Gesundheitsnewsletter vom 1.9.2012

von | 1. September 2012

 

Newsletter im September 2012 Teil 1

Praxisnews und Wissenswertes rund um die Medizin

 

Vortrag zum Thema Übersäuerung am 05.09.12, 18:30 Uhr im Seminarraum der Praxis am Biopunkt. Zugang durch die Praxis.

  • Wie wird das Blut gepuffert.

  • Was säuert und was entsäuert uns, Ernährungs- und Therapietipps.

  • Wie entsäuern wir?

  • Welche Symptome hat eine Übersäuerung ?

  • Wie kann ich das Ausmaß der Übersäuerung reproduzierbar messen ?

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Die Zeckenstudie ist noch immer aktiv. Wer also einen frischen Zeckenstich hat und die Zecke vorweisen kann, möge sich unter der Telefonnummer 0421-3967818 melden und den Anrufbeantworter besprechen, ich rufe zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert

www.dr-wiechert.com

 

Harnsäure als Prognosefaktor bei Herzinfarkt

 

Erhöhte Harnsäurewerte im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt sind ein unabhängiger Prognosefaktor für eine erhöhte Sterblichkeit. Das Ergebnis beruht auf einer Studie an 1247 Patienten mit Brustschmerzen. Harnsäureerhöhung korrelierte dabei am stärksten mit Herzschwäche und Herzinfarkt.

Harnsäure wirkt auch wie ein Antioxidans, ihr Anstieg kann aber auch Zeichen einer Übersäuerung der Entgiftungsorgane sein und somit anzeigen dass die Ausscheidungsfähigkeit saurer Valenzen insgesamt überschritten ist. Mehr dazu im Patientenvortrag am 05.09.12, um 18.30 im Seminarraum der Praxis am Biopunkt in der Juiststr. 12, in 28217 Bremen oder in der Zusammenfassung zu dem Vortrag, die ich später veröffentlichen werde.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Falldarstellung in der Praxis-Depesche aus 7/2012, S. 32, die sich auf einen älteren Herrn mit mehreren Grunderkrankungen und unter anderem auch Muskelschmerzen bezieht. Im Psoasmuskel vermutete man dann einen Abszess, der sich bei der Operation dann aber als Herd aus Harnsäurenadeln darstellte. Harnsäure kann sich somit überall im Körper ablagern und ist nicht auf den allseits bekannten Gichttophus an der Großzehe beschränkt.

Eine anderer Artikel fasst Gicht daher als Systemerkrankung zusammen:
Ärztezeitung

Welch psoitiven Effekt das Vitamin-C in diesem Zusammenhang der Harnsäure zeigt, kann man unter diesem Suchbegriff erfahren:
Google-Suchergebnis


Therapieresistenz durch Chemotherapeutika

 

"Das Magenkarzinom ist die zweithäufigste Krebserkrankung des Verdauungstraktes. Den Verlauf der Erkrankung bestimmt zum einen das Ausmaß an Metastasierung. Ein weiterer wichtiger Faktor, der zu einer schlechten Prognose dieser Erkrankung beitragen kann, ist die Ausbildung einer Resistenz gegen Zytostatika, die eine erfolgreiche Therapie des Magenkarzinoms verhindert. Zytostatika wirken, indem sie die Reparaturmechanismen des Körpers für Schäden an der Erbsubstanz (DNA) hemmen.
Die Prognose dieser Patienten könnte verbessert werden, wenn es gelänge, die Resistenz gegen Chemotherapeutika zu überwinden. Genau dieses Ziel hat sich Dr. rer. nat. Elke Burgermeister, Leiterin der Forschungsabteilung der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), gesetzt. Sie erforscht dazu die molekularen Mechanismen, die einer solchen Resistenz zugrunde liegen. Zwei Fragestellungen treiben sie dabei um: Warum sind manche Tumore gegen diese Chemotherapeutika resistent? 
Und: Wie kann man die Resistenzen überwinden?“

so veröffentlicht das Onkologietelegramm.

