Gesundheitsnewsletter vom 4.1.2020

von | 4. Januar 2020

2020 hat begonnen und der Gesundheitsnewsletter ist wieder da. Ich wünsche uns ein gesundes, erfolgreiches und friedliches 2020 mit vielen neuen wertvollen medizinischen Informationen.


Mit dem heutigen Video geht in der Serie der gesunden Verdauung weiter. Wegen der Komplexität der Pilzbelastung haben wir das Thema auf zwei Videos verteilt. Heute geht es um grundsätzliche Informationen, nächste Woche erfahren Sie mehr über die Kontrollparameter.


Die Themen:

  • Das Ötzi Borreliose hatte, wurde in dem nicht-humanen DNA-Pool gefunden

  • Farbe nehmen wir durch Lichtreflektion war, das nutzt man nun für die Schokoladenfärbung ohne Farbzusätze.

  • Ketamin ist ein Schmerzmittel, es wirkt aber auch sehr gut bei Depressionen. Jetzt ist es als Nasenspray auf dem Markt.

  • Es wurde eine Methode zur magnetischen Reinigung des Wassers von Glyphosat entwickelt.

  • Technisch ist es möglich jede einzelne Krebszelle bildgebend zu erfassen

  • Helicobacter pylori ist zunehmend resistenter gegen Antibiosen. Es gibt neue Erkenntnisse mit der zukünftigen Chance auf eine Lösung und bekanntes Wissen mit der Möglichkeit zur Anwendung.


Das Ötzi Borreliose hatte, wurde in dem nicht-humanen DNA-Pool gefunden

 Die Diagnostik der Borreliose ist bekannterweise eine Herausforderung. So unterscheiden sich in dieser Studie die in-vitro Antigene deutlich von denen, die in vivo exprimiert werden. Es bestehen keine Testverfahren für Biomarker, einmal abgesehen von der PCR, weshalb man sich bis dato diagnostisch auf körpereigene Immunantworten stützt. Die Serokonversion, also die Bildung von Antikörpern, kann aber unterbleiben, wenn es zu einer frühen Antibiotikatherapie kommt. Die Studie zeigt aber auch die individuellen Unterschiede trotz nachweislicher Infektion mit B. burgdorferi. Das Besondere dieser Studie ist, das man einen Multiplattformansatz zur Grundlage der verschiedenen Biomarker verschiedener Borrelienarten nimmt, die sich dann im Urin als auch im Blut analysieren lassen. Es werden verschiedene und überlappende Testverfahren für direkte und indirekte Nachweise zum Einsatz gebracht. https://doi.org/10.3389/fcimb.2019.00179


Farbe nehmen wir durch Lichtreflektion war, das nutzt man nun für die Schokoladenfärbung ohne Farbzusätze.

Wenn man in die Oberfläche der Schokolade eine Struktur prägt, kann man damit alle Regenbogenfarben im reflektierten Licht sehen. So kommen wir endlich wieder zu natürlicher Ernährung zurück.


Ketamin ist ein Schmerzmittel, es wirkt aber auch sehr gut bei Depressionen. Jetzt ist es als Nasenspray auf dem Markt.

Zu der Wirkung von Ketamin habe ich schon 2013 geschrieben. Nun ist so eine Infusion nicht mehr notwendig, sondern es kann als Nasenspray als Esketamin angewendet werden. Die Zulassung ist allerdings bisher auf Therapieversager begrenzt. Ketamin besetzt den NMDA-Rezeptor wodurch es zu einer vermehrten Glutamatausschüttung kommt. Glutamat stimuliert den AMPA-Rezeptor. Dieser Stimulus bewirkt erhöhte Neurotrophin-induzierte Signalweiterleitung, die die Regeneration der Synpsenverbindung und Kommunikation der Hirnregionen fördert. Das verbessert die Stimmungs- und Emotionsregulation.


Es wurde eine Methode zur magnetischen Reinigung des Wassers von Glyphosat entwickelt.

