Gesundheitsnewsletter vom 11.5.2014

von | 11. Mai 2014

Gesundheitsnewsletter vom 11.05.2014, Muttertag

Die Themen dieser Woche:

  • Senioren brauchen mehr Eiweiß als junge Leute – Kraft – Muskelmasse – Osteoporose – welches Protein wirkt am besten ?

  • Den Kampf gegen Krebs pflanzlich unterstützen – Gelbwurz = Curcumin – senkt entzündliche Botenstoffe

  • Krebskrank – wie kann ich vor Therapiebeginn wissen, was wirklich hilft

  • Übervoller Darm sendet Signale, die Diabetes mellitus verursachen


Senioren brauchen mehr Eiweiß als junge Leute – Kraft – Muskelmasse – Osteoporose – welches Protein wirkt am besten ?

Für Menschen ab 65 Jahren gilt es, dass mehr Protein auf den Teller gehört. Der aufbauende Effekt der Eiweiße lässt nämlich mit dem Alter nach. Die im Alter häufigeren chronischen Erkrankungen, aber auch die Akuterkrankungen, scheinen einen höheren Eiweißverbrauch zu generieren. Bisher werden für Menschen jeder Altersgruppe 0,8g/kgKG empfohlen. Die PROT-Age Study Group der europäischen Gesellschaft für Geriatrie sichtete  die Literatur und fand heraus, das es bei 0,8 g/kgKG bereits zum Muskelabbau kommt. Wer also mehr verzehrt, begegnet dem Muskelabbau und Kraftverlust, aber auch auch der Osteoporose. Die Empfehlung ist nun 1-1,2 g/kgKG, aber auf jeden Fall weniger als 1,5 g/kgKG, weil sonst der lange Sättigungseffekt der Eiweiße zu weiterer Mangelversorgung durch fallendes Hungergefühl führen könnte. Darüberhinaus ließ sich ab dieser Dosis keine Steigerung des Muskelaufbaus oder Minderung des Abbaus mehr erzielen.
Nun wirkt wohl nicht jedes Protein gleich gut. Als vorteilhaft hat sich wohl eine Menge von 25-30 g Eiweiß mit 2,5 bis2,8 g Leucin erwiesen. Es gibt sogenannte schnelle und auch langsame Proteine. Die schnellen bewirken nach jeder Mahlzeit einen rascheren und höheren Anstieg des Aminosäuregehaltes im Blut als es bei den langsameren geschieht und das obwohl es sich um die identische Aminosäure-Menge handelt.
So konnte bei älteren Männern gezeigt werden, dass das schnelle Molkenprotein die Muskeleiweißsynthese nach dem Essen viel stärker stimulierte als das langsame Kasein. Die Autoren vermuten als Grund dafür den höheren Leucingehalt. Quelle: Medical Tribune, 49. Jahrgang, Nr. 18, 2. Mai 2014 , S. 32 unter Bezug auf Rebecca Deckmann et al. Dtsch Med. Wochenschr 2014; 139: 239-242. Weitere Infos zu dem Thema…
Das Molkenprotein ist in Bezug auf seine Allergenität nicht hitzestabil, das Kasein aber sehr wohl, das könnte ein weiterer Grund sein. So reagieren sehr viele Menschen in den IgG-Tests für Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf das Kasein. Kasein, ein Kleber aus MilchGluten – ein Kleber aus Pflanzenweiweiß.


Den Kampf gegen Krebs pflanzlich unterstützen – Gelbwurz = Curcumin – senkt entzündliche Botenstoffe

Als wesentlicher Faktor für Krebsentstehung und Metastasenbildung gelten die chronischen Entzündungen. Genau da setzt Curcumin an und bremst die entzündlichen Botenstoffen CXCL1 und CXCL2. Weitere Wirkungen des Tausendsassas Curcumin… Forschern gelang es nun an Brustkrebskarzinommestastasenzellen zu zeigen, dass dieser Effekt auf der Modulation von Mikro-RNAs beruht. Curcumin bewirkt, dass vermehrt miR181b expremiert, also gebildet wird, wodurch CXCL1 und CXCL2 heruntergeregelt und somit das Wachstum und die Fähigkeit der Tumorzellen als Metastasen seßhaft zu werden, verhindert wird. Dieses belegen auch die Forschungen von PD Dr. Beatrice Bachmeier an der LMU in München.