Gut, dass sich jemand mit der Thematik beschäftigt und sich um eine individuell maßgeschneiderte Therapieoption kümmert.
Bedenklich ist nach wie vor, dass die Resistenz durch die Therapie erzeugt wurde. Aus meiner Sicht sollte die Chemo- und Strahlentherapie so lange zurückhaltend eingesetzt werden, wie das Ziel, nämlich sichtbare Metastasen, nicht zu erkennen und der Tumor nicht anderweitig, wie durch die Operation oder eine Cyber-Knife-Behandlung, überfallartig auszumerzen ist.
Wie komme ich zu dieser Ansicht ? Metastasierung und Tumorwachstum werden durch das Mikroenvirement, also die Umgebung des Tumors und dort durch gesunde Zellen, gesteuert. Je mehr Kollateralschäden ich bei meiner Therapie in Kauf nehme, umso schwächer wird dieses Mikroenvirement und um so größer wird der Kolonisationsvorteil der sich absiedelnden Metastasen.


Blutgruppe beeinflusst Herzinfarkt-Risiko

 

Risiko von AB-Trägern ist gegenüber Blutgruppe 0 um 23 Prozent erhöht
Wie hoch das Herzinfarktrisiko eines Menschen ist, hängt auch von seiner Blutgruppe ab. Das zeigt eine Studie US-amerikanischer Forscher mit fast 90.000 Teilnehmern. Demnach sind Träger der seltenen Blutgruppe AB am stärksten gefährdet: Ihr Risiko ist gegenüber der Blutgruppe 0 um 23 Prozent erhöht.
Menschen mit den Blutgruppen A oder B seien ebenfalls etwas anfälliger für eine Verstopfung der Herzkranzgefäße, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology". Probanden mit der Blutgruppe 0 erlitten am seltensten einen Herzinfarkt. 
Die biologische Ursache dieser Unterschiede sei noch nicht klar. Es gebe aber Hinweise darauf, dass die Blutgruppe die Entzündungsanfälligkeit der Gefäße und den Cholesterinspiegel beeinflusse, sagen die Forscher. Menschen mit Blutgruppe A hätten häufig einen leicht höheren Gehalt des Low-Density-Cholesterins. 
"Ein Mensch kann seine Blutgruppe zwar nicht ändern, aber unsere Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass wir in Zukunft besser verstehen, wer ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt hat", sagt Studienleiter Lu Qi von der Harvard School of Public Health in Boston. Kenne man sein Risiko, könne man der Erkrankung gezielter durch einen gesunden Lebensstil und viel Bewegung vorbeugen. (tha) 
Quelle: Quelle: Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology

Ist an der Blutgruppendiät also doch etwas dran ?
Mehr zu diesem Thema unter http://josef-stocker.de/blood.pdf


Hoffnung für Blinde durch Maculadegeneration

 

Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis die Therapie verfügbar ist, aber wenn man Kontakt zum Autor sucht, kann man vielleicht an einer Studie teilnehmen. Der unvadis-Nachrichtenticker hat ein interessantes Forschungsergebnis von Russell Van Gelder von der University of Washington veröffentlicht:

Wirkstoff lässt blinde Mäuse wieder sehen

AAQ lagert sich an Ionenkanäle der Netzhautzellen an und öffnet diese bei Lichteinfall

Eine einfache Chemikalie könnte erblindenden Menschen das Augenlicht wiedergeben, wie ein internationales Forscherteam in "Neuron" berichtet. Der jetzt erstmals an Mäusen getestete Wirkstoff macht Netzhautzellen lichtempfindlich, die normalerweise nicht zum Sehen benutzt werden. Diese übernehmen laut den Wissenschaftlern dadurch die Funktion der geschädigten Sehzellen im Auge.

Die Chemikalie lagert sich an Ionenkanäle der Netzhautzellen an und öffnet diese bei Lichteinfall. Dadurch funktionieren diese Zellen wie Sehzellen. Der neue Wirkstoff biete Patienten mit altersbedingter Makula-Degeneration, aber auch mit anderen Formen fortschreitender Netzhautschäden eine echte Hoffnung, sagen die Forscher. "Das ist ein großer Fortschritt für die Wiederherstellung der Sehkraft", so Russell Van Gelder von der University of Washington, Co-Autor der Studie.

