Gesundheitsnewsletter vom 16.7.2016

von | 16. Juli 2016

Gesundheitsnewsletter vom 16.07.2016

Ich suche noch immer Frauen mit männlichem Haarausfall für eine dokumentierte Sanakinanwendung der haararmen Kopfhaut. Mängel sollten vorher ausgeschlossen werden, das ist kostenpflichtig, da hier ein Labor die Rechnung stellt. Die Sanakinanwendung an sich ist im Rahmen der Anwendungsbeobachtung kostenlos, dafür wird aber die Erlaubnis zur anonymisierten Verwendung der Kopfhautbilder erwartet.


Ich suche noch immer Probanden für die Colitis ulcerosa Studie.


An MS erkrankte Interessenten können sich für die geplante therapiebegleitende Oxyvenierungsstudie vormerken lassen. Der Startzeitpunkt wird von einer möglichen Zusage der Finanzierung abhängen. Eine studiengleiche Behandlung gegen normale GOÄ-Abrechnung kann natürlich jederzeit erfolgen. Siehe dazu auch weiter unten.


Die Themen:

  • Trockene Augen, das Sicca Syndrom

  • Was haben Wachstum, Hirnentwicklung, Lernbefähigung und Konzentrationsfähigkeit mit Eisen zu tun?

  • Immer öfter besetzen Betriebswirte und nicht die fachkundigen Mediziner die Entscheidungsgremien der Krankenhäuser

  • Punktuelle Hirnmetastasenbestrahlung führt zu längerem Überleben, als die Ganzhirnbestrahlung

  • Bluthochdruck

  • Kleinkinder mit gutem Vitamin-D-Spiegel haben weniger Körperfett

  • Welche Bakterien benötigt die Frau?

  • Was haben die Gallensäuren mit den Leberwerten zu tun?

  • Was hat die Darmflora mit MS zu tun? Wo besteht eine Analogie zur Oxyvenierung?

  • Mehr Dünndarmschäden bei kombinierter Einnahme von PPI und NSAR


Trockene Augen, das Sicca Syndrom

Jeder fünfte Patient beim Augenarzt klagt über trockene Augen. Bisher stehen verschieden Augentropfen zur Verfügung, die den Tränenfilm optimieren sollen und man muss öfter blinken, damit der Film sich auch erneuert. Allerdings vergisst man dieses gerne mal bei konzentriertem Arbeiten am PC oder beim Buchlesen. Neue Erkenntnisse zeigen, dass eine immunsuppressive Therapie Linderung verschafft. Dabei werden die T-Zellen blockiert oder es werden Adhäsionsmoleküle der Lymphozyten, die ICAMs, blockiert. Schon vor Jahren belegte eine Pilotstudie zur Oxyvenierung, deren Daten auf den Seiten 24 – 41 in dem Buch von Dr. Kreutzer veröffentlicht sind, dass mit dieser Therapie ebenfalls die Menge löslicher Adhäsionsmoleküle im Blut erhöht wird, so dass diese löslichen Adhäsionsmoleküle mit den wandständigen Andockmolekülen um die T-Zellen konkurrieren. Somit erklärt sich, dass unter der Therapie eine Entzündungshemmung zu erwarten ist.


Was haben Wachstum, Hirnentwicklung, Lernbefähigung und Konzentrationsfähigkeit mit Eisen zu tun?

Gerade in Zeiten der veganen Ernährung droht eine Verarmung an Eisen. Frauen und damit auch die Schwangeren, sind hier eine besondere Risikogruppe, aber auch Kinder und Jugendliche haben einen erhöhten Bedarf, der sich bei Mädchen ab der Menstruation noch erhöht, während Jungs mit der Pubertät einen höheren Zinkbedarf entwickeln. Kaffee, Cola und Tee reduzieren die Eisenaufnahme aus dem Darm. Eisen ist der Kofaktor vieler Enzyme, so dass ein Mangel im Zusammenhang mit Beeinträchtigung von Wachstum, Hirnentwicklung, Lernbefähigung, Konzentrationsfähigkeit, ADHS, Konditionsschwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit, eingeschränkter Sozialisiationsfähigkeit etc. steht. Mehr Informationen... Entsprechende Testungen und Therapien sind fester Bestandteil meines Praxisalltags.