Krebskrank – wie kann ich vor Therapiebeginn wissen, was wirklich hilft

Das MainTrac-Verfahren bietet die Möglichkeit schon vor einer Therapie anhand der zirkulierenden Tumorzellen zu bestimmen, wie der Wirkungsgrad eines Medikamentes sein wird. Dieses lässt sich sowohl für das Curcumin-Puder als auch für die intravenöse Anwendung des Curcumins und viele andere pflanzliche Stoffe wie Hypericin i.v, Artenusat i.v., aber auch für die klassischen Chemotherapeutika ermitteln. Man kann das gewünschte Substrat auch mitschicken und es testen lassen. Der Vorteil dieser Vorabbestimmung ist, dass man sich von Anbeginn an sicher sein kann, dass man nur Substanzen verwendet die über 90 % Wirkung zeigen und dass man durch deren Kombination 100 %-Wirkung annehmen darf. Die Nebenwirkungsrate der pflanzlichen Substanzen ist aus meiner bisherigen Praxis heraus zu vernachlässigen, da sie auch eher regenerativ und den natürlichen Zelltod einleitend (Apoptose) und weniger destruktiv wirksam sind. Allerdings gibt es auch bei diesen Substanzen eine Dosis-Wirk-Kurve. Es wird eine Operation zur Tumormassenreduktion empfohlen.

Wenn ich die Tumoraussaat durch eine zu niedrige Dosierung eines zu gering wirkenden destruktiven Mittels in Gang bringe, dann fördere ich die Metastasierung und den Tumorfortschritt – das ist die große Gefahr, wenn man nur macht, was meistens hilft, ohne zu schauen, was hier individuell das Richtige ist. Vor diesem Fehler sollten Sie sich bewahren, hier zu sparen, wäre aus meiner Sicht ein Sparen am falschen Ende.

Die maintrac Methode, entwickelt von Frau Prof. Dr. Katharina Pachmann (experimentelle Hämatologie und Onkologie) Friedrich Schiller Universität von Jena, kann selbst kleinste Mengen Tumorzellen in Blut und Knochenmark aufzuspüren. Dieser Anforderungsbogen gibt Auskunft über das Einsatzgebiet und die Kosten. Anwendbar ist die maintrac Methode bei soliden epithelialen Tumoren. Dazu gehören Brustkrebs (Mammakarzinom), Darmkrebs (Kolon-, Rektumkarzinom) und einige weitere (auf Anfrage).

Übervoller Darm sendet Signale, die Diabetes mellitus verursachen

Wie schon in den letzten Jahren von mir in meinen Artikeln beschrieben, entsteht erst eine basale Mehrbildung des Insulins, der dann eine Insulinresistenz oder Insulinrezeptorresistenz folgt. Durch ein Mehr an Insulin kommt es zu einer vermehrten Bildung des Wachstumsfaktor insulin-like-growth-faktor. Die Medical Tribune vom 02.05.14 beschreibt nun auf S. 33, dass man mit Hilfe einer bariatrischen OP (Magenverkleinerung) aber auch durch eine Formuladiät von nur 600 kcal eine Hyperinsulinämie korrigieren kann, der dann auch ein Rückgang der Insulinresistenz folgt. Dieses sieht man auch bei anderen postoperativen Patienten, die längere Zeit mit ca. 500kcal/d im Genesungsprozess sind. Die chronische Entzündung wird hier wieder einmal als Diabetesantrieb identifiziert.So haben Forscher in den USA in einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit dem Immuntherapeutikum SALASAT (Acetylsäure-Dimer ohne Effekt auf die Cyclooxygenasehemmer) 280 Diabetes mellitus Typ2-Probanden untersucht und nach 48 Wochen gesehen, dass der Langzeitzuckerwert HBA1C in der Verumgruppe unter geringerer Diabetesmedikationsich signifikant besserte.
Hier erkennt man neben der Kalorienzahl auch, dass eine insulinneutrale, also eher fettlastige und nur komplizierte Kohlenhydrate beinhaltende Ernährungsweise sinnvoll ist. Siehe dazu auch meinen Videobeitrag zu den Omega-3-Fettsäuren.
Interessant ist auch der Hinweis, dass auch der künstliche Süßstoff Sucralase, aber auch fruchtzuckerhaltige Getränke (Obst, Honig, Sirup etc.) sowie Mono- und Diglyceride, die als Emulgatoren in Bäckereiprodukten und industriell gefertigten Nahrungsmitteln Verwendung finden, die Insulinproduktion anheizen – somit also Appeititanheizer, denn wenn der Insulinspiegel und der Zuckerspiegel dann plötzlich wieder fallen, kommt der Heißhunger.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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