Gesundheitsnewsletter vom 1.4.2012

von | 1. April 2012

 

Ich hoffe, dass Sie alle ein frohes Osterfest verlebt haben und wieder entspannt in den Frühling schauen können.

Frühling bedeutet unter Umständen für den einen oder den anderen, dass er mit einerAllergie zu kämpfen hat. Dabei handelt es sich um IgE-vermittelte Reaktionen der Pollen, die aber auch Kreuzreaktionen zu Nahrungsmitteln haben können. Wenn Sie also auf Apfelpollen reagieren, dann sollten Sie jetzt die Äpfel meiden, wenn auf Weizenpollen, dann das Weizenmehl reduzieren und so weiter. Die Substanz, die die allergische Reaktion am Ende vermittelt, ist das Histamin.

Morgen, am 11.04.12, um 18:30 Uhr halte ich einen Vortrag über Histaminunverträglichkeit, IgG-vermittelte Nahrungsmittelunverträglichkeiten Allergietyp III versus IgE-vermittelter Allergie, dem Soforttyp.

Aber es werden auch Unverträglichkeiten von Laktose, Friuktose, Sorbit, Saccharose und Galaktose beschrieben.

Es geht um histaminhaltige, -freisetzende, den Histaminabbau hemmende Substanzen so dass auch der Unterschied von immunologischen, pharmakologischen und pseudoallergischen Reaktionen dargestellt wird.

Sie sollen am Ende verstehen, warum Histamin Beschwerden machen kann.

Dieses Mal haben wir viele Anmeldungen, bitte seien Sie pünktlich, es gibt bestimmt Diskussionsbedarf.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal an die Wirkung der intravenösen Sauerstofftherapie im Sinne der Entzündungshemmung und Aktivierung von histaminabbauenden Enzymen erinnern, zu der Sie sich hier über den Linkinformieren können:

Öffnet externen Link im aktuellen FensterIntravenoese Sauerstofftherapie

Ansonsten sind wir im März zum Prüfarztzentrum für die Zeckenstudie zertifiziert worden.

Etwa ein Drittel aller Zecken ist von Borrelien befallen und wenn die lang genug an der Bissstelle sitzen, dann wandern die auch in den Körper. Nur in etwa 50 Prozent der Fälle treten die klassische Wanderröte oder im näheren zeitlichen Fenster die Borreliossymptome auf, so dass es  dazu kommt, dass man dann später nicht mehr an den Biss denkt und auch nicht in die richtige Richtung diagnostiziert. Das längste dokumentierte Zeitintervall zwischen Zeckenbiss und Auftreten von Symptomen beträgt acht Jahre.

Nun zeigen neue Erkenntnisse, dass die Borrelien bis zu vier Tage nach dem Biss in den kleinen Blutgefäßen unter der Bissstelle verbleiben, bevor sie in den Körper wandern. In diesem Zeitfenster kann man sie durch das Auftragen eines antibiotikahaltigen Gels abtöten und am Ausschwärem hindern. Eine sogenannte Postinfektionsprophylaxe. Das zu beweisen, ist das Ziel der Studie. Wenn es glückt, kann bald jeder so ein Gel zuHause haben und sich nach dem Biss nahezu nebenwirkungsfrei vor einer neuen Borreliose schützen.

Nun ist es so, dass die Studie schon im zweiten Jahr läuft, aber noch lange nicht ausreichend Studienteilnehmer in die Studie eingeschlossen werden konnten.

Nun meine Bitte an Sie!

Bitte senden Sie diesen Link, der über die Zeckenstudie in Bremen und umzu informiert, an Ihre Bekannten und bitte Sie diese, daiesen Link zu kopieren und dann an ihre Bekannten zu schicken, so dass diese Information eine Dynamik bekommt.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterZeckenstudie

Nun noch ein paar Schlagzeilen der letzten Wochen:

Zucker puscht die atherogene Lipide und CRP – auch bei Gesunden.

Schon drei Gäser Cola sind Gift fürs Herz.

In einer Studie wurden jeweils  über 3 Wochen dreimal täglich 200 mlverschiedener  Studienlösungen getrunken und zwar enthielten die Getränke 40 oder 80 g Glukose bzw. Fruktose oder 80g Saccharose.

