Gesundheitsnewsletter vom 25.11.2016

von | 25. November 2016

Gesundheitsnewsletter vom 25.11.2016

Sonntag ist es soweit, der 1. Adventssonntag und das Türchen im Adventskalender bleibt noch zu!

In meiner Bremer Praxis ist die Tür aber von 14:00 bis 18:00 Uhr für Sie offen. Mehr als 50 Interessenten haben sich fest angemeldet, um in vorweihnachtlicher Stimmung bei leckeren Süßigkeiten, Schmalzbroten, Glühwein, Kinderpunsch, glutenfreien frischen heissen Waffeln und leckeren Keksen mit uns die erste Adventskerze an zu zünden und über die Tasse hinweg auf Augenhöhe etwas über die Besonderheiten dieser Praxis zu erfahren. Pappbecher und Pappteller haben wir genug, die Tassen und Becher sind begrenzt. Wer also Wert auf eine Tasse legt, möge bitte eine mitbringen.
Die leckeren klebrigen Sachen gibt es vor der Praxis an einem zentralen urigen Stehtisch. Der Wetterbericht spricht von trocken und kalt, so schmecken die Leckereien am besten. Bedenken Sie das bitte bei Ihrer Bekleidungsauswahl.

Mein Team und ich freuen uns auch auf Ihren spontanen Besuch. Bringen Sie gerne jemanden mit, von dem Sie meinen, dass er einmal unverbindlich hinter die Eingangstür schauen sollte.

Hier noch schnell ein paar medizinische Informationen, um Ihnen für die Wartezeit bis dahin, Ablenkung zu verschaffen.

Die Themen:

  • Medikament für die Psoriasis-Arthritis und Plaque-Psoriais erhält Warnhinweis auf Selbstmorgedanken, insbesondere bei depressiver Grundstimmung

  • IgA-Antikörper gegen Gewebs-Transglutaminase und Anti-Gliadin-AK sind heute die Verlaufsparameter der Aktivität der Zöliakie

  • Dellwarzen mit Polyvidonjod behandeln

  • N-Acetylcystein, warum ist das so wichtig?


Medikament für die Psoriasis-Arthritis und Plaque-Psoriais erhält Warnhinweis auf Selbstmorgedanken, insbesondere bei depressiver Grundstimmung

Der Rote-Hand-Brief weist darauf hin, dass es unter einer Therapie mit Apremilast, einem Phosphodiesterasehemmer-4, der die TNF-a-Bildung reduziert und bei Schuppenflechte eingesetzt wird, zu vermehrten Selbstmordgedanken kommt. Seit 20.03.16, dem Tag der Markteinführung, wurden bereits 65 Fälle gemeldet, fünfmal war der Selbstmordversuch erfolgreich. Sollten Sie oder Ihre Angehörigen dieses Medikament einnehmen, dann seien Sie aufmerksam.
Die Schuppenflechte wird neben TNFa auch durch IL1-b und IL-17 getriggert. Vitamin-D und E haben einen guten Effekt, Vitamin C sollte nicht mangeln, meistens mangelt Zink, die Omega-3-Fettsäure stellen sich oft als proinflammatorischer Quotient dar, häufig liegt ein Leaky-Gut Syndrom vor, das über die LPS die Bildung von Il-1b triggert.
Psoriasispatienten, die eine Oxyvenierungstherapie erhalten, berichten in der zweiten Woche meistens über deutliche Verbesserungen der Plaquebildung. Eine praxisinterne Studie zu den Il-1b/Il-1-RA-Quotienten zeigt eine deutliche Verbesserung im Rahmen der Oxyvenierungstherapie, so dass diese Beobachtungen sich vermutlich auch biochemisch erklären lassen. Die Sanakintherapie, die der Grund für diese Studie war, nutzt diesen Quotienten für intraartikuläre oder auch subcutane Injektionen, je nachdem, ob es sich um Gelenk- oder Hautsymptome handelt und setzt dabei auf die körpereigenen Regulationsprozesse.
Bevor man also von Hoffnungslosigkeit oder Therapieresistenz spricht, sollte man diese Möglichkeit noch einmal in Betracht ziehen.


