Gesundheitsnewsletter vom 26.3.2017

von | 26. März 2017

Gesundheitsnewsletter vom 26.03.2017


Heute wurde die Zeit umgestellt, eine Stunde vor, also nicht, dass Sie morgen zu spät zum Termin kommen.


Die Themen:

  • Diabetes melltus Typ 2 kann durch Ernährungsumstellung binnen 16 Wochen medikamentenfrei sein

  • Amalgam – was wurde jetzt beschlossen?

  • Natürliche Killerzellen in der Tumorforschung

  • Flavonoide fördern den Fettabau

  • Zusatzstoffe können die positiven Eigenschaften von Lebensmitteln zunichte machen.

  • Nierenfunktion

  • Warum setzt die Torte bei dem einen an und dem anderen nicht ?

  • Altert die Zellumgebung, altert auch die Stammzelle. Es gibt Einflussmöglichkeiten.

  • Regenwaldbewohner haben trotz Entzündung nahezu keine Gefäßverkalkung


Diabetes melltus Typ 2 kann durch Ernährungsumstellung binnen 16 Wochen medikamentenfrei sein

Dazu gibt es nun eine Kurzzeitstudie mit 83 Personen, die die tägliche Kalorienzufuhr um 500 – 750 kcal senkte und einen personalisierten Sport- und Mahlzeitenplan bekam. 50 % der Teilnehmer erreichten binnen 8 Wochen die Medikamentenfreiheit mit Normoglykämie, nach 16 Wochen waren es sogar 70,4%. Wer Interesse an so einer Betreuung hat, möge sich melden, denn dass könnte man in einem Team erreichen.


Amalgam – was wurde jetzt beschlossen?

Amalgam wird europaweit jährlich in der Menge von 75 Tonnen verbaut und später zum Teil in Krematorien auch wieder in die Luft freigesetzt. Da kommt also noch etwas auf uns zu. So wissen wir, woher neben der Verbrennung fossiler Brennstoffe das Grundrauschen für Quecksilber in unseren Laboruntersuchungen kommt. Ab dem 1. Juli 2018 sollen Zahnärzte Amalgam bei Schwangeren und Kindern möglichst nicht mehr verwenden. Freie Mischungen soll es nicht mehr geben, sondern nur noch die Vordosierung. Bis 2020 soll geprüft werden, ob Zahnärzte bis 2030 ganz auf Amalgam verzichten können. Sie wissen ja, in Ihrem Mund ist Amalgam unbedenklich, in Ihrer Hand ist es Sondermüll. Für wie doof halten uns die Politikier eigentlich oder muss man das anders herum sehen?


Natürliche Killerzellen in der Tumorforschung

Natürliche Killerzellen kämpfen gegen Zellen, die infiziert sind oder Tumoren verursachen. Nun wurde wieder bestätigt, dass die Anwesenheit gesunder Zellen in der Umgebung der kranken Zellen, die Effektivität der natürlichen Killerzellen erhöht. Es geht also wieder einmal um das Microenvironment. Daher sollte die Therapie auf die Stärkung gesunder Zellen und den Ausgleich von Therapieerfolgshindernissen ausgelegt sein, denn die Mitochondrien gesunder und kranker Zellen reden miteinander.


Flavonoide fördern den Fettabau

Apigenin aus Sellerie, Petersilie, Hauhechel, Kamille, Schafgarbe und Naringenein ein Bitterstoff und Glykosid aus Orangen und Grapefruit gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die stoffwechselanregend wirken und somit auch den Fettabbau fördern können. Dem Apigenin wird nachgesagt, dass es auch den Glutathionspiegel intrazellulär erhöhe. Sekundäre Pflanzenstoffe sind wichtige Bestandteile natürlicher Ernährung und haben in Ihrer Vielfalt in abwechslungsreicher Rotationskost einen gesundheitsfördernden Einfluss. Einzelne Stoffe sind schon soweit beforscht, dass man sie als Extrakt vermarktet, um ihre Wirkung zu potenzieren.
Bei solchen Produkten sollte man stets darauf achten, dass man nicht durch Zusätze wie Polysorbat 80 oder Carboxymethylcellulose, auch als Cellulosegummi mit abführender Wirkung bekannt bzw. im Tierversuch auch bekannt dafür, dass es die Darm-Blutschranke schädigt oder dass die Nanotechnologie das gute Grundprodukt wieder negativ beeinflußt.


Zusatzstoffe können die positiven Eigenschaften von Lebensmitteln zunichte machen.

