Gesundheitsnewsletter vom 20.10.2013

von | 20. Oktober 2013

Gesundheitsnewsletter vom 20.10.2013

Das sind die Themen:

  • Erkältungs- und Grippesaison, ich glaube ich werde krank, was ist zu tun ?

  • Muskelschmerzen, wo kommen die her?

  • Rheuma – Immunsuppression – es steht eine Operation an, wann muss ich welche Medikamente absetzen?

  • Darmkrebspatienten werden immer jünger, warum ?

  • Schnarchen ist keine Krankheit, wenn keine Atemstörung vorliegt. Welche Therapie hilft ?

  • Fluorchinolone sind Antibiotika aus der Gruppe der Gyrasehemmer. Was muss ich dazu wissen ?

  • Männer und Frauen werden immer häufiger unfruchtbar. warum?

  • Nierensteine, helfen da Probiotika ?

  • Histaminintoleranz, Polymorphismen genetischer Strickfehler der Diaminooxidase. Ein umstrittenes Feld, viele Ärzte meiden dieses Thema.

  • Leaky Gut Syndrom durch Nahrungsmittlelallergie, ein Film, der das Syndrom anschaulich zeigt.

  • Die photoaktivierte antimikrobielle Chemotherapie, ungefährlich und loka auch bei Nagelpilz wirksam

  • Viele Männer, etwa ein Drittel jeder ALtersstufe, haben Mangel an Testosteron, was sind die Symptome?

  • Tinnitusdiagnostik, wenn das Geräusch nicht im Ohr entsteht.

  • Vitamin-C-Hochdosistherapie als Infusion. Wann ist das sinnvoll ?

  • Banken müssen auch Testament oder Erbvertrag akzeptieren. Dadurch kommt man früher an das gemeinsame Geld.

 


Herr Doktor, ich glaube ich werde krank, was können wir tun ?

Kommen Sie erst einmal in die Praxis, dann schaue ich Sie mir an und dann sehen wir weiter. Bewährt hat sich in der Vergangenheit die UV-C-Eigenblutbehandlung, kombiniert mit einer Infusion aus Vitamin C und Lysin sowie einer intravenösen Gabe von Zink. Einige Tropfen Blut  werden mit Komplexhomöopathika vermengt und in die Vene und auch unter die Haut gespritzt. So erreichen wir eine "Kick-down- Stimulation" des Immunsystems und lenken dessen Aufmerksamkeit auf die Keime, die es in der Abarbeitung des kleinen blauen Fleckes mit den Komplexhom
öopathika findet.
Sie fühlen sich ein paar Stunden ein wenig fiebrig und dann könnte die Erkrankung abgewendet sein. Am besten gehen Sie nach der Therapie ins Bett und schlafen sich gesund.

Herr Doktor, das geht nicht, ich bin doch gar nicht in der Stadt. Okay, dann trinken Sie Cistus Tee, essen ganz viel senfölhaltiges Gemüse, wie z. B.  Radieschen 4 Bund und mehr oder holen aus der Apotheke senfölhaltige Medikamente und nehmen die in der Höchstdosis oder Sie schauen einmal, ob Sie noch Colostrumkapseln mit einer Leihimmunität haben und nehme
n die stündlich ein, bis es Ihnen besser geht. Ansonsten können Sie den Apotheker nach Phytotherapeutika mit hohen Extraktdosierungen bewährter Heilpflanzen fragen.


