Gesundheitsnewsletter vom 11.1.2015

von | 11. Januar 2015

Gesundheitsnewsletter vom 11.01.2015

Die erste Arbeitswoche ist gut überstanden und hier ein paar neue Themen:

  • Restless-Legs-Syndrom durch Hypoxie in den Beinen ?

  • Neue Erkenntnisse zu Wasserstoffperoxid in Tumorzellen. Ein signalübertragendes Molekül muss spezifisch wirken, das gilt nicht mehr!

  • Der warme Winter lässt die ersten Haselpollen fliegen, auch die Erle meldet sich mit Niesreiz

  • Kurzsichtigkeit bei Kindern, geniale Lösung gefunden

  • Weichmacher in der Verpackung, nun geht es einen Schritt in eine auf Silikaten basierende Bioverpackung


Restless-Legs-Syndrom durch Hypoxie in den Beinen ?

Diese Frage haben sich Forscher einer finnischen Studie gestellt und haben festgestellt, dass der intramuskuläre Blutfluss bei RLS-Patienten im vorderen Unterschenkel tatsächlich eingeschränkt ist. Als Ursache dafür entdeckten Sie eine Endothelproliferation der Blutgefäße, wodurch diese Verengung mit nachfolgender Mikrozirkulationsstörung zu erklären ist. Eine transkutane Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut der Beine in Ruhe, also des Sauerstoffpartialdruck, war niedriger als bei gesunden Patienten, nämlich 5,5 versus 7,2 kPa. Eine Medikation mit Dopaminagonisten erbrachte eine Verbesserung um 1,1 kPa, blieb aber unter dem Wert der gesunden Probanden.Dopamin verbessert die Durchblutung und daher hilft auch das Umhergehen zur Linderung der Beschwerden. In der Studie wird der NO-Gehalt diskutiert. Die Ausgangssubstanz für NO ist Arginin. Daher bestimme ich gerne den Aminosäurestatus mit, denn meistens mangelt es auch an anderen Aminosäuren wie Tryptophan, Cystin, Asparagin und Asparaginsäure sowie Glutaminsäure.
Die transkutane Sauerstoffmessung kann in meinen Praxen problemlos durchgeführt werden. Am besten kombinieren wir das auch mit der Bestimmung des Knöchel-Arm-Index und der Pulswellengeschwindigkeitsmessung.
Darüberhinaus gilt es den Eisenspiegel mit der totalen Eisenbindungskapazität und den Ferrtinspiegel zu bestimmen und zu optimieren, Kalium und Magnesium und Calcium sowie Vitamin D regulieren ebenfalls den Gefäßtonus, die Insulinresistenz kann zu lokalen Mangelversorgungen und Zellpotentialschwankungen führen, ein Mangel an EPA bei einem Überschuss an AA bewirkt ebenfalls Gefäßverengungen. Eine weitere, sehr probate Therapiemöglichkeit ist die intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger, die gemäß der Ergebnisse der Pilotstudien sowohl gefäßerweiternde, als auch entzündungshemmende und mitochondrienregenerierende Wirkung hat.
Natürlich können Sie diese Untersuchungen und Therapien inklusive eines Rezeptes für Dopaminagonisten in meinen Praxen erhalten.


Neue Erkenntnisse zu Wasserstoffperoxid in Tumorzellen. Ein signalübertragendes Molekül muss spezifisch wirken, das gilt nicht mehr!