Getestet haben die Forscher den Wirkstoff AAQ an genveränderten Mäusen, deren Sehzellen innerhalb eines Monats nach der Geburt absterben. Kurz nach dem Eintröpfeln der Chemikalie reagierten die Mäuse wieder auf Licht: Die Pupille zog sich zusammen, sie wandten sich vom Licht ab und flüchteten ins Dunkle. >/p>

Kein dauerhafter Eingriff

Bisherige Versuche, Menschen mit geschädigten Sehzellen das Augenlicht wiederzugeben, seien nur bedingt erfolgreich gewesen, sagt Van Gelder. Dazu gehören Stammzelltherapien, aber auch das Einpflanzen von elektrischen Chips in die Netzhaut, die die Funktion der Sehzellen übernehmen sollen. Beides verändere die Netzhaut dauerhaft. Der chemische Wirkstoff aber werde einfach ins Auge gegeben und wirke dann eine begrenzte Zeit.

"Noch müssen wir testen, ob dieser Wirkstoff auch beim Menschen auf die gleiche Art wirkt wie bei den Mäusen", sagt Van Gelder. Aber die bisherigen Ergebnisse seien sehr vielversprechend. Denn sie zeigten, dass diese Substanzgruppe der Netzhaut ihre Lichtempfindlichkeit wiedergeben könne. Wie die Forscher berichten, sind neuere Versionen der Substanz bereits im Test. Sie wirken während mehrerer Tage statt wie bisher nur Stunden und bei schwächerem Licht. Weitere Tests mit Mäusen sollen zudem zeigen, wie gut die Sehkraft durch diese Behandlung wiederhergestellt wird. (tha)


Hilfe bei chronischer Darmentzündung

 

Chronische Darmentzündung, wie Colitis ulcerosa, ist in der Aktivität im Blut mit Interleukin 6 (IL6) protokollierbar. Eine Pilotstudie der intravenösen Sauerstofftherapie aus dem Jahr 2001 zeigt, dass entzündungsfördernde Botenstoffe wie Interferon gamma, Tumornekrosefaktor alpha, Interleukin 5 mit dieser Therapie nachhaltig zu senken sind. Gerne möchten wir dieses auch anhand es IL 6 überprüfen. Betroffenen Patienten biete ich diese Therapie zu diesem Zweck vergünstigt an.

„Das Protein NFATc2 könnte eine Therapie zur Vorbeugung von Darmkrebs bei Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung ermöglichen. NFATc2 reguliert das tumorfördernde Interleukin-6. ERLANGEN-NÜRNBERG (eb).

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben ein Protein entdeckt, das für die Bildung des tumorfördernden Botenstoffs Interleukin-6 (IL-6) verantwortlich ist. Die Entdeckung könnte zu einem neuen Therapieansatz zur Verhinderung von Darmtumoren bei chronischen Darmerkrankungen führen (Cancer Research 2012; online 27. Juni).

Colitis ulcerosa ist eine chronische und meist in Schüben verlaufende Erkrankung des Dickdarms. In Deutschland wird die Zahl der betroffenen Patienten auf etwa 168.000 geschätzt. Typische Beschwerden sind häufige blutig-schleimige Durchfälle, Bauchschmerzen im linken Unterbauch, ständiger Stuhldrang, Fieber und allgemeine körperliche Schwäche.

Je weiter die Entzündung im Dickdarm fortgeschritten ist, desto ausgeprägter treten die Symptome auf und desto höher ist das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs. Die genaue Ursache für die Darmerkrankung und die hohe Wahrscheinlichkeit der Krebsentwicklung sind trotz weltweiter Forschungsbemühungen noch unklar…“ Zitiert aus Ärzte Zeitung online, 01.08.2012


Glykämischer Index beeinflusst Krebsrisiko

 

„Entartung durch falsche Ernährung Hohe glykämische Last: ein Krebsrisiko?“ fragt Springer-Medizin online und kommt am Ende des Artikels zu der Erkenntnis, dass“ … für das Krebsrisiko …demnach, mehr als die Art der Kohlenhydrate, die Kombination aus Art und Menge an Kohlenhydraten entscheidend zu sein scheint. Als Mechanismus vermutet man mitogene Effekte, die vom Insulin selbst oder über dem Insulin-like growth factor (IGF)-1 angestoßen werden.“

Ursache ist also vor allem die Kohlenhydratdichte, die für colorectale und Pancreascarcinome eine Häufung zeigt, während der hohe glykämische Index, also die schnelle Verfügbarkeit der Kohlenhydrate, nur das Prostatakrebsrisiko erhöhe.

Damit bestätigt sich wieder, das Kohlenhydrate gut sind, dass sie aber kompliziert und nicht schon aufgeschlüsselt angeboten werden sollen. Demnach ist Gemüse und Vollkorn gut, Fruchtzucker, Zucker und Weißmehlprodukte gelten demnach als risikobehaftet.