Immer öfter besetzen Betriebswirte und nicht die fachkundigen Mediziner die Entscheidungsgremien der Krankenhäuser

Umsatz darf nicht das primäre Ziel der Krankenhäuser sein, fordert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin. Das Vergütungssystem setzt falsche Anreize, die sprechende Medizin ist unattraktiv. Ärzte müssen zu oft zwischen wirtschaftlichen Zwängen und medizinisch ethischen Qualitätsstandards für das Patientenwohl zu Lasten des Patienten entscheiden. Die diagnosebezogene Fallvergütung führt zu einer Bevorzugung der besser honorierten Fälle zu Lasten der nicht weniger kranken, aber schlechter honorierten Patienten mit anderen Diagnosen. Besonders wirtschaftlich arbeitende Ärzte werden mit einem Bonus dafür entlohnt. Es wird gefordert: " Der Patient ist kein Kunde und das Krankenhaus kein Wirtschaftsunternehmen."
Ja, es wäre schön, wenn das so wäre, allein mir fehlt der Glaube, dass es dazu noch einmal kommen wird. Deswegen bin ich weder in einem Krankenhaus beschäftigt, noch möchte ich mich den Zwängen der Verträge eines Kassenarztes unterwerfen müssen.


Punktuelle Hirnmetastasenbestrahlung führt zu längerem Überleben, als die Ganzhirnbestrahlung

Als ich vor neun Jahren meinen ersten Patienten mit ins Hirn metasiertem Tumor als Patient bekam, war mir schon klar, dass eine Ganzhirnbestrahlung zu einer Einschränkung der Gedächtnisleistung und zwangsläufig zu einer Verhinderung jeglicher Regenerationsmöglichkeiten des Hirns führen würde. Daher entschloss sich der von mir beratene Patient nach Resektion des Primärtumors zu einer Behandlung von insgesamt 9 Hirnmetastasen per y-Knife und Cyber-Knife und einer Hirnmetastasen-Op in Verkennung seiner infausten Prognose von maximal 4 Monaten, wie die Arztbriefe belegen. So ein Vorgehen entsprach nicht den Leitlinen und in den Hallen der komprimierten Weisheit wurde meine Art zu beraten äusserst kritisch oder sogar abfällig kommentiert. Gestern traf ich den Patienten gesund auf der Breminale. Neben diesen chirurgischen und radiochirurgischen Therapien wurden nur labordokumentierte Mängel ausgeglichen, das Immunsystem stimuliert und Schwermetalle ausgeleitet und eben sehr viel gesprochen, es wurde keine Chemotherapie durchgeführt.
Nun sieht man, dass die stereotaktische Vorgehensweise gegenüber der Ganzhirnbestrahlung richtig ist. Danke, dass ich frei denken kann und darf.


Bluthochdruck

Bevor ich ein symptomorietiertes Blutdruckmedikament gebe, versuche ich, sofern die Zeit es zulässt, die Ursache der Erhöhung zu finden und die physiologischen Stellgrößen zu optimieren. Immer wieder finde ich dabei Mängel im Bereich der Omega-3-Fettsäurem der Aminosäuren, des Vitamin D, E, C, der Zuckerspiegel, also auch der Ernährung, der HRV als Marker des vegetativen Nervensystems und der Elektrolyte Kalium und Magnesium, aber auch des Selen als Bestandteil des oxidativen Systems.
Die HRV zeigte mir vor kurzem eine quasi nicht vorhandene Variabilität bei einem Patienten mit starker Herzsschwäche und abklingender Herzmuskelentzündung an, die sich ansonsten erst in den Laborbefunden CKnac, CKMB, HBDH und NtproBNP sowie einer leichten CRP-Erhöhung zeigte, nicht aber in Ödemen oder Kurzatmigkeit, wie man es vermutet hätte. Der Parasympathikus lässt sich mit Atemübeungen gezielt trainieren. Dadurch nimmt die Herzratenvarianz dann wieder zu.
Die Oxyvenierung führt zu einer Verbesserung der Prostacyklinwerte, wie in dem Buch von Dr. Kreutzer auf S. 54 anhand einer Untersuchung im Labor der MHH beschrieben ist. Im Optimalfall haben sich darunter die Ausgangswerte verachtfacht, was zu einer sehr guten Gefäßerweiterung auf dem arteriellen Schenkel und zu einer Tonisierung auf dem venösen Schenkel des Blutgefäßsystems führt. Somit wird die Blutdrucksenkug über eine verbesserte Versorgung im Haargefäßbereich mit einem verbesserten Abtransport der Stoffwechselprodukte angeregt. Das äussert sich dann auch in verbesserten Nieren- und Leberwerten. Der verbesserte Gefäßtonus erklärt auch positive Effekte bei einer Migräneneigung. Gleichzeitig wirkt das Prostacyclin antithrombotisch, senkt also eine erhöhte Gerinnungsneigung.
Bei den Blutdrucksenkern haben die ACE-Hemmer erneut bewiesen, dass sie die bindegwebigen Umbauvorgänge bremsen und über den Schutz des Reizleitungssystems zu weniger Herzrhythmusstörungen führen. ACE-Hemmer erhöhen aber auch auch das Bradykinin, so dass sie nicht für Menschen mit einem angioneurotischem Ödem geeignet sind. Weitere Informatioen zu Angioödemen.


