Gesundheitsnewsletter vom 19.12.2020 – Quecksilber, wie kommt es in die Nerven? – Welche Nebenwirkung hat die mRNA-Covid19-Impfung? – Was ist in dem mRNA-Impfstoff drin? – Hohe Vorhersagekraft des Geruchsverlustes – Neues Medikament bei Neigung zu Nierens

von | 19. Dezember 2020

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 19.12.2020
 
Die Warteregion mit dem Ambientlight und der stimmungsvollen Weihnachtsdekoration sowie dezenten Hintergrundmusik wird als sehr entspannend wahrgenommen.
Die Acrylparavents geben Sicherheit und dennoch das Gefühl, nicht ganz allein zu sein.
Nun geht es in den Praxisurlaub und wir sind am 04.01.2021 wieder für Sie da.

Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Heute geht es aktuell wieder um das Quecksilber und dieses Mal um die Bedeutung der SH-Gruppen der Nervenzellen in Konkurrenz zu anderen SH-Gruppen
die offensichtlich für den individuellen Verlauf sehr bedeutsam sind.

 
 
Da die Praxis nun im Urlaub ist, wird sich auch der Newsletter etwas entspannen. Dennoch halte ich noch ein spannendes Videointerview mit Frau Prof. Dr. König (Prof. für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsimmunologie der Uni Leipzig) für den Heiligen Abend für Sie vor. Sie erfahren dann pünktlich zur Bescherung, worauf es grundsätzlich bei Impfungen ankommt und welche Fragen Sie im Impfberatungsgespräch bei einer Impfung gegen COVID-19 stellen sollten, sofern Ihnen die Antwort nicht schon klar ist. Alle Antworten finden Sie daher in dem heutigen Newsletter noch nicht und wie wollen einmal sehen, welche Informationen uns die EMA am Montag bei der Zulassung gibt.

Themen des Interwies werden unter anderem die Immunseneszenz, die Optimierung des Immunsystems und Datencheck der universitär zugängigen Studienlage zu den Impfstoffen sein.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, zu der Sie in diesem Jahr mit seiner besonderen Entschleunigung ja eine gute Gelegenheit haben. Kommen Sie gut in das Jahr 2021, bleiben Sie optimistisch, kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit und Fitness, tragen Sie in umschlossenen Räumen im Kontakt zu haushaltsfremdem Personen eine Maske – auch dazu werden Sie in dem Interview eine AHA-Information bekommen.

Wir sind am 04.01.2021 wieder für Sie da – vielleicht wollen Sie ja Gesundheitsvorsätze mit der schon lange geplanen Metallausleitung oder Oxyvenierungstherapie oder Anpassung der Mikronährstoffversorgung an den Bedarf, Beseitigung gutartiger Hautveränderungen vor der nächsten Freiluftsaison mit der Hochfrequenztherapie, Erfassen der Zusammensetzung der Körpermassen über die Feiertage mit der Impedanzmessung etc. für sich angehen. Die Sprechstundentermine sind wie immer die Engstelle – Therapietermine sind leichter zu planen. Sie sind herzlich willkommen.

 
Die Themen:

 
Wie und warum Quecksilber in die Zellen gelangt.
Methylquecksilber und die Wirkung auf Mikrotubuli der Nervenzellen, auf Purkinjefasern, Neuronen, Körnerzellen des Kleinhirns, die Glutathion- und Aminosäureversorgung der Zellen, des Einflusses auf Glutamat und Zusammenhänge zwischen Haarmineralanalyse und Mutterkuchen.