Genverhalten in Stresssituationen

 

Keine Mutation und doch in der Funktion verändert. Warum werden Genabschnitte stumm oder aktiv geschaltet ? Wieder ein Beispiel für ein epigenetisches Phänomen. So entstehen Krankheiten z. B. auch durch psychische Beeinflussung. Der univadis Nachrichtenticker veröffentliche folgende Meldung:

DNA-Methylierung beim Oxytocin-Rezeptor-Gen ändert sich nach akutem psychosozialem Stress

In Stresssituationen verändern sich chemische Schalter in der Erbsubstanz, die daraufhin andere Eiweiße herstellen. Dies berichtet ein internationales Forscherteam unter Basler Leitung. Die Resultate liefern neue Hinweise darauf, wie Stress mit psychischen oder körperlichen Krankheiten zusammenhängen könnte.

Frühere Studien haben gezeigt, dass belastende Erlebnisse in der Kindheit langfristig mit veränderter DNA-Methylierung einhergehen. Ob dies aber auch nach akutem Stress geschieht, war bislang unbekannt, wie die Universität Basel mitteilt. "Epigenetische Veränderungen sind womöglich ein wichtiges Bindeglied zwischen Stress und chronischen Erkrankungen", wird Gunther Meinlschmidt von der Universität Basel, der die Studie mit Kollegen aus Bochum, Trier und London durchgeführt hat, zitiert.

Also setzten die Forscher 76 Testpersonen mit einem fiktiven Jobinterview und einer Rechenaufgabe unter Stress. Dann untersuchten sie Genabschnitte, die für die biologische Regulierung von Stress bedeutsam sind. Eines stellt eine Andockstelle für Oxytocin her, das andere einen für das Gehirn wichtigen Nerven-Wachstumsfaktor (Brain-Derived Neurotrophic Factor, BDNF).

Tatsächlich stieg beim Oxytocin-Rezeptor-Gen die DNS-Methylierung bereits in den ersten zehn Minuten nach der Stresssituation an, wie die Wissenschaftler im Fachblatt "Translational Psychiatry" berichten. 90 Minuten nach dem Test fiel sie jedoch unter das Ausgangsniveau. Das bedeutet, dass die Zellen zunächst weniger Oxytocin-Rezeptoren bildeten, danach jedoch übermäßig viel.

Damit konnten die Forscher einen Mechanismus identifizieren, wie Stress viele Krankheiten auslösen könnte. Künftig wollten sie noch komplexere epigenetische Stressmuster identifizieren und das damit verbundene Erkrankungsrisiko bestimmen, sagt Meinlschmidt. Das könnte Hinweise auf neue Behandlungs- und Präventionsansätze liefern. (tha)

Quelle: Translational Psychiatry „ Also seid nett und ehrlich zu einander, Mobbing macht krank !


Neuer Frühmarker für Diabetes-Typ-1

 

Neuer Frühmarker für ein Diabetes-Typ-1-Risiko entdeckt. Im Rahmen unserer Laboruntersuchung des Aminosäurestatus im Blut erfassen wir diesen Marker mit. Der univadis Nachrichtenticker brachte diese Meldung:

Neue Ansätze für Diabetes-Prävention Deutlich niedrigerer Methionin-Spiegel im Blut von Kindern, die Antikörper schon im frühen Kindesalter bilden Das Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München hat bei der Auswertung der BABYDIAB-Studie herausgefunden, dass die Autoimmunantikörper gegen die insulinproduzierenden Betazellen des Pankreas und das Alter des Auftretens dieser Antikörper von Stoffwechselprofil abhängig sind. Daraus würden sich neue Ansatzpunkte für Primärprävention und Immuntherapie im frühen Kindesalter ergeben. Die Ergebnisse der Studie wurden bereits im November 2011 im Journal "Diabetes" veröffentlicht.

Die Bildung von Autoantikörpern ist ein Vorläufer-Stadium des Typ-1-Diabetes.Die Studie zeigt einen nur halb so hohen Methionin-Spiegel im Blut bei Kindern, die diese Antikörper schon im frühen Kindesalter bilden, im Vergleich mit solchen, die die Autoantikörper erst in der Pubertät oder gar nicht bilden. Die Ernährung scheint dabei nicht der einzige Einflussfaktor für die essenzielle Aminosäure zu sein. Die Forscher vermuten laut Aussendung vielmehr, dass verschiedene Aktivierungsmechanismen dafür verantwortlich sind, ob und wann Inselautoimmunität entsteht.

