Gesundheitsnewsletter vom 5.7.2015

von | 5. Juli 2015

Gesundheitsnewsletter vom 05.07.2015

Die Themen:

  • Magnesiummangel – Symptome erkennen

  • Fibromyalgie-alle Laborwerte sind gut, aber….

  • Diabetes mellitus mit metabolischen Risikofaktoren? Dann müssen Sie sich mehr bewegen und Gewicht reduzieren! Das stimmt aber nicht für jeden Patienten!

  • Tinnitus, Hörstörungen, Schwindel

  • Endokrine Disruptoren

  • Glyphosat in der Muttermilch über den Grenzwerten von Trinkwasser

  • Leichtes Schwangerschaftserbrechen und Übelkeit

  • Anstrengungsasthma oder Urticaria bei Anstrengung, aber eben nicht immer, warum ?

  • Neue Form der Brustkrebsfrüherkennung

  • Rosazea wird auch durch die Dermodex-Milbe getriggert. Seit Juni 2015 gibt es dafür ein neue Medikament.


Magnesiummangel – Symptome erkennen

Die Symptome des Magnesiummangels treten bereits auf, bevor die Speicher in den Knochen erschöpft sind. Der reine Serumwert kann daher noch in der Norm sein, in Situationen des erhöhten Bedarfs wird aber nicht genügend nachgeführt. Es gibt daher neben dem laborchemischen Ansatz auch einen symptombezogenen Magnesiummangeltest. Hier noch ein kleiner Film zu dem Zusammenspiel von Magnesium und Insulin. Unbekannt ist Vielen die Wirkung des Magnesiums bei Allergien und Asthma.
Eine Auflistung von Vortragsabstracts zu den verschiedenen Indiaktionen für Magnesium. Interessant ist, dass es bereits innerhalb einer Woche zu einer Verarmung an Magnesium kommen kann. Hierbei tritt dann auch der HCO3-Puffer in den Vordergrund. Das ist ein mindestens genauso wichtiges Thema. Leider habe ich dazu im Netz keinen guten Aufklärungslink gefunden.


Fibromyalgie-alle Laborwerte sind gut, aber….

Die Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg hat schon 2013 veröffentlicht, dass in Stanzbiopsien sogenannte "small fibre neuropathy" in den Endigungen der in der Haut endenden Nervenfasern mikroskopisch nachzuweisen waren. Sie zeigten aber auch, das nicht invasive Meßverfahren, wie die quantitative sensorische Testung (QST) und die Ableitung Schmerz-assoziierter evozierter Potenziale (PREP) auffällig sind. Somit bestätigen alle drei Meßverfahren die Schädigung der kleinen Nervenfasern. In der Biospsie war die Anzahl der kleinen Nervenfaser reduziert, die Antworten auf die Schmerzreize in den PREP-Ableitungen der Betroffenen waren deutlich schwächer und die Reaktion auf  Temperaturreize war in der QST weniger empfindlich. Fibromyalgiepatienten haben oft depressive Stimmungen. Rein depressive Patienten ohne Schmerzen weisen  diese Nervenveränderungen aber nicht auf. Somit kann man diese beiden Gruppen gut unterscheiden und es liegt nahe, dass die depressive Stimmung Folge der Schmerzen und nicht Ursache selbiger ist. Bisher kam noch kein Patient mit solchen Meßergebnisse in meine Praxis. Sind die Meßgeräte der Neurologen nicht sensibel genug, wird diese Messung nicht durchgeführt oder liegt es an der Interpretation? Die Therapie kann nur individuell und multimodal ausgerichtet sein, eine erfolgreiche Standardtherapie ist nicht bekannt. Da hier ein chronischer entzündlicher degenerativer Prozess aktiv zu sein scheint, der aber auf Cortison oder NSAR nicht reagiert, kommen alle ursächlichen Therapieansätze mit der Optimierung der antioxidativen Systeme in die engere Wahl. Das sind im Grunde genommen alle Parameter, die auch mit der Mitochondrienregeneration in Verbindung stehen.


Diabetes mellitus mit metabolischen Risikofaktoren? Dann müssen Sie sich mehr bewegen und Gewicht reduzieren! Das stimmt aber nicht für jeden Patienten!

