Gesundheitsnewsletter vom 27.06.2020

von | 27. Juni 2020

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 27.06.2020
In dem heutigen Kurzvideo erkläre ich Ihnen, was es mit den toxischen Metallen so auf sich hat. Sie erfahren etwas darüber, wie die Metalle sich im Körper ansammeln, wo die herkommen, warum und wann die problematisch sind und dass man sie auch wieder loswerden kann.
Toxische Metalle
Was ist das? –  Warum und wann sind diese problematisch? – Was kann man tun?

Bei Zahnsanierungen mit Metallentfernung und bei Tatooentfernungen mit dem Laser, bei dem alle metallischen Farbpigmente explodieren, sollte eine Chelattherapie ein begleitendes Muss sein.

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Die Themen:
 
 
Die Ischgl-Studie zu SARS-COV-2 der Universität Innsbruck – was zeigt sie uns?

Die Seroprävalenz* (Antikörper gegen SARS-CoV-2) der StudienteilnehmerInnen von Ischgl liegt bei 42,4 Prozent (bei Kindern unter 18 Jahren: 27%). Das ist die zentrale Erkenntnis der Antikörper-Studie, die unter der Leitung der Virologin Dorothee von Laer, Direktorin des Instituts für Virologie an der Medizinischen Universität Innsbruck, durchgeführt wurde. „Wir haben es in Ischgl mit der höchsten, je in einer Studie nachgewiesenen Seroprävalenz zu tun. Auch wenn damit nicht von einer Herdenimmunität (siehe dazu mein erstes Covid19-Video) auszugehen ist, dürfte die Ischgler Bevölkerung doch zu einem Gutteil geschützt sein“, kommentiert Studienleiterin Prof. von Laer das Ergebnis.

Der Anteil der seropositiv Getesteten liegt damit etwa sechs Mal höher (bei Kindern zehn Mal höher) als die Zahl der zuvor mittels PCR positiv getesteten Personen, die Rate der offiziell gemeldeten Fälle beträgt damit nur 15 Prozent der de facto Infizierten. (Diese PCR-Ergebnisse aus einem Abstrich meiner Praxis die vor vor 12:00 genommen wurden, liegen von Mo-Fr meistens schon gegen 18:00 Uhr vor. Sind diese Ergebnisse zweimal in Folge im Abstand von 24 Stunden negativ, gilt  man als beschwerdefreie Person als nicht infiziert und ist aus der Quarantäe frei. Das ist für international arbeitende Unternehmen eine wichtige Information! Einschub Dr. Wiechert) Die Zahl der nicht dokumentierten Fälle, die aufgrund eines asymptomatischen oder milden Infektionsverlaufs nicht getestet wurden, lässt sich ausschließlich mit Antikörpertests nachweisen. „Eine hohe Rate nicht dokumentierter Fälle haben wir bereits vor Studienbeginn angenommen und sie hat sich nun, wie in anderen Hotspots auch, bestätigt„, so von Laer.

Wer also wissen will, ob er diese Erkrankung schon hatte, aber nichts davon gemerkt hat, bedarf des Antikörpertests. So einen Test biete ich in meiner Praxis aus dem Serum an. Ist der Test positiv, wird das Serum in ein anderes Labor zur Bestätigung des Ergebnisses mit einem anderen Test, verschickt.

Fühlt sich jemand krank und will wissen, ob es sich dabei um einen Virusinfekt handelt, kann mit einem Bluttest und 10-minütiger Wartezeit ebenfalls erfahren, ob die Symptome ggf. durch SARS-Cov-2 erzeugt sind oder ob es auf jeden Fall andere Gründe gibt. Im auffälligen Fall würde dann im Anschluss der 10-minütigen Wartezeit der Abstrich erfolgen!

 
 
Entlang der Infektionsketten mutiert das SARS-Cov2 etwa alle 2 Wochen. – Was ist zu tun?