Methionin sollte als Biomarker für Typ 1 berücksichtigt werden. Das Münchner Forscher-Team wird nun die biologischen Mechanismen untersuchen, die den unterschiedlichen Aktivierungsmechanismen der Inselautoimmunität zugrunde liegen, um daraus Primär-Präventionsstrategien und Immuntherapien für das frühe Kindesalter zu entwickeln. (ad/mmb) 
Quelle: Diabetes, BABYDIAB-Studie


Vitamin-C in der Krebstherapie

 

Der Einsatz von komplementärmedizinischen Methoden wird in der schulmedizinischen Krebstherapie oft als hinderlich angesehen und dem Patienten wird von deren Kombination abgeraten. In der Behandlung des hochaggressiven Glioblastoms, einem Hirntumor, ergeben sich Vorteile durch die Kombination mit einer Hochdosis-Vitamin-C-Therapie, wie Tierversuche zeigten. Auch andere Tumorarten waren dadurch zu beeinflussen. Vitamin-C selbst wird in dieser Dosis als Wasserstoffperoxid abgebaut und hat einen pro-oxidativen Effekt. In meiner Praxis biete ich die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie an.

„Wissenschaftler der University of Otago in Wellington, Neuseeland, haben kürzlich herausgefunden, dass Hirntumorzellen wesentlich empfänglicher für Bestrahlung sind, wenn ihnen hochdosiertes Vitamin C verabreichtwird. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Malaghan Institute in Wellington durchgeführt und in der Wissenschaftszeitschrift "Free Radical Biology and Medicine" veröffentlicht.

Die Haupautorin der Studie, Dr. Patries Herst, untersuchte zusammen mit Dr. Melanie McConnell, wie sich hochdosiertes Vitamin C in Verbindung mit Bestrahlung auf das Überleben von Krebszellen des bösartigen Hirntumors Glioblastoma Multiforme (GBM) im Vergleich zum Überleben normaler Zellen auswirkt. Dabei fanden sie heraus, dass hochdosiertes Vitamin C selbst DNA-Schäden und Zelltod verursacht. Die Schädigungen waren noch wesentlich ausgeprägter, wenn das Vitamin kurz vor der Bestrahlung injiziert wurde. Hirntumorpatienten haben schlechte Heilungschancen, da GBM-Tumore äußerst strahlenresistent sind. Ein Abtöten der Hirntumorzellen ist einfacher, wenn zuvor hochdosiertes Vitamin C verabreicht wurde, so Dr. Herst.

"Es herrschte lange Uneinigkeit über die Verwendung von hochdosiertem Vitamin C im Bereich der Krebsbehandlung. Das Vitamin tötet in Laborversuchen und Tiermodellen verschiedene Krebszellen. Es erzeugt aggressive freie Radikale im Tumorumfeld, nicht jedoch in der Umgebung von gesunden Zellen. Die freien Radikale schädigen die DNA, was letztlich zum Zelltod führt. Lediglich intravenöse Verabreichungen können jedoch eine so hohe Konzentration von Radikalen erzeugen, wie sie für das Abtöten von Krebszellen benötigt wird. Die vielversprechenden Untersuchungsergebnisse wurden in klinischen Studien noch nicht auf ihre Aussagesicherheit geprüft. "Wenn sorgfältig durchgeführte klinische Studien bestätigen, dass hochdosiertes Vitamin C in Verbindung mit Bestrahlung die Heilungschancen von Patienten erhöht, könnte es sinnvoll sein, beide Behandlungsformen bei strahlenresistenten Krebsarten, wie Glioblastoma multiforme, zu kombinieren," sagte Dr. Herst.
Quelle:Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann


Wassersucht / Aszitis mit Alfa-Pumpe im Griff

 

Patienten mit Leberzirrhose oder verschiedenen Krebsarten entwickeln Aszites, sogenanntes Bauchwasser, das zu vielen Komplikationen führt und durch eine Bauchdeckenpunktion abgeleitet werden muss. Eine Pumpe ersetzt nun den regelmäßigen Bauchdeckendurchstoß.

