Gesundheitsnewsletter vom 4.10.2015

von | 4. Oktober 2015

Gesundheitsnewsletter vom 04.10.2015

Gestern habe ich das Forum der Me2vieTherapie besucht. Interessante Falldarstellungen haben die Vielfältigkeit der positiven Anwendung gezeigt.  Die spektakulären Einzelerfolge, die keineswegs immer reprodzuzierbar sidn, wie die Referenten aus ihrem sonstigen Patientenclientel auch ehrlich erklärten, müssen darauf zurück zu führen sein, das die Therapie den Zellen quasi zu einem Reset verhilft. So, wie ein PC sich aufhängen kann, scheint mitunter auch ein Heilungsprozess blockiert zu sein. Vom Herzen her kennen wir das beim Einsatz des Adenosin mit einem kurzen Herzstillstand und einem korrekten Neustart des Herzens nach wenigen Sekunden. Daher sollte jeder, der trotz korrekter Therapie, in einer Heilungsblockade steckt, einen solchen synergistischen Therapieversuch wagen. Der Nachweis der vermehrten Giftmobilisation der Apharese mit Me2vietherapie zeigt die Steigerung in einer Verdopplung bis Verdreifachung gegenüber der Apharese ohne diese Stromdurchflutung. Ich plane dieses in meiner Praxis bei der Chelattherapie zu überprüfen. Ein Beitrag zu drei Radsportlern, die ihre, von der Dopingkommission freigegebenen, Infusionen unter einer einmaligen Me2vietherapie erhielten, belegte eine Langzeitwirkung von ein bis vier Wochen. Die Stabilität zeigte sich laborchemisch auch darin, dass der, im Wettkampf sonst übliche, Abfall der roten Blutkörperchen und des Hämatokrits und des Eisens, ausblieb. Die abrufbare Leistung in Watt übertraf die sonst vorher erzielbaren Leistungen deutlich.
Eine Pilotstudie zu der Wirkung der Me2vieSystemtherapie als Monotherapie auf die Mitochondrien zeigte, dass die Therapie nicht dreimal/Woche erfolgen muss, sondern das die besten Ergebnisse bei 1-2 Anwendungen/Woche zu erzielen sind.
Interessant war ein Beitrag zu vermehrter Flatulenz bei Kohlehydratverzehr. Hier ist von einer retrograden Fehlbesiedlung des Dünndarms auszugehen. Abhängig vom Zeitfenster der Beschwerden nach Nahrungsaufnahme, kann man Rückschlüsse auf das Dünndarmsegment ziehen. Schulmedizinisch würde man dann mit einem Antibiotikum starten und dann naturheilkundlich darmsymbiontisch fortfahren. Der Einsatz bestimmte Aminosäuren kann die Regeneration verbessern. Lange Pausen zwischen den Mahlzeiten, gekoppelt mit guten Trinkmengen, am besten Wasser, sind bei der Regeneration der Dünndarmsegmente hilfreich. Als Messmethode bietet sich eine Reizmahlzeit und der Nachweis von Methangas und Wasserstoff oder demnächst auch Schwefelwasserstoff, in der Ausatemluft an. Die Kassen übernehmen die Kosten dieser Messung bisher noch nicht. Das Me2vie-Reizdarmprogramm ist hier eine gute unterstützende Komponente.

Die Themen:

  • Oberflächenkarzinome der Brust – Übertherapie? Megastudie wirft diese Frage auf!

  • Krebspatienten brauchen nach der Chemo-/Strahlentherapie Schutz vor Langzeitfolgen

  • Siderose – Eisenüberladung bei Thallassämie und regelmäßigen Eiseninfusionen

  • Der Senior stürzt – Reflexe, Gangsicherheit, Muskelkraft, Knochenfestigkeit – werden auf die Probe gestellt – wie ist der Vitamin-D-Spiegel?

  • Der kreisrunde Haarausfall ist oft mit einem Zinkmangel verbunden.

  • Gelbwurz, das Curcumin, verbessert die Therapie der Schuppenflechte.

  • Die Retinitis pigmentosa, aber auch die altersbedingte Makuladegeneration, können zur Erblindung führen

  • Mikrobiotika bezeichnet die in Symbiose lebenden Keime, Mikrobiom die Gesamtheit aller Gene


Oberflächenkarzinome der Brust – Übertherapie? Megastudie wirft diese Frage auf!

