Gesundheitsnewsletter vom 24.07.2021 – Verschiedene Impfstoffe – Wirkung/Nebenwirkung – Corona-Nasenspray – Long-Covid-ME/CFS – Herz/Lunge – Zeckenrolle

von | 24. Juli 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 24.07.2021
 
Die Praxis ist vom 30.07.2021 12:00 bis zum 15.08.2021 einschließlich geschlossen – beachten Sie Ihre Rezeptwünsche!

Der Newsletter geht ebenfalls in die Sommerpause.

Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Das heutige Video beschäftigt sich mit der
Corona-Kreuzimpfung und
mit einem Licht am Horizont bei
Long-Covid-Syndrom, ME/CFS.
Dazu mehr in dem dazu erstellten Artikel.
Dort erfahren Sie auch etwas zu dokumentierten NW.

 
Die Themen:

 

 
 
Bieten Kreuzimpfungen gegen Corona ausreichenden Schutz? –  Die WHO sagt noch nicht ja – Wie bewirken die momentanen Impfstoffe, dass der Körper die Spikeproteine erzeugt und erkennt – was kommt demnächst vermutlich als schützendes Nasenspray auf den Markt?

In aller Kürze: Die WHO vermisst Studien zur Wirksamkeit der Kreuzimpfung, dem Mixmatch und Malta will daher Menschen mit so einem Impfmuster nicht einreisen lassen. Wie ist es mit anderen Ländern?

Zur vermuteten Wirkung der Kreuzimpfung und dem Begriff Mixmatch hatte ich mich schon am 17.04.2021 erstmals geäussert, aber ich habe auch immer wieder von den verschiedenen Effekten der Impfstoffklassen gesprochen, die man neben einem erweiterten Immunspektrum eben auch einkauft. Das muss die WHO nun als Nachweis akzeptieren, damit Sie nach Malta dürfen.
July 14, 2021 DOI: 10.1056/NEJMc2110716 Immune responses against SARS-CoV-2 variants after heterologous and homologous ChAdOx1 nCoV-19/BNT162b2 vaccination

In dem Video erkläre ich noch einmal anhand meiner Finger, wie die Spikeproteine an  die Zelloberfläche kommen und wie das Immunsystem im günstigen oder auch im ungünstigen Fall darauf reagiert. Es wurde sogar gezeigt, dass deutlich niedrigere Impfdosen, nämlich nur 25% der üblichen Dosis, vergleichbare Effekte zeigen.

Aus aktuellem Anlass, nämlich Erfahrungen meiner Mitarbeiter, aber auch von Patienten, einer ist gerade im Krankenhaus, kann ich erfreulicherweise zeigen, dass insbesondere bei der Zweitimpfung alle, die sich mit Vitalstoffinfusionen zeitnah zur Impfung versorgen, symptomfrei blieben und dass andere, aber keineswegs alle, entweder mehrere Tage arbeitsunfähig waren oder dabei Kopfschmerzen mit extremer Reizung der Hirnhäute mit bisher unbekannten Kopfschmerzen, Schwäche, Übelkeit, hohem Fieber reagieren.

Da die Nebenwirkung sich an den D-Dimeren, CRP, Blutbild, Thrombozyten, Herzwerten und im Verlauf sicherlich auch Nierenwerten und anderen Organparametern äussert, sollten diese vor der Impfung und dann bei Symptomen erneut abgenommen werden, um hier den Zusammenhag glasklar zeigen zu können.
Bei dem Krankenhauspatienten hatten wir D-Dimere 5160mg/l, CRP 93,2 mg/l, Leukozyten 2,1/nlneutrophile Granulozyten 1,7/nl, Lymphozyten 0,21/nl, Thrombozyten 64/nl, Na 134 mmmol/l. CK und GOT, Krea i.O, CKMB oder BGA oder Troponin nicht geschaut.
Die Therapie war dann Novalgin, was ja die Gefäße erweitert und das Fieber senkt, aber die Kopfschmerzen verschwanden nicht. Die Gabe von Ibuprofen half dann, weil es entzündungshemmend wirkt, aber weil es über die Hemmung der Arachidonkaskade und damit der Bildung von Prostacyclin durchblutungsstörend nebenwirkt, hätte ich für die Entzündungshemmung einen anderen Weg gewählt. Die Kontrolle der Nierenwerte in ein paar Tagen wird zeigen, ob dieses Therapieschema für diesen Patienten okay war oder ob die Niere, stumm leidend, ihre Funktion deutlich eingeschränkt haben wird. CT und danach MRT des Hirns und Rö der Lunge waren übrigens unauffällig.