Mikrotubuli geben den Nervenzellen Struktur. Sie haben sehr viele SH-Gruppen. Mangeln diese SH-Gruppen an anderer Stelle, z.B. der Versorgung mit schwefelhaltigen Aminosäuren, dann konkurriert keine SH-Gruppe mit den Mikrotubuli um das Quecksilber. Methylquecksilber hemmt den neutralen Aminosäuretransporter ASCT2, wodurch die Zellen am Ende neben einer verminderten Aminosäureversorgung auch weniger Glutathion bekommen. In gesundem Zustand transportiert dieser ASCT2 auch das excitatorische Glutamat ab, das sich z.B. bei Motoneuronerkrankungen dort ansammelt. Dieses wurde auch an den Purkinje-Fasern und den Körnerzellen im Kleinhirn dokumentiert. Sie erfahren etwas über die Haarmineralanalyse und den Mutterkuchen.

– Teil 1: Quecksilber und neurodegenerative Erkrankungen
– Teil 2: Quecksilber in Amalgamfüllungen
– Teil 3: Autoimmunerkrankungen, Schädigung von Gehirn, Leber und Nieren
– Teil 4: Quecksilber in der Schwangerschaft?
– Teil 5: Vergiftungsepidemien mit Quecksilber
– Teil 6: Wann, wo und bei wem entsteht der größte Schaden durch Quecksilber?
– Teil 7: Quecksilber – Die Rolle von Glutathion und Sauerstoffradikalen
             sowie wichtiger Nährstoffe.

Playlist zu diesem Thema.

Quelle: doi.org/10.1016/j.permed.2013.09.006 

Beachten Sie die Vorteile der Ausleitung der toxischen Metalle – ich berate Sie da gerne.

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Wie reagiert mein Körper auf eine mRNA-Covid19-Impfung?

Erste Erfahrungsberichte sind offiziell veröffentlicht (doi:10.1001/jamainternmed.2020.7087 und doi:10.1126/science.abf7805).
Eine Krankenschwester, die selbst in der klinischen Forschung arbeitet und Erfahrung damit hat, wie man Bewerber für Studien gewinnt oder auch ablehnen muss, hat sich selbst als Proband in die mRNA-Covid-19-Studie einbinden lassen und berichtet von ihren Erfahrungen und derer anderer Probanden.
In so einer Studie weiß man nicht, ob man zu der Verum- oder zu der Placebogruppe gehört.
Bei der ersten Injektion verspürte die Krankenschwester Kristen R. Choi außer einem leichten Schmerz im Arm keine Beschwerden.
Bei der zweiten Impfung war es dann aber schon ganz anders: »Ich bekam schnell Schmerzen an der Injektionsstelle, viel stärker als beim ersten Mal. Am Abend dieses Tages war mir schwindelig, ich fror, mir war übel und ich hatte sehr starke Kopfschmerzen«. Daher ging sie früh zu Bett, konnte auch schnell einschlafen, erwachte aber gegen Mitternacht und fühlte sich deutlich schlechter. Ihren Impf-Arm konnte sie wegen der Schmerzen an der Injektionsstelle kaum noch heben und sie hatte eine erhöhte Körpertemperatur (37,4 °C).
Der weitere Schlaf war unruhig und als sie am Morgen erwachte, hatte sie hohes Fieber (40,5 °C). »Das war das höchste Fieber, an das ich mich jemals erinnern kann, und es machte mir Angst«, äussert Choi. Sie nahm als fiebersenkende Maßnahme eine Tablette Paracetamol ein und danach ging die Temperatur im Verlauf des Tages zurück. Am nächsten Morgen waren bis auf eine schmerzende, geschwollene Stelle am Injektionsort, dann erfreulicherweise alle Symptome verschwunden.

Gemäß der veröffentlichten Datenlage berichteten von den Studienteilnehmern mit NW
75 Prozent  nach der Impfung mit BNT162b2 von Erschöpfung,
67 Prozent von Kopfschmerzen,
25 Prozent von Muskelschmerzen,
17 Prozent von Fieber und
17 Prozent von Gelenkschmerzen
.