Die Nachverfolgung der Infektionsketten, ich schrieb  bereits am 06.06.2020 über die Island-Studie DOI: 10.1056/NEJMoa2006100, zeigt mittlerweile mehr als 100 Mutationen und es erfolgt entlang der Infektionsketten etwa alle zwei Wochen eine Mutation. doi.org/10.1016/j.meegid.2020.104351

Diese Mutation sichert dem Virus das Überleben gegenüber den angepassten Immunsystemen.
Siehe dazu die Aussagen der Virologin Prof. von Laer aus dem vorherigen Artikel
.
Mutationen sind bei RNA-Viren allerdings nicht ungewöhnlich und erfreulicherweise hat sich bisher noch keine Mutation gezeigt, die die Gefährlichgkeit erhöht, weil durch bereits aktivierte Immunsysteme ein Selektionsdruck auf die Viren ausgeübt worden wäre.

Killer-T-Zellen mit einem bestimmten Oberflächenmarker (CD8) sind die wichtigsten Virenkiller. Sie töten virusinfizierte Körperzellen ab und unterbrechen damit die Vermehrung des Coronavirus SARS-CoV-2. Dazu hatte ich bereits ein Videointervew mit Frau Prof. Dr. König mit der Kernbotschaft, dass wir uns um unser Immunsystem kümmern müssen.
Lassen sich die CD8-Lymphozyten durch die neutrophilen Granulozyten, die sich eigentlich um Bakterien kümmern sollen, verdrängen, dann nimmt die SARS-Cov-2-Infektion einen potentiell schlimmen Verlauf, sagt Prof. Dr. Ulf Dittmer, Virologe der Universität Essen.

Ältere und übergewichtige Menschen haben neben denen, die immunsuppressive Medikamente oder Chemotherapie bekommen, meistens weniger Lymphozyten und schwächere T-Zellen.
Was man sich unter diesen schwächeren T-Zellen vorzustellen hat, weisen wir in Zusammenarbeit mit dem Labor von Frau Prof. Dr. König in der Mitochondrienfunktion der T-Zellen nach.
Mitochondrien sind aus Bakterien entstanden und sind auf Antibiotika, Chemotherapeutika, antivirale Mittel, Konservierungsmittel, Nanopartikel, Feinstaub, oxidativen Stress, Dauerbeanspruchung ohne erholsmae Phasen etc. besonders empfindlich.

 
 
Was passiert, wenn die Immunzellen vom SARS-Cov-2-infiziert werden?

In einzelnen Fällen kann es dazu kommen, dass die Immunzellen selbst, nämlich Monozyten und Makrophagen, von SARS-CoV-2 infiziert werden. Dieses geschieht  entweder über die ACE2-Rezeptoren auf der Zelloberfläche oder über die Aufnahme von Antikörper-Virus-Komplexen, weil die in den Zellen verdaut werden sollen, was dann aber wohl mißlingt. Sind die Immunzellen infiziert, führt es dazu, dass der NF-κB-Weg nicht mehr gehemmt wird und eine massive Produktion von proinflammatorischen Zytokinen einsetzt.

Hierfür hat sich ja in Studien gezeigt, dass die Infusion der relativ hohen Vitamin-C-Mengen das Ausmaß des Zytokinsturms hemmt. Dieses wurde in zwei Fällen in Iran auch mit der intravenösen Sauerstofftherapie erreicht.
Die Gabe von toxischen Substanzen kann diesen Prozess auch begrenzen, schädigt aber als Nebenwirkung die Funktion noch ausreichend gesunder Mitochodrien, wie der vorherige Artikel erwähnt.

 
 
Folgt der Corona-Pandemie eine CFS-Pandemie?

Prof. Dr. Carmen Scheibenbogen von der Charité in Berlin äussert die Befürchtung des Anstieges der chronischen Müdigkeits- oder Erschöpfungsyndrome infolge der Corona-Pandemie, weil frühere SARS- und MERS-Epidemien ebenfalls zu so einem Anstieg um etwa 22% geführt haben und äussert das gegenüber Medscape.
Man nennt das CFS auch myalgische Enzephalitis.

