Gesundheitsnewsletter vom 23.11.2019

von | 23. November 2019

Die heutige Video-Sequenz zum Thema der gesunden Verdauung ist erneut dem Reizdarmsyndrom gewidmet. Es geht darum, darzustellen, welchen Einfluss das vegetative Nervensystem, die körperliche Belastung und das Essen zur falschen Zeit haben. Sie erkennen eine Möglichkeit der Entstehung des Leaky-Gut-Syndroms und der Nahrungsmittelunverträglichkeit.


Weil´s hilft -Natur- und Schulmedizin gemeinsam. 75 % der Deutschen wünschen sich diese Kombination. Die Politik sieht das anders. Eine Demokratie erfordert, dass man sich für seine Interessen einsetzt. Tun Sie, was Sie tun müssen!


Die Themen:

  • MS-Erkrankte sollten Tryptophan meiden – aber warum und gilt das auch für andere Hirnprobleme?

  • Eine Schlafstörung könnte ein Hinweis auf ein Glaukom sein.

  • Aluminium – das BfR sieht sich genötigt aufzuklären – es geht um Babies, Jugendliche und die Speicherung über die Lebenszeit.


MS-Erkrankte sollten Tryptophan meiden – aber warum und gilt das auch für andere Hirnprobleme?

Ernährung sollte unsere Medizin sein.
Die essentielle Aminosäure Tryptophan ist die Ausgangssubstanz für den Botenstoffe Serotonin dieses für Melatonin. Serotonin ist für die Blutstillung, die Darmaktivität und wirkt als Belohnungshorman. Melatonin ist für den Schlaf und wirkt als gutes Antioxidans.
Aus Tryptophan kann der Körper aber auch das wichtige Vitamin B3, das Nicotinamid ( NAD) bauen, welches demnach kein echtes Vitamin ist. Dennoch messe ich gerade dieses sehr oft im Mangel, selbst dann, wenn die Patienten es laut Auswertung eines zweiwöchigen Verzehrprotokolls 3-400 Prozent über der Vorgabe der DGE konsumieren. Das Vitamin ist so wichtig, dass der Körper noch einen zweiten Weg kennt, nämlich den Abbau aus der Aminosäure Asparaginsäure, mit der der Körper normalerweise das Hirn von Ammoniak befreit und die Funktionen der Glutamat- bzw. NMDA-Rezeptoren verbessert und das Hirn vor Schäden bewahrt.
Es wirkt gegen Gefäßsteifigkeit und unterstützt die Regulation des Blutdruck und das auch die den Arteriolen, also den kleinsten aller Blutgefäße bei den Vasa nervorum und den Vasa vasorum.
Um diesen Weg der IDO (Indolamin-2,3-Dioxygenase) beschreiten zu können, muss die IDO-Aktivität gesteigert werden, damit aus Tryptophan das Kynurenin wird. Eine Steigerung erfolgt durch Entzündungen, der Aktivität der TH1-Immuniät, die wir für die Überwindung von Infektionen mit Viren, Pilzen, intrazellulären Erregern und Tumorzellen notwendig ist, sie wird aber auch durch Stress und Grüntee gesteigert.
Senken kann man Sie mit Curumin, Quercetin, Resveratrol, Berberin, Sport und Steigerung der TH2-Aktivität, was z.B. im Rahmen der intravenösen Sauerstofftherapie kurzfrisitg passiert, um dann wieder in die Harmonisierung zu kommen. Ob die Substanzen im einzelnen auch das halten, was sie versprechen, sollte man im Vorfeld mit einem BDT und TNFa-Hemmtest erfassen.

Aus diesem Kynurenin, das die Bluthirnschranke passieren kann, wird ja nun leider nicht direkt das Vitamin B3 gebaut, sondern hier folgt noch eine weitere Weiche. Mit der KAT kann daraus die Kynureninsäure gebildet werden. Die wirkt bis zu einem gewissen Grad zellschützend, erzeugt im Übermaß aber Schizophrenie. DOI: https://doi.org/10.1016/j.biopsych.2016.12.011

Das Zwischenprodukt zum Vitamin B3 (NAD) ist die Quinolinsäure. Im Hirn haben wir die Astrozyten mit der Kynureninaminotransferase, die die Kynurenisäure als NMDA-Antagonisten bildet und die Mikrogliazellen mit der Kynurenin-3-Monooxygenase, die die Quinolinsäure als NMDA-Agonisten baut. Kynureninsäure behindert die Ausschüttung von Dopamin und Glutamat, was zu Hirnleistungsstörungen führt.

Quinolinsäure steigert die Lipidperoxidation im Gehirn, selbiges besteht zu 90% aus Lipiden und aktiviert den NMDA-Rezeptor. Diese Reizüberflutung der Nervenzellen mit  Glutamat, Kainsäure und NMDA nennt man Exzitotoxiztät, die eine calciuminduzierten Zelltod der Nervenzellen auslöst. So entsteht die Neurodegeneration.

Mitunter findet man zirkulierende NMDA-Rezeptor-Antikörper, aber längst nicht jeder Rräger erkrankt an einer Autoimmunenzephalitis.

Damit so ein IDO-KAT-KMO-Stoffwechsel aber geordnet ablaufen kann, benötigen wir auch Vitamin B2, B6 und Eisen und auch diese Stoffe sind oftmals eher ausreichend bis mangelhaft, denn optimal versorgend vorhanden.

