Gesundheitsnewsletter vom 10.07.2021 – Covid und Impfung – Neues zum Herzen – Mensch und Pflanze – Darmbakterien und Süßstoffe

von | 10. Juli 2021

Dr. Wiechert Gesundheitsnewsletter vom 10.07.2021
 
Praxis für individuelle Diagnostik und Therapie

In meiner Info-Videothek können Sie sich zu verschiedenen

Themen informieren, stöbern Sie ruhig weiter, denn

Sie wissen ja, dass die Quellen meines Wissens stets

benannt werden!

Heute
geht es um das grundlegende Verständnis zu Covid-19 und
daher auch um unsere Eigenverantwortung.

 
Die Themen:

 
 
Covid-19-Delta-Variante und der Impfschutz

In England wurde die Wirkung des Impfschutzes sehr genau untersucht und von mir bereits am letzten Wochenende diskutiert. RTL.de schreibt dazu, dass mehr als die Hälfte der Verstorbenen geimpft waren. Ein Blick in die diskutierte Statistik bestätigt das, nämlich 70: 44. Interessant ist, dass die Summe aller Verstorbenen sich aus der Gesamtzahl aller Infizierten ergibt und die beträgt 92029 Personen. 53822 davon waren nicht geimpft und bei 11015 Personen kennt man den Impfstatus nicht. Die Impfrate liegt in England über 50 % der Gesamtbevölkerung.

Die Infektionsrate der Ungeimpften ist deutlich höher als die der Geimpften.
Hat das etwas mit der Lebenseinstellung „No Risk NO Fun“ zu tun oder
infizieren sich Geimpfte tatsächlich weniger oder
gehen infizierte Geimpfte nur dann zum Arzt und zur Kontrolle, wenn es gar nicht mehr anders geht und infizieren derweil andere im Glauben, dass dieser Infekt auf gar keinen Fall eine Coronainfektion sein kann?
40% der Betroffenen wissen nichts von ihrer Infektion.
Mehr als 59% aller Neuinfektionen in Deutschland sind nun die Deltavariante, während sich in Peru seit August letzten Jahres die Lambda-Variante stabil bleibt.

Auf jeden Fall zeigt die Todesrate trotz Impfung, dass eine Impfung kein Freifahrtschein ist und wir uns anders um unsere Gesundheit kümmern müssen. Das geht aber nur multimodal und ich fordere daher die Gesundheitspolitik auf, dass deutlich mehr Gesundheitsaufklärung in den Medien kommuniziert wird, anstatt mit irgendwelchen angstmachenden Statistiken Einschaltquoten zu erzielen. Das Gespräch bei Maybritt Illner am Donnerstag  zeigte ja zwischen Lauterbauch und Streek, wie schnell man vom Helden zum Prügelknaben werden kann. Das Deutsche Ärzteblatt diskutiert dazu auf Seite A1310 und 1311, wie sich das bei Schweinegrippe, boviner spongioformer Enzephalopathie BSE und Covid19 hinsichtlich der Prognosen und der Realität so verhalten hat.

Das Video beschreibt nun die aktuelle Situation aus meiner Sicht und verweist mit Stichworten auf bereits veröffentlichte Videos, die diese Themen vertiefen. Ein Spezialthema dazu ist ziemlich zum Ende die Substanz der Pro Reolving Mediators und deren in Studien beschriebener Wirkung zu denen Dr. Kreutzer zusammen mit mir auch schon einmal auf der Seite der Internationalen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V., die am 28/29.August 2021 einen analogen Kongress in Bad Nauheim durchführt, eine Zusammenfassung zur Bedeutung der PRMs veröffentlicht haben sowie noch einmal die Bedeutung des Herzens, dem ich heute noch einen weiteren Artikel widmen will.
DOI: 10.1002/biof.1691

 
 
 
Die Beschwerden des Herzens – hypertrophe Kardiomyopathie mit neuer Therapieoption – die Infarktrate in der Coronazeit – die Myokarditis und Fibrosierung des Herzens bei Virusinfekten

Viele Menschen wissen nichts von Ihrer Herzerkrankung und bekommen das erst bei einem Notfall mit. Kommt es wegen einer Covid-Erkrankung zu einem stationären Aufenthalt, so haben die Patienten in 55,6% der Fälle Bluthochdruck, in 27,9% der Fälle Diabetes mellitus, in 22,8% der Fälle Nierenversagen und in 19,6% der Fälle eine Herzschwäche. Allein an der Herzkranzgefäßerkrankung sind 2019 in Deutschland 119082 Menschen verstorben, das sind 132 Verstorbene pro 100.000 Einwohner. Die Zahl der an Herzinsuffizienz Verstorbenen beträgt 37,6/100.000 Einwohner.
Dtsch Arztebl 2021; 118(26): A-1305 / B-1077
Die Viruserkrankung erzeugt ein Hyperinflammationssyndrom, also der ganze Körper entzündet sich und davon ist auch das Herz betroffen.
Solche Veränderungen am Herzen sind zu Beginn mit der 3-D-Vektor-EKG-Untersuchung in Abgleich mit Troponin und NTproBNP sowie CKgesamt und CKMB als auch den D-Dimeren deutlich sensibler zu erfassen, als mit dem normalen EKG, dem Herzecho oder einer Katheteruntersuchung. Unter dem Markennamen Cardisio ist hierzu weitere Information zu finden sowie im Interview mti PD. Dr. Steen und in den Newslettern vom 03.07.2021, 26.06.2021, 19.06.2021 und vom 12.06.2021.

