Gesundheitsnewsletter vom 30.8.2015

von | 30. August 2015

Gesundheitsnewsletter vom 30.08.2015

Die Sommerpause ist vorbei, wegen einer erheblichen Seminardichte an den Wochenenden kann es September aber dazu kommen, dass der Newsletter nicht wöchentlich erscheinen wird.


Die Colitis ulcerosa-Studie ist weiter aktiv und ich freue mich auf weitere Interessenten.


Das Angebot, die Mitoenergy-Systemtherapie im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung mit dem Vorteil, dass die begleitenden Laboruntersuchungen im Wert von ca. 1000,- € von einem Sponsor getragen werden und Ihnen diese Werte zur Verfügung gestellt und auch von mir interpretiert werden, besteht diese Woche letztmalig.
Bedingungen:
Der Proband für die Anwendungsbeobachtung der Mito-Energy-Systemtherapie hat sich noch nicht gemeldet. Es dürfen keine Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, es werden keine Infusionen verabreicht, es sollte eine Erkrankung vorliegen, bei der man von einer mitochondrialen Dysfunktion ausgehen kann und der Proband muss 10 Termine in der Reihenfolge Montag-Mittwoch-Freitag Zeit haben, um an der Therapie teilnehmen zu können. Das bedeutet jeweils eine Stunde Aufenthalt in der Praxis. Es werden Labordaten zu der Mitochondrienfunktion erhoben.  Die Mito-Energy-Systemtherapie wird regulär zum Minimalsatz abgerechnet.


Die Themen:

  • Krebs und nicht im Gesunden entfernt, das muss nicht sein

  • Schmerzen, Muskelverspannung, kalte Extrmitäten, Bluthochdruck etc. – was leistet das Magnesiumöl ?

  • Gesunde Öle sind wichtig, aber leider ist  oftmals nicht drin, was drauf steht

  • Tattooentfernung kann giftige Substanzen freisetzen

  • Endokrine Disruptoren beschleunigen bereits bei Kindern ein vermehrtes Auftreten von gesundheitlichen Veränderungen im Vergleich zu Erhebungen vor 50 Jahren.

  • Wächterlymphknoten müssen nicht radioaktiv gefunden werden, das geht auch mit fluoreszierendem Farbstoff

  • Bei einer Brustkrebserkrankung wird gerne eine Chemoprävention empfohlen, dazu gehören dann auch selektive Östrogenrezeptormodulatoren und Aromatasehemmer. Was bringt das ?

  • Im Mausmodell testet man in vitro die geplante Chemotherapie am Tumorgewebe auf ihre vermutliche Wirksamkeit – beim Menschen ist es der Panther-Test

  • Gute Öle senken das Herz-Kreislaufrisiko – endlich findet ein Umdenken statt.


Krebs und nicht im Gesunden entfernt, das muss nicht sein

Wie schon in früheren Newslettern beschrieben, gibt es die Möglichkeit der photodynamischen Diagnostik und Therapie, die Autofluoreszenz auch bei endoskopischen Darmuntersuchungen und nun auch das iKnife, dass selbst im Gehirn eingesetzt werden kann und durch das Verdampfen des Gewebes beim elektrischen Schneiden, anhand der Analyse des Dampfes weiß, ob man in tumorös verändertem oder gesundem Gewebe schneidet.


Schmerzen, Muskelverspannung, kalte Extrmitäten, Bluthochdruck etc. – was leistet das Magnesiumöl ?

Magnesiumchlorid gibt es zur Infusion und Magnesiumchlordhexahydrat gibt es zur äusseren und inneren Anwendung. Die Infusion führe ich in der Praxis bei Schmerzpatienten durch, ich beziehe es aus Frankreich. Die äussere, transdermale, Anwendung kann jeder selbst durchführen. Dazu  wird das Salz in Wasser glöst, es hat dann eine leicht ölige Eigenschaft und man sprüht es dann auf die Haut, reibt sich damit ein, macht Fußbäder oder man badet darin. Wer keine Badewanne hat, kann sich auch in feuchte Handtücher einwickeln.