Am Deutschen Krebsforschungszentrum fanden Wissenschaftler heraus, dass Wasserstoffperoxid wichtige Zellfunktionen steuert. Das gelingt ihm dadurch, dass Peroxiredoxine das freie Wasserstoffperoxid wie ein Transporter übernehmen und dafür nutzen, jetzt ganz spezifisch andere Proteine zu oxidieren und damit Information im Sinne des An- oder Abschaltens zu übertragen. Dadurch werden dann z. B. die Aktivitäten von entzündungsfördernden Transkriptionsfaktoren gesteuert. Die Funktion dieser Peroxiredoxine ist abhängig vom Vorhandensein der Aminosäure Cystin, der Speicherform von Cystein. So verstehen Sie, warum ich immer den Aminosäurestatus mitbestimmen möchte. 90 % meiner Patienten haben einen Cystinmangel.
Ein signalübertragendes Molekül muss spezifisch wirken, ist mit dieser Erkenntnis nicht mehr zu halten. Anhand des Transkriptionsfaktor STAT3 sieht man sogar, dass die Wirkung in beide Richtungen gehen kann. Damit ist bewiesen, was Dr. med. Heinrich Kremer hinsichtlich der Wirkung der rationalen Naturstofftherapie im Rahmen seiner Erkenntnisse zur Cellsymbiosistheorie schon als Hypothese aufstellte, nämlich dass die Substanzen bei ihrer vielfältigen Wirkung dafür niemals in direkten pharmakologischen Kontakt zu den Enzymen, auf die sie wirken, kommen müssen. Er geht hier von einer regulativen Wirkung aus, die über eine durch Lichtquanten modulierte Information ausgelöst wird. Anhand der Flimmerfrequenz des Leuchtens des Glühwürmchens, dass niemals nerval in dieser Geschwindigkeit gesteuert werden kann, erläuterte er anhand der Kurzlebigkeit des NO-Gases, das hier als informierender An-/Ausschalter wirkt, was in dieser Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums analog für die Information des Wasserstoffperoxids herausgefunden wurde.
Die Bedeutung der Mitochondrien in der Signalgebung, also genau dass, was Dr. med. Heinrich Kremer breits aus der Literaturecherche abgeleitet hatte und ihn dazu veranlasste, die Mitochondrien als Intelligenz der Zelle und die Erbinformation als die Bibliothek des Wissens zu bezeichnen, wurde nun erneut belegt und in Nature veröffentlicht. An dieser Stelle sei auch noch einmal auf die Studie zum Mitochondrial Crosstalk verwiesen!
Die Pilotstudien der unterschiedlichen Therapiekomponenten der Cellsymbiosistherapie nach Dr. Kremer zeigen auch anhand der Messung der Mitochondrienparameter wie mitochondriales ATP, PGC1a, NRF2, Mitochondrienmasse, Rhodanaseaktivität, mitochondriale DNA-Mutationsrate, SOD-2-Aktivität, dass die Therapieansätze nicht nur genial abgleietet, sondern auch praxistauglich sind.


Der warme Winter lässt die ersten Haselpollen fliegen, auch die Erle meldet sich mit Niesreiz

Pollen-Allergiker sollten sich nun also vor Kreuzallergenen schützen. Eigenbluttherapie, Akupunktur, die intravenöse Sauerstofftherapie, Darmsymbioselenkung etc. können hier lindernden Einfluss haben. Klassische Medikamente, sogenannte Antihistaminika, Cromoglycinsäure und Cortison stehen auf der anderen Seite.


Kurzsichtigkeit bei Kindern, geniale Lösung gefunden

Die Myopie, Kurzsichitgkeit, lässt sich mit atropinhaltigen Augentropfen in der Entwicklung begrenzen. Erstaunlich ist, dass die höhere Dosis zwar zunächst auch mehr Wirkung zeigt, beim Absetzen dann aber ins Gegenteil umschlägt.  Niedrigere Dosierungen schneiden am Ende besser ab, doch lesen Sie selbst. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft äussert sich ebenfalls dazu.


Weichmacher in der Verpackung, nun geht es einen Schritt in eine auf Silikaten basierende Bioverpackung

Weichmacher haben hormonähnliche Wirkung.  Die PET-Flaschen setzen  Phtalate und Bisphenole frei. Nun wird an einem Ausweg geforscht. Ziel sind verrottbare Biokunststoffe. Grundlage soll Silizium sein.


Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin


Email:
Internet: www.dr-wiechert.com


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