Das 3-D-Vektor-EKG zeigt frühzeitig Veränderungen der Herzmuskelstruktur auf und ebnet so den frühen Kontakt zum Kardiologen, der dann die Diagnostiken nach Virusinfekt, Vernarbungsneigung, Autoimmunerkrankung oder hypertropher Kardiomyopathie und Therapie einleitet. Für die hypertrophe Kardiomyopathie, deren häufigste Ursache Mutationen der Herzmuskelproteine des Sarkomers sind, gibt es jetzt einen neuen Therapieansatz, nämlich das Mavacamten. Dabei handelt es sich um einen oral verfügbaren allosterischen Inhibitor des kardialen Myosins und der wird derzeit in der Behandlung von Erkrankungen untersucht, die auf eine exzessive kardiale Kontraktilität und die verringerte diastolische Füllung des Herzens zurückzuführen sind. Mavacamten senkt die Kontraktilität des Herzmuskels durch Hemmung der Bildung überschüssiger Myosin-Aktin-Kreuzbrücken, die für die Hyperkontraktilität, linksventrikuläre Hypertrophie und verringerte Herzmuskelelastizität verantwortlich sind. DOI: 10.1016/S0140-6736(21)00763-7

 
Die mRNA des Impfstoffs ließ sich nicht in der Muttermilch nachweisen – also keine Schluckimpfung der Säuglinge geimpfter Mütter!

Der Nestschutz der Säuglinge erklärt sich über die Antikörper der Muttermilch und insbesondere der Vormilch, dem Colostrum. Befürchtungen, dass die mRNA frisch geimpfter Frauen sich in der Muttermilch nachweisen ließe, wurden nun nicht bestätigt.
DOI: 10.1001/jamapediatrics.2021.1929
 

 
 
Was haben Menschen und Pflanzen gemein?

Ob Bäume wachsen, hängt von der Luftfeuchtigkeit ab. Ob Menschen gedeihen, hängt von ausreichender Versorgung mit sauberem Wasser zusammen.
Verändert sich die Luftfeuchtigkeit, so schwellen oder schrumpfen die Stämme der Bäume.
Wenn der Mensch dehydriert, bekommt er stehende Hautfalten, wenn er sich falsch ernährt und Gifte nicht loswerden kann, so lagert er mitunter Wasser ein und man sieht viel extrazelluläres Wasser in der Impedanzmessung und die Säuerausscheidungsfähigkeit der Niere ist eingeschränkt.
Wenn die Bäume ein gesundes Feuchtigkeitsklima haben, geht es Ihnen gut. Auch wir Menschen benötigen ein Raumklima von 50-70% Luftfeuchtigkeit um uns gut zu entwickeln. Gegen sehr trockene Luft können auch wir nicht in dem Maße antrinken, dass wir die Vorteile der Luftfeuchtiglkeit ausgleichen könnten.
So wachsen auch Bäume, die mit den Füßen im Wasser stehen, bei geringer Luftfeuchtigkeit nicht.
Der Grund vermindertes Gedeihens liegt beim Menschen im Schwitzen, der damit auch viele Mikronährstoffe verliert und bei den Bäumen verlieren diese über ihre Blätter ebenfalls schwitzender Art viel Wasser und können ihr Stammwasserpotenzial nicht halten. Beim Menschen dürfte sich auch das Zellmembranpotenzial verändern und manch einer bekommt z.B. Wadenkrämpfe.
Why trees grow at night. New Phytologist doi:10.1111/nph.17552

Vor Kurzem besichtigte ich einen Bonsai-Garten. Auf die Frage, was das denn für kleine Sorten seien, lernte ich, dass diese Bäume in normaler Erde auch 30 Meter hoch werden würden.
Begrenze ich also den Wurzelballen (Darmprobleme beim Menschen)und versorge die Pflanze ansonsten gut, so kann sie sich dieser Situation mit einem Improvisationsstoffwechsel anpassen, also auf niedrigem Leistungsniveau leben und wohl normale Mikronährstoffmesswerte/Zelle oder Phloemsaft aufweisen, um die Krise zu überwinden, dennoch wächst die Pflanze nicht oder minimal.
Solche Therapieerfolgshindernisse gibt es beim Menschen auch und wenn man die erfasst, dann kann man sie auch beheben.

 
 
 
Ecoli und Enterococcus faecalis sind die beiden Mikroorgansmens des Darms, die am häufigsten Auffälligkeiten zeigen. Süßstoffe machen ihnen das Leben schwer oder auch besonders leicht.

Darmfloradysbiosen führen zu Darmmißempfindungen. Zuckerersatzstoffe, also Süßstoffe, haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Darmflora und schützen keineswegs vor Gewichtszunahme. Ja sie wirken sogar appetitanregend und werden daher in der Tiermast aus diesem Grund angewendet. In der Studie konnte nun gezeigt werden, dass diese pathogenen Veränderungen eine stärkere Bildung von Biofilmen und eine erhöhte Adhäsion und Invasion von Bakterien in menschliche Darmzellen bewirken. Die Graphik zeigt, wie die Mikroorganismen unterdrückt oder zu vermehrter Teilung angeregt werden.
Die Studie untersuchte die Wirkung von Saccharin, Sucralose und Aspartam. doi.org/10.3390/ijms22105228

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Dirk Wiechert
Facharzt für Allgemeinmedizin
 
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