Am Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt konnte nun im Rahmen einer Studie die Wirksamkeit einer gänzlich neuen Methode zur Therapie von Aszites nachgewiesen werden. Das vom Schweizer Unternehmen Sequana Medical entwickelte automatisierte Aszites-Pumpensystem mit niedriger Flussrate, kurz Alfa-Pump, ermöglicht die selbsttätige und kontinuierliche Abführung der Aszites-Flüssigkeit aus der Bauchhöhle über die Harnblase. Die Pumpe reduzierte die durchschnittliche Anzahl der durchgeführten Parazentesen (Bauchdeckendurchstöße) signifikant von 3,4 im Monat vor der Implantation auf nur eine innerhalb von fünf Monaten. Die nur 30- bis 60-minütige minimal-invasive Implantation der Alfa-Pumpe ist ein einfacher chirurgischer Eingriff und war in der durchgeführten Studie zu 100 Prozent erfolgreich. Im Gegensatz zu den wiederholten Parazentesen ist für das Alfa-Pump-System nur ein einmaliger Eingriff notwendig. Die Kassen übernehmen die Kosten.


Welche Trinkmenge ist richtig ?

 

Trinken – nur so viel, wie das Durstgefühl abfordert. Vorausgesetzt, dass man nicht an einer Durstwahrnehmungsstörung leidet, wie viele ältere Menschen. Warum ? Ein Zuviel an Wasser geht oft mit einem Zuwenig an Salz einher, was sogar zu einem Hirnödem führen kann. Das zeigt sich auch bei Blutdruckpatienten, die den Rat salzarm zu essen übergenau befolgen. Die Ärztezeitung online veröffentlichte zu diesem Thema folgende Argumentation:

„Sportler sollen vor dem Sport, währen dem Sport und danach viel trinken – solche Ratschläge gibt es zuhauf. Alles Quatsch, sagen inzwischen viele Sportmediziner. Man soll trinken, wenn man Durst hat, alles andere ist sogar gefährlich.

Die 41-jährige Marathonläuferin hatte die Strecke zwar in fünf Stunden geschafft, fühlte sich danach aber nicht besonders wohl: ihr war übel, der Kreislauf war am Zusammenbrechen. Sie gab an, genug getrunken zu haben, die anwesenden Ärzte verabreichten ihr aber Infusionen, weil sie einen Flüssigkeitsmangel vermuteten.

Das war fast fatal: Kurze Zeit später lag die Frau mit Hirnödem und Hyponatriämie auf der Intensivstation. Nicht zu wenig Wasser, sondern zu viel, war das Problem, wie Notfallmediziner um Dr. Stefan Trautwein vom Klinikum Kassel berichteten (Notfall Rettungsmed 2009; 12:287-289).

Offenbar passieren solche Unfälle immer wieder: Nach Marathonläufen haben bis zu 13 Prozent der Sportler zu niedrige Natriumspiegel (unter 136 mmol/l), schwere Hyponatriämien mit Werten unter 120 mmol/l kommen immerhin bei 3 bis 6 von 1000 Läufern vor, schreiben Trautwein und Mitarbeiter.

Dagegen ist die Gefahr einer Dehydrierung eher gering. „Wir konnten in der Literatur keinen einzigen Fall von Dehydrierung als Todesursache bei Marathonläufern feststellen, es gibt aber zahlreiche Berichte über Läufer, die an einer Überhydrierung starben“, schreiben Forscher um Dr. Carl Heneghan von der britischen Oxford University in einer aktuellen Publikation (BMJ 2012; 345:e4848). Trinken auch ohne Durst?

Trotzdem glauben immer noch viele Sportler, dass man nie genug trinken kann und am besten auch dann noch Wasser in sich hineinschüttet, wenn man längst keinen Durst mehr hat. Sportmediziner sind an dieser Haltung nicht ganz unschuldig, denn in der Zunft besteht bis heute ein Dissens, wann und wie viel man beim Sport trinken soll.

So warnte Professor Heinz Liesen, der an der Universität Paderborn ein Sportmedizinisches Institut aufgebaut und viele Leistungssportler betreut hat, noch vor einigen Jahren: „Wir haben kein gut entwickeltes Durstgefühl. Es gibt nicht wieder, was der Körper braucht.“

Liesen rät, bereits eine halbe Stunde vor dem Sport die Flüssigkeitsreserven des Körpers aufzufüllen. Wer zu wenig trinke, könne weniger Leistung bringen und empfinde den Sport als belastender.