Hier bescheibt eine 32-jährige Apothekerin, die nach einer Impfnebenwirkung gie fast zum Tode führte, nun in Reha ist und keineswegs arbeitsfähig ist, dass Sie sich dennoch wieder einer Impfung stellen würde, die Entscheidung dafür also keineswegs bereut – ein Neclegt?.

Coronaviren aktivieren evt. die fast bei jedem Menschen vorhandenen EBV und Herpes simplex-6-Viren. Die wiederum erzeugen mitunter miRNA und Autoantikörper, die dann auch zur Fragmentierung der Mitochondrien führen, wie Dr. Prusty in einem Video bei Arte bei Minute 30 bis 35 zeigt.
Bei ME/CFS-Patienten im Vollbild sind diese Autoantikörper regelmäßig zu finden, bei weniger stark ausgeprägten Symptomen sind auch die Antikörperergebnisse nicht so eindeutig und das Ausmaß der Mitochondrienfragmentierung ist geringer. So lassen sich hier Vermutungen zur Ursache und Wirkung bei Long-Covid-Syndromen ableiten.
DOI: 10.3389/fimmu.2019.02619
Für die Rehabilitation der Post-Covid-Patienten gibt es nun eine Deutsche Leitlinie.

BC007 wird bisher, seit April 19, in der Herzforschung bei der nichtischämischen Kardiomyopathie untersucht und wird nun auch in der Wirkung gegen andere Autoantikörper getestet. Die Erfolge gegen AAK gegen G-Protein gekoppelte Rezeptoren sind dosisabhängig reproduzierbar und wurde wohl extrem gut vertragen. Clin Res Cardiol 108, Suppl 1, April 2019

Das DNA basierte Therapeutikum BC007 eliminiert funktionell aktive, pathogene Autoantikörper gegen G-Protein gekoppelte Rezeptoren bei Patienten mit Kardiomyopathie – Ergebnisse einer Phase 1 Studie
J. Mueller1, A. Haberland1, N.-P. Becker1, K. Wenzel1, G. Wallukat1, P. Goettel1, S. Schulze-Rothe1, I. Schimke1, G. Golor2, M. Grossmann2, A. Sinn2, M. Steiper3, T. Yilmaz1, A. Wallukat1, S. Becker1
1Research Dept., Berlin Cures, Berlin; 2Phase 1 Unit, PAREXEL, Berlin; 3Regulatory Research, Pharmalex, Mannheim
;

Dazu gibt es weltweit einen ersten Therapieversuch an der Uniklinik Erlangen.
Neutralization of Autoantibodies Targeting G-Protein Coupled Receptors Improves Capillary Impairment and Fatigue Symptoms after COVID-19 Infection

Das Aptamer BC007 kann wohl solche Autoantikörper binden und möglicherweise auch das Coronavirus am Eindringen in die Zelle hindern.

 
 
Feinstaubbelastung und Sport oder andere körperliche Anstrenung passen nicht zusammen – nach einem Covid19-Infekt sollte man vor dem Leistungssport ein kardiales Screening durchlaufen.

