Gesundheitsnewsletter vom 8.6.2014

von | 8. Juni 2014

Gesundheitsnewsletter vom Pfingstsonntag 2014

Der heilige Geist kam in Feuerzungen vom Himmel herab und die Menschen verstanden. Ach wie schön wäre es, wenn ich so verständlich schreiben könnte, dass auch Sie mich alle verstehen würden.

Die Themen der Woche:


  • Die VNS-Analyse, die Untersuchung des vegetativen Nervensystems

  • Vitamin D, was gibt es neues ?

  • Krebs – Metastasen – was tun ?

  • Stimmung – Depression – Demenz – Delir – was essen wir ?


Die VNS-Analyse, die Untersuchung des vegetativen Nervensystems

VNSVegetatives Nervensystem. Diese Form des Nervensystems steuert uns im Hintergrund. Es ist nicht so einfach zu beeinflusssen wie das motorische Nervensystem, das unseren Gedanken unmittelbar gehorcht, wenn wir z.B. den Finger bewegen wollen. Aber es beeinflusst uns und auch wir können es beeinflussen und auch dieses autonome System kann erkranken. Es entscheidet über die Aktivität von Sympatikus und Parasympathikus oder noch einfacher über Anspannung und Entspannung. Dieses Thema ist allgegenwärtig und Bestandteil vieler Krankheitsbilder, wie Bluthochdruck, Schlafstörung, Erschöpfung, Burn out, Diabetes mellitus, Herzrhythmusstörungen, Infarktgeschehen, Depressionen, Schmerzsyndromen usw.. Die Analyse dieses Systems bietet die Möglichkeit einen Ist-Zustand zu erheben und aufzuzeigen, was durch Therapiemaßnahmen, wie z.B. Atemtraining, nahezu unmittelbar möglich ist, um die Situation zu verbessern. Nun lässt sich mit der Atmung nicht alles reparieren, andere Therapiemaßnahmen sind notwendig, aber die Analyse zeigt an, wie erfolgreich die Therapie ist. Dieses ist besonders wichtig, wenn der Patient sich gut fühlt, aufgrund sehr guter Zusammenarbeit seine anderen Parameter wie Blutdruck, Gewicht, Blutzucker, Schwermetallausleitung, Gefäßerweiterung etc. optimiert hat und nun nglaubt Bäume ausreißen zu dürfen. Leider gibt es ja immer wieder solche Fälle, wo der Patient zu Hause stolz erzählt, dass der Doktor seine Blutwerte haben möchte, um so gesund zu sein und trotzdem verstirbt der Patient zeitnah. So ein Patient würde bei dieser Analyse auffallen, weil der zeitliche Abstand seiner Herzschläge nahezu keine Variation mehr aufweist. Dieses Herz kann noch Schlag für Schlag in gleichem Tempo, aber whe es kommt ein Einfluß von innen oder aussen dazu, der eine Variation erfordert, dann dekompensiert das Herz. Einen solchen Risikopatienten habe ich gleich am ersten Tag heraussieben können. Für dieses eine Leben hat sich Anschaffung schon gelohnt. Für mich gehört diese Analyse jetzt zu jeder Vorsorge und eigentlich auch zu jedem chronischen Erkrankungsbild sowie zur Beurteilung von sinnvoller Trainingsbelastung. Die Kosten sind für beihilfeberichtigte und privat versicherte Patienten übrigens voll erstattungsfähig.


Vitamin D, was gibt es neues ?

