Gesundheitsnewsletter vom 28.6.2014

von | 28. Juni 2014

Gesundheitsnewsletter vom 29.06.2014

Die Themen der Woche:

  • Potenzmittel ist möglicherweise mit erhöhtem Hautkrebsrisiko verbunden

  • Schon leichter Natriummangel erhöht bei älteren Menschen die Sturzgefahr und das Risiko für Herzprobleme

  • Bendopnoe? -  Luftnot beim Bücken, wer kennt das ?

  • Die E-Zigarette kann für Kinder tödlich sein

  • Du bist, was du ißt.

  • Angina pectoris, die Herzenge und dann doch keine Gefäßverengung ?


Potenzmittel ist möglicherweise mit erhöhtem Hautkrebsrisiko verbunden

Sildenafil wurde im Zusammenhang mit dem Auftreten von Melanomen untersucht und zeigt bei einer Unterart, die immerhin 50 % ausmacht, ein erhöhtes Rsisko für diesen Krebs. Bevor hier noch weitere Ergebnisse vorliegen, kann als Rat an die Nutzer dieser Medikation nur die Empfehlung zu regelmäßiger Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt gegeben werden. Interessant ist der Pathomechanismus der unter anderem zu einem erhöhten intrazellulärem Calciumspiegel führt. Das spricht dafür, dass  die Vollblutmineralanalyse als leicht verfügbares Instrument ein Surrogatparameter für gestörte Zellkommunikation sein kann. Siehe zu dem erhöhten intrazellulären Calciumspiegel auch den letzten Artikel des heutigen Newsletters!


Schon leichter Natriummangel erhöht bei älteren Menschen die Sturzgefahr und das Risiko für Herzprobleme

Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Natriumwerte unter 135 mmol/l führen dazu, dass sich das Körperwasser eher ausserhalb der Zellen aufhält. Die Auswirkung dieser Störung für Gangunsicherheit mit Sturzrisko und nachfolgendem Knochenbruch oder erhöhtem Todesrisiko durch Herzschwäche, Herzinfarkt, Bluthochdruck im Lungenkreislauf, ja sogar Lungenembolie, nimmt mit dem Alter des Patienten zu. Begleiterkrankungen wie Leberzirrhose verstärken das Problem noch. Daher sollte der Rat zu weniger Salzkonsum bei Bluthochdruck auch immer mit Laboruntersuchungen überwacht werden. Weitere Einflüsse sind durch Medikamente zu erwarten, hier sollte man bei obigen Symptomen doch einmal in den Beipackzettel schauen. Frei zitiert aus Medical Tribune, 49. Jahrgang, Nr. 25, 20.06.14, S. 26.. Siehe auch den letzten Artikel in diesem Newsletter.


Bendopnoe? -  Luftnot beim Bücken, wer kennt das ?

Bendopnoe! Beim Bücken kommt es immer wieder zu Atembeschwerden und die Venen am vorderen Hals treten stark hervor. Diese Atembehinderung tritt schon nach etwa 30 Sekunden des Vorbeugens auf. Es liegt eine Herzschwäche zu Grunde, die die Drücke im rechten Vorhof, da wo das Blut in die Lunge weitergeleitet werden soll, erhöht und es entwickeln sich auch höhere Drücke in den Haargefäßen der Lunge. Beim Bücken verstärkt sich die Situation. Die Lösung ist eine Optimierung der Medikation mit fachkardiologischer ggf. auch nephrologischer Therapieüberwachung.


Die E-Zigarette kann für Kinder tödlich sein

Die hohen Nikotinwerte in den Nachfüllfläschchen der E-Zigarette, die aufgrund der Aromatisierung mit Fruchtaromen und der netten appetitlichen Aufdrucke den Eindruck von etwas Leckerem vermitteln, werden vom Forscherdrang der Kinder vielleicht auch einmal verkostet. In einem Milliliter sind so hohe Nikotinwerte, dass es zunächst zu Erbrechen, Herzschagbeschleunigung, Bewegungsveränderung (Ataxie) oder sogar zu Krampfanfällen, ja sogar zum Tod kommen kann. Bewahren Sie diese Substanzen sicher auf!


Du bist, was du ißt.

