Gesundheitsnewsletter vom 27.11.2021 – Tests auf die AK-Wirksamkeit gegen die Coronavarianten – anonymisierte Fälle im Gespräch mit Prof. Dr. B. König – Autoantikörper bei Covid und nach Impfung

von | 27. November 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 27.11.2021
 
Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Heute erfahren Sie
im Gespräch mit Prof. Dr. B. König

anhand von anonymisierten Patientenfällen
ob Ihre Impfung mit neutralisierenden Antikörpern gegen die verschiedenen Coronavarianten wirkt
und was ggf.
auch ohne diese AK mittels der T-Zellimmunität klappt
und
was die moderne Medizin als Notfalllösung bereithält.

Nächste Woche
wollen wir über die  Besonderheiten der einzelnen Impfstoffe sprechen!

 
Die Themen:

 
 
 
Covid19 – welcher Impfling ist am gefährdetesten – wer benötigt keinen Booster – wer sollte eine Passivimpfung erhalten – anonymisierte Patientenfälle im Gespräch mit Prof. Dr. B. König.

Ein hoher Titer an neutralisierenden AK garantiert keinen Schutz gegen die Delta-Variante und wohl auch nicht gegen die  sich verbreitende neue südafrikanische Variante B1.1.528.

Das kann man aber nur herausfinden, wenn man auch neutralisierende AK gegen die einzelnen Varianten untersucht.
Besteht allerdings eine sehr gute T-Zell-Antwort, die vom Virus befallene Zellen nebst Virus vernichtet, benötige ich gar keine Antikörper, die jenseits der Eintrittspforte zwischen den Zellen neutralisierend patrouillieren. Das Immunsystem macht nur das, was es muss. doi.org/10.1038/s41467-021-24730-4
n dem Streifentest sehen wir: Positiv auf SARS-CoV-2-(Rezeptorbindungsdomaine: RBD), HCoV-NL 63 und HCoV-229E.
Humanes CoV-NL63 nutzt wie das SARS-Cov2 den ACE-Rezeptor für den Eintritt in die Zelle. Hier besteht also doppelter Schutz. DOI: 10.1126/sciimmunol.abg5669
Dennoch gibt es wohl zwanzig Prozent Menschen in der Bevölkerung, die den entscheidenden Immunschutz der neutralisierenden AK nicht bilden können, der das Andocken und Eindringen in die Körperzellen verhindert, weil der nur dann entsteht, wenn man Antikörper speziell gegen die gefaltete Rezeptorbindungsdomäne (RBD) des Spikeproteins bilden kann. doi.org/10.1111/all.15066
 
Die jetzigen Impfstoffe

Die jetzigen Impfstoffe entwickeln in der T-Zell-Antwort nur eine Antwort auf das Spikeprotein. Verändert sich dieses, hat das Immunsystem keinen Plan B für die anderen Strukturen des Virus im Gedächtnis, es sei denn, dass man schon einmal Kontakt zu den homologen endemischen Coronaschnupfenviren hatte.
Cross-reactive SARS-CoV-2 peptides revealed pre-existing T cell responses in 81% of unexposed individuals and validated similarity with common cold coronaviruses, providing a functional basis for heterologous immunity in SARS-CoV-2 infection.
www.nature.com/articles/s41586-020-2798-3

So gute T-Zellimmunität, dass

Man kann eine so gute T-Zellantwort gegen Krankheitserreger so gut ausbilden, dass man fast keine Antikörper der IgG-Gruppe bildet – ein sogenannter scheinbarer Impfversager.
Eine T-Zellantwort kann über Jahre aktiv bleiben und wirken sehr effektiv.
doi.org/10.1038/s41467-021-24730-4

Lebenslange Immunität bei durchlebter Erkrankung

Had COVID? You’ll probably make antibodies for a lifetime
doi: doi.org/10.1038/d41586-021-01442-9

Wenn die Werte der Spots in der T-Zellimmunität fallen, werden aber schnell reagierende Stammzellen abgespeichert.
SARS-CoV-2-specific T cell memory is sustained in COVID-19 convalescent patients for 10 months with successful development of stem cell-like memory T cells
doi.org/10.1038/s41467-021-24377-1

Effektive T-Zellantwort gegen Covid19 ohne Covid19-Erkrankung

Eine effektive T-Zellimmmunität gelingt sowohl im Sinne der Kreuzimmunität mit sogenannten Coronaschnupfenviren und nicht nur mit dem SARS-CoV1 und 2.
Cross-reactive SARS-CoV-2 peptides revealed pre-existing T cell responses in 81% of unexposed individuals and validated similarity with common cold coronaviruses, providing a functional basis for heterologous immunity in SARS-CoV-2 infection.
www.nature.com/articles/s41586-020-2798-3

