Gesundheitsnewsletter vom 16.10.2021 – es geht nur um Covid19, aber es hat es in sich!

von | 16. Oktober 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 16.10.2021
 
Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Heute einmal kein eigenes Video,
sondern ein interessantes Interview mit
Prof. Dr. Hendrick Streek
am Ende des Newsletters!

 
Die Themen:

 
 
 
Phase-III-Ergebnis zu Novavax, des rekombinant hergestellten Spike-Proteins von SARS-CoV-2 sowie 50 µg Adjuvans Matrix-MTM, vorgestellt.

29.582 Teilnehmer (Durchschnittsalter: 47 Jahre, 12.6% ≥65 Jahre, keiner unter 18 Jahren) erhielten mehr als eine Dosis Testsubstanz: 19.714 erhielten den Impfstoff und 9868 das Placebo.
Es gab unter diesen 29.582 Teilnehmern insgesamt 77 Covid-19 Fälle; davon 14 bei den geimpften Personen und 63 bei denen, die das Placebo erhalten hatten (VE: 90.4%, 95% confidence interval [CI] 82.9 to 94.6, P<0.001).

Die Reaktviität auf den Impfstoff war meist leicht bis mäßig und vorübergehend, aber häufiger bei NVX-CoV2373-Empfängern und trat besonders nach der zweiten Dosis auf.

Schwere unerwünschte Ereignisse waren selten und traten auch unter Placebo auf. Was ist denn da passiert und was ist die Ursache?  War im Placebo das Adjuvanz? Sicherheitsbedenken gab es keine.

Die 14 Fälle in der Verumgruppe hatten einen milden Verlauf.

Die Infektionen fanden überwiegend mit der alpha/B.1.1.7-Virusmutation statt.
doi: doi.org/10.1101/2021.10.05.21264567

Aussagen zur aktuellen Delta-Variante gibt es nicht.

Das rekombinant hergestellte Spike-Proteins von SARS-CoV-2 wird in rekombinanten Insektenzellen gezüchtet und dann isoliert und mit 50 µg Adjuvans Matrix-MTM kombiniert.

Weitere Informationen zu proteinbasierten Impfstoffen finden Sie unter diesem Link.

 
 
Künstliche Antikörper gegen das Coronavirus sollen Passivimpfung bei Infekt ermöglichen.

Die Corona-Antikörper Tixagevimab und Cilgavimab stehen zur Verfügung und werden wenige Tage nach Symptombeginn intramuskulär verabreicht.

Das, was neutralisierende Antikörper eigentlich leisten sollten, nämlich die weitere Infektiösität stoppen und die Viren den Fresszellen präsentieren, soll dann mit der Passivimpfung erreicht werden.
Die Halbwertzeit ist dreimal so lang, als wenn man aus dem Serum eines an Covid-19-genesenen Menschen solche Antikörper isolieren würde. Astra Zeneca geht sogar von einem 12-monatigem Schutz aus, das wäre deutlich länger als jetzt mit den üblichen Impfstoffen.
Roche und Astra Zeneca sind hier führend, Astra Zeneca hat am 05.10.2021 in den USA die Notfallzulassung beantragt.

 
 
Flyer zu 2G und 3G des RKI und meine Kommentare zu einzelnen Aussagen darin.
 
Der PCR-Test  ist genauer als der Antigenschnelltest, dauert aber länger und erfasst aber auch Bruchstücke des Virus, so dass nicht zwingend eine Infektiösität vorliegen muss. Andererseits kann man bis zum Eintreffen des Ergebnis am Folgetag auch schon infektiös geworden sein.
Die Aussage „Das Virus verbreitet sich derzeit hauptsächlich unter Ungeimpften“ ist nicht durch Daten belegt bzw. wie nachfolgend dargelegt, sogar bereits im Juli 21 widerlegt, da Geimpfte und Genesene nicht getestet werden und Daten aus Massachchusetts vom 03. – 17. Juli 221 als Real Life Daten belegen, dass die Anzahl der Viren per PCR-Testung bei Geimpften und Ungeimpften in gleicher Dosis gefunden werden.

