Gesundheitsnewsletter vom 25.6.2017

von | 25. Juni 2017

Gesundheitsnewsletter vom 25.06.2017


Da ich in letzter Zeit zunehmend von Patienten konsultiert werde, die nicht mehr so richtig im Saft stehen und wegen Normwerten in den klassischen Laborparametern in die psychosomatische Ecke gestellt werden, habe ich mich einmal daran gemacht den Betrachtungsumfang einer solchen Fragestellung zusammen zu stellen.
Burnout – Erschöpfungssyndrom – bis hin zu Krebs, wo liegen hier die Stellgrößen der Physio- und Pathophysiologie?


Die Themen:

  • Warum ist Burnout ein mitochondriales biochemisches Problem?

  • Vitamin D und MS, drei Studien, die sich diesem Thema widmen

  • Aluminium und MS

  • Am Tag des Cholesterins erging der Aufruf das Lipoprotein a checken zu lassen

  • Welche Bedeutung kommt dem Melatonin zu?

  • Was hat GABA mit Diabetes mellitus zu tun und wie wirkt es als Neurotransmitter?


Warum ist Burnout ein mitochondriales biochemisches Problem?

Das Erschöpfungssyndrom, auch gerne als Burnout-Syndrom beschrieben, wird schwerpunktmäßig in die psychosomatische Ecke gestellt. Man kämpft um Anerkennung in einer Sache, für die man brennt. Dabei vernachlässigt man sich selbst und erschöpft letztendlich die Kompensationsmöglichkeiten, der Akku ist leer. Diese Komponente wird bei der Diagnostik und Therapie meistens ausgespart. Aber was ist der Akku? Hier geht es um die mitochondriale Funktion und darauf gehe ich in dem verlinkten Artikel ein.  Das mitochondriale Dysfunktionen auch an der Ursache anderer Erkrankungen wie Insulinresistenz, Bluthochdruck, der Ausprägung der Autoimmunerkrankungen, Krebs etc. beteiligt sind, wird hier nicht bearbeitet, sollte aber für das Verständnis der Bedeutung dieser Zusammenhänge im Hinterkopf präsent sein. Ich stelle hier neue mitochondriale Testverfahren vor.


Vitamin D und MS, drei Studien, die sich diesem Thema widmen

Menschen mit dunkler Haut haben einen stärkeren UV-Filter und können ein Vitamin-D-Defizit aufbauen.
Wie hoch sollen Vitamin-D-Dosierungen bei MS sein und welchen Effekt haben die auf das Absenken des Interleukin 17.
Welchen Effekt haben geringe Vitamin-D-Spiegel auf die Präsenz einer MS und welchen Einfluss haben höhere versus niedrigeren Spiegeln auf den Fortschritt der Erkrankung.
Wer als MS-Patient nach der Lektüre dieser Artikel noch an der Indikation und Wissenschaftlichkeit eines 25-OH-D3-Spiegels, der mit täglichen Dosierungen zu halten ist, zweifelt, der wird mit meiner Art zu diagnostizieren und zu therapieren nicht glücklich werden. Bei chronischen Erkrankungen gilt immer: "Wenn man nichts ändert, dann ändert sich meistens auch nichts."


Aluminium und MS

Ich schrieb bereits in der Vergangenheit darüber, nun gibt es dazu eine neue Veröffentlichung. Ein Großteil des aufgenommenenn Aluminiums wird über die Nieren ausgeschiedenen, der verbleibenden Anteil hat allerdings eine sehr lange Halbwertszeit und gelangt auch in das Nervensystem. Berechnungen zur Folge beläuft sich die lebenslange Akkumulation von Aluminium im Durchschnitt auf 35 g. Impfungen haben daran einen Anteil von etwa 1,5 %, allerdings sind es immer relativ hohe Mengen/Zeit. Experten sehen innerhalb von 42 Tagen nach Impfungen mit Totimpfstoffen einen Zusammenhang zu autoimmunen Prozessen des Nervensystems. Den größten Teil des Aluminiums nehmen wir aber über die Nahrung auf. Ich denke ja, dass der Aluminiumgehalt im Essen mit für die Vielzahl der Unverträglichkeiten verantwortlich ist, da es hier ja genauso wie in den Totimpfstoffen als Wirkverstärker wirkt und weiße Blutkörperchen, wahrscheinlich neutrophile Granulozyten, anlockt und darüber dann Calprotectin freisetzt, also eine Entzündung auslöst. Das Aluminium auch etwas mit M. Alzheimer und Brustkrebs zu tun hat, ist kein Geheimnis mehr. Praxiseigene Daten zeigen Zusammenhänge zu Frühaborten in der Untersuchung der Plazenta und zu Magen-Darm-Polypen auf Schwer- und Übergangsmetalle. Daher warnt das BfR auch schon länger vor Fruchtsäften aus Aluentsaftern, Gerichten aus Aluschalen etc.


Am Tag des Cholesterins erging der Aufruf das Lipoprotein a checken zu lassen

Lipoprotein a ist ein eigenständiger Risikofaktor für erhöhte Gerinnungsbereitschaft und Herzkranzgefäßerkrankung. Es korrliert auch mit erhöhten Werten der D-Dimere, die auch etwas mit eingeschränkter Mikrodurchblutung zu tun haben. Auf der einen Seite sieht es aus wie das ungünstige LDL, im Volksmund "Lass das lieber-Cholesterin" genannt und auf der anderen Seite sieht es aus wie Plasminogen activator inhibitor (PAI). Dazu haben wir im Studiium  gelernt: "If PAI is high, you will die!" Einfluss kann man nehmen mit einem gesunden Lebensstil und einer Optimierung der antioxidativen Kapazität. Lipoprotein a ist fester Bestandteil meines Vorsorgeprofils.


Welche Bedeutung kommt dem Melatonin zu?

Melatonin ist das körpereigene Schlafhormon. Viele Menschen haben Ein- und Durchschlafstörungen. Es wird aus Tryptophan über Serotonin gebaut und ist auch ein Antioxidanz. Mit einem Melatonin-Testset zu den Zeiten 22:00-00:00-02:00 kann man erfassen, ob der Körper ausreichend Melatonin bildet. Fehlt es, wäre eine Ergänzung ein relativ natürlicher Weg zu besserem Schlaf und das ohne Abhängigkeitspotential oder Hang over.


Was hat GABA mit Diabetes mellitus zu tun und wie wirkt es als Neurotransmitter?

GABA ist ein biogenes Amin und wird aus der Glutaminsäure gebaut. Es hat einen beruhigenden Effekt auf das Nervensystem, fördert aber auch geringgradig die Bildung des Wachstumshormons. Mangelt es, wird vermehrt Glukagon freigesetzt, wodurch dann der Zuckerspiegel ansteigt. Im Hirn ist GABA der Gegenspieler zu dem körpereigenen präexitatorischen Glutamat, auch als Geschmacksverstärker bekannt, dass zu einem Unruhegefühl führen kann, wie man es auch als China-Man-Syndrom beschreibt. Es hat schmerzstillende Wirkung bei chronischen Schmerzsyndromen und hat blutdruckstabilisierende Einflüsse. Es sollte nur in Verbindung mit Laboruntersuchungen eingesetzt werden. Der Neurotranmittertest aus dem 2. Morgenurin ist hierfür validiert.

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