Die Anzahl dieser Non-Responder bei der Sporttherapie liegt zwischen 10 und 40%. Hier tritt die Erwartung, das die Insulinresistenzminderung, die Senkung des Blutzuckers und die Verringerung des viszeralen Fettes durch Sport erreicht wird, nicht ein. Bisher hat man diese Non-Responder nicht ausreichend beachtet oder Ihnen unterstellt, dass Sie die Empfehlungen nicht umgesetzt hätten. Nun hat die Studie (Sekundäranalyse der PREPARE-Studie 2011) ergeben, dass etwa 10 % der Teilnehmer durch das Sportprogramm schlechtere Werte als vor der Studie hatten. Man vermutete als Ursache eine geringe Insulinsekretion, aber auch genetische Faktoren wie mitochondriale Dysfunktionen auf muskulärer Ebene, die die Wirkung des Insulins vermindern. Das ein Diabetes mellitus  und eine Insulinresistenz mitochondriale Dysfunktionen sind, ist ja schon länger bekannt. Ja, die pharmazeutische Zeitung schreibt dazu sogar bereits: "Vergessen Sie alles, was Sie in der Schule gelernt haben ! 
Diese mitochondrialen Dysfunktionen verstärken sich unter einer silent inflammation, wie sie bei Übergewicht und Diabetes mellitus mit erhöhten Insulin- und Blutzuckerwerten und nachfolgend erhöhten AGE's (advanced glycation endproducts) mit der Wirkung freier Radikale gegeben sind. AGE's erhöhen die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und erhöhten dadurch den Verbrauch der Antioxidantien. AGE's lagern sich in den Blutgefßen ab und führen zur Artheriosklerose, an den Nervenzellen udn führen zur Neuropathie , aber auch in der Haut und dort sind sie mit Hilfe der SAF (Skin Autofluorescens) sichtbar zu machen und erlauben Aussagen über den Blutgefäßstatus. Was die Uni Frankfurt hier in Bezug auf die Mitochondrienfunktion für den natürlichen Zelltod, die Apoptose, schreibt, bestätigt die theoretische Grundlage der Cellsymbiosistherapie!


Tinnitus, Hörstörungen, Schwindel

Das ist ein weites Thema, das bei schon bestehender Chronizität nur geringe Erholungskapazität aufweist. Beim Einsatz von Antibiotika oder Chemotherapeutika denkt man die Zusammenhänge zu Medikamenten, bei Schmerzmedikamenten wie Acetysalicylsäure hat man in höheren Dosierungen auch schon davon gehört auch Entwässerungstabletten und Blutdruckabsenkungen können Schwindel und Funktionsstörungen des Gehirn verursachen, aber wer denkt an die alltäglichen Substanzen wie chininhaltige Spirituosen, Kaffee, Tabak, Alkohol, andere Drogen oder an Gefahrstoffe wie Blei, Quecksilber und deren Verbindungen, Lösunsgmittel wie Toluol, p-Xylol, Styrol, Ethylbenzol, Kohlendisulfit, Kohlenmonoxid? Wo kommt man denn damit in Kontakt ? Gerade bei den Schwefel- und Schwermetallverbindungen sollte man an den Straßenverkehr und die Kohleverstromung und Müllverbrennung denken. Deren Folgen gehen auch noch viel weiter, man spricht auch von Lungenerkrankungen bis hin zu Krebs und Herzkreislauferkrankungen, da sind Schwindel und Hörstörungen ja allenfalls unspezifische Hinweise. Somit zeigt sich in diesem Artikel des Deutschen Ärzteblattes, dass es eben nicht die akute Vergiftung ist, die uns in Deutschland umbringt, darauf wird ganz gut geachtet, sondern die chronische Akkumulation der Substanzen in unserem Körper. Lösungsmittel bekommen wir kaum heraus, dieses ginge vielleicht mit der Apherese, Vitamin B12 soll deren Nebenwirkungen abmildern, die Schwermetalle können aber mit der Chelattherapie entfernt werden. Somit kann der Akkumulation eine Ausleitung entgegengesetzt werden.


Endokrine Disruptoren

Endokrine Disruptoren werden vom Umweltbundesamt definiert. Die Wirkung dieser Unterbrecher läuft in verschiedenen Schweregraden. Die Auswirkungen beginnen bereits in der Gebärmutter und prägen für das ganze Leben in Bezug auf Fruchtbarkeit, Adipositas, Diabetes, Krebsveranlagungen, Hirnentwicklungsstörungen etc.. Das Fruchtwasser besteht aus einem Cocktail endokriner Dirsruptoren. Die Kinder von besonders mit Phtalaten belasteten Müttern hatten im siebten Lebensjahr bei einem Vergleich mit Kindern von weniger belasteten Müttern einen um sieben Punkte niedrigere IQ, wie eine Studie aus Lübeck belegte. Quelle solcher Disruptoren sind Zahnpasta und Haushaltschemikalien, die in die Schilddrüsenhormonachse eingreifen.  Diese Wirkungen finden sich aber auch in der Tierwelt wieder. Somit werden die Substanzen in unseren Kläranlagen nicht ausreichend abgebaut und finden sich auch in der Nahrungskette wieder.


