Gesundheitsnewsletter vom 23.2.2014

von | 23. Februar 2014

Gesundheitsnewsletter vom 23.02.2014

Neuer Patientenvortrag im Lionsclub zum Thema Histaminintoleranz, Dybiose, Leaky Gut Syndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeit am 03.03.2014. Wer diesen Vortrag gerne woanders hören möchte, möge Kontakt mit mir aufnehmen.

Die Themen:

  • Neue Krankheit entdeckt, bei der fast jeder ein gespaltenes Zäpfchen hat.

  • Brustkrebsvorsorge – Mammographie – immer wieder kontrovers diskutiert

  • Stichwort Kartoffelchips: 65 Milliliter reines Fett pro Tüte.

  • Stuhltransplantation – ein Arzt in Berlin Zehlendorf gibt dazu ein Interview

  • Organspende geht zurück – Meldungen über falsche Hirntoddiagnostik machen die Runde

  • Pessimist oder Optimist – Realist oder glücklich trotz Wahrnehmung der Realität?

  • Personalisierte Ernährung: Essen, was dem Erbgut schmeckt

  • Ich muss zum Zahnarzt, aber muss alles, was empfohlen wird, sein ?

  • Das Gucy-Gen – wer es hat, ist schwer herzinfarktgefährdet

  • Akne – Pickel lass nach


Neue Krankheit entdeckt, bei der fast jeder ein gespaltenes Zäpfchen hat.

Das gespaltene Zäpfchen sollte die sofortige Verbindung zu dem Gedanken an die Erkrankung Phosphoglucomutase-1-Mangel sein, bei der man eine kranke Leber, ein schwaches Herz, Ohnmachtsanfälle und roten Urin hat.


Brustkrebsvorsorge – Mammographie – immer wieder kontrovers diskutiert

Eine wenig beachtete diagnostische Methode ist die Thermographie, die darauf beruht, dass ein erhöhter Stoffwechselumsatz und eine bessere Durchblutung auch mit einer erhöhten Temperatur und somit Wärmeabstrahlung einhergeht.
²Was aber kann das Mammographie-Screening wirklich? „Wenn wir 1000 Frauen innerhalb von zehn Jahren untersuchen, entdecken wir 4 Karzinome ohne Screening. Mit Screening entdecken wir 5“, sagt Dr. Rüdiger Schulz-Wendtland, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie, gegenüber Medscape Deutschland zu den bisherigen Ergebnissen der deutschen Reihenuntersuchung.
Im British Medical Journal wurden nun die aktuellen Ergebnisse einer großen kanadischen Follow-up-Studie zum Mammografie-Screening veröffentlicht, die bereits seit 25 Jahren läuft und fast 90.000 Frauen im Alter zwischen 40 und 59 Jahren umfasst [2]. Die Ergebnisse sind ernüchternd: „Jährliches Screening reduziert die Sterblichkeit durch Brustkrebs gegenüber der normalen Vorsorgeuntersuchung nicht“, so die Autoren. Außerdem: 22% der Karzinome, die durch das Screening entdeckt wurden, waren Überdiagnosen – also harmlose Tumoren, die weder Symptome noch den Tod der Frauen verursacht hätten.
Ganz anders die schwedische Two-County-Studie. 30 Jahre dauerte der Follow-up, über 133.000 Frauen von 40 bis 74 Jahren wurden randomisiert mit bzw. ohne Screening aufgenommen. Hier konnte die Brustkrebssterblichkeit in der Screening-Gruppe relativ um 36% gesenkt werden." (medscapemedizin)

Doch Vorsicht bei der eventuell vorschnellen Interpretation mit der Antwort, na bitte, es hilft also doch.
Ein Vergleich zwischen sehr ähnlichen Nachbarländern (wie Norwegen und Schweden, Holland und Belgien, Irland und Nordirland), bei denen jeweils eines die Reihenuntersuchungen eingeführt hatte und das andere nicht, zeigt jeweils die gleichen Rückgänge der Mortalitätsraten: Zwischen 1989 und 2006 sank die Zahl der Brustkrebstoten um 16 bis 29% – egal ob gescreent wurde oder nicht.
Das beruhigt in sofern, als dass die Strahlung der Mammographie selbst Krebs auslösen kann. Sie sollten das Internet nach solchen Studien durchforsten und sich informieren, bevor Sie einfach nur einem Aufruf folgen.


Stichwort Kartoffelchips: 65 Milliliter reines Fett pro Tüte.

„Rach tischt auf“ ist die Möglichkeit auch in der ganzen Familie Interessantes über Ernährung zu lernen. Neben dem anschaulichen Fettanteil einer Tüte Chips lernt man etwas über Fleischqualitäten und warum ein Zuchtfisch nicht mehr die gesunde Eicospentaensäure enthält und demzufolge der Gesundheitseffekt trotz vermeintlich gesunder Ernährung ausbleibt und vieles mehr. Wenn ich die Zeit finde, schaue ich mir auch die zweite Sendung im März an.Was die Industrie sagt und was wir v
erstehen, was es aber wirklich bedeuted
, lesen Sie hier. Denn für gesunde Menschen ist der Konsum der Margarine möglicherweise schädlich.