Muskelschmerzen

Ein häufiges Thema, das glücklicherweise seltenst von Rheuma oder Polymyalgia rheumatica herrührt, dafür aber ganz oft scheinbar unspezifisch auftritt. Viel zu selten wird danach geschaut, ob nicht Elektrolytstörungen wie zu viel Calcium und zu wenig Kalium, Magnesium und Phosphat dahinter stecken. Gerade bei Herzpatienten, die einen chronischen Kaliummangel haben, kann der Kaliumserumspiegel scheinbar normal sein, weil stets Muskelzellen absterben und das Kalium freisetzen. Bei körperlicher Anstrengung kann es dann zur sogenannten Rhabdomy
olyse, einem besonders starken Muskelzellzerfall kommen, weil die Erweiterung der Muskelarterien durch den Kaliummangel unmöglich wird. Natürlich verliert man Kalium auch bei Durchfall und Erbrechen, aber auch bei chronischen Erkrankungen wie z. B. M. Crohn  und Entzündungen des Nierengewebes, der interstitiellen Nephritis. Liegt neben einem Kaliummangel noch ein Bluthochdruck vor, ist an einen Hyperaldosteronismus, den M. Conn zu denken. Weitere Ursachen für Muskelschmerz können Nebenwirkungen von Medikamenten, wie Entwässerungsmittel, aber auch Hormonantagonisten wie Tamoxifen bzw. Hormonstörungen bei einer unterschwelligen Schilddrüsenunterfunktion oder einem "Zu viel" an Cortison durch Stress oder durch eine Nebennierenrindenfehlfunktion, dem M. Addison, bedingt sein. Bei zu wenig Phosphat kommt sehr selten eine phosphatarme Ernährung in Frage, viel häufiger liegt ein Hyperparathyreoidismus oder eine metabolische Azidose vor, man findet es auch nach Operationen. Es kann natürlich auch eine Borrelioseinfektion vorliegen. Diese wäre antibiotisch zu behandeln. Demnächst gibt es auch eine Studie, bei der sich die Teilnehmer kostenlos gegen die Zeckenstichborreliose impfen lassen können. Wer über den Start der Studie zeitgerecht informiert werden möchte, kann sich hier in eine Warteliste eintragen.


Rheuma – Immunsuppression – es steht eine Operation an

Um Infektionen bei der Operation durch eine Unterdrückung des Immunsystems zu vermeiden, muss man moderne Immunsuppressoren, also z. B. die TNFa-Blocker, recht lange vor der OP absetzen. Die Halbwertszeiten der gängigsten Präparate sind: Eternacept 9 Tage, Infliximab 16-20 Tage, Golimumab 24 Tage, Adalimumab 28 Tage, Certolizumab 28 Tage. Diese Daten sollten Sie beim Aufklärungsgespräch zur Operation parat haben. NSAR, Cortison und MTX können normalerweise weiter eingenommen werden. Folsäureantagonisten beeinträchtigen aber die Wudheilung. hier sollte dann im Intervall ergänzt werden.


Darmkrebspatienten werden immer jünger

Eine Analyse von mehr als 20.000 Patienten (ARCAD-Datenbank) ergab, dass zwar nur 4,6 % der Dickdarmcarcinome bei Patienten unter 50 Jahren auftreten, dieser Anteil erhöhte sich aber im Zeitraum von 1992 bis 2005  jährlich um 1,5 %. Da in den jungen Jahren kein Screening vorgesehen ist, fielen diese Patienten erst in einem fortgeschrittenen Stadium mit Metastasierung auf, was die Prognose verschlechtert. Was sind die Gründe ? Die Vermutung liegt im Essverhalten und oder in Zusätzen moderner Nahrungsmittel und Nahrungsverpackung oder auch dem Mangel gesunder Pflanzenstoffe, wie Resveratrol, Curcumin, Ingwer, Zimt sowie dem Auftreten von Insulinrezeptorresistenzen. Zu den kursiv gedruckten Begriffen finden Sie in dem google-Button auf meiner Homepage Antworten.


Schnarchen ist keine Krankheit, wenn keine Atemstörung vorliegt. Welche Therapie hilft ?

Reduktion des Körpergewichtes, kein Alkoholgenuss am Abend, Rauchkarenz, Schlafmittelverzicht, ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus und eine Kräftigung der Mundbodenmuskulatur durch Singen gelten als hlfreich. Überschießende Weichteile, die die Nasenatmung behindern, können operativ entfernt werden. Die Anwendung von Nasenspray simuliert das Operationsergebnis und kann im Vorfeld aufzeigen, ob sich das Operationsrisiko lohnt. Ein Austrocknen der Nasenschleimhaut kann mit Schlafen bei offenem Fenster und Pflegemitteln verhindert werden. CPAP bei Atemstörung mit Atemaussetzern (kontinuierliche Überdruckbeatmung) und Unterkiefer-Protrusionsschienen sind im Einzelfall zu testen. Von Operationen oder Raffungen des weichen Gaumens wird mittlerweile eher abgeraten.