Eisenoxidpartikel binden an Glyphosat und lassen sich dann magnetisch aus dem Wasser herausfischen und wiederverwenden. Genial einfach! https://doi.org/10.1038/s41893-019-0452-6
Eine Alternative zu Glyphosat wird in einem Desoxy-Zucker „7-desoxy-Sedoheptulose (7dSh)“ gesehen, der von Cyanobakterien produziert wird. Der greift in den Shikimatweg ein, der von Pflanzen und Mikroorganismen für die Bildung der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan benötigt wird. Dieser Weg beginnt mit der Kondensierung von Erythrose-4-Phosphat, wo bisher das Glyphosat ansetzt. https://doi.org/10.1038/s41467-019-08476-8

Es bleibt aber zu befürchten, dass auch diese Substanz zu Veränderungen unseres Mikrobioms führt.
Siehe auch einen Artikel aus 2013 zu diesem Thema!


Technisch ist es möglich, jede einzelne Krebszelle bildgebend zu erfassen.

Mit der Tissue-Clearing-Methode wurde der Körper einer Maus transparent, also durchsichtig, gemacht. Laser-Scanning-Mikroskope können in diesem transparenten Körper jede einzelne Krebszelle ausfindig machen. Mit Bioluminiszenz leuchten die Zellen sogar. Mit einem Deep-Learnin-Algorithmus kann diese Arbeit automatisiert werden. Somit geht es 300-mal schneller, als wenn ein Mensch diese Arbeit vollbringen muss. Die Methode erlaubt es nun diee Wirksamkeit von Krebstherapien zu überprüfen. Beispielhaft wurde der Antikörper 6A10, der nachweislich das Wachstum von Tumorzellen bremst, bezüglich seiner Wikung überprüft. Leider konnten sich 23% der Krebszellen seiner Wirkung entziehen.  (man kann hier Bilder und Videos sehen) Man würde also eine Verkleinerung der Tumormasse sehen und voller Hoffnung sein, dabei selektiert man nur die anpassungsfähigen Tumorzellen. Heute liegt die Erfolgsrate klinischer Studien der Krebsheilkunde bei nur 5 %. Das soll sich mit dieser Methode verbessern.
DOI:https://doi.org/10.1016/j.cell.2019.11.013


Helicobacter pylori ist zunehmend resistenter gegen Antibiosen. Es gibt neue Erkenntnisse mit der zukünftigen Chance auf eine Lösung und bekanntes Wissen mit der Möglichkeit zur Anwendung.

Der Helicobacter pylori löst eine chronische Entzündung und erhöht das Risiko für MALT, Adenocarcinome und Magengeschwüre. Er aktiviert das Typ-IV-Sekretionssystem um seinen Giftstoff, das CagA, in der Magenzelle platzieren zu können. Dafür benutzt er das Protein CagL. Dieses aktiviert der TLR5 (Toll-like-Receptor 5). der eine chronische Entzündung initiiert. CagL ist flagellinunabhängig und kann aber über das D1-Rezeptormotiv der Flagellaten deren Komunikation nachahmen. Über diesen Weg kann der Helicobacter das Immunsystem aktivieren und auch inaktivieren, also zu seinen Gunsten modulieren und sich damit im entscheidenden Moment verstecken, während konkurrierende Mikroorganismen vom Immunsystem beseitigt werden. Diese neuen Angriffspunkte CagL, TLR5 und CagA erlauben die Entwicklung neuer Wirkstoffe. Das wird aber noch dauern.
https://doi.org/10.1038/s41467-019-13506-6
Was machen wir bis dahin?
Zunächst einmal ist bekannt, dass das Vitamin C die Urease des Magenkeims hemmt. DOI: 10.1055/s-0034-1368179
Wer also davon betroffen ist, sollte zumindest in seinen Wachzeiten einen kontinuierlichen Vitamin-C-Strom erzeugen. Das geht mit Lutschtabletten oder Pulver, das man wiederholt in Wasser löst und dann wegen der Lichtempfindlichkeit auch sofort austrinkt.
Meistens liegt ja auch eine schon längere Verordnung von Magensäurehemmern vor, die die Gefahr des Mikronährstoffmangels beinhalten. Mitunter ist auch das Ernährungsverhalten verbesserungswürdig. Daher sollte dieses überprüft werden.
Leitliniengerecht
gibt es die Triple- und Quadrupel-Therapie mit mehreren Antibiotika und Protonenpumpemhemmern. Die Zusammensetzung der Substanzen ist nach Ländern benannt und in der modernsten länderunabhängigen Variante ist auch wieder Bismut dabei, wie es schon zu meinem Studienzeiten der Fall war.
Naturheilkundlich kommen auch Oreganoöl, Kräuter, die man auch gegen Parasiten einsetzt und Manukahonig mit seinem Methylglyoxalgehalt zum Einsatz.

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