Gesunde Öle sind wichtig, aber leider ist oftmals nicht drin, was drauf steht

Die Stiftung Warentest hat gesunde Gourmetöl getestet. Nicht ein einziges konnte mit sehr gut beurteilt werden. Die Ursache sind die gefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, Phtalate, 3-MCPD, Glycidol, Weichmacher und Transfettsäuren. Die noch als gut bewerteten Öle sind reine Biomarken, nämlich Alnatura und Rapunzel. Was passiert beim Braten? Das Problem dieser Beimischungen zeigt, dass die Öle wohl nicht im Kaltherstellungsverfahren gepresst wurden und dass die Substanzen nicht gesund, sondern eher krebserregend sind. Wo bleibt denn da die Lebensmittelüberwachung?


Tattooentfernung kann giftige Substanzen freisetzen

Nicht nur, dass das Tattoo an sich bereits Farben enthält, die allergisierend wirken können und Schwermetalle enthalten, nein, bei der Entfernung mit einem Laser können bei der Erhitzung weitere giftige Stoffe entstehen. Dazu gehören Benzonitril, 1,2-Benzendicarbonitril, Blausäure und Benzol. Liegt dann noch eine genetische Entgiftungsstörung der Leberentgiftung in der Phase 1 und 2 vor oder sind zusätzlich die Hilfsantioxidantien oder Bausteine für selbige verbraucht, dann verkompliziert sich die Situation noch individuell.


Endokrine Disruptoren beschleunigen bereits bei Kindern ein vermehrtes Auftreten von gesundheitlichen Veränderungen im Vergleich zu Erhebungen vor 50 Jahren.

Der permanente Kontakt zu über 100 verschiedenen Stoffen, die als endokrine Disruptoren zu benennen sind, weil sie hormonähnliche Wirkung zeigen, führt zu einer generationenübergreifenden Schadwirkung, die noch gar nicht abzuschätzen ist. Schon heute sieht man die Zusammenhänge bei Adipositas, Krebs, Diabetes, Fruchtbarkeits- und Hirnentwicklungsstörungen. Junge Männer haben heute im Schnitt einen niedrigeren Testosteronspiegel als ihre Väter vor 50 Jahren. Die Kinder von mit Phatlaten belasteten Müttern haben im Alter von sieben Jahren bereits einen im Schnitt um 7 Intelligenzpunkte verminderten Intelligenzquotienten gegenüber wenig oder gar nicht belasteten Müttern. Haushaltschemikalien und Zahnpasten werden als Disruptoren der Schilddrüsenhomonachse beschrieben. Das Fruchtwasser heutiger Schwangerer ist ein Cocktail aus Hormondisruptoren, die aber meistens nur in einem bestimmten zeitlichen Entwicklungsfenster bedeutsam sind. Bei einem belasteten Leben, kann das aber die ganzen 9 Monate so sein. Problematisch ist dabei, dass die jungen Mütter für dieses Thema noch gar nicht offen sind. Ein 2012 vorgelegtes Statement , das den poltischen Entscheidungsträgern verantwortliches Handeln ermöglichen sollte, wurde auf 10% eingekürzt und das zugehörige Gesetz, das bis 2013 auf den Weg gebracht werden sollte, fehlt noch immer. Das ARD-Magazin Report berichtet über die Wirkung der endokrinen Disruptoren und die Verzögerung der Entscheidungen durch die Politik.  Schon früher berichtete ich über einen Film, der diese Thema  auch an Tierversuchen erläutert.


Wächterlymphknoten müssen nicht radioaktiv gefunden werden, das geht auch mit fluoreszierendem Farbstoff

Wächterlymphknoten liegt im Abflussgebiet eines Gewebes und werden bei  Krebserkrankungen dahingehend untersucht, ob sich darin Krebszellen befinden. Diese Untersuchung erfolgt primär radioaktiv. Nun hat man bei Gebärmutterhalskrebs Indozyaningrün gespritzt und die befallenden Lymphknoten leucteten fluoreszierend. Es ist preiswerter und für den Patienten auch weniger belastent. Es müssen dann auch nur noch isolierte Lymphknoten therapiert werden, was das Risko des Lymphödems reduziert.


Bei einer Brustkrebserkrankung wird gerne eine Chemoprävention empfohlen, dazu gehören dann auch selektive Östrogenrezeptormodulatoren und Aromatasehemmer. Was bringt das ?