Glyphosat in der Muttermilch über den Grenzwerten von Trinkwasser

Glyphosat ist schon länger in der Diskussion und wird seit 1974 in der Landwirtschaft ausgebracht. Das es zu Veränderungen der Darmflora führt und deshalb schon ganze Viehbestände, auch in Verden, in der Nähe von Bremen, durch glyphosathaltiges Futter an einer Veränderung der Darmflora mit Vermehrung der Clostridien verstorben sind, ist bekannt. Muttermilch ist für die Neugeborenen bis zu gut einem halben Jahr gedacht. Die Entgiftungssysteme dieser kleinen Lebewesen sind nicht mit denen eines Erwachsenen vergleichbar. Ein Gift ist also in niedrigerer Dosis wirksam. Es wird nicht nur ein Gift sein, wie Sie wissen, wenn Sie den vorherigen Artikel gelesen haben; die Wirkung wird sich also potenzieren. Die Grünen haben im Hinblick auf die Ende 2015 anstehende Verlängerung der Zulassung dieses Mittels nun eine Messung auf Glyphosat in Muttermilch an 16 Frauen (jedes Bundesland eine Frau ?) durchgeführt und die Messwerte lagen zwischen 0,21 und 0,43ng/ml. Im Trinkwasser sind nur 0,1ng/ml zulässig. Ein politischer Wert, denn auch die 0,1 ng/ml sind nicht gesund. Seit März 2015 steht Glyphopsat gemäß der Krebsforschungsagentur IARC der WHO unter dem Label "wahrscheinlich krebserregend". Diese Pestizide bereichern unseren Cocktail an endokrinen Disruptoren. Daher nutze ich einen Umkehrosmosefilter für mein Trink- und Kochwasser. Die Pestizide, die wir heute im Grundwasser finden und durch Verdünnung für das Trinkwasser in die rechtliche Norm bringen, sind die Gifte, die vor 40 Jahren ausgebracht wurden. Das dicke Ende kommt erst noch, selbst wenn wir nichts mehr ausbrächten. N3 hat dazu berichtet. Das die für unsere Erkrankungen ebenfalls mit verantwortlich sind, wir aber nicht anhand von Nachweisen dieser Gifte bei Erkrankungen überprüft. Die rechtlichn Grenzwerte kenn ja auch nur schwarz und weiß, also vergiftet oder nicht vergiftet. Die Bedeutung der Belastung wird ausgeblendet. Das letzte Quentchen einer immer schlechter werdenden Zellfunktion kann aber durch so eine niedrige Dosis zwischen subklinisch und Klinisch entscheidend sein. Das Krankheitsbild ist dann unspezifisch.


Leichtes Schwangerschaftserbrechen und Übelkeit

Immer wieder kann es zu einer Übelkeit kommen. Diese kann durchaus ein Hinweis auf einen Vitamin-B-6-Mangel sein, denn dieser behebt das Symptom oftmals schon in der Dosis von 10 mg. Angesichts der obigen Schreckensnachrichten, will man wahrscheinlich gar nicht schwanger werden, aber dann sterben wir aus. Meine Empfehlung ist also, dass man sich mit dem Thema vertraut macht und die Risiken minimiert und das bereits bevor man schwanger ist. Wer also eine Schwangerschaft plant, kann sich selbt vorher entgiften und hinsichtlich der Vitalstoffversorgung optimimal versorgen, vielleiiht noch die Darmflora symbiotisch stabilisieren, mehr geht nicht.


Anstrengungsasthma oder Urticaria bei Anstrengung, aber eben nicht immer, warum ?

Für solche Symptome hat man Gluten und kreuzreagierende Prolamine(Gliadin) und Glutenin entdeckt. Mitunter kommt noch eine Allergie auf alpha-Galaktose aus bestimmten Fleichssorten hinzu. Manchmal ist es aber ganz perfide und die Antigene befinden sich dan in der Gelatine von Gummibärchen oder andere Gelatineprodukten. Der Auslöser für die Allergie könnte ein Zeckenstich gewesen sein. Mitunter sind aber zusätzliche Auslöser für die allergische Reaktion notwendig. Dafür kommen Anstrengung, NSAR und Alkohol in Frage.


Neue Form der Brustkrebsfrüherkennung

Die BKK VBU ist die erste gesetzliche Krankenkasse, die die Krebsvorsorge per Tastbefund durch besonders begabte blinde oder stark sehbehinderte Frauen bezahlt. Die Untersuchung dauert etwa 30 bis 60 Minuten und kostet 46,50 €. An 20 Standorten in Deutschland sind solche Frauen tätig. Es handelt sich um Discovering-Hands-Zentren. Der kleinste ertastete Tumor war 4 mm groß. Wegen des besseren Zeitfensters war die Erfolgsrate dieser Frauenn deutlich besser als die, der Ärzte. Unklare Befunde werden per Ultraschall kontrolliert. Die Untersuchung ist für alle Frauen ab dem vollendeten 30. Lebensjahr offen.


Rosazea wird auch durch die Dermodex-Milbe getriggert. Seit Juni 2015 gibt es dafür ein neue Medikament.

Die Dermodex-Milbe ist schon länger bekannt und für die verschiedendsten seborrhoischen Areale im Gesicht ein bekannter Bewohner der Gesichtsdermatosen. Neu ist nun, dass Ivermectin 10mg/g Creme für die Rosazea zugelassen ist und dass hier besonders die Dermodex-Milbe vernichtet wird. Das Mittel ist ein Makrolidantibiotikum, welches die Pharmazeutische Zeitung als Insektizid bezeichnet, das antientzündlich und antiparasität wirkt. Dabei werden TNFa und IL1b vermindert und IL 10 erhöht. So eine Wirkung kenne ich von der Oxyvenierungs– und Sanakintherapie. Vielleicht sollte man das kombinieren


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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