Gesundheitsnewsletter vom 11.3.2018

von | 11. März 2018

Gesundheitsnewsletter vom 11.03.2018


Heute etwas kürzer, denn gestern galt es den Flur zu streichen, heute sind alle Steckdosen, Lampen und Bilder wieder dran und eigentlich will ich mich noch dem Grünspan im Garten widmen.


Die Themen:

  • Die Grippewelle hat den Zenit überschritten. Schnelle Hilfe ist nur am Anfang wirklich effektiv!

  • Kinder älterer Väter altern möglcherweise schneller. Bei Mäusen ist es so.

  • Interleukin-4 fördert die Axonregeneration der Nerven. Dieses hat man bei MS getestet.

  • Allergien und Neurodermitis – was wirkt vorbeugend und therapeutisch?

  • Der NMDA-Rezeptor – ADHS – Konzentration – Lernen – Demenz


Die Grippewelle hat den Zenit überschritten. Schnelle Hilfe ist nur am Anfang wirklich effektiv!

Wer von der Grippe betroffen ist und davon waren es in der letzten Woche auch in meiner Praxis einige, den interessiert die Welle herzlich wenig. Wer aber meine Newsletter liest, weiß, dass er bei der ersten Anzeichen sofort ein Antigrippeprogramm durchführen sollte. Ein zusätzliches Immunboosterprogramm in der Praxis erzeugt Spiegel im Blut, die bei rein oraler Einnahme nicht möglich sind.

Ich habe nun diese Woche gelesen, welche Auswirkung die Grippe auf die Hirnfunktion haben kann und wie lange diese Einschränkung andauern könnte. Bei Mäusen sind es 120 Tage der messbaren Einschränkung der Hirnfunktion. Bezogen auf die Lebenszeit eines Menschen gegenüber der einer Maus, dürften Menschen jahrelang davon betroffen sein. Daher sollte die Einschätzung der Hirnfunktionseinschränkung auch immer eine Frage nach einer Grippeinfektion beeinhalten. Da die Grippe meldepflichtig ist, kann man sie nur mittels Abstrich zuverlässig erkennen.


Kinder älterer Väter altern möglcherweise schneller. Bei Mäusen ist es so.

Genieße das Leben, denn bedenke, es ist schon später, als Du denkst! So einen Spruch hatte meine Oma auf Ihrem Wandteller und es ist wohl einiges dran, an dieser Weisheit. Bezogen auf die Überschrift bedeutet es, dass Kinder älterer Väter nicht nur biologisch voraltern, sondern wohl auch früher sterben. Ein intensiveres Leben füllt dieses mit Inhalt, wird aber auch die Voralterung beschleunigen. Daher sollte man eher den Leitspruch "Was Du dreimal täglich machst, entscheidet über die Gesundheit und was Du dreimal im Monat machst, darüber, an was Du Dich später hinsichtlich der guten alten Zeit erinnerst." befolgen

Hinsichtlich" dreimal täglich" berate ich gerne.

Andererseits sollte man mit dem Abschluss von Kranken- und Lebensversicherungen großzügig umgehen, denn es zahlt sich vermutlich aus. Direkt bei Geburt gibt es noich keine Einschränkungen in den Klauseln.


Interleukin-4 fördert die Axonregeneration der Nerven. Dieses hat man bei MS getestet.

Interleukine steuern viele Zellfunktionen. Interleukin 4 ist eigentlich das Leitzytokin der TH2-Antwort und es gehört wie IL 10 zu den entzündungshemmenden Botenstoffen. Es stimuliert aber auch die B-Lymphozyten und fördert die Antikörperbildung. Der IL-4-Rezeptor gehört jedoch zur TH1-Antwort. Im MS-Experiment findet man verminderte Axonschäden und eine besserer Beweglichkeit.
Eine Pilotstudie hinsichtlich der Wirkung der Oxyvenierung auf das Interleukinmuster im Hinblick auf die MS-Erkrankung wurde von Frau Prof. Dr. B. König auf dem Kongress der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. 2017 vorgestellt.


Allergien und Neurodermitis – was wirkt vorbeugend und therapeutisch?

Ich schreibe ja wiederholt über die essentiellen Fettsäuren und das Mikrobiom. Zur Wirkung auf die Prophylaxe der Allergien und der Neurodermitis gibt es nun erneut eine Auswertung von 400 Studien, die die Bedeutung dieser Stellgrößen bereits im Zeitfenster der Schwangerschaft bestätigt.


Der NMDA-Rezeptor – ADHS – Konzentration – Lernen – Demenz

Das Thema des NMDA-Rezeptors ist sehr komplex. Bei eigentlich gesunden Menschen mit leichter Funktionseinschränkung können Glutamin und Asparaginsäure einen positiven Effekt bewirken. Bei Demenz gibt es schon verschiedene Substanzen, die sich mit diesem Angriffsort beschäftigen. Manche haben nur eine kurze Wirkung. Gespräche mit anderen Ärzten, die auch nach therapierbaren Therapieerfolgshindernissen suchen und diese ausgleichen, haben ergeben, dass die Medikamente dann doch länger als die ansonsten üblichen 6 Monate den Progress aufhalten, wenn denn eine Optimalversorgung eingehalten wird.

Verwandte Themen