IgA-Antikörper gegen Gewebs-Transglutaminase und Anti-Gliadin-AK sind heute die Verlaufsparameter der Aktivität der Zöliakie

Trotz glutenfreier Diät über mindestens ein Jahr bleibt der Erfolg bei Kindern und Jugendlichen in 20 Prozent der Fälle aus. Um die Endoskopien und Biopsien zu vermeiden, greift am auf die IgA-Antikörper, speziell die Anti-Transglutaminsae-AK, zurück. Normalisiert sich der Wert, wird von einer Heilung ausgegangen, was nicht heißt, dass man wieder Gluten essen darf. 19% der Patienten mit unauffälligen Antikörpern im Stuhl, hatten bei der Biopsie dennoch eine histologisch aktive Zöliakie. In Kontrolluntersuchungen  hatten 32% der Patienten mit auffälligen Antikörpern im Stuhl keine histologische Zöliakie und nur 43 % derer, die eine auffällige Histologie aufwiesen, hatten auch auffällige Antikörper im Stuhl. Demnach kommt man für die Diagnostik nicht um eine Biopsie herum, dennoch ist die Empfehlung, das Gluten bei auffälligen Stuhlbefunde konsequent zu meiden, wohl nach wie vor richtig.
Die Untersuchung der Wirkung des Gutens und des Gliadins mit Hilfe des ALCAT-Testes ist ein weiterer Baustein der Diagnostik. Dieser unterstützt in der Zusammenschau mit den Stuhlparametern die Unterscheidung zwischen einer Zöliakie und einer Gluten-/Gliadinsensitivität, von der diejenigen 32% derer betroffen sein müssen, die in der oben erwähnten Studie einen auffälligen Stuhlbefund, aber eine unauffällige Histologie aufwiesen.


Dellwarzen mit Polyvidonjod behandeln

Dellwarzen sind hochansteckend und eigentlich mit Hausmitteln behandelbar. Ein Artikel von dem Dermatologen Dr. Michael Schnicke aus Bonn in der Medical Tribune, 51. Jahrgang, Nr. 46, vom 18. November 2016 beschreibt, dass man die Mollusken mit Povidon und einem Q-Tip behandeln kann. Dazu wird jede Dellwarze mit einem Tropfen Jod benetzt, dieser soll 20 Minuten einwirken und dann wird der Tropfen abgetupft. Der Restfilm soll verbleiben. Wenn man dass einige Abende macht, kann man zusehen, wie die Dellwarzen weniger werden. Also nichts mit schmerzhaften Curettagen, Vereisungen oder Ätztherapien.


N-Acetylcystein, warum ist das so wichtig?

Ich untersuche bei meinen Patienten häufig den Aminosäurestatus. In sicherlich 90% der Fälle sehe ich bei den Patienten, die mich aufsuchen, einen Mangel an Cystin. Das ist die Speicherform von Cystein. Wenn ich diese Aminosäure, die der Körper aus der essentiellen Aminosäure  Methionin bauen kann, ersetze, dann muss ich auch das Homocystein kontrollieren, denn bei einer Methylierungsschwäche würde dieser Wert dann ansteigen und über vermehrten oxidativen Stress auch das Arterioskleroserisiko erhöhen. Dem kann ich aber mit angepassten Vitamin-B-Dosierungen begegnen. Nun wurde auf dem Annual Congress of the European Society of Cardiology unter dem Thema N-Acetylcysteine in Akute Myocardial Infarction berichtet, dass es in Kombination zu Glyceroltrinitrat, dem bekannten Nito-Spray oder der Zerbeisskapsel, eine perfekte Ergänzung ist. Man gab in der ersten Stunde 20mg/Min und ab der zweiten Stunde 10 mg/Min für weitere 47 Stunden.Sowohl nach einer Woche als auch nach drei Monaten wurde mittels MRT die Infarktgröße dokumentiert. In der NAC-Gruppe war die Infarktgröße nach der ersten Woche um 33 % und nach drei Monaten um 50 % kleiner, als in der reinen Nitro-Gruppe.
Sie wissen nicht, an welchen Kardiologen Sie im Notfall geraten.
Warum also nicht primärpräventiv dafür sorgen, dass der Cystinspiegel in der Norm liegt?
Sehen Sie hier ein Review über die Bedeutung des NAC in der Kardiologie über die letzten 10 Jahre.
Wer ist nicht alles von einer Nierenschwäche betroffen?
Lesen Sie, was die pharmakologische Zeitung zur Nierenschwäche und zum Thema Cystein berichtet. Hat Ihr Nephrologe oder Radiologe, der eine Darstellung  mit Kontrastmitteln durchführt,  diesen Wert schon einmal kontrolliert oder Ihnen dieses Cystein schon einmal prophylaktisch gespritzt?

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