Das Fachjournal »Science« veröffentlichte einen ganz ähnlichen Bericht eines Studienteilnehmers, der im Rahmen der Impfstudie von Moderna deren Vakzine mRNA-1273 erhalten hatte. „Fever, aches from Pfizer, Moderna jabs aren’t dangerous but may be intense for some.“ Bei beiden mRNA-Impfstoffen sind demnach sehr starke Reaktionen auf die zweite Injektion zu erwarten. Der Auslöser ist gemäß des »Science«-Artikels nicht die mRNA selbst, sondern den Lipid-Nanopartikel, in die die mRNA verpacken zuzuschreiben.

Mehr Informationen zu dem Impfstoff findet man auf Unbiased Science Podcast!

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Geruchsverlust bekannter Düfte wie Knoblauch, Zwiebel, Parfum oder Kaffee sollte zu freiwilliger Quarantäne führen!

Bei einem Geruchsverlsut sollte man sich auch bei ansonsten symptomfreier Situation einem Covid-PCR-Test unterziehen.

Professor Dr. Irene Petersen und Kollegen werteten in Großbritannien die Daten von mehr als 36.000 repräsentativ ausgewählten Menschen einer Pilotstudie aus. Die Menschen wurden zwischen dem 26. April und dem 27. Juni auf das Coronavirus getestet und gaben auch Auskunft über ihre Symptome am Tag des Tests.
625 (1,7 Prozent) berichteten, dass Sie am Testtag möglicherweise Symptome hätten.
Allerdings wurden aber nur 115 Menschen positiv getestet (0,32 Prozent) und von den 115 Menschen hatten nur 16 überhaupt Symptome.
99 hatten überhaupt nichts von ihrer Infektion bemerkt (13,9 versus 86,1 Prozent), berichten die Forscher im Fachjournal »Clinical Epidemiology«.

567 Studienteilnehmer berichteten über Geruchs- und/oder Geschmacksverlust, und wurden auch auf SARS-CoV-2-Antikörper untersucht.
In 77,6 Prozent der Fälle mit Geruchs- und Geschmacksverlsut fiel der AK-Test positiv aus.
Vier von zehn der mit Covid-19 infizierten Teilnehmer hatten aber weder Fieber noch Husten, die eigentlich als Kardinalsymptome gelten.
Der reine Geruchsverlust ging dabei mit einer dreifach höheren Wahrscheinlichkeit für einen positiven Covid-19-Antikörpernachweis einher als ein reiner Geschmacksverlust,

doi.org/10.2147/CLEP.S276825
doi.org/10.1371/journal.pmed.1003358

Die längste Zeit des SARS-Cov-2-Nachweises nach Infektion beträgt bisher 49 Tage, also Infektiösität.
doi.org/10.1101/2020.03.22.20040071
 

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Warum kommt der neue Impfstoff später, als in anderen Ländern, was gilt es zu beachten?

Es gibt z.B. deshalb keine Notzulassung, weil eine geordnete Zulassung über die EMA in Europa auch eine Haftung der Unternehmen vorsieht. (s. Punkt 2 der Verlinkung)

In England hat man bereits festgestellt, dass Allergiker zunächst nicht geimft werden sollen. Bei den Impfzentren soll, wie in jeder impfendne Arztpraxis auch,  immer der Notfallset für allergische Reaktionen bereit liegen. Man geht von einem schweren Fall auf eine Million Impfungen aus.

Diese Hochrechnung ist bei den wenigen bereits verimpften Dosen natürlich sehr euphorisch, bedenkt man, dass in UK schon zwei und in Alaska nun ebenfalls zwei Fälle aufgetreten sind.

Es kam in Alaska zu einer anaphylaktischen Reaktion und die Notfallmaßnahmen griffen auch, als diese bei der jungen Krankenhausmitarbeiterin, die in der Anamnese keine Allergiehinweise aufweist, abflachte, musste sie wegen wiederkehrender Symptome auf die Intensivstation verlegt werden.