Wir und auch das RKI, wissen also, dass die PCR-Zyklen bei Geimpften und Ungeimpften bei der aktuellen Delta-Variante keinen Unterschied aufweisen, beide also gleiche Mengen an Viren verbreiten!
In July 2021, following multiple large public events in a Barnstable County, Massachusetts, town, 469 COVID-19 cases were identified among Massachusetts residents who had traveled to the town during July 3–17; 346 (74%) occurred in fully vaccinated persons. Testing identified the Delta variant in 90% of specimens from 133 patients. Cycle threshold values were similar among specimens from patients who were fully vaccinated and those who were not.„
DOI: dx.doi.org/10.15585/mmwr.mm7031e2external icon.

Dieser Satz ist also eine Falschinformation.

2.5 der Broschüre beschreibt, dass die Infektionsgefahr von ungeimpften getesteten Personen gegenüber ungetetesten und ungeimpften Teilnehmern bei Veranstaltungen sinkt.
Das stimmt, aber es wird die wichtige Information verschwiegen, dass die ungetesteten Geimpften und Genesenen die Virusverbreitung fördern, wie oben verlinkte Studie belegt.
DOI: dx.doi.org/10.15585/mmwr.mm7031e2external icon.

Diese wichtige Information wird unter Punkt 4 erneut verschwiegen und das alleinige Infektionsverbreitungsriciko wird fett markiert nur den Ungeimpften zugschoben, indem es heißt: „Durch Ungeimpfte gibt es auf 3G-Veranstaltungen ein moderates Infektionsrisiko.“
Richtig wäre: „Die Ungeimpften sind die einzig getesteten Teilnehmer, von denen geht in dem Moment das geringste Virusverbreitungsrisiko aus„.

Unter Punkt 3 wird beschrieben, dass die Infektionsgefahr bei Geimpften (und Genesenen) etwas um den Faktor zwei bis drei geringer ist. Je höher die Impftiter, umso eher stimmt das auch, insbesondere je besser die T-Zellimmunität ist. Diese wird aber nicht routinemäßig überprüft.
Spikevax enthält mehr als dreimal soviel Impfstoff wie Comirnaty. Das erklärt dann wohl auch die höhere Wirkung von Spikevax, aber auch die höhere Nebenwirkung bei Menschen unter 30 Jahren, weswegen Dänemark und Schweden diese Altersgruppen nur mit Comirnaty impfen.

Comirnaty wird in einer Dosierung von zweimal 30 µg im Abstand von 21 Tagen und Spikevax in einer Dosierung von zweimal 100 µg in Abstand von 28 Tagen verabreicht.

Dennoch sehen wir einen Antikörperabfall von 40% in vier Wochen im Durchschnitt.
doi: doi.org/10.1101/2021.08.19.21262111

Somit ist also abzusehen, wie weich die Aussage des Punkt drei ist. In einer großen Veranstaltung wäre das mit zunehmendem  Abstand zur Impfung, also alle 28 Tage eine erhebliche Risikoerhöhung zu prognostizieren.
100%/2=50%/2=25%/2=12,5%…nach einem Vierteljahr also nur noch 12,5% der Anfangswirkung.


Mir zugetragene Informationen aus Krankenhauszugängen zeigen auch, dass die Eingewiesenen entweder schon lange nicht mehr, gar nicht oder erst kürzlich geimpft wurden. Diese Information stützt die Erwartung des Verlaufs des Geschehens angesichts dieser Real-Life-Daten.

Andererseits führen blandere Verläufe zu einer deutlich besseren Immunität, als es jede Impfung erreichen würde
und dort ist der Antikörperabfall bei etwa 5 % /vier Wochen beschrieben.
In vaccinated subjects, antibody titers decreased by up to 40% each subsequent month while in convalescents they decreased by less than 5% per month.
doi: doi.org/10.1101/2021.08.19.21262111

Diese Förderung der blande verlaufenden Infektionsrate ist also gesundheitspolitisch durchaus zu unterstützen, aber dann würde ich es auch offen und ehrlich kommunizieren wollen!

