Gesundheitsnewsletter vom 1.7.2012

von | 1. Juli 2012

 

Vortrag Lymphödeme am 04.07.2012

Zunächst wie immer hier der Hinweis auf den nächsten Vortrag in der Praxis am Biopunkt.

Am 04.07.12, 18:30 findet der Vortrag vermutlich in den Praxisräumen und nicht im Seminarraum, um Anmeldung wird gebeten. Patienten, die die Therapie schon bekommen haben, haben angekündigt zu kommen, um sich Ihren Fragen zu stellen. Um Anmeldung wird gebeten, sprechen Sie ruhig auf den AB: 0421-395015.

Thema: Lymphödeme. Wie entstehen sie ? Was kann ich tun ? Vorführung der pneumatischen Lymphdrainage. Weitere Informationen.

Diese pneumatische Lymphdrainage kann man auch als Heimgerät verordnet bekommen, so dass Sie morgens vor dem Aufstehen, mittags bei der 30-minütigen Pause und abends vor dem Schlafengehen unabhängig von den Terminen und der Verordnungsfreudigkeit des Arztes Ihre Lymphödeme selbst drainieren können. Dadurch können Sie auch besser mit den Kompressionsüberzügen zurecht kommen.

Themen aus meiner Recherche, von denen ich glaube, dass es für Sie von Interesse sein könnte.

Sodbrennen

Unter Sodbrennen versteht man den Rückfluß von Magensäure in die Speiseröhre, zum Teil bis an die Stimmlippen. Die Magensäure führt in der Speiseröhre und an den Stimmlippen zu Reizungen. Im Zusammenhang mit der Sklerodermie (Verlust von Elastizität in Geweben und der Haut) kann auch eine Verkürzung der Speiseröhre entstehen, wodurch sich das Problem verschärfen kann und auch Speiseröhrenkrebs entstehen könnte. ( Sklerodermie ist übrigens eine offizielle Indikation für dieChelattherapie.)

Leichter Reflux, der nicht bis an die Stimmlippe gelangt, wird auch als Dyspepsie bezeichnet. Bei der Magenspiegelung sieht man hier dann auch keine Gewebeveränderungen.

Was kann man tun?

Magensäurebinder versprechen schnelle Linderung. Leider enthalten die meisten Aluminium, das, sofern es resorbiert wird, als ungesund gilt. Gaviscon advance ist ein Präparat ohne Metallzugabe und ist freiverkäuflich erhältlich.

PPI, also Protonenpumpenhemmer, wie sie momentan gerne verordnet werden, wirken frühestens nach 3 Stunden durch Hemmung der Magensäurebildung. Bei strenger und gut gewählter Indikationsstellung, sind diese Präparate ein Segen. Bei unkritischem Gebrauch führen Sie zu Fehlverdauung, Dysbiosen mit Überwucherung von Clostridien und vermehrter Entwicklung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die dann wieder das Sodbrennen aufrecht erhalten.

Weitere informationen dazu unter: SodbrennenTherapie1,  Therapie2Wechselwirkungen

Selen

Selen wird in seiner Wirkung kontrovers diskutiert. Zusammenfassend kann man aber festhalten, dass man dieses Metall immer kontrolliert substituieren sollte; also einen Ausgangswert bestimmen und die Speicherfähigkeit unter der Einnahme überprüfen.

Bei 122 µg/l Ausgangswert scheiden sich Nutzen und Schaden. Es zeigte sich, dass höhere Selenspiegel das Risiko für verschiedene Krebsarten, darunter Prostata-, Lungen- und Blasenkarzinome, senken. Die NPC-Studie zeigte auch, dass Patienten mit einem Serumselen zwischen 130 und 150 µg/l die niedrigsten Mortalitätsraten aufwiesen.

Risiko für Diabetes mellitus Typ wird durch die Darmflora mitbestimmt

Die Ergebnisse wurden jetzt in einer Mitteilung des Kompetenznetzes Diabetesvorgestellt. Danach haben Kinder mit familiärer Vorbelastung, die per Kaiserschnitt geboren wurden, ein Risiko von 4,8 Prozent, bis zum 12. Lebensjahr an Diabetes zu erkranken. Dagegen liegt das Risiko von Kindern aus Risikofamilien, die vaginal entbunden wurden, bei 2,2 Prozent. Das erhöhte Diabetes-Risiko bei Kaiserschnitt trat unabhängig davon auf, ob es sich um eine Mehrlingsschwangerschaft, Frühgeburt oder um das Erstgeborene handelte. Auch der Geburtsmonat und Rauchen während der Schwangerschaft hatten keinen Einfluss.

Ein Kaiserschnitt beeinflusst dabei nicht das Risiko für die Entstehung von Inselautoimmunität und die Bildung von Autoantikörpern. Diese sind gegen die Insulin produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse gerichtet und Vorboten einer Diabetes-Manifestation. Allerdings beschleunigt die Geburt per Kaiserschnitt offenbar die Entstehung von Diabetes nach dem Auftreten erster Autoantikörper.