Auch aktuell wird von Covid19-Fällen berichtet, bei denen ganz gezielt das Hirn befallen war und wonach es zu erheblichen Erschöpfungen und verzögerten Hirnfunktionen gekommen ist. Dabei ist der Thalamus betroffen!
doi: 10.1148/radiol.2020201187

Bisher waren EBV und CMV die häufigsten mit dem CFS assoziierten Virus-Infektionen.
Hohe Antikörpertiter werden
von der einen Medizinergruppe als hocheffektives Immunsystem interpretiert und die andere Gruppe ist der Meinung, dass man sich nach einem einmaligen Infekt nahezu nicht mehr großartig mit den Viren auseinandersetzen müssen sollte und dass daher im Verlauf niedrigere AK-Titer zu erwarten sind.

Nun kann man diese beiden Lager aber zusammenführen, wenn man die Erreger, also die Erinformation dieser Viren mittels PCR im Vollblut nachweist. Findet man diese RNA-Schnipsel, dann ist es ein aktiver Prozess, findet man sie nicht, müssen die Beschwerden eine andere Ursache als diesen Infekt haben. Daher sollte man parallel auch die mitochondriale Funktion der CD-8-T- Zellen erfassen.

Es ist bekannt, dass solche Müdigkeitssyndrome meistens nach einem schweren Virusinfekt oder einem traumatischen Ereignis physischer oder psychologischer Art auftreten und man vermutet, dass es in diesen Phasen immer zu einer Erschöpfung der mitochondrialen Funktion kommt –
oder ein anderes anschauliches Ereignis –
bei den grauen Haaren weiß man auch, dass Noradrenalinstürme dazu führen, dass die Stammzellen der Melanozyten für die Färbung der Haare in diesem bildlichen Burnout-Scenario förmlich verbrennen.

Schaut man sich die mt-DNA-Sequenzierung an, also die Erbinformation der mitochondrialen DNA, die ja deutlich gefährdeter als die Zell-DNA ist, dann findet man von der Mutter vererbte Mutationen und neue erworbene Mutationen oder es ist auch alles in Ordnung.

In meiner bisherigen Praxiserfahrung der letzten Wochen, in denen ich solche Untersuchungen habe durchführen lassen, hat sich gezeigt, dass die Veranlagung zu einer „mitochondrial encephalomyopathy durchaus zu finden ist und ich vermute hier, trotz etwas veränderter Wortstellung, dass das Gleiche gemeint ist.
(5821 G A transition C MitoTIP20.90% 0.57 (3/523) DEAF helper mut.)

Demnach halte ich es für sinnvoll, wenn sich CFS-Patienten neben der generellen mitochondrialen Funktionsanalyse, wie ich es ja schon seit Jahren mache und damit die Schwäche bei ansonsten unauffälligen Laborparametern objektivieren kann, auch der mitochondrialen DNA-Sequenzierung zuwenden.

Diese Sequenzierung ist auch für andere Menschen interessant, denn wenn sich eine Risikoerhöhung für bestimmte Erkrankungen zeigt, dann kann dieses durch häufigere Vorsorgeuntersuchungen ggf. frühzeitig und heilend erkannt werden.

Es gibt aber auch das Recht auf das Nicht-Wissen solcher Veranlagungen, um sich nicht unnötig zu sorgen. Der Patient sollte sich also im Vorfeld genau überlegen, ob er es wissen will.
 

 
 
Die Praxis Dr. Wiechert wird im zweiten Halbjahr 2020 umziehen – es wird in der Woche vom 01.08. – 09.08.2020 sein.

Sie erkennen, dass wir auf dem WC Platz für einen Rollstuhl, aber auch für das Urinieren im Stehen vorsehen.

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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