Bei den selektven Östrogenrezeptormodulatoren sieht man in einer Metaanalyse, die Frau Dr. Johannes Stubert aus Rostock auf der 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) am 25.06.2015 in Leipzig vortrug, auf die 10-Jahresbeobachtungszeit eine Risikoreduktion für ein Rezidiv von relativen  38%. Absolut reduziert sich das Risiko von 6,3 auf 4,2%, also zwei Frauen weniger von 100 Brustkrebspatientinnen haben ein Rezidiv gegenüber nichts tun. Vier bekommen trotz der Therapie das Rezidiv. Die anderen haben von der Therapie keinen Nutzen und hoffentlich keinen Nachteil. Die Sterberate ging in der Medikationsgruppe gegenüber der aus der Literatur bekannten nicht behandelten Gruppe nicht zurück.
Tamoxifen wurde über 16 Jahre beobachtet. Die Rezidivriskosenkung hormonrezeptorpositiver Mammakarzinome war ähnlich, nämlich 4,5 gegenüber 6,7 Prozent. Hier zeigte sich allerdings in der Therapiegruppe eine Zunahme der Sterberate um 15 %, nämlich 86 in der Verumgruppe gegenüber 71 Toten in der Placebogrupep. Das Risiko stieg bei hormonrezeptornegativen Patienten.
Auch die Aromatasehemmer führten zu keiner verbesserten Überlebensrate.
Quelle:
Neben dem verlinkten Originaltext frei zitiert aus "publiziert am: 7.7.2015 11:00  Autor: Dr. Beate Fessler  Quelle: springermedizin.de"


Im Mausmodell testet man in vitro die geplante Chemotherapie am Tumorgewebe auf ihre vermutliche Wirksamkeit – beim Menschen ist es der Panther-Test

Panther-CHIP: Der PANTHER-Chip ermöglicht eine umfassende genetische Untersuchung der Erkrankung. Mit der Hanging-Drop-3D-Spheroid Technologie lässt sich die Empfindlichkeit des Tumors gegenüber Medikamenten wie Chemotherapeutika, Antihormona und Biologika vorhersagen.
Genau das wird auch im Mausmodell getestet. Im menschlichen Versuch aber auch. Es zeigt sich im Ergebnis, dass trotz der Therapie oft über 30 % der Zellen von der Therapie nicht abgetötet werden, also eine Widerstandsfähigkeit entwickelt haben. Um diese ungünstige Situation, die dann nach ca. 15-18 Monaten zu einem deutlichen Rezidiv führt, möglichst zu vermeiden, wird dieser Test entwickelt. Er ist am besten anzuwenden, wenn das Tumorgewebe nicht in Formalin eingelegt, sondern zur Konservierung  mit Stickstofffrostung zum Pathologen kommt. Diese Gewebe kann dann mit DMSO wieder zum Leben erweckt und für verschiedene Testverfahren genutzt werden. Somit ersparen Sie sich die Situation, das Versuchskaninchen zu sein. Im Rahmen der Forschung liegt so ein Test bei 1000,- €, sonst auch schon mal mehr. Wenn der Pathologe die Indikation stellt, zahlt es auf Antrag auch die Kasse. Eine Kontaktadresse für diesen Test ist
Univ.-Prof. Dr. med. Hans Bojar.


Gute Öle senken das Herz-Kreislaufrisiko – endlich findet ein Umdenken statt.

Die Pharmazeutische Zeitung berichtet über ein 5-Jahrestudie, wonach schon allein durch eine mediterrane Diät mit einen bedeutenden Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren und dem Konsum von Nüssen in einer Gruppe von 7500 Frauen das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 30 Prozent gesenkt war. Auch die Gefahr, an Diabetes mellitus Typ II zu erkranken, war wesentlich reduziert.
Schaut man sich darüber hinaus moderne Studienergebnisse zu EPA, DHA, LA, yLA, DGLA und AA an und betrachtet deren unterschiedliche Wirkung auf die Entzündungshemmung, die Resolvinbildung, die Reduktion der Triglyzeridwerte und deren ggf. sogar negativen Einfluss auf das LDL und dennoch die Verbesserung der Risikorate, dann erkennt man, dass das LDL demnächst genauso aus dem therapeutischen Mittelpunkt verschwinden wird, wie es das HDL schon ist. AA/EPA ist der wichtigste Quotient, wie Sie in dem verlinkten Artikel zu moderner Forschung entnehmen können.

 


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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