„Eine Erklärung für diese Ergebnisse ist die Tatsache, dass die Entbindung per Kaiserschnitt auf die Beschaffenheit der kindlichen Darmflora und damit auf das Immunsystem einwirkt“, so Professor Anette-Gabriele Ziegler, Leiterin der Forschergruppe Diabetes der TU München. Unter den Mikroorganismen, die den Darm besiedeln, lassen sich bei Kindern, die per Kaiserschnitt auf die Welt kamen, zum Beispiel weniger Bifidobakterien nachweisen. „Somit ähnelt die Darmflora dieser Kinder der gestörten Darmflora von Diabetikern“, so Ziegler. Bifidobakterien sind die wichtigste Gruppe nützlicher Darmbakterien.

Weitere Informationen: Bedeutung der Darmflora

Welche Bedeutung haben Huminsäuren ?

Histaminose

Histaminose oder eingeschränkter Histaminabbau durch die Diaminooxidase sind eine ständiges Thema vieler, mich aufsuchender, Patienten.

Die Diaminooxidase ist nicht nur verantwortlich für den Abbau von Histamin sondern in unterschiedlichem Maße auch von anderen biogenen Aminen. Diese können für sich ebenfalls Unverträglichkeitsreaktionen mit ähnlichen Symptomen wie oben erwähnt verursachen. Besonders sind dies Schokolade, Walnüsse, Ananas, Papayas (Serotonin), Orangen, Grapefruit, Bananen, Tomaten, Weizenkeime (Putrescin), Himbeeren (Tyramin), Hülsenfrüchte, Cashewnüsse, Weizenkeime, Birnen (Spermin und Spermidin). Werden sie in größeren Mengen genossen, können sie ebenfalls Beschwerden verursachen, die an eine Histaminintoleranz denken lassen, insbesondere da durch deren Genuss beim Abbau der biogenen Amine Diaminooxidase verbraucht wird und das Histamin sich im Körper dadurch „aufstaut“. 

Andere Substanzen in der Nahrung können ebenfalls Unverträglichkeitsreaktionen auslösen, haben jedoch nichts mit dem Histaminhaushalt zu tun. Zu Ihnen gehören Sulfite (getrocknete Früchte, Würste, gepökeltes Fleisch, als Konservierungsstoff in verschiedenen Fruchtgetränken und „Packerl-Suppen“) und Glutamat (Geschmacksverstärker, der mitunter häufig in der asiatischen Küche eingesetzt ist). Ein Mangel an Diaminooxidase kann in seltenen Fällen angeboren sein, meist wird er imLaufe des Lebens erworben, nicht selten im Rahmen von Infekten. Es ist möglich, dass sich nach Monaten oder Jahren die Produktion dieses Enzyms bzw. die Anzahl der Histaminrezeptoren normalisieren. Hier sollte auch der Kupferspiegel kontrolliert werden.

Mitunter scheint die Bildung von Histamin oder körpereigenen biogenen Aminen auch stressabhängig zu sein. Daher ist auch der Versuch des Erlernens von verhaltenstherapeutischen Stressbewältigungsstrategien sinnvoll. Wir können seit geraumer Zeit das Histamin im Stuhl bestimmen. Es gibt dort trotz histaminarmer Ernährung erstaunlich hohe Werte. Neben Stress, kann das auch ein Hinweis auf Fehlverdauung sein. Eine mögliche Ursache für Fehlverdauung ist die chronische Einnahme der PPI, s.o., die den Speisebrei basischer machen und somit die Zumengung von Verdauungsenzymen aus der Bauchspeichedrüse hemmen. Siehe auch Vortrag zur Nahrungsmittelunverträglichkeit  und dessen Links.

Cholesterin

Hat das böse LDL-Cholesterin auch seine guten Seiten ? Offensichtlich ja. In der Gruppe mit Werten über 150 mg/dl trat das Vorhofflimmern in 15 % der Probanden weniger auf, als bei niedrigen Werten. Auch asymptomatisches Vorhofflmmern erhöht das Risiko für eine Multiinfarktdemenz. Hier besteht dann auch wieder Diskussionsbedarf, ob man nur die Frequenz oder auch den Rhythmus eines Vorhofflimmerns kontrollieren soll. In der Gruppe der Rhythmuskontrolle gab es mehr Todesfälle.

Zu überprüfen ist auf jeden Fall die Schilddrüse, denn eine latente Schilddrüsenüberfunktion senkt das LDL-Cholesterin und erhöht auch das Risiko für Vorhofflimmern..

Was wäre die Konsequenz ?

