Gesundheitsnewsletter vom 19.5.2018

von | 19. Mai 2018

Gesundheitsnewsletter vom Pfingstwochenende


Endlich einmal haben Sie wieder die Zeit ganz in Ruhe den Newsletter lesen zu können. Was ist denn dieses Mal für Sie dabei?


Die Themen:

  • Natürlicher Schutz vor Depression.

  • Immunzellen der Darmwand erkennen Stoffwechselprodukte der Darmbakterien.

  • Wie verbinden die Bakterien den Elektronenstrom aus Schwefel in großer Meerestiefe auf  den Sauerstoff in den oberen Wasserschichten?

  • Demenz durch Anticholinergika – auch 20 Jahre später!

  • Hormonbelastetes Trinkwasser ist noch immer ein Problem.

  • Gezielte Krebsbekämpfung durch Adenoviren.

  • Das "AHA-Moment" ist dopamingesteuert.

  • Darmkrebs kann seine Angreifer zu Freunden machen.

  • Knochen aus körpereigenen Fettzellen im Labor gezüchtet und verpflanzt.


Natürlicher Schutz vor Depression.

Schon eine Stunde Sport/Woche reduziert das Rsisko für eine Depression deutlich. Dabei sollte man sich selbstverständlich innerhalb der natürlichen Grenzen bewegen, denn eine Belastung, die einen vier Tage auf das Sofa zwingt ist damit sicherlich nicht gemeint. Burnout und Depression haben eine große Schnittmenge. Diese kann man auch biochemisch erfassen. Was da alles so in Frage kommt, habe ich schon einmal zusammengestellt gehabt.


Immunzellen der Darmwand erkennen Stoffwechselprodukte der Darmbakterien.

Die MAIT, also Mucosa assoziierten invarianten T-Zellen, befinden sich in der Darmwand, aber auch in Leber- oder Blutzellen und stammen von wenigen gemeinsamen Stammzellen ab. Sie sind in der Lage die wichtigen gesunden Keime von den kranken zu unterscheiden. Abhängig vom Zustand des Stoffwechsels der mikrobiellen Darmflora befinden sich MAIT-Zellen in unterschiedlichen Stadien der Aufmerksamkeit. Am häufigsten stimulieren Bakterien, die wenig Sauerstoff vorfinden und sich langsam vermehren, die Abwehrzellen. Somit können die MAIT-Zellen dann eine lokale Entzündung, die Heilung von Gewebe sowie die Funktionalität der Darmzellen beeinflussen, indem sie verschiedene Botenstoffe produzieren. Die Kontrolle der natürlichen Darmflora und der Produktion der kurzkettigen Fettsäuren erlaubt also einiges an Erkenntnis und Therapieoption bei Reizdarm, Leaky Gut Syndrom, chronisch entzündlicher Darmerkrankung, Autoimmunerkrankungen wie MS, Rheuma, neurodegenerativen Erkrankungen, Schmerzsyndromen etc. Dabei kann ich Ihnen zur Seite stehen!


Wie verbinden die Bakterien den Elektronenstrom aus Schwefel in großer Meerestiefe auf  den Sauerstoff in den oberen Wasserschichten?

Die Frage dieses Elektronentransportes beantwortet bei uns Säugetieren die Mitochondrienforschung. An Schritt 3 der Atmungskette ist Schwefel das Reduktionsmittel und an Schritt 4 der Sauerstoff. Dort entstehen dann Wasser und Kohlendioxid. Bei Bakterien, die in großen Tiefen leben, wird ebenfalls Schwefel als Oxidations- und Reduktionsmittel genutzt, denn Schwefel kann sechs verschiedene Ladungszustände haben. Da die Bakterien aber gerne die Elektronen auf Sauerstoff übertragen wollen, ketten sie sich aneinander bis sie die Wasseroberfläche und damit die Sauerstoffatmosphäre erreichen. Reißt die Kette, stauen sich die Elektronen in dem erdnahen Kabelteil. Die Elektronen werden innerhalb dieser Ketten von Proteinen mit unterschiedlichem Ladungszustand transportiert. Diese Kabelbakterien scheinen auch mit anderen Bakterien zu kommunizieren, die gelegentlich andocken. Wahrscheinlich haben die einen Elektroantrieb und kommen an die Tankstelle. Alles elektromagnetisch!


Demenz durch Anticholinergika – auch 20 Jahre später!