Zwiechen den Trinkphasen lagen drei Wochen Pause. Danach sollten die Teilnehmer weitgeend auf fruktosehaltige Nahrungsmittel, also auch Obst und Gemüse, zu verzichten.

Die Fruktose und die Saccharose führten zu einer Veränderung der LDL-Cholesterine zum Negativen, Glukose hatte keinen Effekt. Aber unter allen Zuckerformen stieg das hs-CRP und der Nüchternzucker an. Das passierte sogar in der Phase, wo auf Fruktose verzichtet wurde. Vermutlich lag das an den fehlendenFaserstoffen oder auch den wichtigen sekundären Pflanzenstoffen.

(Quelle Medical Tribune 47. Jahrgang, Nr. 13, 30.März 2012, S. 12,inhaltlich mit eigenen Worten wiedergegeben)

Zu dem letzten Satz, den sekundären Pflanzenstoffen, passt folgende Meldung:

Flavone überwinden sogar die Blut-Hirn-Schranke.

Grapefruit essen gegen Schlaganfall.

In der Nurses health study wurde der Konsum an flavonhaltigen Nahrungsmitteln per Fragebogen erfasst und nach 14 Jahren geschaut, wieviel Schlaganfällen aufgetreten waren. Teilgenommen hatten 70000 Frauen, es kam zu 1803 Schlaganfällen. Das Fünftel der Frauen mit dem höchsten Konsum an Flavonen hatten in ihrer Gruppe 20 % weniger Schlaganfälle.

Man versucht es durch die Eigenschaften der Flavone zu erklären, die sind:

Insbesondere in Orangen und Grapefruits finden sich v.a. Flavone und eine Untergruppe der Flavonoide, die in Tier- und Laborversuchen als antientzündlich und neuroprotektiv wirkend identifiziert worden sind. Da diese z.T. auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden, glaubt man, dass Sie am Hirn eine schützende Funktion bewirken.

(Quelle: Medical Tribune, 47. Jahrgang, Nr. 13, 30. März.2012, S. 10, freimit eigenen Worten wiedergegeben)

"Krebs von nächtlicher Unruhe?

Schlafmangel züchtet Polypen im Darm

eine kurze Schlafdauer und schlechte Qualität der Nachtruhe können Patienten bekanntermaßen krankmachen. Für Übergewicht, kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus sind die Zusammenhänge schon länger belegt. Neu ist eine Untersuchung zum Thema Schlaf und Darmadenomprävalenz, die Prof. Dr. Rainer Porschen vom Zentrum für innere Medizin am Klinikum Bremen-Ost auf dem 20. Gastroenterologie-Update-Seminar präsentierte. In seiner Screening-Koloskopiestudie mit mehr als 1200 Teilnehmern zeigte sich, dass Menschen mit Darmpolypen signifikant weniger schliefen, öfter unter einer Schlafapnoe litten und häufiger inWechselschichten arbeiteten. Dabei erhöhte eine nächtliche Schlafdauer von weniger als sechs Stunden das risiko für die Entwicklung von Adenomen um 50%."

(Quelle: Medical Tribune, 47. Jahrgang, Nr. 13, 30. März.2012, S. 10)

Milch begünstigt Akne, Fisch dagegen schützt

Neben der genetischen Veranlagung zeigte sich, dass Jugendliche, die mehr als drei Portionen Milch, insbesondere Magemilch tranken fast ein doppelt so hohes Aknerisiko hatten, wie Milchmeider. Ebenfalls fast verdoppelt war das Risko, wenn derBMI über 18,5kg/qm gegenüber dem Wert darunter  lag.Das gilt besonders für Jungen. Regelmäßiger Konsum von Fisch bot einen gewissen Schutz.

Andere Substanzen wie Rauchen, Käse, Joghurt, Brot, Nudeln, Früchte, Gemüse, Fleisch, Wurst Süßigkeiten, Kuchen, Schokolade wurden nicht als direkte Auslöser identifiziert.

(Quelle: Ärztezeitung Ausgabe 54, Freitag/Samstag 23/24. März 2012, S. 11, mit eigenen Worten wiedergegeben.)

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