Cholesterin ist für die Verformbarkeit der Zellwände da. Wenn die weniger gestresst werden, wird auch weniger Cholesterin produziert. Lebensführung  bezüglich des psychischen, physischen und ernährungsvermitteltem Stress hat also deutlichen Einfluss, wenn nicht eine vererbte Hypercholesterinämie vorliegt. Vererbt heißt hier nicht, dass man es auch bekommen muss, nur weil die Eltern es auch haben. Hier kann ja auch die Übernahme des Lebensstils die Ursache sein.

"Kleine Blutgefäße sind bei kalorienreicher Ernährung früher als große Arterien betroffen. Eine Ernährung mit hohem Fettanteil führt früher zu Schäden an den Blutgefäßen als bislang angenommen, da sich kleine Arterien bereits in kurzer Zeit strukturell und mechanisch verändern. … Dies bedeutet, dass die kleinen Blutgefäße früher als die großen Arterien betroffen sind, was bei der Entwicklung von Bluthochdruck in Verbindung mit einer langfristig kalorienreichen Ernährung eine Rolle spielen könnte", lautet die Schlussfolgerung der Forscher. (ad/mmb)

Quelle: Journal of Cardiovascular Translational Research (abstract) 
04/04/2012 ( APA ) Die Artikel werden von der Austria Presse Agentur bereitgestellt."

Der Einsatz von EPA (Eicosapentaensäure) in einer dokumentierten Dosierung, die den Arachidonsäure:EPA-Quotienten zwischen 1,5 und <3 einstellt, kann hier eine antientzündliche Gegenregulation erfolgen. Wir bieten dieses Laboruntersuchung an.

Eine Liste der weniger guten Omega-6-Fettsäuren fnden Sie hier.

Außerdem sei noch einmal an den Nutzen der intravenösen Sauerstofftherpie erinnert.

Harnsäure

Personen mit normalen Harnsäure-Werten haben ein um 50 Prozent erhöhtes Hypertonie-Risiko sowie ein um fast 100 Prozent erhöhtes Diabetes-Risiko im Vergleich zu Personen mit niedrigen Harnsäurewerten.

Weitere Information dazu und in dem Vortrag am 05.09.12.

Vitiligo, die Weißfleckenerkrankung, eine Autoimmunerkrankung

Ob die Phototherapie mit Schmalspektrum-UVB-Licht auch bei Kindern anschlägt, haben italienische Dermatologen in einer kleinen Studie untersucht. Die Erfolge waren zwar nicht berauschend, aber durchaus ermutigend.

Gesamtdosis spielt keine Rolle für den Erfolg.

Vier Patienten reagierten ausgezeichnet auf die Phototherapie: In den Vitiligoarealen ihrer Haut war eine mindestens 75%ige Repigmentierung nachweisbar. Bei acht Patienten schlug die Behandlung gut an (Repigmentierungsgrad 50–74%). Sieben sprachen mäßig an (25–49%), acht weitere leicht (< 25%). Ein Patient zeigte keine Hautreaktion in den depigmentierten Bereichen. Die Repigmentierung in zwei von drei Fällen auch nach rund einem Jahr Nachbeobachtung noch stabil.

Publiziert am: 17.5.2012 9:30 Autor: Dr. Robert Bublak Quelle: springermedizin.de basierend auf: Percivalle S et al. Narrowband Ultraviolet B Phototherapy in Childhood Vitiligo: Evaluation of Results in 28 Patients. Pediatric Dermatology 2012; 29: 160–165

referiert in onlinelibrary, der Text wurde in Teilen aus einer Veröffentlichung der Springermedizin entnommen.

Untersuchungen bei Krebs

Die Untersuchung des Immunsystems bei Krebserkrankungen ist sinnvoll, um zu erkennen wie die Software gerade tickt. Hier wird auch das Escape-Phänomen erläutert.

Ursäche für das Nichtgreifen einer gute Software könnte eine Belastung mit Übergangsmetallen sein. Die Ausleitung dieser Metalle ist in meiner Praxis möglich. Besonders gut dokumentiert ist dieses für Brustkrebs.  Wie sich zeigt, aber wohl auch bei nicht kleinzelligem Bronchial-Ca mit Hirnmetastasen. Vorsicht mit dem Einsatz von Strahlen, insbesondere bei Kindern, auch, wenn es nur zu diagnostischen Zwecken erfolgt. Bereits fünf Jahre später  war ein vermehrtes Auftreten von Leukämie und Hirntumoren zu erkennen.

Aknepusteln

Kohlehydratreiche Ernährung lässt die Aknepusteln sprießen. Erstmals wurde ein diätetischer Zusammenhang nachgewiesen. Einer der Faktoren, die die Entstehung von entzündlichen und nichtentzündlichen Akneläsionen antreibt, ist bekanntlich IGF-1 (insulin-like growth factor 1).

 

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit diesem Newsletter wieder interessante Informationen zusammengestellt. Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen oder Themenwünschen nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.  

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dirk Wiechert
www.dr-wiechert.com

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