Ein Review von 25 Studien kommt zu folgendem Ergebnis: „Finally, the fact that already more than 1,400 epitopes have been identified—also considering that many HLA alleles and regions of the SARS CoV2 proteome are relatively less studied—highlights that a large breadth of epitopes are recognized in human populations, making it unlikely that SARS CoV2 variants might escape T cell recognition at the population level.
DOI:https://doi.org/10.1016/j.chom.2021.05.010
Das heißt: Wer schon mit dem Schnupfen-Coronaviruns auf natürliche Art und weise in Kontakt gekommen ist – wird nicht so krank, dass er auf die Intensivstation muss,

wenn er genügend Vitamin D, als Kofaktor derT-Zellantwort, auch im Winter ergänzt.

Man kann eine gute T-Zell-Antwort gegen SARS-CoV2 entwickelt haben, ohne dass jemals eine Virus-Infektion, also gängig mit PCR-Test, entdeckt wurde. Dazu ein Beispiel im Video.
Exposure to SARS-CoV-2 generates T-cell memory in the absence of a detectable viral infection – However, the proliferation capacity, size and quality of T-cell responses in close contacts are readily distinguishable from healthy donors, suggesting close contacts are able to gain T-cell immunity against SARS-CoV-2 despite lacking a detectable infection.
doi.org/10.1038/s41467-021-22036-z

Vitamin D und T-Zellantwort

Besteht gar keine T-Zellantwort empfiehlt sich die Kontrolle des Vitamin D-Spiegels, denn ohne Vitamin D ist eine T-Zellantwort nicht möglich. Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells
DOI: doi.org/10.1038/ni.1851
Seit 15.10 bis Mitte April kann man in Deutschland mit der Sonne kein Vitamin D bilden, man muss es ergänzen. Dazu benötigen wir einen UV-Index 3 und dabei ist der Schatten, den wir werfen kürzer als unserer Körperlänge.

Andererseits gibt es nun auch die Option der Passivimpfung mit synthetischen neutralisierenden AK, die den Krankheitsverlauf deutlich abmildern.
 

Auch aktuelle Studien vom 18.11.2021 betonen, wie wichtig der Schutz der saisonalen Coronviren ist. Zu denen haben wir in Kindergärten, Schulen, umschlossenen Räumen besonders viel Kontakt.
Der Zugang der Viren erfolgt über die natürlichen Infektionswege und bildet den nachaltigsten Schutz. Todesfälle durch Coronaschnupfen sind bei Kindern, Jugenlichen und jungen Erwachsenen  noch ncht berichtet worden, wohl aber eine nachhaltige immmunität.
doi.org/10.1038/s41467-021-27040-x
 
Wo liegt die Schwachstelle der aktuellen Corona-Impfung?
 
Es werden keine neutralisierenden AK der IgA-Gruppe, also der Schleimhautwächter gebildet. Daher will man nun Nasensprühimpfungen entwickeln, die dieses Problem beseitigen – aber wann ?
 
Eine einzelne Dosis der Nasentropfen führt zu einer sterilisierenden Immunität.
DOI:https://doi.org/10.1016/j.celrep.2021.109493


Live attenuated vaccine candidates are made by recoding the SARS-CoV-2 genome

The lead vaccine candidate sCPD9 is virtually apathogenic in two hamster species

Vaccination with sCPD9 elicits strong neutralizing antibody responses

A single intranasal droplet vaccination induces sterilizing immunity in hamsters

 
 
 
Omicron – B 1.1.529 die neue afrikanische Variante
und AY.4.2 – die neue Deltavariante

Omicron
Researchers spotted
B.1.1.529 in genome-sequencing data from Botswana. The variant stood out because it contains more than 30 changes to the spike protein — the SARS-CoV-2 protein that recognizes host cells and is the main target of the body’s immune responses. Many of the changes have been found in variants such as Delta and Alpha, and are linked to heightened infectivity and the ability to evade infection-blocking antibodies.
doi: doi.org/10.1038/d41586-021-03552-w

Die Crux unseren infektiologischen Vorgehens liegt bei dieser Variante liegt in der alleinigen Beschränkung des Impfstoffs auf die Spikeproteinregion.

Jetzt sollte dringend der Impfstoff mit dem kompletten abgetöteten Virus zur Zulassung kommen, der hier eine deutlich breitere Immmunantwort ermöglicht.
Hierfür steht uns der Tot-Impfstoff von Valneva zur Verfügung.

Hier gibt es nun 30 Veränderungen.

