Gesundheitsnewsletter vom 2.8.2015

von | 2. August 2015

Gesundheitsnewsletter vom 02.08.2015

Liebe Leserinnen und Leser, der Newsletter verabschiedet sich in die Sommerpause und wird in ca. 3 Wochen wieder erscheinen.


Die Colitis ulcerosa-Studie läuft weiter und weitere Bewerber sind herzlich willkommen.


Der Proband für die Anwendungsbeobachtung der Mito-Energy-Systemtherapie hat sich noch nicht gemeldet. Es dürfen keine Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, es werden keine Infusionen verabreicht, es sollte eine Erkrankung vorliegen, bei der man von einer mitochondrialen Dysfunktion ausgehen kann und der Proband muss 10 Termine in der Reihenfolge Montag-Mittwoch-Freitag Zeit haben, um an der Therapie teilnehmen zu können. Das bedeutet jeweils eine Stunde Aufenthalt in der Praxis. Es werden Labordaten zu der Mitochondrienfunktion erhoben. Diese Kosten trägt der Sponsor der Beobachtung, die Daten werden Ihnen ausgehändigt. Die Mito-Energy-Systemtherapie wird regulär zum Minimalsatz abgerechnet. Ich freue mich auf Ihre Bewerbung um die Teilnahme.


Die Themen:

  • Oxyvenierungstherapie bei der COPD

  • Gadolinium als Kontrastmittel bei der Röntgenuntersuchung kann sich im Hirn ablagern und auch die Nierenfunktion beeinträchtigen

  • Wieviel Folsäure in der Schwangerschaft?

  • Veränderungen der mitochondrialen DNA bei der Major Depression

  • Schnarchen kann nerven

  • NO wird aus Arginin gebildet. Arginin soll auch vor Alzheimer schützen.

  • Fruchtzucker führt zur Herzvergößerung

  • Oxyvenierung im Rahmen der Stressreduktion – kontrolliert mit der Herzratenvarianzanalyse


Oxyvenierungstherapie bei der COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist ein fortschreitender Krankheitsprozess mit zunehmenden Atembeschwerden und eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Die Stadien COPD III und IV nach Gold sind Fortschritte der Erkrankung bei denen man trotz guter Medikation auch mit einer phasenweisen Verschlimmerung der Krankheit mit dem Gefühl echter Luftnot rechnen muss. Nun hat der 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V., Herr Dr. C. Heiserer, einen Artikel zur Oxyvenierungtherapie bei der COPD auf springermedizin.at veröffentlichen können. Wer also mit dieser Krankheit belastet ist, sollte sich überlegen, ob er nicht die Oxyvenierung als weiteren Therapiebaustein nutzen möchte. Als Ursache für die COPD könnte auch ein Mangel an Alpha-1-Antitrypsin vorliegen. Die Initiative ProAlpha klärt hierzu auf.


Gadolinium als Kontrastmittel bei der Röntgenuntersuchung kann sich im Hirn ablagern und auch die Nierenfunktion beeinträchtigen

Gadolinium wurde in amerikanischen Untersuchungen als Ablagerung im Gehirn beschrieben. Dieses Kontrastmittel wird nahezu ausschließlich über die Nieren ausgeschieden und kann dort eine Fibrose auslösen. Daher sollte man überlegen, ob man es nicht zeitnah nach der Anwendung verstärkt aus dem Körper entfernt. Das geht mit der Chelattherapie, es wird NaEDTA verwendet, wie Frau Blaurock-Busch vom Labor Microtrace, mit dem ich zusammenarbeite, erforscht hat.


Wieviel Folsäure in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft werden anfangs 800 µg/Tag empfohlen. Eine höhere Dosis wird von den Schwangeren zum Teil als bedenklich abgelehnt. Diese Info kommt meistens von dem behandelndem Gynäkologen. Wichtig ist, dass die Folsäure genommen wird, bevor die schwangerschaft eintritt, denn die Problematik des Neuralrohrdefektes tritt in den ersten 28 Tagen der Schwangerschaft auf. Die Folsäure kann dieses Risiko um 20-60% senken. Besonders gefährdet sind Patienten, die Medikamente einnehmen, die einen höheren Verbrauch von B-Vitaminen erzeugen. Bei Antiepileptika ist es die Folsäure. Wer also Gabapentin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Carbamazepin, oder Valproat einnimmt, sollte leitliniengerecht sogar 5 mg Folsäure am Tag einnehmen. Unter dieser antiepileptischen Therapie ist das Mißbildungsrisiko des werden Kondes um den Faktor 2-3 erhöht. 1000µg sind ein mg. Wer also schwanger werden will, sollte die Beipackzetttel seiner Medikamente kennen. Wer mit Medikamenten gesund alt werden möchte, sollte ebenfalls reinschauen, denn einige führen zu einem Mehrverbrauch von Vitalstoffen, die dann für andere Funtkionen fehlen.


