Gesundheitsnewsletter vom 15.2.2015

von | 15. Februar 2015

Gesundheitsnewsletter vom 15.02.2015

Die Themen:

  • Vitamin D, jetzt sind die Spiegel bald in der Talsohle

  • Schlafapnoe, dann liegt auch häufig eine pAVK vor

  • Die Superoxiddismutase bereinigt den oxidativen Stress in den Mitochondrien

  • Deutsches Trinkwasser – sehr gut ?


Vitamin D, jetzt sind die Spiegel bald in der Talsohle

Von Ende September bis Anfang April, kann der UV-Index von >3 in unserem Land aufgrund der Neigung der Erdachse zur Sonne nicht erreicht werden. Jetzt ist auch die Zeit der häufigsten Infekte, fast jeder Dritte ist mit einem grippalen Infekt unterwegs. Die Sonne ermöglicht die Bildung des Prävitamin D, die Leber muss daraus dann das zu messende 25-OH-D3 machen und die Niere baut das für den Knochenstoffwechsel so wichtige aktive 1,25-OH-D3. Dieses übrigens sogar vermehrt, wenn das 25-OH-D3, das wir diagnostisch messen, bereits deutlich im Mangel ist. Nun gibt es aber noch ganz viele andere Gewebe, die sich ihre aktive Form selbst mit der gewebetypischen 1-OHase herstellen, wenn denn genug 25-OH-D3 vorhanden ist. Das erklärt  auch die Bedeutung ddes Vitamin D mit seiner hormonellen Wirkung. Hierzu werde ich am kommenden Mittwoch referieren.
Was hat Vitamin D mit den Infekten zu tun ? Die Makrophagen können an ihrem VDR-RXR steuern, dass vermehrt Cathelicin gebildet wird. Dieses körpereigene Antibiotikum reduziert die Vermehrungsfähigkeit und Infektiösität von Mikroorganismen.

Wer immer zu wenig Vitamin D hat, könnte einen genetischen Defekt auf den Genen DHCR7 und CYP2R1 haben, wodurch spezifisch der Gehalt an 25-OH-D3 im Plasma gesenkt wird. Das geht dann auch mit verminderter Lebenserwartung einher.


Schlafapnoe, dann liegt auch häufig eine pAVK vor

Auf der 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin  wurde berichtet, dass die Schlafapnoe einen negativen Einfluss auf die innerste Schicht der Blutgefäße ausübt und daher auch eine pAVK verschlechtern kann. An Therapie der Schlafapnoe stehen der dauerhaft erhöhte Atemdruck einer Atemmaske oder neuerdings auch ein Schrittmacher, der den Zungengrund reizt, wenn das Zwerchfell Atemprobleme meldet. Die pAVK hat übrigens als einen wesentlichen Mitverursacher den Mangel an Vitamin D. Ob ein Mangel oder eine Durchblutungsstörung vorliegen,  lassen sich übrigens in meiner Bremer Praxis innerhalb kurzer Zeit abklären. Hierzu nutze ich die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index und die Messeung der Pulswellengeschwindigkeit.


Die Superoxiddismutase bereinigt den oxidativen Stress in den Mitochondrien

Ich habe in den letzten Wochen wiederholt Bezug auf das Thema der Mitochondrien genommen. Ich schrieb auch über Enzyme mit Thiolgruppen, die Zink oder Selen beinhalten und den Zellen bei der Entgiftung, bei der Neutralisation von freien Radikalen helfen oder aus einer unspezifischen Substanz, wie Wasserstoffperoxid, einen spezifischen Enzymaktivator oder auch Deaktivator machen können. Nun möchte ich hier einen interessanten Artikel von Dr. Kuklinski zum Thema das SOD-2 zur Lektüre empfehlen. Die a-Liponsäure ist bei einer Einschränkung der SOD-Aktivität ein unbedingte Muss.


Deutsches Trinkwasser – sehr gut ?

Eine der Ursachen dafür, dass im Abwasser Spuren von Arzneien und anderen Wirkstoffen gefunden werden, ist deren Eintrag in die Toilette. Für die Stoffe, die seit einigen Jahren dank besserer Analysemethoden nachgewiesen werden können, sind heutige Kläranlagen nicht ausgerichtet. Verbindliche Grenzwerte für Arzneimittelwirkstoffe im Oberflächen- und Grundwasser gibt es nicht. Solche Rückstände belasten Gewässer und Böden und werden laut UBA nicht nur im Grundwasser, sondern auch manchmal im Trinkwasser nachgewiesen. Das Trinkwasser sei dennoch fast überall unbelastet, weil die Wasserversorger stark nitrathaltiges Grundwasser zum Beispiel mit unbelastetem Wasser verdünnen.  (???????????? unbelastet, weil verdünnt ???????????????)

Sie wissen bereits aus vorherigen Veröffentlichunge, was diese geringen Mengen bewirken. Ich habe einen Umkehrosmosefilter, denn ich kann die Wasserwerke nicht dafür verantworltich machen, dass diese politisch genehmigten und wirtschaftlich nicht zu bereinigenden Restmengen, im Trinkwasser sind. Coca Cola würde niemals normales Trinkwasser nehmen. Stellen Sie sich einmal so eine Schlagzeile wie "Medikamente in Cola" vor


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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