Liesen: „Jeder Flüssigkeitsmangel über einem Prozent des Körpergewichts kann gravierende Veränderungen bewirken.“

Leichte Dehydrierung verbessert die Leistung

Solchen Auffassungen widersprechen Heneghan und Mitarbeiter vom Zentrum für evidenzbasierte Medizin in Oxford vehement: In Studien hätten selbst Flüssigkeitsverluste bis knapp über drei Prozent die Leistung der Athleten nicht geschmälert und auch keine Probleme verursacht, eher im Gegenteil, die Leistung sogar noch verbessert. So wurden in einer Studie Sportler unter starker Belastung geprüft: Die einen durften während des Trainings trinken, die anderen nicht. Bis zu einem Flüssigkeitsverlust von 2,3 Prozent des Körpergewichts schnitten die Dehydrierten deutlich besser ab. Die einfache Erklärung: Sie waren durch den Flüssigkeitsverlust leichter und mussten ihr Training nicht ständig zum Trinken unterbrechen.

Der Rat, zu trinken, bevor man Durst hat, führe oft dazu, dass Sportler zu viel Wasser konsumieren würden. Das schmälere ihre Leistung und gefährde ihre Gesundheit, so Heneghan.

Marathon mit acht Prozent Gewichtsverlust

Der Sportmediziner Dr. Tim Noakes von der Universität in Kapstadt in Südafrika warnt sogar davor, bei Athleten pauschal eine Prozentzahl für eine schädliche Dehydrierung anzugeben und nennt als Beispiel den US-Amerikaner Alberto Salazar.

Dieser hatte bei den olympischen Spielen 1984 in der Hitze von Los Angeles über acht Prozent seines Körpergewichts beim Marathon verloren. Dennoch lief er eine Zeit von zwei Stunden und 14 Minuten (Timothy Noakes im Magazin „Runner’s World“, Mai 2005).

Viele gute Marathonläufer, so Noakes, kommen mit einem halben Liter Wasser während des Wettkampfs aus. Viel gefährlicher sei ein Zuviel an Wasser. Bereits eine Zunahme von zwei Prozent des Körpergewichts durch Wasser könne generalisierte Ödeme erzeugen.

Der Sportmediziner verweist auch gerne auf afrikanische Buschmänner, die bei 40 Grad in der Savanne oft Marathonstrecken zurücklegen, ohne dass ihnen alle paar Kilometer eine Wasserflasche gereicht wird.

„Haben wir nicht ihre Physiologie geerbt?“, fragt Noakes. Der Mensch habe durch seine Evolution in einer solchen Umgebung wie kein anderes Säugetier die Fähigkeit entwickelt, auch unter extremer Anstrengung und Hitze einen hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust zu verkraften.

Dieses Defizit werde in aller Regel nach, nicht vor oder während der Anstrengung ausgeglichen. Dass man vor dem Sport trinken soll, auch wenn man keinen Durst hat, weil sich sonst das Blut verdickt und man rasch dehydriert, hält Noakes daher für „eine unsinnige Auffassung, die sich zu einer Art Mantra entwickelt hat.

„Bisher konnte nicht nachgewiesen werden, dass es irgendeinen Nutzen bringt, mehr zu trinken, als der Durst uns signalisiert.“ Er sieht in diesem Mantra letztlich nur eine Marketingstrategie der Getränkeindustrie (BMJ 2012; 344:e4171 ).

Büromenschen und Senioren dehydrieren leichter

Eine deutlich moderatere Position vertritt hingegen der Diplom-Ökotrophologe Uwe Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim.

„Entscheidend ist das richtige Trinken. Weder ein Zuwenig noch ein Zuviel ist leistungsfördernd. So muss im Freizeitsport während der meisten Aktivitäten nicht getrunken werden, wenn die Aufnahme vorher ausreichend war.“

Schröder hält schweißbedingte Wasserverluste von bis zu maximal zwei Prozent des Körpergewichts, das sind etwa 2,5 Liter bei einem 70-kg-Sportler, noch für akzeptabel. Er warnt zudem davor, Empfehlungen für Athleten auf Freizeitsportler zu übertragen.