Schon am 30.03.2014 hatte ich über dieses Thema berichtet. Seinerzeit war die Escape-Studie die Grundlage der Informationen. „Die Forscher ermittelten einen Zuwachs der koronaren Ereignisse um 13 %, wenn die Feinstaubbelastung von  einem Durchmesser von 2,5 µnm auf 5 µg/Kubikmeter Luft anstieg. Bei einer Partikelgröße von 10 µm bewirkt eine Zunahme der Feinstaubbelastung um 10 µg/Kubikmeter einen Anstieg der Erkrankungszahlen um 10 %. Demnach müssen die Grenzwerte noch weiter abgesenkt werden.
Der Feinstaub des Verkehrs lässt sich ganz gut an der Messung von Palladium und Blei im Urin abschätzen.“ (2014)
In der aktuellen Studie geht es um junge Menschen und deren Gesundheitsrisiko wenn Sie eigentlich glauben, etwas für die Gesundheit zu tun. Thomas Münzel vom DZHK äussert gegenüber dem Ärzteblatt, dass es sinnvoll wäre, sich vor einer solchen Freiluftbetätigung die aktuellen Feinstaubwerte anzuschauen.
doi.org/10.1093/eurheartj/ehab139
Das ist auch insbesondere deshalb wichtig, weil die Feinstaubpartikel sogar plazentagängig sind, also das ungeborene Leben errreichen können, worüber ich Sie am 28.09.2019 informierte.
DOI: 10.1038/s41467-019-11654-3

Wie sich der Sport unter Feinstaubverhältnisse auf das Herz auswirkt, kann man auch mit den gleichen Messparametern wie bei dem Verdacht auf Myokarditis oder Pericarditis erfassen, wie ich es am 17.07.2021 berichtet habe.
Wer das Gefühl hat, dass seine Herzleistung in diesem Zusmmenhang beeinträchtigt ist, also Verdacht auf Myokarditis oder Perikarditis, kann sich mit den Laborwerten des hs-Troponin in Ruhe und nach einer definierten Belastung und dem Vergleich des 3-D-Vektor-EKGs vor und nach Belastung eventuell auch mit den Werten CKgesamt, CKMb und HBDH vor und nach Belastung untersuchen lassen, ob hier eine herzbezogenen Auffälligkeit besteht oder nicht. Wenn ja, dann wäre der Kardiologe für die Therapie und ggf. die ein diagnostisches Herz-MRT der nächste Schritt.

Dieser Ansatz gibt für den Wiedereinstieg ins Training deutlich mehr Sicherheit, wie Studiendaten aus dem Profisport der USA bestätigen. Von 789 Sportlern beiderlei Geschlechts hatten 58,3% eine symptomatische und 41,7% ohne oder mit minimalen Beschwerden die Covid19-Infektion durchlebt. Sportler mit schwerem Verlauf wurde aus der Studie ausgeschlossen.
In der Basisdiagnostik waren 30 Teilnehmer auffällig und bei fünf Teilnehmer zeigte sich auch im Herz-MRT eine entzündliche Beteiligung, also Myokarditis oder Perikarditis. Das sind die klassischen Kandidaten für den plötzlichen Herztod unter Belastung.
doi:10.1001/jamacardio.2021.0565

Sportler mit Leistungseinbußen wenden sich an die Spezialambulanz in Ulm, die mit dem Ansturm personell und materiell nicht mehr gewachsen ist. Von den ersten 1000 Anfragen konnten erst 250 abgearbeitet werden. Die meisten Sportler, die sich hier melden, sind zwischen 40 und 50 Jahren alt. „Was etwa mit einer Blutuntersuchung, einem Ultraschall des Herzen und einem Lungenfunktionstest beginnt, wird je nach Befund beispielsweise mit einer Kernspintomographie des Herzen und individuellen Nachuntersuchungen fortgesetzt.“
 
 
www.pneumotox.com/drug/index/?page=2
Lungenkrank durch Medikamente – pneumotox.com klärt auf!

