Gesundheitsnewsletter vom 28.5.2017

von | 28. Mai 2017

Gesundheitsnewsletter vom 28.05.2017

Nach einem langen Wochenende bei strahlendem Sonnenschein an einem traumhaftschönen Ostseeflecken, will ich Sie nun doch noch mit ein paar Neuigkeiten versorgen. Ich habe bis eben in aller Stille den Sonnenaufgang genossen. Viel Spaß beim Lesen!


Kirchheim-Forum Vitamin B12 & Co. – Biofaktoren in der Praxis

Wer als Arzt oder Heilpraktiker am 31.05.2017 um 18:00 Zeit hat und im Novum Select Hotel, Hamburg Nord, Oldesloer Straße 166, in 22457 Hamburg zwei Vorträge hören mag, einen von Dr. Pfisterer zum Thema "Richtig kombinieren bei Osteoporose: Ist Magnesium das neue Calcium?" und einen von mir zum Thema "Angst vor Demenz – neue Evidenzen und Chancen mit Vitamin B12", der kann sich über das Veranstaltungsmanagement Dieter Mohr, Büro Neu-Isenburg, Tel. 06102/559961, Fax: 06102/559962, E-Mail: , www.kirchheim-verlag.de  möglicerweise noch anmelden.


Die Themen:

  • Ältere profitieren nicht vom Cholesterinsenker, tendenziell höhere Sterblichkeitsrate

  • Sonnenschutz zwecks Hautkrebsschutz – Bedecken ist besser als Eincremen!

  • Was ist nun umweltfreundlicher, Benzin oder Diesel?

  • MS-Patienten zeigen schon fünf Jahre vor der Diagnose Symptome

  • In Taiwan wurde die Assoziation einer Amalgambelastung mit M. Parkinson und kardiovaskulären Erkrankungen in großer Studie belegt!

  • Wie kommunizieren Enzyme – dargestellt am Beispiel der NO-Synthase


Ältere profitieren nicht vom Cholesterinsenker, tendenziell höhere Sterblichkeitsrate

Effect of Statin Treatment vs Usual Care on Primary Cardiovascular Prevention Among Older Adults;
The ALLHAT-LLT Randomized Clinical Trial

Am 22.05.2017 wurde eine neue Studie veröffentlicht, die an 513 Prüfzentren, bei 2867 über 65-jährigen mit Erhöhungen der Cholesterin- und Fettwerte im Blut und einem Bluthochdruck überprüft haben, ob diese, insbesondere im Hinblick auf einen Herzinfarkt, von einer Statin-Therapie, in diesem Fall Pravastatin, profitieren oder nicht. Im Ergebnis profitieren Sie nicht davon, tendenziell, aber nicht signifikant, erhöht sich sogar das Sterblichkeitsrisiko bei Patienten über 75 Jahren. Daher sollte man sich genau überlegen, ob man diese Medikamente verordnet. Lesen Sie dazu auch den Artikel über den Progress der Verkalkung der Herzkranzgefäße in der Statingruppe gegenüber der Placebogruppe. Vielleicht möchten Sie ja auch verstehen, wie Atherosklerose wirklich entsteht und sich dahingehend beraten lassen, mit welchen physiologischen Therapieansätzen Sie dieses Risiko beeinflussen können.


Sonnenschutz zwecks Hautkrebsschutz – Bedecken ist besser als Eincremen!

Mit Sonnencreme kein Vitamin D und mit Bedeckung auch nicht. Mit Sonnencreme aber trotzdem Hautkrebsgefahr, da selbst bei Sonnenschutzfaktor 50 niemand so viel cremt, wie nötig wäre, um diesen Zweck zu erfüllen. In Australien, wo es fast keine schützende Ozonschicht gibt, ist die Hautkrebsrate mit dieser bedeckenden Schutzmethode rückläufig. Moderne Zusätze in Kosmetika lassen die Nanopartikel immmer tiefer in Hautschichten vordringen. Dort sind sie nicht ungefährlich. Wenn man Kindern das Gesicht eincremt, kommt es schnell einmal dazu, dass man auch über die Lippen fährt und Teile der Creme verschluckt werden, das gilt auch für Zahnpasta. Weitere Möglichkeiten des Schutzes vor UV- und y-Strahlung bieten Tocotrienole.


Was ist nun umweltfreundlicher, Benzin oder Diesel?