Bei an sich gesunden Produkten sollte man stets darauf achten, dass man nicht durch Zusätze wie Polysorbat 80 oder Carboxymethylcellulose, die als unschädlich gilt, auch als Cellulosegummi mit abführender Wirkung bekannt ist bzw. im Tierversuch belegt, dass sie auch die Darm-Blutschranke schädigt oder die Nanotechnologie das gute Grundprodukt wieder negativ beeinflußt.
Wer sich über die Nanotechnologie in Alltagsprodukten informieren möchte, findet hier eine Datenbank bei Nanowatch. Eines der bekanntesten Nanopartikel, dem man sich nahezu nicht mehr entziehen kann, ist Titandioxidstaub, siehe dazu auch bisherige Titan-Artikel, der die Welt ähnlich stark überzieht wie Aluminiumstaub. Letzterer ist dem verlinkten Bericht zufolge gefährlicher als Cadmium, das uns über den Kunstdünger und Rauch erreicht. In dem Artikel wird auch beschrieben, das Aluminium über Transferrin und Citrat in alle Körperzellen gelangen kann. 0,1% der aufgenommenen Menge findet diesen Weg, bei Trinkmasser sind es schon 0,3%. Wer davon täglich 1-2 Liter trinkt, baut sich wie ein fleißiger Sparer ein kleines bedeutsames Depot auf. Gut, dass ich einen Umkehrosmosefilter nutze und mich in gewissen Abständen auch cheliere.


Nierenfunktion

Die Nierenfunktion hat etwas mit der Entgiftung des Körpers, dem pH-Wert des Blutes und damit auch mit dem Osteoporoserisiko, aber auch mit dem Blutdruck zu tun. Wird die Niere in Ihrer Funktion beeinträchtigt, weil z.B. der Perfusionsdruck nicht mehr stimmt oder die Zellen durch Toxine aus einem Infekt oder aus Medikamenten oder aus einer Fehlernährung direkt geschädigt werden, leidet der ganze Körper und muss die Therapie an die  Ausscheidungsleistung der Niere angepasst werden. Dieses gilt für alltägliche Medikamente genauso wie für Chemotherapeutika und Immunsuppressiva. Interessant ist, dass es gute Forschungsergebnisse gibt, die den flankierenden Einsatz von Magnesium- oder Acetylcysteinnfusionen belegen und dass der pH-Wert des Urins oftmals kontrolliert und angepasst, meistens angehoben, werden sollte. Wer also eine eingeschränkte Nierenfunktion hat, am besten dokumentiert anhand des Cystatin C und nicht nur durch die Kreatininclearance, der sollte sich auch durch einen Nephrologen mitbehandeln lassen und das Internet zu den Nebenwirkungen seiner Medikamente auf echten Fachseiten befragen.
Take-home-Message: Jährliche Kontrolle anhand von Cystatin C und Harnstoff und Harnsäure. Blutdruckanstieg sollte immer die Frage nach dem Warum auslösen, denn meistens erfordert die Niere einen erhöhten Perfusionsdruck. Eine reine Blutdrucksenkung wird diesem Problem nicht gerecht. Schmerzmedikamente haben oft eine erhebliches Gefährdungspotential der Nierenfunktion. Mikrodurchblutungsstörungen der Niere betreffen auch alle anderen Organe und stehen im Zusammenhang mit Nervernschäden, Hirnschäden, Arteriosklerose, Herz- und Hirninfarkt. Die positiven Enflüsse der intravenösen Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger sollten öfter genutzt werden. Man sollte nicht erst damit beginnen, wenn die Dialyse fast nicht mehr abwendbar ist.


Warum setzt die Torte bei dem einen an und dem anderen nicht ?

Neuigkeiten aus der Forschung rund um das braune Fettgewebe, dass die Energie, insbesondere Zuckerenergie, schnell in Wärme umsetzt, geben hier Antworten. So wissen wir aufgrund von PET-Scans nun, dass wir viel mehr braunes Fettgewebe besitzen, als die Lehrbücher bisher lehren. Absolut neu ist, dass diese Aktivität des braunen Fettgewebes mit der Kreatininclearance der der Niere korreliert, also der Nierenfunktion!


Altert die Zellumgebung, altert auch die Stammzelle. Es gibt Einflussmöglichkeiten.