Unter Punkt 4 wird beschrieben, dass das Risko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Ungeimpften zehn bis zwanzigmal höher sei, als bei Geimpften. Als Quelle wird die Verlinkung auf die FAQ des RKI als Wissensquelle angegeben. Eine solche Aussage, die auch eine hinterlegte Studiendatenauswertung aufzeigt, konnte ich dort nicht finden.

Zusammenfassend sehe ich hier eine einseitige Informationspolitik
unter Weglassen wichtiger, die Handlungsentscheidung beeinflussender, Informationen
von einer Bundesbehörde
, won der man so etwas nicht erwartet und daher in den meisten Fällen ungeprüft übernimmt.

Nun bin ich ja nicht der einzige, der so etwas mal überprüft, insbesondere sollten andere Mediziner oder Wissenschaftler oder investigative Journalisten, speziell die Sender, die von unseren GEMA-Gebühr finanziert werden, diese Widersprüche nicht nur aufdecken, sondern auch genauso plakativ und für jeden verständlich verbreiten.

Das passiert offensichtlich nicht.
Das beunruhigt mich und erinnert mich an meine Jugend, als wir im Deutsch- und Geschichtsunterricht
die Macht des Wortes,
die Kunst der Meinungsbeeinflussung des Volkes zu Gunsten der Regierung, damals wurde dafür extra ein Ministerium geründet,
die Macht des Einflusses auf Medien, wenn Anzeigen nicht mehr geschaltet werden würden,
wenn Schwachen für deren Kooperation ein Wir-Gefühl gegeben wird und Inellektuelle mit Rückgrad an den Rand oder ins Ausland gedrängt wurden.

Diesen Unterricht dürften die geburtenstarken Jahrgänge auch genossen haben – haben die alles vergessen oder haben die das schon damals für unwichtig gehalten, fühlen die sich in ihrer momentanen Rolle wohl?
 

Lesen Sie doch bitte noch die nächste Studienveröffentlichung zum Thema Covid-Impfung als weltweites Review.
 
 
Jehr mehr Impfung – umso mehr Infektionen – das wurde in Bremen ja bereits gezeigt und nun auch in den Counties der USA: In fact, the trend line suggests a marginally positive association such that countries with higher percentage of population fully vaccinated have higher COVID-19 cases per 1 million people.
 
Vaccines currently are the primary mitigation strategy to combat COVID-19 around the world. For instance, the narrative related to the ongoing surge of new cases in the United States (US) is argued to be driven by areas with low vaccination rates [1]. A similar narrative also has been observed in countries, such as Germany and the United Kingdom [2]. At the same time, Israel that was hailed for its swift and high rates of vaccination has also seen a substantial resurgence in COVID-19 cases [3]. We investigate the relationship between the percentage of population fully vaccinated and new COVID-19 cases across 68 countries and across 2947 counties in the US.
Impfstoffe sind derzeit die wichtigste Eindämmungsstrategie zur Bekämpfung von COVID-19 auf der ganzen Welt. Zum Beispiel wird argumentiert, dass das Auftreten im Zusammenhang mit der anhaltenden Zunahme neuer Fälle in den Vereinigten Staaten (USA) in Gebieten mit niedrigen Impfraten vorangetrieben wird [1]. Ein ähnliches Narrativ wurde auch in Ländern wie Deutschland und dem Vereinigten Königreich beobachtet [2]. Gleichzeitig hat Israel, das für seine schnellen und hohen Impfraten gelobt wurde, auch einen erheblichen Anstieg der COVID-19-Fälle erlebt [3].
Wir untersuchen die Beziehung zwischen dem Prozentsatz der vollständig geimpften Bevölkerung und neuen COVID-19-Fällen in 68 Ländern und 2947 Landkreisen in den USA.

