Gesundheitsnewsletter vom 31.7.2016

von | 31. Juli 2016

Gesundheitsnewsletter vom 31.07.2016

Ich suche noch immer Frauen mit männlichem Haarausfall für eine dokumentierte Sanakinanwendung der haararmen Kopfhaut. Mängel sollten vorher ausgeschlossen werden, das ist kostenpflichtig, da hier ein Labor die Rechnung stellt. Die eigentliche Sanakinanwendung ist im Rahmen der Anwendungsbeobachtung kostenlos, dafür wird aber die Erlaubnis zur anonymisierten Verwendung der Kopfhautbilder erwartet.


Ich suche noch immer Probanden für die Colitis ulcerosa Studie. Probanden die nicht in die Studie passen, profitieren aber sicherlich von dem aufklärenden Gespräch anderer ursachenorientierter Diagnostik- und Therapieansätze. Eine gut siebenminütige Dokumentation zum Tabuthema Colitis ulcerosa auf Stern-TV habe ich verlinkt. Im Worst case wurde hier nach frustraner immunsuppressiver Medikation, die erhebliche Nebenwirkungen hatte, ein Teil des Dickdarms weggeschnitten. Der Patientin geht es in dem Fall danach gut. Ein zu kurzer Dikdarm behindert aber das Eindicken des Stuhls. Ansätze, wie es diese Studie bietet oder wie ich vorgehe, indem ich laborchemisch nach Therapieerfolgshindernissen schaue, wurden in dem Beitrag nicht berücksichtigt.

Die Themen:

  • Der Meta-Check

  • Aluminiumchlorid-Hexahydrat

  • Die meisten Schlaganfälle lassen sich vermeiden

  • Palmitoylethanolamid, was kann es, wie lange muss man testen, um es zu beurteilen?

  • Warum habe ich Schmerzen?

  • Was tut sich in der Lebensmittelanalytik?

  • Luca (Last Universal Common Ancestor), angeblich die Urzelle

  • COPD, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung

  • Brustkrebsscreening ohne Überlebensvorteil, schreibt die Ärztezeitung

  • Freiverkäufliche Pflanzenstoffe können mit Medikamenten interagieren


Der Meta-Check

Ich schrieb schon einmal über diesen genetischen Test, der darüber Auskunft gibt, welche Makronährstoffe, also Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, man eher verbrennt oder eher als Fett speichert und mit welcher körperlichen Betätigung man am meisten Fett verbrennt. Nun habe ich dazu einen Link zu Zeitungs- und Fernsehbeiträgen gefunden, der Sie interessieren könnte. Ich setze diese Ergebnisse gerne noch in Beziehung
zu Messergebnissen der SOD2, bei deren eingeschränkter Aktivität der Konsum von Kohlenhydraten bei der Verbrennung an Komplex I der Atmungskette einen vermehrten oxidativen Stress erzeugt,
zu Mikronährstoffanalysen, deren Mangel ein Therapieerfolgshindernis sein kann,
zu der Auswertung eines zeitnahen Ernährungsprotokolls, um zu sehen, ob denn die nach Nährwerttabelle konsumierten Vitalstoffe auch im Blut wiederzufinden sind.


Aluminiumchlorid-Hexahydrat

Aluminiumchlorid-Hexahydrat wirkt korrosiv und greift Metalle an. Es wird als Antitranspiranz angewendet. Es wirkt gegen Schweiß als Adstringenz. Weitere Informationen zu Aluminium


Die meisten Schlaganfälle lassen sich vermeiden

Die Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, mangelnde Bewegung, Rauchen, Alkohol und Fehlernährung sind die üblichen Verdächtigen nach denen man sucht, wenn man die Schlaganfallpatienten mit den nicht an Schlaganfall erkrankten und den gefährdeten Menschen vergleicht. Isolierte Parameter wie Magnesium als natürlicher Calciumantagonist, Vitamin D und Omega-3-Fettsäure können das Risiko besonders stark beeinflussen, wie die Verlinkungen belegen. Ich empfehle daher, dass man sich diesbezüglich laborchemisch untersuchen und beraten lässt. In westlichen Ländern sind 33,3% der Schlaganfälle und in Afrika nur 0,7% der Schlaganfälle durch die Ernährungsweise bedingt. Das US-Landwirtschaftsministerium sieht für Amerika sogar 40%. Du bist, was Du ißt.


Palmitoylethanolamid, was kann es, wie lange muss man testen, um es zu beurteilen?

Palmitoylethanolamid ist ein Analogon zu einem körpereigenen Endocannabinoid. Es wird daher auch bei Nervenschmerzen eingesetzt. Eine zweimonatige Einnahme ist notwendig, um die individuelle Wirksamkeit beurteilen zu können.


Warum habe ich Schmerzen?

Diese Frage stellen sich bestimmt viele und es gibt auch viele Antworten. Eine ist die der Gewebsübersäuerung trotz eines normalen Blut-pH-Wertes, der konstant gehalten werden muss. Im Gewebe können schnell pH-Werte von 7 entstehen, die dann die Verletzungsgefahr wegen eingeschränkter Wasserbindungskapazität der Muskeln und erhöhter Osteoklastenaktivität, also  knochenabbauender Aktivität, erhöhen. Eine Einschränkung der Nierenfunktion ist zu befürchten. Als Ursache kommen ein hoher säurebildender Anteil in der Ernährung und körperliche Anstrengung in Frage.