Die Medical Tribune, 50. Jahrgang, Nr.39 vom 25.09.2015 schreibt auf Seite 27, dass das ductale Mamma-CA in situ (DCIS) gar nicht so gefährlich ist. So starben innerhalb von 20 Jahren von den beobachteten 100.000 brustkrebskranken Frauen nur 3,3 % am Brustkrebs; das entspricht der normalen Todesfallrate dieser Altersgruppe. Warum dann 97.000 Frauen die aggressive Therapie zumuten, die selbst ja auch zu Krebs führen kann und auch langfristige unangenehme Nebenwirkungen nach sich ziehen kann? Die Kosten für die Therapie sind nicht unerheblich, hinzu kommen die Kosten für die erzeugten Nebenwirkungen, das sollten sich die Mathematiker der Krankenkassen im Hinblick auf den Nutzen einer Individualtherapie doch einmal durchrechnen. 20 Jahre belegen erneut, das Krebs keine Notfall- sondern eine chronische Erkrankung ist und auch wie lange es dauert, bis eine einmal festgelegte Leitlinie eventuell wieder überdacht wird. Man sollte darüber hinaus aber nicht vergessen, dass es dennoch falsch ist, einer Leitlinie zu folgen, wenn man durch den Besuch von Kongressen oder dem Studium der Fachliteratur hätte wissen können/müssen, dass die Leitlinie nicht mehr zeitgemäß ist. Das ist übrigens auch ein interessantes Argument, wenn der Sacharbeiter der Versicherung mal wieder mit seinem Textbaustein auftrumpfen will. In situ bedeutet, dass die Basalmembran noch nicht durchbrochen ist und man davon ausgeht, dass der Tumor noch nicht gestreut hat. Die Biophysik in der Tumorforschung untersucht dieses und es sollte ein Fragezeichen bleiben, ob die intakte Basalmembran denn wirklich eine unüberwindliche Schranke ist. In 20-25% aller Brustkrebsfälle haben so ein ductalse Mamma-CA in situ und davon entwickeln ca. 20% eine aggressive Form. Hinweise dafür sind tastbare Knoten, Sekretion aus der Brustdrüse, hormonrezeptornegative oder HER-2-positive Tumore. In dieser Fälle wird weiterhin zur aggressiven Form geraten, ich rate zur Analyse des Microenvirements und der Suche nach den Ursachen des Krebses und der Beseitigung von Therapieerfolgshindernissen, die die Selbstheilung verhindern sowie zur Analyse der Tumorbiologie und des Charakters der zirkulierenden Tumorzellen im Hinblick auf deren Chemo- oder Strahlensensibilität oder auch -resistenz. Diese Untersuchung ist deshalb sinnvoll, weil in 5,9 -6,2% der Fälle in der gleichen oder auch der anderen Brust eine erneute Krebsgefahr auftritt. Lesen Sie doch auch noch einmal zum Thema Microenvironment, Jod, Schwermetalltoxizität für Krebsentstehung, Schwermetallausleitung, Mitochondrienfunktion.
Steven A. Narod et al., JAMA Oncol 2015; online first
Laura Essermann and Christina Yau, JAMA Oncol 2015; online first
 


Krebspatienten brauchen nach der Chemo-/Strahlentherapie Schutz vor Langzeitfolgen

Die Medical Tribune, 50. Jahrgang, Nr.39 vom 25.09.2015 schreibt auf Seite 21, dass Unfruchtbarkeit, Nervenschäden und Herzerkrankungen zu den größten Herausforderungen gehören, insbesondere, wenn Chemo- und Strahlentherapie kombiniert werden. Das Herz leidet besonders unter Doxorubicin, oder Epirubicin, also den anthrazyklinhaltigen Chemotherapeutika, aber auch dem gegen HER-2 gerichteten Antikörper Trastazumab, das gilt auch für Lapatinib. Als Verlaufsparameter der Herzfunktion gelten Troponin und das Herzecho, ich schaue mir auch gerne CKnac, CKMB und HBDH an. Die Herzschwäche dokumentiert das NtproBNP. Die vielfältigen Nervenschäden sind im Zusammenhang mit Platinderivaten, Taxanen, Bortezomib, Thalidomid und Vincristin zu sehen. Als Therapie versteckt man sich hinter nicht ausreichender Datenlage, die die Versicherung dann zur Leistungsverweigerung bewegen kann, man greift aber zu Acetyl-Carnitin, Amifostin, Magnesium, Calcium, Amitryptilin, Nimodipin, Glutathion, Tretinoin, Vitamin E, Carbamazepin, Duloxetin, NA-Cystein, Omega-3-Fettsäuren, Glutamat und ich denke auch noch an a-Liponsäure, Benfothiamin, Vitamin-B-Komplex, D-Galaktose, intravenöse Sauerstofftherapie, Ausgleich von Mangelelektrolyten, Mikrostromtherapie, Cholincitrat, Ausleitung der Gifte. Die Diagnostik der Leberentgiftung in den Phase 1-3 eröffnet gegbenenfalls weitere therapeutische Konsequenzen.Wenn man während der Therapie die Eierstöcke durch GnRH-Antagonisten ruhig stellt, reduziert sich die Schädigung um 57 %, bei Männer friert man Spermaproben für spätere Verwendungen ein.
Anthrazykline wirken bei hohen Eisenwerten besonders herzschädigend. Hier sollte man das Eisen also chelieren oder bei einer Eisenmangelanämie auf keinen Fall ergänzen, auch Bluttransfusionen sind mit Vorsicht zu betrachten.