Wenn Sie nun eine Impfung mit vielen auf das Spikeprotein ausgerichtete AK haben, dann werden diese nicht zu Ihrem Schutz, sondern als fragliche ADE zu Ihrem Schaden genutzt.
ADE (Antibody-Defence Inhancement) doi.org/10.1016/j.ijid.2020.09.015

Haben Sie allerdings eine gute T-Zellimmunität, die ja nun regulär gar nicht getestet wird, dann könnten Sie wenigstens die befallenen Zellen erkennen und in diesen die Vermehrung der Viren im Keim ersticken.

AY.4
Möglicherweise hat sich AY.4 bei einer Gruppe von Personen – etwa bei einem Geschäftstreffen oder auf einer Großveranstaltung – aufgrund günstiger Bedingungen ausgebreitet, ohne einen eindeutigen Vorteil gegenüber früheren Linien zu haben. Das Virus wäre dann der „Gründer“ gewesen, also das einzige Virus, das sich auf dem Ereignis verbreitet hat.

Diese Variante zeigt eindeutig, dass die erzieherischen 2-G-Regeln, (mein Newsletter vom 11.09.2021) die Ungeimpfte zum Impfen motivieren sollten, die Verursacher unserer Situationsverschlimmerung sind. Medizin ist Wissenschaft und sollte nicht politisiert werden. Der Kanzleramtssprecher Helge Brauns hatte das prognostiziert und wurde von der Bild verrissen.

Markus Lanz vom 19.11.2021 beschreibt Herr Prof. Keukulé sehr genau, dass Impfung und Booster nicht die G2-Regeln rechtfertigen.

Somit sehe ich meine Ausführungen seit dem 09.11.2021 zu den G-Regeln noch einmal bestätigt und meine Solidaritätstempfehlungen vom 20.11.2021 auch noch einmal beschreibt.
 
Kinder sind nicht das Problem der Intensivstation – Stiko-Mitglied Prof. Dr. Rüdiger von Kries hält die Kinderimpfung für unanständig.
 
Im Brennpunkt bei Minute 26:10 kommt Prof. Dr. R. von Kries ganz kurz zu Wort, als es um die Empfehlung der EMA zur Kinderimpfung geht und im Vorfeld Imfungen von Kindern diskutiert wurden. In Itzehoe spricht Dr. med. Georg Hillebrand über seine Kinderimpftätigkeit im Off label use. Die Moderatorin beschreibt, dass viele impfende Ärzte sich nicht trauen, dieses öffentlich zu kommunizieren – warum?

Die Fotos zeigen, wie schnell man Kindern scheinbar überzeugen kann, denn wer will schon nicht Supermann sein.

Das wirkt übrigens auch bei Erwachsenen. Steck Dir an, was in Dir steckt.

Link zu Bild 1 und zu Bild 2.

 
 
Autoantikörper beeinflussen der Erkrankungsverlauf  bei Covid19 – hier im Artikel geht es um AK gegen Interferone – wichtig sind aber wohl auch AK gegen die G-Protein gekoppelten Rezeptoren.

Der schlimme Verlauf der Fälle ist in 10% der Fälle an Autoantikörper gegen körpereigenen Interfrone, also wichtige Botenstoffe in der Immunabwehr, zu erkennen.

In 3,5% der Fälle können die Interferone nicht gebildet werden.

In 95 % dieser Fälle sind Männer davon betroffen.

Leider sind die Links des Ärzteblatts nicht zielführend und die Quelle fehlt.

 

Interessanter Artikel über Covid-19 als Gefäßerkrankung:
 
Yuyang Lei et al., SARS-CoV-2 Spike Protein Impairs Endothethelial Function via Downregulation of ACE 2,
Circulation Research. 2021; 128: 1323-1326. DOI: 10.1161/CIRCRESAHA. 121.318902 (pdf).
Es konnten zahlreiche agonistische Autoantikörper bei Patienten nach einer Covid 19 Erkrankung detektiert werden.

Der verlinkte Artikel beschreibt auch die Einschränkung der mitochondrialen Funktion.

Der Test sucht nur nach dem Vorhandensein der AK. Der Titer sagt nichts über die Schwere der Erkrankung aus. Das Problem liegt in der festen Bindung des Autoantikörpers an den Rezeptor und  dessen Dauerstimulus.

Das hat Auswirkung auf den Blutdruck, den Diabetes, die Hirnfunktion beim Alzheimer, CFS etc.

Die Patienten mit Brainfog und Erschöpfung nach Impfung könnten auch davon betroffen sein – es lohnt sich der Test.
Auffällige Messergebnisse im 3-D-Vektor-EKG deuten auf Veränderungen der Innenwände der Blutgefäße durch die Dauerstimulation dieser Autoantikörper hin.

Es gibt erfolgreiche Therapieansätze. Ich werde berichten, gedulden Sie sich bis ins neue Jahr.

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
Praxis Ritterhude

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt

 

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Auch aktuelle Studien beschreiben die Bedeutung der Vorerfahrung mit den saisonalen Coronviren.

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