und des pH-Wertes geben, auch wenn sich daraus ein Gefäßspasmus oder eine Thrombose nicht unmittelbar nachweisen lässt.
Treten solche Symptome auf, sollten Sie unverzüglich mit 112 den Notarzt verständigen!
Ergänzende wissenschaftliche Grundlage: Del Zoppo beschreibt in Virchow’s Triad: The Vascular Basis of Cerebral Injury (2008), wie sich bei einer zerebralen Minderdurchblutung verlangsamter Blutfluss, endotheliale Aktivierung und Mikrothrombenbildung gegenseitig verstärken können. Eine Übersichtsarbeit von Clarke et al. (2020) DOI: 10.1177/0271678X20921974 journals.sagepub.com/home/jcbfm beschreibt zudem das gemeinsame Auftreten von Vasospasmen und mikrovaskulären Thrombosen nach Subarachnoidalblutungen. Diese Befunde stützen den Mechanismus, beweisen ihn aber nicht speziell für elektrolytbedingte Vasospasmen.
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Muskelbrennen: Warum Lactat zu Unrecht beschuldigt wurde
Lange galt Milchsäure als Verursacher des Muskelbrennens beim Sport. Doch die Biochemie erzählt eine andere Geschichte: Lactat ist weniger ein Abfallprodukt als vielmehr ein wichtiger Helfer unseres Energiestoffwechsels.
Wenn unsere Muskeln intensiv arbeiten, benötigen sie große Mengen Energie. Dabei entstehen verschiedene Stoffwechselprodukte, darunter Wasserstoffionen (H⁺), Lactat und ATP. Gemeinsam können diese Stoffe bestimmte Nervenfasern reizen, die dem Gehirn Erschöpfung und schließlich ein brennendes Schmerzgefühl melden.
Das Überraschende: Lactat verursacht die Übersäuerung nicht, sondern kann ihr sogar entgegenwirken. Außerdem dient es unter anderem dem Herzmuskel, der Skelettmuskulatur und dem Gehirn als Energiequelle.
Was passiert biochemisch? Unsere Muskelzellen gewinnen aus Glukose zunächst über die sogenannte Glykolyse Energie. Dabei entsteht Pyruvat, das entweder in den Mitochondrien weiterverarbeitet oder durch das Enzym Lactatdehydrogenase in Lactat umgewandelt wird. Die entscheidende Reaktion lautet: Pyruvat + NADH + H⁺ ⇌ Lactat + NAD⁺
Dabei wird ein Wasserstoffion verbraucht und gleichzeitig NAD⁺ regeneriert, das für die weitere Energiegewinnung benötigt wird.
Die zunehmende Ansäuerung bei intensiver Muskelarbeit hängt dagegen wesentlich mit dem hohen ATP-Umsatz zusammen. Wenn ATP zur Muskelkontraktion gespalten wird, können Wasserstoffionen freigesetzt werden.
Diese wirken zusammen mit ATP und Lactat auf spezielle Rezeptoren der Muskel-Nervenfasern, insbesondere ASIC-, P2X- und TRPV1-Rezeptoren. Entscheidend ist also das Zusammenspiel der Stoffwechselprodukte und nicht Lactat allein.
Eine bildliche Geschichte: Die Muskelzelle als Kraftwerk Stellen Sie sich Ihre Muskelzelle als ein Kraftwerk vor. Bei geringer Belastung läuft alles ruhig. Die Mitochondrien stellen ausreichend Energie bereit und die Abtransportwege funktionieren. Bei einem Sprint wird plötzlich die maximale Leistung angefordert. Die Energiebatterien (ATP) werden in rascher Folge entladen. Dabei entstehen zunehmend Wasserstoffionen, die das chemische Gleichgewicht verändern. Jetzt kommt Lactat ins Spiel: Es ist nicht der Verursacher des Problems, sondern eher ein Transport- und Recyclinghelfer. Seine Bildung unterstützt die weitere Energieversorgung und verbraucht Wasserstoffionen. Gleichzeitig überwachen empfindliche Sensoren das Kraftwerk. Registrieren sie eine bestimmte Kombination aus Wasserstoffionen, ATP und Lactat, senden sie Warnsignale an das Gehirn. Das Muskelbrennen ist somit eher eine Warnmeldung des Nervensystems als eine direkte Verätzung durch Milchsäure.
Und der Muskelkater am nächsten Tag? Er hat damit wenig zu tun. Er entsteht vor allem im Zusammenhang mit mechanischer Muskelbelastung, nachfolgenden Gewebereaktionen und einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit der Nerven.
Fazit: Lactat ist kein nutzloser Stoffwechselabfall. Es ist Energieträger, Stoffwechselhelfer und zugleich Bestandteil eines komplexen Signalsystems, mit dem unsere Muskeln ihre Belastung an das Gehirn melden.
Was könnte man daraus therapeutisch ableiten? Der wohl überlegte unf kontrollierte Einsatz von Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat, am besten magensaftbeständig verkapselt, kann hier ödemreduzierende, schmerzlindernde und ggf. immunologische Wirkung mit M1-> M2-Switch bewirken und auch die Kapilardurchlässigkeit reduzieren. Intravenöse Gaben erfordern eine besonders langsame Tropfgeschwindgkeit. |
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| Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Dirk Wiechert Facharzt für Allgemeinmedizin |
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Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
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Praxis Ritterhude
Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt
Praxis Bremen
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