Die Darmflora verändert sich mit der Art der Ernährung. Die Zusammensetzung der Darmflora spielt auch bei der Entstehung von Polypen und Darmkrebs ein Rolle. Die Einflussnahme erfolgt über immunologische, metabolische Stoffwechselwege sowie der Beeinflussung der Barrierefunktion (Leaky Gut Syndrom), der Zellteilungsrate und der Einleitung des natürlichen Zelltodes. Je eingeschränkter die Bakterienvielfalt ist, umso größer erscheint das Darmkrebsrisko. Darüberhinaus findet sich ein Übergewicht der entzündungsfördernden Bakterienspezies, zu denen die Fusobakterien gehören. Überraschend ist die niedrige Population an Clostridien, also Fäulniskeimen, die man bei ansonsten hochentzündlichen Darmerkrankungen findet; es soll da aber auch gesunde Spezies geben. Diese sollen neben den gesunden Bifidobaklterien aus Halbzellulosen und Pektinen die kurzkettigen Fettsäuren, die Butyrate, für die Schleimhauternährung produzieren. Hierin könnte eine Erklärung liegen, warum eine ballststoffreiche Ernährung mit einem niedrigeren Darmkrebsrisiko behaftet ist. Die Bildung sekundärer Gallensäuren fördert dagegen die Krebsentstehung. Dieses soll bei vermehrtem Fleischkonsum der Fall sein. Von Tieren weiß man, dass eine Fütterung mit Rauhfuter, also Heu im Wesentlichen, schon binnen zwei Wochen die Darmflora stark von Ecoli-Biovare-Spezies befreit. Die Fütterung von Kraftfutter erhöht den Anteil der ungesunden opportunistisch krankmachenden Keime. Dieses dürfte beim Menschen nicht anders sein. Eine Anwendungsbeobachtung bei Afrikanern zeigte, dass eine Veränderung der ballaststoffreichen Ernährung, 50 g/Taghin zu westlicher Ernährung mit Fastfood und geringer Ballststoffmenge schon nach kurzer Zeit zu weniger Buttersäure und mehr sekundärer Gallensäure geführt haben, während die Gegengruppe sich diesbezüglich verbesserte. Es ist also nicht zu spät, um etwas zu ändern. Genetisch evolutionär haben wir eben doch eher Wildfleisch und Fisch gegessen, wenn wir denn einmal welches hatten und ansonsten haben wir wohl viel Grünfutter mit hohem Ballststoffanteil gegessen, damit der Bauch auch eine Füllung hatte.


Angina pectoris, die Herzenge und dann doch keine Gefäßverengung ?

Es kann eine Sauerstoffarmut im Herzmuskel geben und trotzdem sind die Herzkranzgefäße nicht verkalkt oder verengt. Das ist gar nicht so selten, es ist etwa in 50 % der Fälle der Fall. Die Ursache liegt in den Funktionsstörungen der kleinen Herzgefäße, den Haargefäßen, die man auch Kapillaren nennt. Diese Beschwerden der Herzenge treten meistens unter Belastung auf, diese kann aber auch psychischer Natur sein. Die Funktionsstörungen der kleinen Blutgefäße am Herzen sind dann aber vermutlich auch an anderen Stellen des Körpers zu erwarten, z. B. an der Niere, die aber stumm leidet und kein Engegefühl  äussert. Ursache für solche Funktionsstörung kann neben der Psyche und ihren Stresshormonen eine Medikation mit Cyclooxygenasehemmern, eine Medikamenten- oder Drogeneinnahme, die zu vermehrter Elekrolytausscheidung wie Magnesium, Kalium oder Fehlsteuerung des Calciumaustausches, wie man es auch bei Schwermetallbelastung findet, führt oder eine Fehlernährung bzw. verminderte Resorption der gegessenen guten Nahrungsmittelbestandteile sein. Neben der Korrektur der Medikation und dem Einsatz moderner Medikamente, die den erhöhten späten Natriumeinstrom und damit der Calciumüberladung der Herzmuskelzellen, die mittels der erhöhten Muskelspannung auch zu einer verminderten Durchblutungs führen, korrigieren, sei auf die hervorragende Wirkung der Oxyvenierung auf die Durchblutungsberbesserung verwiesen.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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