Das Osteopontin wird bei erhöhtem Knochenumbau im Sinne der Osteomalazie und Osteoporose vermindert gebildet. Parallel dazu sieht man im Tierversuch auch eine vermehrte Zellalterung der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark, also die Gefahr von Blutkrebs. Bisher sah man Osteopontin eher als einen Risikofaktor bei Tumorerkrankungen und Nierensteinen sowie kurz vor einem MS-Schub. Selbst chronisch entzündliche Autoimmunerkrankungen wie M.Crohn, Rheuma, Lupus erythematodes aber auch Arterienverkalkung werden damit in Zusammenhang gebracht. Seine Bildung wird durch aktives Vitamin-D3 stimuliert. Bei chronisch degenerativen und Krebserkrankungen waren die Vitamin-D-Spiegel oft über viele Jahre im Defizit. Fast jede Zelle hat einen Vitamin-D-Rezeptor und das Vitamn D hat einen Hormoncharakter. Es reguliert das Immunsystem, den Knochenstoffwechsel, aber auch die Zellteilung.
Die neue Forschungsergebnisse zeigen nun, dass Osteopontin die Stammzellen erneuert. Die bei den Krebsarten gemessenen hohen Werte sind demnach wohl ein sehr späte, aber eigentlich sinnvolle Notfalleistung, um eigentlich das Überleben zu sichern. Eigentlich deshalb, weil der diese Reaktion wohl zu spät erfolgt. Daher sollten Einflussgrößen, wie das Vitamin D, lebenslang in einer den Forschungsergebnissen abgeleiteten Optimaldosis mit täglicher Auffrischung vorliegen.


Regenwaldbewohner haben trotz Entzündung nahezu keine Gefäßverkalkung

700 Ureinwohner der Amazonasregion werden seit Jahren in einem Forschungsprojekt begleitet und nun auch einer CT-Untersuchungen mit Erhebung des Calcium-Scores der Arterien unterzogen. Trotz geringer Einschränkungen bezeichnen die Forscher die Ergebnisse der Arterienverkalkung bei den 40 bis 94-Jährigen als jungfräulich. Dabei ist verwunderlich, dass der bei uns etablierte Risikofaktor CRP >3mg/l für die Gefäßverkalkung und nachfolgendem 10-Jahresrisiko für Herz oder Hirninfarkt, in dieser Region nicht gilt, denn die Entzündungswerte sind bei diesen Amazonaseinwohnern durch Entzündung im Rahmen von Infektionen oder verminderten hygienischen Zuständen deutlich erhöht. Nur ca. 10 % der Teilnehmer haben einen BMI über 30 oder LDL-Cholesterinwerte über 130 mg/dl. Entzündungswerte wie IL 5 und IL10, also Werte, die wir auch mit der intravenösen Sauerstofftherapie unter dem Gedanken des Pseudoparasiten Sauerstoffbläschen und der Hygienehypothese, die hier im Urwald greift, diskutieren und mit regenerativen Therapieergebnisse in Verbindung bringen, stehen im Zusammenhang mit verminderter Gefäßverkalkung.
Was unterscheidet diese Menschen von uns?
Genetische Vorteile konnten ausgeschlossen werden. Sie bewegen sich nur 10% der wachen Zeit, sind also den klassischen Säugetieren mit Ihrer Tagesgestaltung sehr ähnlich. Die Ernährung besteht zu 72 % aus komplizierten Kohlenhydraten und die Gesamtfettaufnahme liegt bei 38g, wobei 11g gesättigte Fettsäuren sind. Die Fette kommen aus Nüssen und Samen sowie neben den Eiweißen auuch aus den erlegten Tieren. Diese Tiere sind ebenfalls mit einem guten Arachidonsäure/Eicosapentaensäurespiegel versehen. Industrielle Transfettsäuren gibt es gar nicht. Zusatzstoffe in der Nahrung fehlen ebenfalls. Der Faserstoffanteil der Nahrung aus Maniok, Reis, Nüssen etc. dürfte unsere Empfehlungen von 30g/Tag deutlich überschreiten. Bei dieser Aktivität von nur 10 % körperlicher Aktivität der wachen Zeit, dürfte die Gesamtkalorienzahl auch deutlich unter unserem Verbrauch liegen. Die Nichtkonfrontation mit der medialen Welt und ihren emotionalen und rationalen Einflüssen, der ständigen Erreichbarkeit, der somit ausreichenden Mikronährstoffversorgung für diese geringe Aktivität und nahezu nicht vorhandene Stresskomponente dürften eine weitere wichtige Einflussgröße sein.
Quelle: Kaplan H et al. Coronary atherosclerosis in indigenous Southa American Tsimane: a cross-sectional cohort study, Lancet 2017, 17. März 2017, doi: 10.1016/S0140-6736(17)30752-3

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