Vitamin D ist eigentlich ein Hormon und es gibt wohl kaum eine Zelle, die keinen Vitamin-D-Rezeptor hat. Es stellt sich aber immer wieder die Frage, ob der niedrige Spiegel die Krankheit auslöst oder ob die Krankheit den Verbrauch erhöht. Nun gibt es wieder eine interessante Datenauswertung der Cochrane Collaboration. Es stellt sich die Frage nach der number needed to treat, also der Zahl der Patienten, die behandelt werden müssen, damit einer davon profitiert.. So konnte festgestellt werden, dass durch Ergänzung mit Vitamin D in der Menge von 1500 I.E./Tag die Gesamtmortalität um 6 Prozent sinkt und auf 150 Menschen, die diese Ergänzug nehmen, ein verfrühter Todesfall vermieden werden kann. Darüber  hinaus stehen Erkrankungen wie Myopathien, Diabetes mellitus, Osteomalazie und Osteoporose, Herzschwäche, Infektionsrisiko der Atemwege, Autoimmunerkrankungen und Tumore auf der Liste eines Vitamin-D-Mangels.Wenn man sich dann noch klar macht, dass die Grundsubstanz, Vitamin D, ein Abfallprodukt der Schafzucht ist und die Gesamtmenge des Vitamin D für die Versorgung der gesamten Bevölkerung der Bundesrepublik in einem Kanister Platz hat und nur 600,- € kostet, dann erkennt man welche wirtschaftliche  Kraft in diesem Vitamin/Hormon steckt.


Krebs – Metastasen – was tun ?

Immer wieder wird die Meinung vertreten, dass man bei einer Metastasierung schlechte Karten hat und nur noch palliativ behandelt werden kann. Ist ja auch nicht zu beanstanden. Meistens kommen dann Chemotherapie und großflächige Bestrahlungen zum Einsatz. Der Patient versteht bei dem Begriff "Therapie" dann oft, dass es noch besser werden kann und willigt dann in diese meist nebenwirkungsreiche Therapie ein. Palliativ heißt aber, dass der Patient mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit an dieser Erkrankung versterben wird. So ergibt sich ja im Wesentlichen die Frage nach einer nebenwirkungsarmen und somit die Lebensqualität verbessernden Therapie. In diesem Zusammenhang möchte ich auf das Gamma-Knife-Verfahren hinweisen, das es mittlerweile immer häufiger in Deutschland gibt und dass aus 1200 verschiedenen Richtungen Tumore in einer Größe von bis zu 15 ml Volumen in der Genauigkeit von 0,4 mm in Bezug auf Einzel- oder Doppelstrangschaden der Erbinformation einer Zelle meistens in einer Einmalsitzung zerstören kann, ohne dass ein Krankheitsgefühl auftrittt. Diese Therapie haben schon einige meiner Patienten erfahren und das Erfreuliche dabei ist, dass eingebettet in ein ganzheitliches Konzept, auch selbst bei Hirnmetastasen überraschend gute Krankheitsverläufe dabei zu beobachten sind. Unter ganzheitlichem Konzept verstehe ich das Aufsuchen von Therapieerfolgshindernissen und Ursachen, die zur Entartung geführt haben könnten. Selbstheilung erfolgt in der Regel nicht durch Zerstörung und Belastung, sondern durch Entgiftung, Ausgleich von Mängeln, synergistischen Therapien zur Immunmodulation, Entzündungshemmung und psychischen und spirituellen Regenerationen. Ich möchte hier auch noch einmal an das Maintrac-Verfahren erinnern, dass sich bei meinen Patienten bisher jeweils passend zur Therapiemaßnahme gezeigt hat.

Stimmung – Depression – Demenz – Delir – was essen wir ?

Bei depressiven Erkrankungen stimmt oft auch die Ernährung nicht. Vitalstoffe geraten daher schnell in en Defizit. Fehlfunktionen des Körpers, Dysbiosen, histaminhaltige Ernährung usw. tragen zu dem Symtomenkomplex bei. Oft fängt es unscheinbar mit Aufmerksamkeitsstörungen, veränderten Geschmacks- und Geruchswahrnehmungen, Hyperaktivitäten an.Je älter der Patient ist, umso wichtiger ist die Bezugspflege. Es darf also nicht einfach das Essen hingestellt werden, sondern es bedarf der Zuwendung, eine angenehmen Essumgebung in netter Gesellschaft und ein Speisenangebot, dass dem Geschmack, dem eingeschränkten Kauverhalten und den Defiziten angepasst ist. Solche individuellen Ernährungsoptimierungen können wahre Wunder bewirken. Ich helfe gerne bei der Beurteilung so einer Optimierung.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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