Das Problem ist damit noch nicht überblickt.
Das Tetrahydrobiopterin (BH4) ist der Kofaktor für die Wasserstoff-übertragenden Enzyme der aromatischen Aminosäure-Hydroxylasen. Es ist der entscheidende Kofaktor der Monaminosynthese, also z.B. der Bildung des Tyrosins aus dem Phenyalanin und die weitere Bildung des Dopamins, Noradrenalins und Adrenalins, aber auch für 5-Hydroxy-Tryptophan und Stickmonoxid.
Somit steht es als Weichensteller für die Gefahr der senilen Demenz vom Alzheimer-Typ, aber auch der Depression, M. Parkinson und eigentlich aller Hirnfunktionsstörungen, insbesondere aber der ADHS, der Angst, der Depression und der Schlafstörung. 

Bei diesem Thema sollte man die essentiellen Fettsäuren, die Antioxidantien der mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Tocotrienole, Jodlactone) und auch speziell Vitamin D nicht vergessen!

Die Messung der Funktion der Mitochondrien der Thrombozyten, die dem Stoffwechsel der Mitochondrien der Nervenzellen entspricht, ermöglicht einen Einblick in die aktuelle Sitiation nervaler Energiegewinnung.

Die Bildung des Tetrahydrobiopterins findet hauptsächlich im Hirn statt. Dabei ist die NADPH2-abhängige Reduktion seiner Vorstufe, des 7,8-Dihydrobiopterin mit Hilfe der Dihydrofolatreduktase als Katalysator notwendig. Sie erkennen hier, das schon wieder das NAD im Spiel ist.
Bei seiner Funktion als Kofaktor wird das BH4 zu BH2, Biopterin. dehydriert. Um es wieder aufzubauen, benötigt der Körper Folsäure, Methylfolat und S-Adenosyl-Methionin als Kofaktoren. In den USA setzt man daher bis zu 15 mg Methyfolat/d therapeutisch ein.

Der Artikel beginnt mit dem Verzicht auf Tryptophan bei MS, weil die Labormäuse unter diesem Verzicht keine Hirnentzündung entwickelt haben. Das liegt in dem Artikel daran, dass die darmbakterienlosen Mäuse keine Schutzfunktion  aufbauen konnten, die das Einwandern der Entzündungszellen gegen die Mylinschicht der Nervenzellen in das zentrale Nervensystem verhinderte. Diese Schutzfunktion ist nur bei tryptophanhaltigem Essen von Bedeutung. Da Tryptophan aber eine essentiellen Aminosäure ist, ist das Vermeiden dieses Nahrungsbestandteils langfristig keine Lösung.
Tryptophan beeinflusst aber auch die Entuzündung im Darm
. DOI: 10.1038/s41467-019-12776-4


Eine Schlafstörung könnte ein Hinweis auf ein Glaukom sein.

Das Glaukom, der grüne Star, kann zur Erblindung führen. Wer mehr als 10 und weniger als drei Stunden Schlaf pro Nacht als regelmäßiges Schlafverhalten pflegt, verdreifacht sein Glaukomrisiko. Von einem Glaukom sind in Deuschland 2.000.000 Menschen betroffen. Spätestens ab dem sechzigsten Lebensjahr sollte man sich jährlich auf ein Glaukom und eine Sehnervenschädigung untersuchen lassen. Wehret den Anfängen!


Aluminium – das BfR sieht sich genötigt aufzuklären – es geht um Babies, Jugendliche und die Speicherung über die Lebenszeit.

Aluminium ist plazentagängig und gefährdet das ungeborene Leben. Frauen sind hierbei gesondert durch aluminiumhaltige Kosmetika gefährdet. Hypoallergene lactosefreie und sojabasierte Ersatzmilch enthält auffallend viel Aluminum. Daher sollten Säuglinge bis zum sechstem Monat auschließlich gestillt werden, um dann die erste Beikost zu erhalten.
In den Folgejahren liegt die Hauptbelastung in ungeschütztem Nahrungskontakt zu Alufolie und Aluschalen bzw. Alubackblechen oder dem alten Alu-Entsafter.
Ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsenen sind dann durch aluminiumhaltige Zahnpasta, die besonders stark in aufhellenden Varianten vorkommt, noch zusätzlich gefährdet. Hülsenfrüchte, Gemüse und Getreide sind eigentlich gesunde Lebensmittel, können aber neben Schokolade, Tee, Kaffee und Gewürzen ebenfalls erheblich Mengen Aluminium aufweisen. Die Speicherfähigkeit im Körper ist über viele Jahre gegeben, so dass sich die Problematik im Verlauf des Lebens zeigt, wenn man schon früh mit Aluminum in Kontakt gekommen ist.
Bei dem ungeborenen Leben liegen die Hauptgefahren in der Hirnentwicklung im Bezug auf das Verhalten und die Lernfähigkeit im echten Leben.
Neben Hirnschäden sind aber vornehmlich die Nieren, Knochen und die Leber von dem Aluminium betroffen. Der schädigende Effekt läßt sich über oxidative proentzündliche Prozesse erklären, die die Mitochondrien schädigen und sogar zum Zelltod führen können
.  DOI https://doi.org/10.1007/s00204-019-02599-z

Was kann man tun, wenn die Belastung da ist?
Da kommen Siliziumdioxid, also Kieselerde in pharmazeutischer Qualität und die Chelattherapie zum Tragen. Dazu gehören allerdings eine gute Vorbereitung und ein kundiger und erfahrener Arzt.

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