Gesundheitsnewsletter vom 13.7.2018

von | 13. Juli 2018

Gesundheitsnewsletter vom 13.07.2018


Die Themen:

Valsartane (Blutdrucksenker) werden zurückgerufen – Verunreinigung mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA)

Astrozyten – was läuft im Gehirn ab,
welche Bedeutung haben erhöhte Glutamatwerte und was passiert mit Kalium im synaptischen Spalt?

Nicht grüne Tomaten, sondern grüne Bananen mag der Darm


Valsartane (Blutdrucksenker) werden zurückgerufen – Verunreinigung mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA)

Dimethylamin kann mit Nitritsalzen in einer säurekatalysierten Reaktion zu N-Nitrosodimethylamin umgewandelt werden. Dabei handelt es sich um ein Nitrosamin. Das Originalverfahren schließt diese Reaktion aus. Bei der Produktion von Generika kann ein anderer Weg benutzt werder, von dem auch andere Sartane betroffen sein könnten. Bei dem Valsartan besteht die Gefahr wohl seit 2012. Der Hersteller hat es selbst bemerkt und reagiert.


Astrozyten – was läuft im Gehirn ab,
welche Bedeutung haben erhöhte Glutamatwerte und was passiert mit Kalium im synaptischen Spalt?

Die Aufgaben der Astrozyten im Gehirn sind unverzichtbar. Als Grenz– und Kontrollstelle zwischen Gehirn und Blutkreislauf übernehmen Sie die Versorgung der Neuronen mit Nährstoffen und die Entsorgung ihrer Abfallprodukte. Astrozyten können diese Aufgaben nur wahrnehmen, weil sie die Sprache der Neuronen verstehen. Bei dieser Kommunikation sind sie nicht nur sehr gute Zuhörer, sondern sie antworten den Nervenzellen auch. Somit helfen sie nicht nur, sondern bestimmen auch mit, was im Hirn abgeht. Wie das im einzelnen so abläuft, verdeutlicht der verlinkte Artikel. Er geht auch auf die Problematik erhöhter Glutamatwerte ein. Diese findet man bei neurodegenerativen Erkrankungen nicht nur leicht im Sinne einer Gegenregulation bei einem Mangel an Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin oder Serotonin, sondern stark erhöht und steht für die Giftigkeit dieser Substanz auf die Neuronen. So eine Konstellation kann man bereits aus dem 2. Morgenurin erfassen. Dieses sieht man bereits bei depressiven Erkrankungen und dem Burnout-Syndrom. Erniedrigte Typtophan- und Serotoninspiegel wecken den Verdacht, dass Tryptophan zu Kynurenin verarbeitet und in den Raphekernen weniger Serotonin gebildet werden kann. Wenn man diese Zusammenhänge erfassen will, bedarf es also neben des Neurotransmitterstatus und des Tryptophans oder auch des Phenylalanins und des Tyrosin, vor allem der Aktivität der Enzyme TDO (Tryptophan-2,3-Dioxygenase), IDO (Indoleamin-2,3-Dioxygenase) und der KMO (Kynurenin-Mono-Oxygenase). Die TDO und die IDO werden durch Entzündungen aktiviert und bauen Tryptophan zu Kynurenin ab. Bei Stress freigesetztes Cortisol aktiviert die KAT (Kynurein-Amino-Transferase) der Astrozyten und die Entzündungsbotenstoffe (Interleukine) aktivieren die KMO der Mikroglia. Beide bewirken, dass vermehrt die, für Neuronen giftige, Chinolinsäure, auch bekannt als Quinolinsäure, gebildet wird, die die NMDA-Rezeptoren aktiviert und eine zunehmende Verminderung der basalen Serotoninspiegel bewirkt. 5-HTP-Gabe führt in so einem Fall dann zur Temperaturerhöhung. Unklares Fieber – eine mögliche Ursache!
Therapeutisch muss man nun antientzündlich vorgehen. Eine erste Studie zeigte bei Depression auch einen 70 Tage anhaltenden positiven Effekt einer kurzzeitigen Hyperthermie einer Kerntemperatur von 39°C.

Dieses Testverfahren dürfte mir im Laufe der nächsten Woche zur Verfügung stehen und erlaubt dann auch als Verlaufsparameter die Wirkung der gewählten therapeutischen Strategien zu monitorieren. Davon sollten sowohl Stimmungsschwankungen wie unklare Fieberschübe als auch neurodegenerative Erkrankungen profitieren.
Quinolinsäure ist ein NMDA-Rezeptor-Antagonist und liegt bei Schizophrenie wohl ebenfalls in erhöhter Dosis vor.


Nicht grüne Tomaten, sondern grüne Bananen mag der Darm

Bei grünen Tomaten lag das Geheimnis in der Soße und bei der Banane ist es die stabilisierte Stärke. Als Kind mochte ich die grünen Banane am liebsten, weil die beim Pellen nicht solche Bändern bildeten, wie ich seinerzeit sagte. Bananenmilch mochte ich wohl, vertrug ich aber hinsichtlich der Darmaktivität nicht. Die kindliche Intelligenz hatte also schon damals erkannt, dass die stabilisierte Stärke der grünen Banane gesünder war, als der Fruchtzucker der vollreifen Banane.

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