Fluorchinolone sind Antibiotika aus der Gruppe der Gyrasehemmer.

Bekannt ist, dass es unter der Fluorchinolontherapie zu Schäden in den Sehnen kommen kann, weniger bekannt ist die neurologische Nebenwirkung. Wenn die auftritt, sollte das Medikament sofort abgesetzt werden, da es Monate dauern kann, bis sich das wieder gibt.


Männer und Frauen werden immer häufiger unfruchtbar. warum ?

Dazu habe ich diese Woche einen Artikel veröffentlicht. Ergänzend dazu möchte ich auf die Bedeutung von Carnitin für die Spermienbeweglichkeit hinweisen und dieses Thema etwas weiter diskutieren.  l-Carnitin ist eine Verbindung aus dem Wirkverstärker Lysin und dem Methionin, beides Aminosäuren. In der Analyse des Aminosäurestatus werden 22 Aminosäuren bestimmt. So kann man davon ausgehen, dass wenn eine der beiden As fehlt, auch ein Carnitinmangel vorliegen muss. L-Carnitin ist für den Transport der Fettsäuren in die Mitochondrien da und beeinflusst als Substrat der Carnitinpalmitoyltransferase (CPT) in einer Schlüsselrolle den Fett- und Kohlehydratstoffwechsel.

Natürlich kommt es in höherer Konzentration in Fleisch vor und bei vermehrtem Konsum von dunklem Fleisch wird eine erhöhte Rate von Gefäßverkalkung und Dickdarmkrebs gesehen. liegt es nun am Carnitin? Folgender Link sagt begründend "nein".


Nierensteine, helfen da Probiotika ?

Gemäß der Studie Kidney int. 2013; 83: 1144 wohl ja, allerdings nur Oxalobacter formigenes. Menschen mit Oxalsteinleiden haben wohl tatsächlich wenig bis gar keine besiedlung mit diesem Keim. Das Bakterium, dass Nierensteine frisst.


Histaminintoleranz, Polymorphismen genetischer Strickfehler der Diaminooxidase

Die Pseudoallergie in Folge einer verminderten Toleranz auf Histamine und andere biogene Amine ist ein sehr häufiges Symptom, wegen dessen ich konsultiert werde. Unter folgendem Link habe ich wieder einmal eine interessante Zusammenstellung gefunden.


Leaky Gut Syndrom durch Nahrungsmittlelallergie

Obwohl der Bluttest auf die Allergie oder die Nahrungsmittelunverträglichkeit negativ ist, hat Frau Prof. Dr. A. Fritscher-Ravens von der Uni-Klinik Kiel bewiesen, dass diese Allergene doch ein Leaky Gut Syndrom auslösen. Das ist in dem verlinkten Filmbeitrag anschaulich zu sehen.


Die photoaktivierte antimikrobielle Chemotherapie

Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches lichtaktiviertes Verfahren, bei dem freie Sauerstoffradikale erzeugt werden, die durch Anhaftung an die angefärbten Bakterien hier eine lokale Abtötung vornehmen. Dieses ist aus der Zahnheilkunde bekannt. Nun soll das auch mit Nagelpilz gehen. Dadurch werden die gefürchteten Nebenwirkungen in der Leber vermieden. Dazu hier ein Beispiel.