Veränderungen der mitochondrialen DNA bei der Major Depression

Bei affektiven Störungen sieht man eine veränderte Morphologie und metabolische Aktivität der Mitochondrien. Eine Verkürzung der Telomere der DNA geht mit Stress, Angst und Major-Depression einher. So findet man bei Patientinnen mit Major-Depresssion eine Verkürzung der Telomer-DNA und eine Vermehrung der mitochondrialen DNA. So sehen Cai N et al die erhöhten mtDNA-Zahlen als einen molekularen Marker der Major Depression an.  Die Bedeutung der Mitochondrien als laborchemischer Verlaufsparameter gewinnt immer mehr an Bedeutung. Daher wende ich gerne so ein mitochondriales Profil an.


Schnarchen kann nerven

Eine Mischung aus Hyaluronsäure und ätherischen Ölen, die man als Rachenspray oder Gaumenstreifen anwenden kann, befeuchten die Rachenschleimhaut und geben ihr Spannung. Dadurch soll das harmlose Schnarchen, also das ohne Atemaussetzer,  gut behandelbar sein. Bei den Atemaussetzern hat man nicht nur einen nicht erholsamen Schlaf, sondern es scheint auch in der Lunge zu Entzündungen zu kommen. So sehe ich mittlerweile in den erhöhten exhalativen NO-Werten bei ansonsten lungengesunden Menschen auch einen Hinweis auf ein Schlafapnoesyndrom.


NO wird aus Arginin gebildet. Arginin soll auch vor Alzheimer schützen.

Mikroglia im Gehirn sind Immunszellen und Stützzellen. Sie schützen normalerweise das Gehirn. Bei degenerativen Hirnerkrankungenwird aber ein Molekül hergestellt, dass die Immun- und dessen Schutzfunktion unterdrückt. Es ist das Molekül CD11c. Neben der Immunsuppression erhöt es aber auch den Verbrauc der neuroprotectiven Aminosäure Arginin. Somit entsteht im Gehirn ein Mangel an dem neurogenen NO, das für die Nervenfunktion, also Denken und Lernen, notwendig ist. Wurde die Arginase, also ein argininabbauendes Enzym, gehemmt,  das geht mit der Substanz DFMO, dann gingen die typischen Alzheimer Symptome zurück. Die Einnahme von B-Vitaminen bremst den Anbbau der Nervenzellen. Da ich keine Substanz DFMO habe, kann ich das Arginin und die B-Vitamine nur oral und intravenös ergänzen. Benfothoamin, das fettlösliche Provitamin B1, kannn eine überschießende Mikrogliaaktivierung hemmen und auf diese Weise Entzündungsvorgänge im Gehirn bremsen und das ganz ohne Argininverbrauch. Benfothiamin schützt aber auch die Blutgefäße, die Nieren udn die peripheren Nerven.


Fruchtzucker führt zur Herzvergößerung

Fruchtzucker führt zu Bluthochdruck, zur Harnsäureerhöhung, zur Leberverfettung und es leert die ATP-Speicher, die sowieso nur eine HWZ von 5 Minuten haben. Ansonsten gibt es eine schier unendliche Liste von negativen Wirkungen der Fruktose, weshalb man Obst nicht mit Gemüse verwechseln sollte und  auch genau schauen sollte, womit gesüßt wird, wenn es ohne Zuckerzusatz ist. Ach ja und Fruchtzucker führt zu Herzvergößerung oder Herzversagen, denn es setzt ein Enzyym frei, das dieses Wachstum fördert.


Herzinsuffizienz profitiert durch Magnesiumoptimierung

Stepura O B et al. Int J of Cardiol 2009; 134: 145-147 zeigen in einer Doppelblindstudie bei schwerster Herzinsuffizienz inm NYHA-Stadium IV, dass die Ergänzung der Standardtherapie  mit ACE-Hemmern oder AT1-Antagonisten um das Magnesiumorot zu einer um 50% besseren Überlebensrate und um 38,5% verminderten Symptomatik führte. Wenn man sich dann noch die Effekte der Optimierung der Eisenspiegel anschaut, erkennt man, zu welchen Leistungen der Körper bei Optimalversorgungen und nicht nur ausreichenden Versorgungen, fähig ist. Als ich bei Dr. Nieper in Hannover in der Paracelsusklinik am Silbersee famulierte, wusste ich noch nicht um die Bedeutung der Orotsäure. Damals glaubte ich eher meinen Professoren. Heute wurden die Erkenntnisse Dr. Niepers hinsichtlich der Orotsäure und der verbesserten Herzleistung in Studien belegt.


Oxyvenierung im Rahmen der Stressreduktion – kontrolliert mit der Herzratenvarianzanalyse

Stress kann zu einer übersteigerten Sympathikusaktivität führen, die eine regenerative Erholung in der Freizeit verhindert. Die VNS-Analyse kann diese eingeschränkte Modulationsbreite der Herzratenvarianz sehr gut abbilden und diese Problematik auch bei scheinbar coolen Menschen faßbar machen. Das ermöglicht es dann auch, den Erfolg einer Therapie zu dokumentieren. Dr. Bortfeldt aus Hannover hat diesen Zusammenhang in einer Veröffentlichung in der Zeitschrift "Die Naturheilkunde" anhand eines Fallbeispiels dargestellt. Diese Untersuchung ist in meinen Praxen möglich.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


Praxis Ritterhude:

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt
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