Bis eben hätte ich klar mit Benzin geantwortet, aber nach Lektüre dieser Schweizer Forschungsergebnisse ist man mit dem verminderten Spritverbrauch des Diesel mit einem modernen Rußpartikelfilter in der Nettobilanz vielleicht doch der umweltfreundlichere Fahrer, denn 7 ausgewählte Benziner als Direkteinspritzer von Euronorm 3 bis 6b stossen diese Benziner 10 bis 100-mal mehr Rußpartikel aus, als der zum Vergleich getestete Diesel-Peugeot mit Rußpartikelfilter. In der Konsequenz müssten die Benziner also auch einen Rußpartikelfilter erhalten um neben dem Partikel auch die daran haftenden Benzpyrene herauszufiltern.


MS-Patienten zeigen schon fünf Jahre vor der Diagnose Symptome

MS-Patienten zeigen schon fünf Jahre vor der Diagnose Symptome, viele blieben aber, auch trotz eindeutiger postmortaler Diagnosen in Hirnschnitten und Liquoranalysen bei der Obduktion, zu Lebzeiten symptomfrei und Sie werden es kaum glauben, auch nach dem Tod. In den dänischen Obduktionen waren ein Viertel der obduzierten Leichen von MS betroffen.
Nach welchen Symptomen soll man aber schauen?
Depressive Verstimmungen und Müdigkeitssymptome, schlechtere Schulleistungen und eindeutige Einschränkungen in Kognitionstests werden hier angeführt. Die letztgenannten Symptome gehen der Erkrankung teilweise 10 Jahre voraus.

Will man mit einer Überdiagnostik die Lebensqualität einschränken und mit Ängsten arbeiten?
Soll man wiederholt radiologische Hirndarstellungen vormehmen?
Mit einem MRT ohne Kontrastmittel wäre das ja unproblematisch und will man der Erkrankung wirklich etwas entgegen setzen, dann muss man auch eine echte Vorsorge betreiben. Was könnte man dann tun? Eine Zusammenstellung eines Teils dieser Möglichkeiten habe ich bereits erstellt.


In Taiwan wurde die Assoziation einer Amalgambelastung mit M. Parkinson und kardiovaskulären Erkrankungen in großer Studie belegt!

Amalgam ist im Mund unschädlich und in der Hand Sondermüll, noch Fragen? In Taiwan hat man nun in einer Langzeitstudie nachgewiesen, dass Amalgamplombenträger mit einer um 58 % höheren Rate an M. Parkinson belohnt werden. Als Untersuchungsgrundlage diente das nationale Gesundheitsregister, aus dem zwischen 2000 und 2008 die über 55-jährigen bezüglich der Erkrankungsrate an M. Parkinson und dem Kontakt zu Amalgamplomben gefiltert wurden. So fanden sich 10.000 Personen, die nie Kontakt zu Amalgam hatten und 10.000 Probanden, die solche Amalgamfüllungen erhalten haben. Aber nicht nur, dass M. Parkinson auftrat, nein, die kardiovaskulären Begleiterkrankungen waren in der Amalgamgruppe drei- bis fünffach höher, als in der amalgamfreien Gruppe.

Was kann man tun?
Die Plomben unter optimalem Schutz entfernen, die Mineralstoffversorgung, die Entgiftungskapazität optimieren, die Schwermetalle mit der Chelattherapie ausleiten und die Effektivität ggf. mit dokumentierten Ausleitungsmengen und mit der Erholung mitochondrialer Parameter verdeutlichen. Hier sei noch an die TACT-Studie  erinnert, die sich mit der Chelattherapie zum Schutz vor Krankenhauseinnweisungen bei Herzkreislauferkrankungen und Diabetes beschäftigt hat.


Wie kommunizieren Enzyme – dargestellt am Beispiel der NO-Synthase

Die NO-Synthyse benötigt Arginin, um NO produzieren zu können. Aber ist das alles? Wohl nicht, denn auch spannungsabhängige calciumabhängige Kanäle, CaV2-Kanäle und calciumabhängige Proteinkinase C (PKC) müssen zusammen mit der calciumabhängigen NO-Synthase 1 einen Super-Proteinkomplex bilden, der in unmittelbarer Nähe an der Innenseite der Zellmembran und an der Ca-Kanalpore platziert wird. Somit gelangen die Calciumionen bei einer Errgung unmittelbar an den Komplex und dann wird entweder NO produziert oder eine Phosphatgruppe auf  zytoplasmatische Zielproteine übertragen. Das Ganze geschieht in einer Millisekunde. Wird in der Geschwindigkeit von 1 Hz und mehr gefeuert, wird das Optimum der elektrochemischen Kopplung erreicht. Dieses geschieht aber sehr gerichtet auf der Breite von wenigen Nanometern und verhindert somit andere ebenfalls calciumkanalabhängige Zellprozesse, wie die Apoptose, also den eingeleiteten Zelltod.

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