Zu den Anticholinergica gehören neben Atropin die Hemmstoffe des Parasympathikus, des Nervus vagus. Das sind Glycopyrrolat, Methanthelin, Propanthelin, Methyscopalamin und das Antidopaminergicum Isopropamidjodid. Als Nebenwirkung oder auch gewünschte Wirkung kann eine schnelle Herzfrequenz auftreten. Meistens setzt man es aber im Bereich der COPD, Harninkontinenzbehandlung, dem Glaukom und dem M. Parkinson oder bei Spastiken der glatten Muskulatur des Magen-Darm-Traktes ein.
Nun hat man aber herausgefunden, dass es hier wohl eine Verbindung zur Demenzentwicklung gibt, die sich z.T erst nach 20 Jahren, aber selbst dann noch, manifestiert. Betroffen sind die Substanzen, die sich gegen die Blasenschwäche, M. Parkinson und Depression wenden.
Betroffen sind Amitryptilin, Dosuleoin, Paroxetin gegen Depression,
Tolterodin, Oxybutynin, Solifenacin für Blasenschwäche
sowie Procyclidin für Parkinson.

Absetzen sollte man die Medikamente keinesfalls eigenmächtig, sondern sich mit seinem Arzt um eine Alternative bemühen!


Hormonbelastetes Trinkwasser ist noch immer ein Problem.

Winzige Restmengen an Hormonen von 100 ng/l können unsere Gesundheit beeinträchtigen. Da deren Entfernung in den Kläranlagen schwierig ist, sollte man deren Wasser, dass durch die Medikamente und Hormone im Urin belastet wird, nicht noch zusätzlich durch das Entsorgen von Medikamenten über die Toilette belasten. Wir finden es in Flüssen, im Klärschlamm auf Äckern und in unserer Nahrungskette wieder. Hier wird eine mögliches Reinigungsverfahren beschrieben. Im Kleinen kann das aber jeder mit einem Umkehrosmosefilter, der auch einen Aktivkohlefilter in seinem System integriert hat. Somit schützen Sie sich selbst. Diese Systeme müssen nicht teuer sein und sind schon für 200,- € zu haben. Suchbegriff: Osmose-billiger


Gezielte Krebsbekämpfung durch Adenoviren.

Diese humanen Adeno-Viren 52, die gentechnisch bearbeitet wurden, können sich gezielt in Tumorzellen einschleusen, um dort deren Zelltod einzuleiten. Sie nutzen dafür die Sialinsäure der Zelloberfläche. Beforscht wurde es in Boston und Harvard.


Das "AHA-Moment" ist dopamingesteuert.

Um Dopamin bauen zu können, bedarf es einer Reihe von Bausteinen und Kofaktoren. Bei den Patienten, bei denen ich verminderte Neurotransmitterspiegel messe, sehe ich meistens auch Mängel an Phenylalanin, Tyrosin, B-Vitaminen, Magnesium, Bor usw. Meistens fühlen diese Menschen sich verzögert, müde, enttäuscht und somit denken Sie auch langsamer – der AHA-Effekt benötigt manchmal etwas länger. Nun hat man auch herausgefunden, warum das so ist. Wenn Lernen Freude bereitet, dann stimmt auch der Dopaminspiegel. Ohne die Bausteine kann Lernfreude aber auch ausbleiben.
Sollten Sie dieses Problem kennen, wissen Sie ja jetzt, dass es einen weiteren Lösungsansatz gibt.


Darmkrebs kann seine Angreifer zu Freunden machen.

Die MDSC-Zellen (Myeloid-derived suppressor cells) sind das Ziel der Tumorzellen. Deren Aufgabe ist es überschießende Immunreaktionen zu drosseln. Genau dafür heuert der Tumor sie an. Übergewicht mit einer chronischen Entzündung als Folgereaktion erleichtert dem Tumor das böse Spiel. Sie nutzen für die Umprogrammierung der MDSC-Zellen bestimmte Fettsäuren.


Knochen aus körpereigenen Fettzellen im Labor gezüchtet und verpflanzt.

Der israelischen Firma Bonus Biogroup in Haifa ist es gelungen, aus Fettzellen Knochenzellen zu züchten und dieses erfolgreich zu verpflanzen. Wer also einen Knochenwverlust hat oder wenn Knochenbrüche nicht heilen wollen, können diese Zellen per Spritze an die entsprechende Stelle verbracht werden und wachsen dort innnerhalb von zwei Monaten zu dem entsprechenden Knochen heran. Wie bei der Sanakintherapie ist auch hier keine Nebenwirkung im Sinne der Allergie oder Abstoßung zu erwarten. Hierbei sind bisher sogar 5 Zentimeter Knochenverluststücke überbrückt worden. Ein 10 cm großes Knochenstück ist experimentell bisher das größte gezüchtete Objekt. Der Knochen verhält sich normal und wächst bei Jugendlichen sogar mit!
Weitere Informationen zu Sanakin und anderen Therapien mit Dr. Wiecherts Upload-Liste!

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