Viele Männer haben Mangel an Testosteron

Erste Symptome dafür sind abfallende Libido, erektile Dysfunktion, Depression, Lethargie, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen und Reizbarkeit. Die Schlafstörung, die auch Frauen in und nach den Wechsljahren befällt, ist oftmals ebenfalls in der Kategorie Hormonabfall ursächlich angelegt und kann sich mit Hilfe einer Hormonersatztherapie, auch mit naturidentischen Hormonen aus der Yamswurzel, nachhaltig bessern. Bei Männern kann dieses sehr wohl schon in jüngeren Jahren auftreten. Hier werden bei Symptomen Testosteronwerte < 3,5 ng/ml und bei schwereren Symptomen auch < 2,5 ng/ml gemessen. Die Bestimmung sollte in den Vormittagsstunden liegen. Ei
n "zu wenig" führt zusätzlich zu Hypercholesterinämie und Osteopenie. Vielleicht ist der Hormonausgleich hier sinnvoller, als die Einnahme von Cholesterinsenkern.


Tinnitusdiagnostik

Der Tinnitus, das Pfeifen im Ohr, ist ein weit verbreitetes Leiden, dass auch junge Menschen befällt. Erfolglose Therapiefälle gibt es genug. Bekannte Therapieansätze sind durchblutungsverbessernde Infusionen mit Rheologika, also Medikamente, die die Blutkörperchen so beeinflussen, dass sie an der Blutgefäßwand weniger Haftung haben. Leider haben auch diese Medikamente eine Packungsbeilage mit Nebenwirkungen. Die Blutplasmaersatzstoffe, wie HAES, halten das Blut dünnflüssiger, weil sie die Flüssigkeit zurückhalten. Wegen quälenden Jungreizes in der Folge, der bei nicht wenigen Patienten auftritt, verwendet man diese Mittel nur noch in ausgewählten Notsituationen mit Kreislaufproblemen. Die Gabe von Cortison ist auch in Fachkreisen durchaus umstritten. Ich gebe in solchen Fällen gerne eine Magnesiuminfus
ion kombiniert mit der intravenösen Sauerstofftherapie und der Akupunktur.
Bei der Diagnostik der frustranen Therapieversuche geht es um die Diagnostik von Geräuschen, die ihren Ursprung gar nicht im Ohr haben. Die Diagnostik ist dann am ehesten erfolgversprechend, wenn die Geräusche einseitig auftreten.


Vitamin-C-Hochdosistherapie als Infusion

Wer immer wieder Infektionen hat, chronische Entzündungen aufweist, unter chronischem Stress Hormonmangelzustände entwickelt, an Krebs erkrankt ist, Bluthochdruck hat, zu Osteoporose neigt, allergisches Asthma oder Heuschnupfen, Hausstubmilbenallergie, chronische Virusinfekte wie Herpes oder Epstein-Barr-Virus hat, hat vermutlich einen Mehrbedarf an Vitamin C. In Tablettenform ist die Aufnahme begrenzt und erreicht im But maximal 4 mg/dl. Mit einer Infusion sind mit 7,5 g etwa 40 mg/dl zu erreichen, mit höheren Dosierungen entsprechend mehr. Vitamin C in dieser Dosis ist dann oxidativ wirksam und die Krankheitsüberwindung wird unterstützt. Im Zusammenhang mit der Anwendung vo
n Hirnbestrahlung oder Zytostatikatherapie unterstützt Vitamin C in intravenöser Hochdosisgabe
auch deren Wirkung. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Vitamin-C selbst eine eigene selektive tumor-zytotoxische Eigenschaft besitzt, wie die Medical Tribune  45. Jahrgang, Nr. 41, 11.Oktober 2013  mit freundlicher Unterstützung von Pascoe berichtet. Ich biete diese Therapie in meinen Praxen an.


Banken müssen auch Testament oder Erbvertrag akzeptieren.

Immer wieder kommt es vor, dass der Hinterbliebene nicht mehr an das gemeinsame Konto kommt oder die Kontovollmacht nicht mehr akzeptiert wird, weil die Bank in ihren Geschäftsbedingungen einen Erbschein fordert, der Kosten zwischen 10,- und 1557,- Euro erzeugt.  Das Ausstellen diieses Scheins kann bis zu mehreren Monaten dauern und  kann dazu führen, dass man über Monate nicht ans Geld kommt. Der Bundesgerichtshof hat nun unter dem Az: XI ZR 401/12 entschieden, das die Vorlage eines notariellen Erbvertrages oder eines notariell beglaubigten Testamentes ausreicht.


 


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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