Kleinkinder mit gutem Vitamin-D-Spiegel haben weniger Körperfett

Kleinkinder mit gutem Vitamin-D-Spiegel haben weniger Körperfett. Warum stoppen wir dann mit dem zweiten Lebensjahr die Ergänzung? Können wir nicht denken, messen und überlegte Entscheidungen abseits von Leitlinien in voller Eigenverantwortung treffen?


Welche Bakterien benötigt die Frau?

Von den Eierstöcken der Bauchhöhle über die Eileiter in die Gebärmutter und über die Vagina ins Freie gibt es keinen festen Verschluss. Es ist eine Aneinanderreihung von Höhlen, über die es zu aufsteigenden Infekten kommen kann. Um dieses zu verhindern, bedient sich der Körper bakterieller Mitarbeiter, die über den pH-Wert und die Ausprägung von Toll-Like-Rezeptoren und Interleukinen die Immunabwehr steuern. Ich halte in der Praxis Testsets vor, mit denen so etwas untersucht werden kann. Die Frau wendet den Testkit zu Hause an und versendet ihn dann per Post oder über den Praxiskurier.


Was haben die Gallensäuren mit den Leberwerten zu tun?

Wer die Funktion der körpereigenen Gallensäuren und die der Ergänzungen, nämlich der Ursodesyoxycholsäure, der Cholsäure und der neu zu zulassenden Obeticholsäure verstehen möchte, der folge diesem Link. Das Gallensäure-Recycling im enterohepatischen Kreislauf führt dazu, dass neben den in der Leber gebildeten Gallensäuren Cholsäure (CA) und Chenodesoxycholsäure (CDA) auch sekundäre Gallensäuren dem Substanzpool hinzugefügt werden. Desoxycholsäure (DCA), Lithocholsäure (LCA) und Ursodesoxycholsäure (UDCA) werden im Darm aus den primären Gallensäuren mithilfe von Darmbakterien gebildet.


Was hat die Darmflora mit MS zu tun? Wo besteht eine Analogie zur Oxyvenierung?

Mit einer veränderten Darmflora kann man experimentell eine Autoimmunenzephalitis auslösen. Dabei findet man Demyeliniserungen, die die Weiterleitung der Nervenimpulse verhindern. Methanobrevibacteriaceae werden besonders im Darm von MS-Patienten gefunden. Man findet die MS allerdings seltener, wenn aktive Wurminfektionen vorliegen. Das ist die sogenannte Hygiene-Hypothese, bei der die Autoimmunerkrankungen einem übertriebenem Hygienefimmel zugeschrieben werden. Bei der Wurminfektion beschäftigt sich das Immunsystem hauptsächlich mit dem Wurm. Das machen die eosinophilen Granulozyten, wie hier im Film zu sehen ist. Bei der Oxyvenierung ist das Sauerstoffbläschen der Pseudoparasit, um den sich die eosinophilen Granulozyten kümmern. Leider habe ich dazu noch keinen Film. Das Sauerstoffbläschen frißt aber keine Mikronährstoffe und es hat kein Hygieneproblem und es löst sich innerhalb von 20 Minuten auf. Dieser therapeutische Aspekt ist Teil der beantragten Studie, siehe oben.
Buttersäureproduzierende Bakterien finden sich bei der MS vermindert. Diese lassen sich in dem mit mir kooperierendem Labor aus dem Stuhl mittels PCR nachweisen. Auch Propionsäure mangelt vermutlich, sie wirkt immunmodulierend bei Autoimmunerkrankungen und bei MS. Diese kann man aber abgekapselt kaufen. Es gibt auch Nährstoffe für die Buttersäurebildner zu kaufen, denn die bilden diese  kurzkettige Fettsäure nur, wenn man sie gut versorgt. Eine Stuhltransplantation halte ich noch für eine Option, die vor einer Knochenmarktransplantation versucht werden sollte, zu der es gerade aktuelle Veröffentlichungen gibt.


Mehr Dünndarmschäden bei kombinierter Einnahme von PPI und NSAR

Das die PPI akut ein Segen und in der Dauertherapie ein echter Krankmacher sind, ist ja nicht neu. Nun wurde bewiesen, dass die Schäden im Jejunum, also der Darmanteil, der sich dem Zwölffingerdarm anschließt, unter dieser Therapie aber zunehmen. Im Jejunum werden Großteile der Nahrungsbestandteile resorbiert. An Erkrankungen finden sich dort die Zoeliakie, der M. Crohn und viele Nahrungsmittelunverträglichkeiten.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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