Stuhltransplantation – ein Arzt in Berlin Zehlendorf gibt dazu ein Interview

Bei der Fäkaltransplantation wird der Durchfallkeim Clostridium dadurch anscheinend wirksam vertrieben. Aber auch Menschen mit Darmentzündungen (Colitis ulcerosa), Reizdarm, chronische Verstopfung, Fettsucht, Autismus, Parkinson, dem chronischen Müdigkeitssyndrom, Schlaflosigkeit, Depression haben Ärzte bereits Stuhl eingepflanzt. Der klinische Nutzen ist in diesen Fällen aber noch nicht bewiesen. Auch um das therapeutische Potential vollständig ausschöpfen zu können, möchten Experten den Einsatz der Fäkalientransplantation jetzt geregelt sehen.
Manche Patienten wollen nicht so lange warten. Sie machen sich schlau in "Do-it-yourself"-Anleitungen, wie sie das Magazin "Clinical Gastroenterology and Hepatology" veröffentlicht hatte, rüsten mit Latexhandschuhen, Kochsalzlösung, Rührgeräten und Einlaufbeuteln auf und zeigen ihre Versuche auf YouTube. Auf der Suche nach fremdem Stuhl seien die Bakterienfans findig, berichten die Autoren des "Nature"-Artikels.
In Deutschland behelfen sich die Vorreiter Sturm und Kleger derweil damit, dass sie die Prozedur als "individuellen Heilversuch" durchführen. Das ist keine Basis für die Massentherapie und löst nicht die Kostenfrage. Die Patienten am Krankenhaus Waldfriede in Berlin-Zehlendorf haben die Behandlung selbst bezahlt. Die Spende gab es allerdings jeweils gratis von einem Verwandten. So blieb das Heilmittel in der Familie.

Ich unterstütze sie gerne bei der Kontaktaufnahme und vielleicht findet sich ja auch in Bremen ein Gastroenterologe, der hier kooperiert. Für die Colitis ulcerosa-Patienten sei noch einmal auf diesen Artikel zur Therapie mit Phosphatidylcholin verwiesen. Hier beginnt demnächst eine größere Studie. Interessierten Lesern berichte ich gerne mehr darüber.


Organspende geht zurück – Meldungen über falsche Hirntoddiagnostik machen die Runde

Die Organempfängnis ist für viele Menschen die einzige Chance aktiv am Leben teilzunehmen und der Gesellschaft am Bruttosozialprodukt etwas zurückzugeben. Bedenke das Du aus Staub bist und zu Staub zurückkehren wirst. Das gespendete Organ wird dann etwas später zu Staub.Ich bin grundsätzlich für die Organspende. Was es dabei alles zu beachten gibt, lesen Sie hier.


Pessimist oder Optimist – Realist oder glücklich trotz Wahrnehmung der Realität?

Dazu ein interessanter Artikel in der Zeit.


Personalisierte Ernährung: Essen, was dem Erbgut schmeckt

Eine DNA-Analyse genügt – schon lässt sich der perfekte, individuelle Ernährungsplan zusammenstellen.Fortan essen wir nicht mehr, wonach uns gelüstet, sondern was unser Genprofil diktiert.Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes-Typ-2 oder Herz-Kreislauf-Beschwerden sollen verhindert und Mangelerscheinungen entgegengewirkt werden. Nicht nur die Wissenschaft, auch die Industrie hat sich der Nutrigenomik verschrieben. Konzerne wie BASF investieren bereits seit Jahren in die Forschung auf diesem Gebiet.2011 rief die EU das Projekt Food4Me ins Leben, um herauszufinden, wie empfänglich Verbraucher für personalisierte Ernährung sind. Rund 1500 Probanden wurden dazu rekrutiert. Sie gaben Blut- und Speichelproben ab, beantworteten Fragen zu ihren Essgewohnheiten und trugen einen Sensor, der ihre körperliche Aktivität misst. Auf Basis der erhobenen Daten bekamen sie individuelle Ernährungstipps."Entscheiden Sie sich für gesündere Fette"
Wie funktioniert eine Ernährung nach genetischem Maß? Das lässt sich anhand eines Beispiels veranschaulichen: Das Eiweiß Apolipoprotein E (ApoE) spielt beim Cholesterin- und Fettstoffwechsel eine Rolle und kommt in drei Genvarianten vor: ApoE2, E3 und E4. Letztere bewirkt einen hohen Cholesterinspiegel im Blut und kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Weiß ein Mensch, dass er ApoE4-Träger ist, könnte er dem Risiko etwa mit cholesterinarmen Lebensmitteln und reichlich ungesättigten Fettsäuren vorbeugen. "Die Empfehlung für ApoE4-Genvariantenträger ist abhängig von deren Blutcholesterinwert und der Aufnahme gesättigter Fette", sagt Silvia Kolossa, Doktorandin bei Food4Me. Für Personen mit ApoE4 und leicht erhöhten Cholesterinwerten, die viele gesättigte Fette verzehren,
laute die Food4Me-Empfehlung: "Tauschen Sie verarbeitete Fleischprodukte wie Burger oder Würstchen gegen mageres Fleisch wie Hähnchenbrust. Entscheiden Sie sich für Lebensmittel mit gesünderen Fetten wie Meeresfisch." Hier der ganze Artikel.

Ich muss zum Zahnarzt, aber muss alles, was empfohlen wird, sein ?

Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Hinter diesem Link finden Sie Checklisten und den Rat zur Zweitmeinung.


Das Gucy-Gen – wer es hat, ist schwer herzinfarktgefährdet

Eine Studie in Herzinfarktfamilien hat dazu geführt, dass dieses Gucy-Gen gefunden wurde. Liegt es zweimal vor, ist der Infarkt quasi vorprogrammiert. Er darum weiß, kann sich danach verhalten.


Akne – Pickel lass nach

Akne gibt es nicht nur in der Pubertät, auch viele Erwachsene sind noch davon betroffen. Was ist aktueller Wissensstand?


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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