Wenn man den Wirkstoff in englischer Sprache eingibt, dann kommt man direkt zu der gesuchten Substanz. Wenn man dann auf die kleinen Kästchen unter dem Medikamentennamen klickt, dann eröffnet sich die Nebenwirkung.

Es ist erstaunlich, welche Substanzen hier beteiligt sind. Bei unklaren Lungenbefunden lohnt sich also immer ein Medikamentencheck.

 
 
 
Was macht man bei Angina pectoris, der Herzenge und was sagt uns der Anstieg des HBDH?

Der Anstieg des HBDH-Wertes, der Lactatdehydrogenase 1 und 2, steht im Zusammenhang mit dem Zucker – Pyruvat + NADH + H+ <—> Lactat + NAD+ – mitochondrialer Energiegewinnung.

Zucker muss erst in Pyruvat gespalten werden, bevor er in die Mitochondrien aufgenommen werden kann. Zucker benötigt nur scheinbar weniger Sauerstoff in den Mitochondrein, denn man muss es nicht nur nach Sauerstoff/Molekül-Brennstoff, sondern auch nach Energie (Kcal)/Molekül betrachten und da hat Zucker 4 Kcal und Fett 9Kcal.
Der oben verlinkte Artikel beschäftigt sich mit individuell begründeter Therapieentscheidung bei Angina-Pectoris-Beschwerden.

Der Wirkstoff Ranolazin,aus der Gruppe der Natriumkanal-Inhibitoren, wirkt wahrscheinlich auf die Hemmung des späten Natriumeinstroms in die Herzzellen. Da er ein Substrat von CYP3A4, CYP2D6 und P-Glykoprotein ist, hat er ein hohes Potential für Arzneimittel-Wechselwirkungen. Er kann unter anderem das QT-Intervall verlängern.

Die Wirkung der Blockade des Fettsäure-Metabolismus im Herzmuskel erfordert vom Herzen dann einen vermehrten Zugriff auf Zucker. Das sehen wir dann als Anstieg des HBDH-Wertes, wenn dieser Zucker nicht einwandfrei für die Elektronentransportkette genutzt werden kann und zum Teil glykolytisch verstoffwechselt wird. Die Zellen benötigen dann weniger Sauerstoff, aber geht es Ihnen damit besser?

Es entsteht weniger oxidativer Stress, die Übersäuerung erweitert zunächst die Blutgefäße und damit entsteht evt. eine verbesserte Ver- und Entsorgung der Herzmuskelzellen, aber es wir auch die Herzleistung gebremst.
Unbenutzter Sauerstoff hat doch keinen Effekt, das sehen wir  doch auch in den BHIs der mitochondrialen Untersuchungen.

Ich kann dieser Argumentationskette nicht folgen und würde eher mit Kalium und Magnesium für Muskelentspannung, Arginin für die NO-Bildung, Vitamin B3 für die NAD-Versorgung, antioxidativen Mikronährstoffen, CoQ10 und Carnitin, Zink, Selen und ggf. Eisen, essentiellen Fettsäuren, Ernährungsumstellung, Chelattherapie, intravenöser Sauerstofftherapie  arbeiten, um ursachenorientiert an die Problematik zu gehen. Dennoch müssen diese Substanzen für den Notfall und bis zur Wikrung der ursachenorientierten Maßnahmen konsequent genutzt werden.
 

 
 
Zecken übertragen Borrelien und weitere Krankheitserreger – wie kann ich die Zeckenlast in meinem Garten reduzieren?

Im Garten ausgelegte Papprollen, die von den Überträgern der Zecken, den Mäusen, genutzt werden, übertragen auf deren Fell einen Giftstoff, der die Zecken an Ihnen abtötet und somit die Verbreitung der Borreeien unterbricht. Somit kann man sich unbeschwerter auf seinen Rasen legen.

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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