Die Schweden haben bei der Schweinegrippe negative Erfahrungen mit der Impfung mit Pandemrix gemacht und es ist bei vormals gesunden Menschen zur Narkolepsie gekommen 500 Fälle auf 50-90.000.000 geimpfte Personen im Norden Europas, das möchte man verständlicherweise vermeiden. (Die große Streubreite der Zahlen könnte darauf beruhen, dass sich die  Regierungen seinerzeit mit dem Impfstoff bevorratet haben, allerdings ein Großteil ungenutzt vernichtet werden musste.) 786 Patienten, die nach Pandemrix die Schlafkrankheit entwickelten, hatten geklagt, 475 erhielten eine Entschädigung – in Deutschland wurden 81 Verdachtsfälle registriert. Das Paul-Ehrlich-Institut äussert sich zum Pathomechanismus. Man geht hier davon aus, dass es sich dabei um Reaktionen auf den Wirkstoffverstärker, das Adjuvanz, handelt. Solche wirkverstärkenden Adjuvanzien gibt es mehrere und die werden auch in Impfstoffen verwendet, nicht aber in dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna.

Eine Verlinkung zu der Seite Faktencheck gibt noch einmal die Möglichkeit, sich tiefer mit den Fagen zu beschäftigen. Hier geht es auch um die Pegylierung der Nanopartikel, die den Impfstoff ummanteln und verhindern sollen, dass abbauende Enzyme dort nicht andocken können. Eine Verschachtelung der verschiedenen PEGYlierungen ermöglicht, dass die Verpackung in der richtigen Reihenfolge vom richtigen Protein geöffnet wird, so die Forscher des Max-Planck-Institutes, Hierzu gibt es erst relativ wenig Forschungsergebnisse. Die Nanopartkelummantelung ist aber so instabil, dass der Impfstoff nach Aktivierung nicht mehr erschüttert werden darf.
PEGYlierung ist in der Chemotherapie z.B. bei Platintherapien, aber auch in der Leukämie, bei Neulasta, bei Erythropoetin etc. bekannt, aber auch weit verbreitet in der äusseren Anwendung bei Kosmetika aber auch bei Suppositorien (Zäpfchen). PEG = Polyethylenglykol.

 
Wer immer wieder zu oxalhaltigen Nierensteinen neigt, kann nun auch von einem Medikament profitieren.

Die primäre Hyperoxalurie Typ 1 (PH1) geht mit einer übermäßigen Oxalat-Produktion einher. Die Ursache für diese Überproduktion ist ein Defekt des peroxisomalen Enzyms Alanin-Glyoxylat-Aminotransferase (AGT), welches der Katalysator für die Umwandlung von Glyoxylat zu Glycin in der Leber ist. Fehlt AGT, wird Glyoxylat in Oxalat umgewandelt und das lagert sich als unlösliches Calciumsalz in der Niere, aber auch in anderen Organen wie den Knochen, den Augen, der Haut und dem Herzen ab. Letztendlich kann dies zu einer lebensbedrohlichen Nierenerkrankung mit weiteren systemischen Komplikationen führen. Bisher kannte man nur die Dialyse anbieten und einen Therapieversuch mit Vitamin B6 starten, auf den einige Patienten ansprechen.
Nun aber gibt es ein neues Medikament, das Lumasiran. Es wird subkutan angewendet und ist ein RNA-Interferenz-Therapeutikum. Es fördert den Abbau der HAO1-mRNA und durch die Verminderung der GO-Synthese stoppt Lumasiran die Bildung von Oxalat.

Die häufigste Nebenwirkungen sind Reaktionen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Nasenlaufen, also Rhinitis und Infektionen der oberen Atemwege. Selbst Säuglingen soll das Medilament sicher verabreicht wrden können.
Das Medikament wir drei Monate lang einmal monatlich und dann einmal vierteljährlich verabreicht. Die Dosis orientiert sich an dem Körpergewicht. Wiegt der Patient unter zehn Kilogramm, wird auch die Erhaltungsdosis im monatlich appliziert.

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Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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