Personen, die chronisch zu wenig trinken, seien besonders gefährdet zu dehydrieren. „Hierzu zählen oft Senioren wegen des verminderten Durstempfindens. Auch Berufstätige, die über längere Zeit aufgrund der Arbeitssituation zu wenig trinken, können betroffen sein.“

Schröder: „Kinder, Jugendliche, aber auch Untrainierte haben ein erhöhtes Risiko eines Hitzeschadens, da sie weniger Schweißdrüsen besitzen und ihre Thermoregulation nicht optimal funktioniert.“

Im Freizeitsport, rät Schröder, sollte jede körperliche Aktivität gut hydriert begonnen werden und das Trinken vor allem bei hohen Außen- oder Hallentemperaturen geplant werden. Ein über den Tag verteilter Getränkekonsum von zwei Litern ist empfehlenswert zuzüglich des Ausgleichs der Schweißverluste. Diese lassen sich durch Wiegen vor und nach einer Sporteinheit leicht abschätzen.

Apfelschorle nicht optimal

Für den Flüssigkeitsausgleich hält Schröder die beliebte Apfelschorle, im Verhältnis 1:1 gemischt, nicht für optimal: „Sie enthält viel Fruchtzucker, der nur langsam Energie liefert und in größeren Mengen abführend wirkt.“

Schröder: „Die Fruchtsäuren verzögern außerdem die Magenentleerung. Auch ist die Apfelschorle kalorienreich und kann, je nach verwendetem Wasser, zu wenig Natrium enthalten.“

Er empfiehlt ein anderes Mischungsverhältnis, etwa mineralstoffreiches Mineralwasser, Apfelsaft und Traubensaft im Verhältnis 6:2:1.

Auch natürliche isotonische und kalorienarme Sportgetränke aus unterschiedlichen Fruchtsäften auf Mineralwasserbasis seien geeignet, ebenso alkoholfreie Biersorten nach dem Training. Er warnt Freizeitsportler jedoch vor energiereichen Getränke, die für Profiathleten konzipiert wurden. Damit ist die Energieaufnahme schnell höher als der Verbrauch.

Quelle: Thomas Müller – Ärzte Zeitung online


Gedächtnisstörung durch schwankenden Blutdruck

 

Stark schwankender Blutdruck fördert den geistigen Abbau. Mit einer Langzeitblutdruckmessung, die ich in der Praxis anbiete, kann man diese Schwankungen sicher erfassen. Den Mini-Mental-State-Test, der die Einschränkung der geistigen Leistung misst, biete ich ebenfalls an. Die intravenöse Sauerstofftherapie verbessert über die Bildung von gefäßerweiternden Substanzen die Durchblutung aller Gewebe, somit auch des Gehirns. Blutdruckspitzen und der mittlere Blutdruckwert lassen sich deutlich vermindern.

Springermedizin-online veröffentlichte dazu folgende Meldung:

„Schwanken die Blutdruckwerte älterer Patienten stark von Arztbesuch zu Arztbesuch, deutet dies auf kognitive Einschränkungen hin.

In einer Studie mit 201 Senioren im Alter von 70 und darüber hatten japanischen Hypertensiologen deren Blutdruckwerte ein Jahr lang monatlich gemessen. Alle Probanden wurden zudem auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit untersucht. Dafür absolvierten sie den Mini-Mental-State-Test (MMST; Werte von 0 bis 30, Werte ab 24 und darunter sprechen für kognitive Einbußen). Außerdem stufte man sie anhand der Reisberg-Skala ein (1 bis 7, Werte von 3 bis 7 gelten als leichte bis sehr schwere Demenz).

Bei der Auswertung ergaben sich signifikante Zusammenhänge zwischen der Differenz des maximal und minimal gemessenen systolischen sowie diastolischen Blutdrucks und den kognitiven Funktionen – je schlechter diese, desto größer jene. Auch der prozentuale Anteil, den die mittlere Schwankung des systolischen Blutdrucks (Standardabweichung) am systolischen Mittelwert aller zwölf Messungen hatte, korrelierte mit den geistigen Leistungen: je größer der Anteil, desto niedriger der MMST-Wert und desto höher die Bewertung mit der Reisberg-Skala. Als Studienmittelwerte errechneten sich 47,6 mmHg für die Differenz der systolischen und 32,9 mmHg für den Unterschied der diastolischen Messwerte. Der Anteil der systolischen Standardabweichung am systolischen Mittelwert erreichte durchschnittlich 22,3%. Schwellenwerte, die den Übergang vom tolerablen zum gefährlichen Bereich markieren würden, sind daraus aber nicht abzuleiten.

 

 

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