Zusammenfassung in der Studienauswertung:
Das alleinige Vertrauen auf Impfungen als primäre Strategie zur Eindämmung von COVID-19 und seiner nachteiligen Folgen muss erneut überprüft werden, insbesondere unter Berücksichtigung der Delta (B.1.617.2)-Variante und der Wahrscheinlichkeit zukünftiger Varianten. Neben den steigenden Impfraten müssen möglicherweise andere pharmakologische und nicht-pharmakologische Maßnahmen ergriffen werden. Eine solche Kurskorrektur, insbesondere im Hinblick auf das politische Narrativ, wird mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wirksamkeit der Impfstoffe in der realen Welt von größter Bedeutung.

Was macht die Politik?
Sie verändert zur Entspannung der Wahrnehmung einer Dramatik die Betrachtungsweise und orientiert sich anders als zu Zeiten der geringen Impfquote an den Intensivbetten und testet Geimpfte und Genesene erst gar nicht, um nicht den Widerspruch mit denn positiven Abstrichergebnissen diskutieren zu müssen.

Für mich wird so etwas schwierig auszuhalten, wenn mir Fälle, also Szenarien, zugetragen werden, wie folgender:
Ein Ehepaar hat sich mit Covid19 infiziert.
Die Frau ist ungeimpft, zeigt Krankheitssymptome und muss in Quarantäne.
Der Ehemann ist geimpft, PCR-positiv, zeigt keine Symptome und muss weiter zur Arbeit. Er fährt Dialysepatienten zu Dialyse.
Gemäß der Studienlage ist dieser Fahrer ein Virusverbereiter. 80 Prozent aller Infizierten merken nichts!
Was kann passieren?
Der Dialysepatient infiziert sich möglicherweise und bekommt Symptome.
Der Dialyspatient infiziert sich und während der Dialyse auch andere Menschen, also Personal und Patienten.
Was kann passieren?
Viele sind geimpft und werden nicht getestet – Masken werden unter Umständen inkonsequent oder nicht korrekt etc. getragen.
Die Dialysekraft erkrankt und kann nicht zur Arbeit kommen – Personalnot.
Die Dialysekraft infiziert sich, merkt nichts, kommt zur Arbeit und infiziert möglicherweise andere im  privaten Umfeld und während der Arbeitszeit.
Der Patient infiziert sich und merkt nichts, infiziert andere oder erlebt einen schlimmen Verlauf.

Ich denke, dass auch Sie bei dieser wohl offiziellen Regelung und den denkbaren Szenarien einen Knoten in Ihren Hirnwindungen verspüren oder?


Die Werte aus Bremen und die Werte aus dem Newsletter vom 02.10.2021.

 
Wahrheit ist relativ – auch in der Wissenschaft – welche Werte sollten dabei unbedingt bewahrt werden – Interview mit Prof. Dr. Hendrick Streek.
 
Charisma

Am Ende dieses aufdeckenden Newsletters nun ein vermittelndes Interview im Umgang mit diesen Erkenntnissen.

Prof. Dr. Streek scheint über ein langes Zeitfenster eine ähnlich naives Vertrauen gegenüber der freien Informationsverbreitung anerkannter Medien gehabt zu haben.

Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo sie die des anderen berührt. Das Ertragen von Meinungen die mit ihren Worten direkt ins Herz treffen, also der Umgang miteinander, ist auch in Deutschland dringend zu verbessern.

Nicht strafen, verdrängen, fehlinformieren, sondern den Erkenntnissen angepasst kommunizieren und relativieren und unsere Freiheit so wenig wie möglich zu begrenzen.

Warum kann dieses Covid-Thema in den reichen Ländern eine so einheitliche Meinung erzeugen und
warum wird der Kurs durch die neuen Erkenntnisse nicht korrigiert und in den Medien der Tageszeitung, der Nachrichtensender mit Schlagzeilen aufgezeigt?

 
Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
Praxis Ritterhude

Lesumstoteler Str. 65 • 27721 Ritterhude • Tel. 04292 – 2921 • Anfahrt

 

Praxis Bremen

Parkallee 301, 4. OG • 28213 Bremen • Tel. 0421 – 395015 • Anfahrt

 

 

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