Was tut sich in der Lebensmittelanalytik?

Ich bin bei meinen Recherchen auf ELABORPRAXIS gestoßen, die interessante Artikel erstellen. So geht es z.B:
um intelligenten Salzersatz,
die Okadasäure in Muscheln mit embryotoxischer, darm- und leberschädigender Wirkung,
den Unterschied von echtem, holländischem und nordischem Matjes, deren Zubereitungsart, Schutz vor Nematoden und Belastung mit Dioxinen/PCV, perfluorierten Alkylsubstanzen, bromierten Flammschutzmitteln und Schwermetallen, die durch die Hafenaushub-, Dünnsäureverklappung ud Einträge der Flüsse auch den Fisch erreichen
oder warum Beerenobst, Paprika, Brombeeren, Himmbeeren, Mangos, Tee, Grünkohl usw. mit Pestizidrückständen aufwarten….
Unter Bezug auf die Spektroskopie im Newsletter der letzten Woche findet man hier auch weitere Beispiele der spectroskopischen Überwachung.


Luca (Last Universal Common Ancestor), angeblich die Urzelle

Schon Dr. Kremer beschrieb in der an die Endosymbiontenlehre angelehnten Cellsymbiosistheorie, dass die Analyse der Archaea-Bakterien eine 60-prozentige Übereinstimmung mit unserer Erbinformation ergeben habe. Die anderen 40 Prozent hätten sich durch die Symbiose ergeben, die dann die Verwendung von Sauerstoff und damit auch höhere Lebensformen ermöglichte. Forscher vom Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unter der Leitung des Mikrobiologen William F. Martin vertreten nun die Meinung, dass die Urform des Lebens, die LUCA sich nun von Kohlendioxid, Wasserstoff und Stickstoff ernährt haben. Das ist nicht neu, zumal wir im Wesentlichen aus Kohlenstoff, Stickstoff und Wasser, also Wasserstoff und Sauerstoff, bestehen. Die Urform kam ohne Licht aus, also keine Photosynthese, dennoch mussten auch damals Oxidations- und Reduktionsschritte erfolgen und dafür waren Schwefel mit der Möglichkeit von 6 verschiedenen REDOX-Zuständen sowie Selen, Eisen und erstaunlicherweise Nickel notwendig. Nachbarn von LUCA waren Methanogene (Methanbildner) und Acetogene (Essigsäurebildner), deren Nachfahren noch heute in unserem Darm wohnen. Abweichend von bisherigen Studien wurde nicht nur das Erbgut dahingehend untersucht, welches allen Zellen gemeinsam ist, sondern auch das, was sie unterscheidet.


COPD, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Es gilt der Hinweis, dass Sie sich mit Lungenbeschwerden frühzeitig und regelmäßig zum Arzt begeben sollten. Es gilt die Gifte, die den Entzündungsprozess fördern zu meiden, die Wirkung der medizinischen und allgemeinen Maßnahmen mit LUFU und FeNO zu überwachen und anzupassen. In der Medikation kommen bronchienerweiternde Substanzen und notfalls auch Cortison zum Einsatz. Wegen der erhöhten Infektionsgefahr werden leider auch häufiger Antibiotika eingesetzt. Das Voranschreiten der Erkrankung und der Einsatz von Cortison und Antibiotika will man vermeiden. Dr. Heiserer hat dazu die Oxyvenierung eingesetzt und feststellen können, dass sogar bei den eher schlimmen Fällen, den COPD-Stadien III und IV nach Gold, die saisonalen Exacerbationen, also Anfälle, seltener und weniger ausgeprägt auftreten. Wichtig ist dabei aber, dass Sie Ihr bronchodilatatives Spray immer nehmen und zur Therapie auch dabei haben und dass zur Not auch inhalativer Sauerstoff und intravenöse Bronchodilatoren zur Verfügung stehen.


Brustkrebsscreening ohne Überlebensvorteil, schreibt die Ärztezeitung

Wer also regelmäßig selber die Brust abtastet und dann bei einem auffälligen Tastbefund zum Arzt geht, stellt sich nicht schlechter als die Frau, die sich die Brust quetschen und mit Röntgenstrahlen durchleuchten lässt.  Im letzten Newsletter hatte ich ja darauf verwiesen, dass eh nur 3,5 Prozent der Brustkrebspatienten auch daran versterben. In dem oben verlinkten Artikel sieht es etwas anders aus, wenn man liest, dass nach 10 Jahren noch gut 70 Prozent leben.


Freiverkäufliche Pflanzenstoffe können mit Medikamenten interagieren

Wer also Johanniskraut, Sonnenhut, Mariendistel, Gingko nimmt und andere Medikamente einnnimmt, sollte die Packungsbeilagen hinsichtlich der Interaktionen beachten. In Vitro-Ergebnisse sind nicht immer auf in vivo-Bedingungen übetragbar, wie dieser Link aufzeigt. Ansonsten sind die Inhaltsstoffe vieler Pflanzen hilfreich und ihr Potential sollte immer berücksichtigt werden.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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