Siderose – Eisenüberladung bei Thallassämie und regelmäßigen Eiseninfusionen

Wenn die Speicherkapazität der Zellen für Eisen überschritten wird, bilden sich toxische Stoffwechselprodukte. Die schädigen dann die Organe, vor allem Herz, Leber, Hypophyse, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Hoden und Eierstöcke, Nebenschilddrüse. Am besten kann man die Eisenbeladung in der Leber ermitteln, dafür gibt es den sogenannten Leberscan.  Für das Herz gibt es ein spezielles MRT-Verfahren. Die Therapie zur Ausleitung der Eisenüberladung ist die Chelattherapie.


Der Senior stürzt – Reflexe, Gangsicherheit, Muskelkraft, Knochenfestigkeit – werden auf die Probe gestellt – wie ist der Vitamin-D-Spiegel?

Immer wieder kommen sonnengebräunte Patienten zu mir in die Sprechstunde und sind erstaunt, wie niedrig ihr 25-OH-D3-Spiegel ist. Sie haben doch gelesen, dass das Sonnenlicht das fettlösliche Vitamin aufbaut und somit einen Speicher füllt. Der Speicher hält für 16 – 24 Stunden, dann hat die Leber es vereinnahmt und wir finden es im Blut nicht mehr in der erwarteten Höhe. Fast jede Zelle hat einen Vitamin-D-Rezeptor und auch der findet nicht so viel Vitamin-D, wie erwünscht. Die Bräunung ist auch ein Filter, der die Effektivität des Sonnenlichtes bremst. Jetzt, ab Oktober bis zum April, hilft das Sonnenbad aufgrund des Einstrahlungswinkels, dem UV-Index, auch gar nicht mehr. Es sollte daher sommers wie winters eine tägliche labordokumentierte Vitamin-D-Ergänzung stattfinden. Ein optimaler Spiegel liegt bei 50 ng/ml. Er senkt deutlich die Sturzhäufigkeit und zwar um 14 bis 34%. Was Vitamin-D sonst so kann! Der nächste Vortrag für Ärzte und Heilpraktiker zu diesem Thema findet am 04.11.2015 17:00 bis 19:00 Uhr statt. Hier geht es zur Anmeldung.


Der kreisrunde Haarausfall ist oft mit einem Zinkmangel verbunden.

Gesunde Mensche haben normale Zinkspiegel, Patienten mit frischem kreisrunden Haarausfall haben signifikant niedrigere Werte und bei länger bestehendem, therapieresistentem kreisrundem Haarausfall ist der Zinkmangel noch deutlicher ausgeprägt. Was man sonst noch so untersuchen sollte!


Gelbwurz, das Curcumin, verbessert die Therapie der Schuppenflechte.

Studien haben gezeigt, dass Curcumin nicht nur vor Diabetes und Krebs schützt, sondern dass es auch bei der Psoriais vulgaris den PASI-Score und den Interleukin-22-Spiegel senkt. (PASI-SCORE) Die bei einer zur normalen Therapie ergänzende Gabe von Curcumin, genommen wurden 2 g eines Curcumin-Lecithin-Komplexes, erreichten  bei 12 % der Teilnehmer die komplette Abheilung innerhalb der 12-wöchigen Einnahme, die auch in der Woche 16 noch anhielt. Was Curcumin so kann!


Die Retinitis pigmentosa, aber auch die altersbedingte Makuladegeneration, können zur Erblindung führen

Dieses gilt es zu vermeiden, dazu habe ich schon mehrfach geschrieben. Wenn es aber nun zur Erblindung gekommen ist, bietet sich eine epiretinale Prothese als bionisches Auge an. Man sieht damit aber auch nur Umrisse und Schatten. Wie funktioniert dieses bionische Auge?


Mikrobiotika bezeichnet die in Symbiose lebenden Keime, Mikrobiom die Gesamtheit aller Gene

Den Darmmikrobiotika kommt eine große Bedeutung bei der Nahrungsaufschlüsselung und der Entwicklung des Immunsystems zu. So stehen Erkrankungen wie Adipositas, Fettleber, Diabetes, entzündliche Darmerkrankungen, Verhaltensstörungen, Allergien, Multiple Sklerose, Arthritis und Atheriosklerose im Zusammenhang mit Veränderungen der Mikrobiotika. Daher sollte man bei diesen Erkrankungen einen Versuch einer Symbioselenkung mit Mikrobiotika unternehmen, wie Prof. Dr. Dingermann empfiehlt. Dazu gehört natürlich auch eine Analyse der Ausgangssituation. Dieses Diagnostik-Therapiekonzept ist seit Jahren fester Bestandteil in meiner Praxis.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


Praxis Ritterhude:

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt
Praxis Bremen:

Juiststr. 12 • 28217 Bremen • Tel. 0421 – 395015 • Anfahrt

Verwandte Themen